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Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Steuern der Öffnungsdauer einer nach vorgegebener Zeit schliessenden Abschlussklappe, insb. der Luftklappe eines Ofens für langflammige Brennstoffe, wobei die Abschlussklappe mit einer Schaltuhr über ein flexibles Zugorgan in Verbindung steht, welches auf eine Winkelscheibe zwecks Öffnens der Klappe aufgerollt ist.
Bei einer bekannten Ausbildung dieser Art handelt es sich um eine herkömmliche Zugklappensteuerung für Ofen, wobei in dem Zugorgan eine entsprechende Einheit eingeschaltet ist, bei welcher in einem Gehäuse eine Schaltuhr vorgesehen ist, welche über entsprechende Auslöseeinrichtungen das Aufrollen des Zugorgans auf der Wickelscheibe für ein Öffnen der Luftklappe und ein Freigeben einer anderen Wickelscheibe für das Schliessen der Luftklappe gesteuert wird. Es sind bei dieser bekannten Ausbildung zwei Wickelscheiben vorgesehen, von denen die eine mittels eines Federmotors antreibbar ist, und die andere für ein Schliessen der Klappe auf einer frei drehbaren Welle vorgesehen ist, wobei diese Welle mittels einer Bremsfeder steuerbar ist.
Desgleichen ist auch die Welle, welche die von einem Federmotor antreibbare Wickelscheibe trägt, mittels einer Bremsfeder steuerbar, u. zw. dahingehend, dass die Antriebskraft des Federmotors nach einer bestimmten Zeit freigebbar und damit die Wickelscheibe im Sinne eines Aufwickelns des Zugorganes freigegeben wird. Nach einer gewissen Öffnungszeit der Luftklappe wird dann die zweite, frei drehbare Welle durch die Bremsfeder freigegeben, wodurch dann die gesamte Einrichtung abgesenkt werden kann und damit die Luftklappe schliessen kann. Eine solche Ausbildung hat den Nachteil, dass sie äusserst aufwendig gebaut ist, und dass sie ausserhalb des Ofens vorgesehen werden muss, da sie frei beweglich sein muss, um bei der Schliessbewegung der Klappe mit dem Zugorgan mitbewegt werden zu können.
Ausserdem ist die gesamte Steuerung äusserst aufwendig, wodurch sie im Hinblick auf die im Bereich eines Kohle-Ofens oder eines sonstigen Ofens für langflammige Brennstoffe auftretende hohe Schmutzbelastung äusserst störanfällig wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, welche mit wenig bewegten Teilen auskommt, und bei welcher die Öffnungs- und Schliessbewegung der Klappe so gesteuert wird, dass sich die Klappe nach Ende der Offenhaltezeit sehr schnell schliesst, wodurch Schwelbrände u. dgl. vermieden werden.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Wickelscheibe direkt auf der Betätigungswelle der Schaltuhr angeordnet ist, wobei, wie an sich bekannt, das Zugorgan der Abschlussklappe elastisch dehnbar, z. B. als Feder ausgebildet ist oder aber die Wickelscheibe auf der Welle torsionselastisch befestigt ist, und dass, wie an sich bekannt, die Öffnungsbewegung der Klappe durch einen Anschlag begrenzt ist. Dadurch wird erreicht, dass die Aufzugsbewegung der Schaltuhr direkt in die Öffnungsbewegung der Abschlussklappe übergeht, wobei durch die elastische Ausbildung des Zugorganes bzw. durch die torsionselastische Anbringung der Wickelscheibe ein Weiterbewegen der Betätigungswelle der Schaltuhr möglich ist, ohne den Schwenkwinkel der Abschlussklappe zu verändern.
Es bleibt dann beim Ablaufen der Schaltuhr die Abschlussklappe solange offen, bis die Vorspannung der Feder bzw. des torsionselastischen Verbindungsgliedes zwischen Wickelscheibe und Welle von der Vorspannung befreit ist. Die Vorspannung der Federelemente wird dabei so gewählt, dass eine Drehbewegung der Betätigungswelle der Schaltuhr erst in den letzten drei Grad der Drehbewegung eine Schliessbewegung der Abschlussklappe herbeiführt.
