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Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Bekämpfen von Insekten, insbesondere von Pflanzen und Fruchtschädlingen mit wenigstens einer insektiziden Substanz wie z. B. chlorierte
Kohlenwasserstoffe Phosphorsäure- und Thiophosphorsäureester, Carbamate od. dgl. sowie gege- benenfalls andern Hilfsstoffen und einem geschäumten Kunststoff zur verzögerten Freisetzung des Insektizids, sowie auf ein Verfahren zur Herstellung einer derartigen Einrichtung.
Aus der US-PS Nr. 3,269, 900 sind bereits insektizide Zusammensetzungen entnehmbar, welche in einen Polyurethanschaum eingebracht waren, wodurch der Vorteil erzielt werden sollte, dass die Freisetzung der Insektizide durch den Polyurethanschaum verlangsamt und vergleichmässigt wird. Bei den in diesem Zusammenhang eingesetzten Insektiziden handelte es sich um nichtflüchtige
Zusammensetzungen. Insektizide liegen zumeist als Festkörper oder als Emulsion vor und ein
Vermischen derartiger Insektizide mit einer zu schäumenden Substanz ist nur im Falle von Emulsio- nen oder emulgierbaren Konzentraten ohne grossen Aufwand möglich. Ein Grossteil derartiger
Emulsionen bzw. emulgierbarer Konzentrate behindert aber in der Folge den Schäumungsprozess, wobei insbesondere Emulsionen die Ausbildung grösserer Formkörper aus Schaum nicht mehr erzielen lassen.
Beim Schäumen entsteht darüber hinaus zumeist eine grössere Wärmeentwicklung, welche empfindliche Insektizide zerstören kann. Weiters haben sich einzelne Gemische unterschiedlicher
Insektizide als besonders wirkungsvoll herausgestellt, welche jedoch nicht gemeinsam verschäumt werden können und auch nicht in unmittelbaren Kontakt gebracht werden sollten, um ihre maximale
Wirksamkeit nicht zu beeinträchtigen. Die gemeinsame Verarbeitung von zum Schäumen geeigneten Kunststoffen mit insektiziden Zusammensetzungen oder Mischungen derartiger Insektizide stösst somit rasch an Grenzen, welche die Wirkungsweise der Insektizide wesentlich beeinträchtigt oder die Ausbildung stabiler grösserer Formkörper aus Schaum verhindern. Analoges gilt auch für eine Reihe von Zusatzstoffen wie Lockstoffen, welche nicht ohne weiteres in Polyurethanschaum eingebettet werden können.
Eine wesentliche Begrenzung besteht auch darin, dass Polyurethanschaumkomponenten nur mit einer maximalen Konzentration an Insektiziden beladen werden können, wodurch die erstrebte Wirkungsdauer und Langzeitwirkung begrenzt ist.
Als insektizide Substanzen sind eine Reihe von natürlichen und synthetischen Substanzen mit verschiedener Wirkung bekanntgeworden. Unter den natürlichen Substanzen sind vor allen Dingen Pflanzeninhaltsstoffe, wie Derris, Pyrethrum, Nicotin, Quassia, Sabadilla und Ryanodine, zu nennen. Die häufig angewendeten organischen synthetischen Insektizide lassen sich in mehrere Gruppen einteilen. So gibt es eine Reihe von insektiziden Substanzen auf der Basis von Mineralölen und Teerölen, gegebenenfalls in Kombination mit Dinitrokresol, die als Ovizide in Form von Spritzmitteln angewendet werden. Weit verbreitet sind ferner chlorierte Kohlenwasserstoffe und deren funktionelle Derivate, wie DDT, poly-und perchlorierte Biphenyle (PCB), Lindan (Hexachlorcyclohexan) und verschiedene Diene.
Weiters werden in letzter Zeit häufig Phosphorsäureund Thiophosphorsäureester, wie beispielsweise Demeton, Dichlorvos, Malathion, Parathion, TEPP und Trichlorfon, verwendet. Schliesslich werden auch Carbamate eingesetzt und alle diese Insektizide werden meist in Verbindung mit Trägerstoffen, wie beispielsweise Lösungsmitteln, Netzmitteln, Gesteinsmehl oder andern eingesetzt, wobei als Applikationsform zur Bodendesinfektion und zur Saatgutbehandlung in der Regel Gase bzw. Aerosole oder Flüssigkeiten zum Spritzen, Sprühen, Giessen oder Tauchen in Frage kommen. Es ist auch bekannt, Insektizide als Stäube, Granulate, Mikrokapseln od. dgl., beispielsweise in Form von Anstrichen und Lacken anzuwenden.
