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Die Erfindung bezieht sich auf ein Dosierventil für unter Treibgasdruck aussprühbare Flüssigkeiten mit einer Dosierkammer, welche über ein Steigrohr mit einem Vorratsbehälter in abschliessbarer Verbindung steht, und einem Ventilstift, in dessen Verschiebeweg ein Sitzglied für die Verbindung der Dosierkammer zum Steigrohr verschieblich angeordnet ist, wobei der Stift beim Schliessen des Sitzgliedes einen Kanal zur Sprühöffnung freigibt, und mit einer flexiblen Manschette, welche einen die Dosierkammer aussen umgebenden Raum begrenzt, welcher über radiale Bohrungen bzw. Durchbrechungen mit der Dosierkammer in Verbindung steht, wobei zusätzliche radiale Bohrungen bzw. Durchbrechungen der Dosierkammer ausserhalb des Verformungsweges der Manschette angeordnet sind.
Derartige Dosierventile sind für unter Treibgasdruck stehende Flüssigkeiten bekannt, wobei bei den bekannten Ausbildungen derartiger Ventile die Dosiergenauigkeit entweder unwesentlich war und nur im Zusammenhang mit relativ kleinem Dosiervolumen mit grosser Toleranz erzielbar war. Derartige bekannte Dosierventile wurden daher in der Regel für Kosmetika oder andere Wirkstoffe verwendet, bei welchen die Dosiergenauigkeit nicht im Vordergrund steht. Ein Nachteil der bekannten Dosierventile war dabei darin zu erblicken, dass die Ventile zum Nachtropfen neigten, wodurch sich eine Dosierungenauigkeit ergab.
In der DE-PS 11 47 537 ist bereits ein Dosierventil beschrieben, bei welchem eine Dosierkammer über Durchtrittsöffnungen mit einer weiteren Kammer, in welcher der Ventilstift axial verschieblich geführt ist, in Verbindung steht.
In der DE-OS 20 43 415 ist ein Dosierventil beschrieben, welches eine über radiale Bohrungen mit dem axial verschieblich geführten Ventil verbundene, elastisch verformbare Dosierkammer aufweist.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, ein Dosierventil der eingangs genannten Art derartig auszubilden, dass es für die Abgabe grosser Abgabemengen ohne Gefahr eines Nachtropfen und mit hoher Dosiergenauigkeit, insbesondere auch im pharmazeutischen Bereich, einsetzbar wird. Bei der angestrebten Dosiergenauigkeit wird hiebei nicht nur auf die Dosiergenauigkeit bei wiederholter Ventilbetätigung aus dem gleichen Vorratsbehälter, sondern auch auf die Dosiergenauigkeit beim Einsatz in verschiedenen gleichartigen Vonatsbehältem Wert gelegt. Um ein derartiges Dosierventil hoher Dosiergenauigkeit ohne Gefahr eines Nachtropfens auch für grosse Abgabemengen geeignet zu machen, besteht die erfindungsgemässe Ausbildung im wesentlichen darin, dass ein Ringbord bzw.
Ringflansch des die Dosierkammer aufweisenden Ventilgehäuses an seiner der Manschette zugewandten Seite eine zur Dosierkammer konzentrische Nut innerhalb des lichten Durchmessers der Dichtflächen der-Manschette aufweist. Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass durch Anordnung von Bohrungen bzw.
Durchbrechungen zwischen der Dosierkammer und dem durch die Manschette begrenzten Raum ausserhalb des Verformungsweges der Manschette sich nicht nur grössere Abgabemengen erzielen lassen, sondern gleichzeitig die Tendenz zum Nachtropfen derartiger Dosierventile vollständig eliminiert werden konnte. Darüberhinaus weisen derartig abgewandelte Dosierventile eine hohe Dosiergenauigkeit auf. Die Verformung der Manschette erfolgt hiebei bei der Betätigung unter Einwirkung des Treibgasdruckes im Behälter. Das bei bekannten Ventilen beobachtete Nachtropfen ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass die bisher zwischen Dosierkammer und dem durch die Manschette gebildeten äusseren Raum bestehenden Durchtrittsquerschnitte bereits vor dem vollständigen Verformen der Manschette durch die Manschette zumindest teilweise abgedeckt wurden.