Vorteilhafterweise kann die Einrichtung in einem Gehäuse, in an sich bekannter Weise im kalten Bereich eines Ofens, z. B. an der Aussenseite einer Ofentür, angeordnet sein. Dadurch wird erzielt, dass mechanische Beeinträchtigungen bzw. auch Staubbelastungen, wie sie bei festen Feuerungen od. dgl. auftreten, von der Schaltuhr und auch von der Klappenbetätigung weitestgehend ferngehalten werden.
Wie angeführt, ist es an sich bekannt, das Zugorgan elastisch dehnbar auszubilden und die Öffnungsbewegung der Klappe durch einen Anschlag zu begrenzen, wobei das Zugorgan und das elastische Glied im kalten Bereich des Ofens angeordnet ist. Bei einer dieser bekannten Ausbildungen ist das elastische Glied als Sicherung gegen Überbelastung eines elektrischen Magnets zur Öffnung einer Luftklappe bei Klemmen derselben vorgesehen. Bei einer anderen bekannten Ausbildung ist das elastische Glieds als Auslöseeinrichtung für eine Schnellschlussausbildung der Luftklappe bei auskühlendem Ofen vorgesehen. Bei keiner dieser Ausbildungen ist jedoch eine Schaltuhr vorgesehen, deren Bewegung durch dieses elastische Glied kompensiert wird, um dann, wenn die Öffnungszeit abgelaufen ist, die Luftklappe rasch zu schliessen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Fig. 1 zeigt die erfindungsgemässe Einrichtung schaubildlich, wobei ein Teil des Gehäuses weggebrochen ist. Fig. 2 gibt eine Seitenansicht bei abgenommener Seitenwand des Gehäuses wieder.
Auf einer Trägerplatte (1), in welcher sich die Durchtrittsöffnung (11) für die durchzuführende Luft befindet, ist eine Abschlussklappe (2) vorgesehen, welche über Schwenkpunkte (13) an einer kastenartigen Umrahmung (14) der Öffnung (11) anlegbar ist. Diese kastenartige Umrahmung weist an den der Abschlussklappe (2) zugewandten Kanten plangeschliffene Flächen auf, welche in einer Ebene liegen, wodurch die Abschlussklappe (2) in geschlossenem Zustand an diesen vorderen Kanten der kastenartigen Umrahmung (14) unter weitestgehender Abdichtung anliegt.
Die Abschlussklappe (2) ist über ein Zugorgan (10) betätigbar, welches über eine Umlenkung (3) geführt ist. Das eine Ende des Zugorgans (10) ist dabei an der Abschlussklappe (2) und das andere Ende auf einer Wickelscheibe (5) über ein Loch (6) od. dgl. befestigt. Die Wickelscheibe (5) sitzt auf einer Antriebswelle einer Schaltuhr (4), welche über einen Drehknopf (7), der auf der gleichen Welle angeordnet ist wie die
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Wickelscheibe (5), betätigbar ist. Das Zugorgan (10) weist einen elastischen Bereich auf, welcher vorliegend durch eine Feder (9) gebildet ist. Dieser Bereich ist zumindest in dem zwischen der Wickelscheibe (5) und der Abschlussklappe (2) befindlichen Teil des Zugorganes (10) vorgesehen, es kann jedoch auch das gesamte Zugorgan (10) längselastisch sein.
In gleicher Weise könnte anstelle des elastischen Bereiches auch die Wickelscheibe (5) an der Antriebswelle der Schaltuhr (4) torsionselastisch, z. B. über eine Spiralfeder, verbunden sein, sodass eine relative Drehbewegung zwischen der Wickelscheibe (5) und der Antriebswelle der Schaltuhr (4) ermöglicht ist.
Die gesamte Einrichtung ist in einem Gehäuse (8) angeordnet, welches an der Tragplatte (1) befestigt ist.
Das Gehäuse ist an seiner Unterseite zumindest weitgehend offen, um die nötige Luft eintreten zu lassen. Am Gehäuse (8) ist weiters noch ein Anschlag (12) vorgesehen, welcher die Öffnungsbewegung der Abschlussklappe (2) begrenzt. Der Anschlag (12) könnte auch durch die Innenseite des Gehäuses (8) selbst gegeben sein.