Bei weiterer Verformung der Manschette kommt es daher offensichtlich zu nachträglichen Auspressungen von Teilen des verbleibenden Volumens im Raum zwischen Manschette und der Aussenwand der Dosierkammer und der Zeitpunkt derartiger nachträglicher Auspressungen war weitgehend zufällig von der jeweiligen Verformung der Manschette abhängig.
Teilweise wurden nur geringe Volumina ausgepresst, wodurch sich eine hohe Dosierungenauigkeit ergab, dennoch aber die Gefahr des Nachtropfen verblieb. Durch die Anordnung der Bohrungen bzw. Durchbrechungen ausserhalb des Verformungsweges wird nun das gesamte verbleibende Volumen aus dem zwischen Manschette und Dosierkammer verbleibenden Raum sicher über die Dosierkammer und den Schieber in die Sprühöffnung ausgedrückt, wobei hier neben dem auf die Manschette wirkenden Druck der Treibgasfüllung des Behälters auch der Druck des Treibgases im Raum zwischen Manschette und Dosierkammer sowie in der Dosierkammer zum vollständigen Austreiben des dosierten Volumens wirksam werden.
Dadurch, dass eine zur Dosierkammer konzentrische Nut an der der Manschette zugewandten Seite des Ringbordes vorgesehen ist, kann das zusätzliche, in dieser Nut unterzubringende Volumen an dosierbarer, unter Treibgasdruck aussprühbarer Flüssigkeit mit Rücksicht auf das Freibleiben des Durchschnittsquerschnittes zur Dosierkammer gleichfalls ausgepresst werden und es kann, da dieses zusätzliche Volumen von starren Wänden begrenzt und von Fertigungstoleranzen der Manschette unabhängig ist, ein exaktes Dosiervolumen eingestellt werden.
Besonders einfach lässt sich das Dosiervolumen dadurch den speziellen Bedürfnissen anpassen, dass die Manschette unter Zwischenschaltung von dichtenden Ringscheiben an den Ringbord bzw. Flansch anschliesst. Entsprechend dickere, dichtende Ringscheiben vergrössern das auspressbare Volumen, wobei durch derartige Ringscheiben auch sichergestellt wird, dass die Verformung der Manschette nicht zu einem vorzeitigen Abschluss von Durchtrittsöffnungen zur Dosierkammer führt.
Die Ausbildung kann so getroffen sein, dass die radialen Bohrungen bzw. Durchbrechungen nahe einem dem Ventil benachbarten Flansch bzw. Ringbord des die Dosierkammer aufweisenden Ventilgehäuses angeordnet sind.
Die Manschette selbst ist wie bei den bekannten Ausbildungen über einen nach aussen weisenden Ringflansch aus elastomerem Material, aus welchem die gesamte Manschette besteht, gegenüber dem Ringbord bzw. Flansch des Ventilgehäuses, welcher die Dosierkammer aufweist, abgestützt und gegenüber diesem Ventilgehäuse gedichtet, wobei zur Lagefixierung beispielsweise eine Ausnehmung in dem Ringflansch der Manschette mit einem
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Vorsprung an der mit diesem Ringflansch zusammenwirkenden Fläche des Flansches bzw. Ringbordes des die Dosierkammer aufweisenden Ventilgehäuses vorgesehen ist. Diese Lage zur Fixierung bewirkt, dass sich die Manschette nur in bestimmter Weise verformen kann und nicht an der Kontaktfläche zwischen Flansch bzw.
Ringbord des die Dosierkammer aufweisenden Ventilgehäuses verrutschen kann. Durch die resultierende maximale Verformung der Manschette, welche in Übereinstimmung mit der Materialstärke bzw. dem elastomeren Material der Manschette nur ein vorgegebenes Ausmass erreichen kann, lässt sich durch Anordnung der radialen Bohrungen bzw. Durchbrechungen nahe diesem Flansch bzw. Ringbord des die Dosierkammer aufweisenden Ventilgehäuses mit Sicherheit verhindern, dass diese Bohrungen bzw. Durchbrechungen durch die Manschette verschlossen werden können, bevor das geamte Volumen ausgepresst ist.
Die Ausbildung kann hiebei auch so getroffen sein, dass die Bohrungen unter einem spitzen Winkel zur Achse der Dosierkammer in diese münden, wodurch sich fertigungstechnische Vorteile für die Anordnung der Bohrungen bzw. Durchbrechungen ergeben.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Das Dosierventil (1) für unter Treibgasdruck aussprühbare Flüssigkeiten weist eine Dosierkammer (2) auf, die über ein Ventilgehäuse (3), welches am Steigrohr angeschlossen ist, mit einem nicht dargestellten Vorratsbehälter in Verbindung steht. Mit einem Sitzglied (4) kann die Verbindung zwischen der Dosierkammer (2) und dem Ventilgehäuse (3) bei einer Bewegung eines Ventilstiftes (5) in Richtung des Pfeiles (6) abgeschlosen werden, wobei gleichzeitig der Ventilstift (5) Öffnungen (7), die in einen Kanal (8) zu einer Sprühöffnung führen, freigibt, wodurch die in der Dosierkammer (2) befindliche Flüssigkeit ausgesprüht werden kann.
Der Ventilstift (5) wird durch die Kraft einer Feder (9) in seiner Schliesslage gehalten und mit (10) ist eine Innendichtung angedeutet
Mit (11) ist eine flexible Manschette bezeichnet, welche einen die Dosierkammer (2) aussen umgebenden Raum (12) begrenzt, welcher über radiale Durchbrechungen bzw. Bohrungen (13) mit der Dosierkammer (2) in Verbindung steht. Zusätzlich zu den Bohrungen (13) sind ausserhalb des Verformungsweges der Manschette (11) radiale Durchbrechungen bzw. Bohrungen (14) angeordnet Diese zusätzlichen Bohrungen (14) sind dabei nahe einem Flansch bzw. Ringbord (15) eines Ventilgehäuses (3), welches die Dosierkammer (2) aufweist, angeordnet. Wie dies in der Zeichnung nicht näher dargestellt ist, können die Bohrungen (14) unter einem spitzen Winkel zur Achse (17) der Dosierkammer (2) in diese münden.
Der Ringbord (15) des Ventilgehäuses (3) weist an seiner der Manschette (11) zugewandten Seite eine zur Dosierkammer (2) konzentrische Nut (18) auf, welche innerhalb des lichten Durchmessers der Dichtfläche (19) der Manschette (11) liegt. Diese Nut vergrössert den Raum (12) und erlaubt die Vergrösserung des Dosiervolumens. Zur Herstellung eines dichten Abschlusses bei gleichzeitiger Einstellbarkeit des dosierbaren Volumens ohne weitere Abänderungen der anderen Teile des Ventils sind dichtende Ringscheiben (20) zwischen der Manschette (11) und dem Ringbord (15) angeordnet. Durch Wahl dickerer Scheiben wird hiebei das dosierbare Volumen vergrössert.
Der Verformungsweg der Manschette ist durch die strichlierte Kurve (21) angedeutet. Während der Verformung werden die bei bekannten Ausbildungen etwa mittigen, in der Darstellung der Zeichnung unteren Bohrungen (13) abgeschlossen, so dass das darüberliegende Volumen des Raumes (12) nicht ausgebracht werden konnte, sofern keine dauernde offene Verbindung bestand. Ein häufig beobachtetes Nachtropfen wird mit fallweiser Freigabe der unteren Bohrungen (13) bei weiterer Deformation der Manschette erklärt und die zusätzlichen oberen Bohrungen, welche immer offen bleiben, erlauben das Auspressen des Restvolumens unter dem Treibgasdruck des enthaltenen Mediums.
PATENTANSPRÜCHE 1. Dosierventil für unter Treibgasdruck aussprühbare Flüssigkeiten mit einer Dosierkammer, welche über ein Steigrohr mit einem Vorratsbehälter in abschliessbarer Verbindung steht, und einem Ventilstift, in dessen Verschiebeweg ein Sitzglied für die Verbindung der Dosierkammer zum Steigrohr verschieblich angeordnet ist, wobei der Stift beim Schliessen des Sitzgliedes einen Kanal zur Sprühöffnung freigibt, und mit einer flexiblen Manschette, welche einen die Dosierkammer aussen umgebenden Raum begrenzt, welcher über radiale Bohrungen bzw. Durchbrechungen mit der Dosierkammer in Verbindung steht, wobei zusätzliche radiale Bohrungen bzw.
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