Die Funktion der erfindungsgemässen Einrichtung wird nachstehend anhand einer Luftklappe eines Ofens für langflammige Brennstoffe beschrieben. Die Tragplatte (1) ist dabei die untere Ofentüre, an welcher die Luftzuführungsöffnung (11) vorgesehen ist. Langflammige Brennstoffe bedürfen zu Beginn ihrer Verbrennung einer hohen Luftdurchsatzrate, um eine ordnungsgemässe Verbrennung zu erzielen, da es sonst zu sogenannten Schwelbränden kommt, welche einerseits die Umwelt äusserst belasten und anderseits zu Ablagerungen von Teerprodukten im Ofen bzw. im Kamin führen. Wird nun der Ofen mit Heizmaterial beschickt, dann wird über den Drehknopf (7) die Schaltuhr aufgezogen, wobei vorliegend eine Schaltuhr gewählt wurde, welche bei einer Umdrehung eine Offenhaltedauer von 2 h gewährleistet.
Der Grad des Aufziehens der Schaltuhr richtet sich nach dem Füllungsgrad des Ofens bzw. nach der Abbrenngeschwindigkeit. So wird beispielsweise kleineres Holz oder Weichholz eine kürzere Abbrennzeit aufweisen als Hartholz oder Steinkohle. Die einzustellende Brennzeit ist aufgrund von Erfahrungswerten leicht eruierbar. Wird nun die Schaltuhr aufgezogen, dann wird mit dem Aufziehen die Wickelscheibe (5) mitverdreht und das Zugorgan (10) auf die Wickelscheibe (5) aufgerollt. Dabei genügt bereits eine geringfügige Verdrehung der Wickelscheiben (5), z. B. eine Verdrehung um 3 , um eine vollständige Öffnung der Abschlussklappe (2) zu erzielen. Das Weiterdrehen der Wickelscheibe (5) führt dann zu einer Dehnung des elastischen Bereiches des Zugorganes (10), wobei durch diesen elastischen Bereich (9) die gesamte Drehung der Wickelscheibe (5) kompensiert wird.
Die Abschlussklappe (2) bleibt dabei in ihrer Offenstellung, also in Anlage am Anschlag (12). Während der Brenndauer des Heizmaterials läuft die Schaltuhr langsam zurück, wobei durch Rückdrehung der Wickelscheibe (5) das Zugorgan (10) langsam nachgelassen wird, welche Rückbewegung durch den elastischen Bereich aufgenommen wird. Erst wenn die letzten drei Grad der Bewegung der Wickelscheibe (5) erreicht werden, beginnt sich die Abschlussklappe (2) zu schliessen, wobei im Hinblick darauf, dass diese geringfügige Verdrehung bereits zu einer völligen Öffnung der Abschlussklappe (2) geführt hat, die Schliessbewegung sehr schnell vor sich geht, so dass lange Bereiche der Verbrennung mit ungenügender Luftzufuhr vermieden sind.
Die erfindungsgemässe Ausführung kann dabei ohne Weiteres, wie schon angeführt, auch zur Steuerung eines Luftdurchsatzes von Lüftungskanälen od. dgl. eingesetzt werden, wobei die Tragplatte (1) eine Wandung eines Lüftungskanales od. dgl. sein kann.
PATENTANSPRÜCHE 1. Einrichtung zum Steuern der Öffnungsdauer einer nach vorgegebener Zeit schliessenden Abschlussklappe, insb. der Luftklappe eines Ofens für langflammige Brennstoffe, wobei die Abschlussklappe mit einer Schaltuhr über ein flexibles Zugorgan in Verbindung steht, welches auf eine Wickelscheibe zwecks Öffnens der Klappe aufgerollt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickelscheibe (5) direkt auf der Betätigungswelle der Schaltuhr (4) angeordnet ist, wobei, wie an sich bekannt, das Zugorgan (10) der Abschlussklappe (2) elastisch dehnbar, z. B. als Feder (9) ausgebildet ist oder aber die Wickelscheibe (5) auf der Welle torsionselastisch befestigt ist, und dass, wie an sich bekannt, die Öffnungsbewegung der Klappe (2) durch einen Anschlag (12) begrenzt ist.