Allen diesen Applikationsformen gemeinsam ist der Nachteil, dass die insektiziden Substanzen bei einem Regenguss rasch ausgespült werden und dass die insektiziden Substanzen innerhalb relativ kurzer Zeit abgegeben werden. Es ist somit in der Regel nicht möglich, mit einer einmaligen Applikation einen gesamten Reproduktionszyklus einer Insektenart abzudecken, so dass je nach Wirkungsweise der Insektizide als Kontakt- oder Frassgifte oder als Ovizide, entweder die Spezies selbst oder die Eier überleben. Daraus resultiert die Notwendigkeit, die Behandlungen in regelmässigen Abständen zu wiederholen, wodurch naturgemäss die Konzentration an relativ schwer abbaubaren toxischen Substanzen im Boden stetig ansteigt.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, eine Einrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welcher auch empfindliche Insektizide bedenkenlos ohne die Gefahr einer Verringerung ihrer insektiziden Wirksamkeit eingesetzt werden können und auch miteinander unverträgliche
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Gemische, welche eine längere gemeinsame Lagerung ohne Wirkungsverlust nicht überstehen würden,
Verwendung finden können. Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die erfindungsgemässe Einrichtung im wesentlichen darin, dass ein topfförmiger Träger für die insektizide Substanz und gegebenenfalls
Hilfsstoffe wie Lockmittel, vorgesehen ist und dass der geschäumte Kunststoff einen die freie
Stirnwand des Topfes in Abstand von der insektiziden Substanz abschliessenden Körper ausbildet.
Dadurch, dass die insektiziden Substanzen und gegebenenfalls Hilfsstoffe wie Lockmittel in einem topfförmigen Träger untergebracht sind und der geschäumte Kunststoff in Abstand von der insekt- ziden Substanz bzw. den Hilfsstoffen gehalten wird, wird ein geschäumtes Abschlussglied für den topfförmigen Träger geschaffen, welches die Abgabe bzw. Freisetzung des Insektizids ver- zögert, wobei die Ausbildung eines derartigen geschäumten Abschlusskörpers für den topfförmigen
Träger durch die Art und Zubereitung der insektiziden Substanz in keiner Weise beeinträchtigt wird.
Die für den geschäumten Abschlusskörper eingesetzten Kunststoffe können ohne weitere
Rücksichtnahme auf die Art der Insektizide auf die gewünschte Grösse aufgeschäumt werden, wobei lediglich dafür Sorge getragen werden muss, dass der geschäumte Abschlusskörper den topfförmigen Träger vollständig verschliesst. Bei Betrieb der Vorrichtung kann diese mit dem topfförmigen Träger an Bäumen oder Pflanzen angebracht werden, wodurch die insektiziden Substanzen bzw. die Hilfsstofe unter der Einwirkung der Schwerkraft in das geschäumte Abschlussglied einsickern und durch Diffusion freigesetzt werden können.
Die getrennte Anbringung einer Mehrzahl von verschiedenen Insektiziden oder Hilfsstoffen lässt sich in einfacher Weise dadurch verwirklichen, dass der topfförmige Träger eine Mehrzahl von Kammern oder Rinnen für die Aufnahme von Insektiziden und/oder Hilfsstoffen aufweist. Um nun die Freigabegeschwindigkeit bzw. die Diffusionsgeschwindigkeit der unterschiedlichen Substanzen, welche als Wirkstoffe Verwendung finden, besser zu kontrollieren, kann die Einrichtung mit Vorteil so ausgebildet sein, dass die Kammern oder Rinnen zumindest teilweise mit Deckfolien oder Platten vor dem Schäumen des Kunststoffes abgedeckt sind. Derartige die Kammern oder Rinnen zumindest teilweise abdeckende Deckfolien oder Platten können hiebei lediglich über Rinnen bzw.
Kammern mit besonders flüchtigen Insektiziden angeordnet sein, oder aber aus porösem oder perforierten zumindest aber gasdurchlässigem Material ausgebildet sein, um auf diese Weise sicherzustellen, dass der expandierende Schaum nicht unmittelbar mit den Wirkstoffen beim Schäumen und damit in der Phase, in der grössere Wärmemengen freigesetzt werden, in Kontakt gelangt. Die Handhabung für die Herstellung der Einrichtung lässt sich naturgemäss dadurch besonders einfach gestalten, dass die Deckfolien oder Platten mit dem topfförmigen Träger verschweisst oder verklebt sind, wodurch bei der Manipulation und insbesondere beim Aufschäumen ein unmittelbarer Kontakt mit den toxischen Substanzen vermieden werden kann.
Die topfförmigen Träger können in einfacher Weise stapelbar ausgebildet sein und wenn jeder dieser Träger bereits mit den insektiziden Substanzen bzw. den Lockmitteln oder Hilfsstoffen vorgefüllt und versiegelt ist, genügt es, wenn in situ an der jeweiligen Verwendungsstelle der geschäumte Abschlusskörper angeschäumt wird. Es entstehen dadurch geringe Transportvolumina und der reproduzierbaren Ausbildung vorbestimmter Grössen für das Abschlussglied bzw. Abschlusskörper ausgeschäumten Material stehen keine nennenswerten Schwierigkeiten entgegen.
Zur besseren Verankerung des geschäumten Abschlusskörpers kann die Ausbildung mit Vorteil so getroffen sein, dass der topfförmige Träger einen einwärts ragenden Ankerfortsatz trägt, an welchen der den Träger abschliessende Kunststoffschaum angeschäumt ist. Um die Anbringung der Einrichtung am Einsatzort zu erleichtern, kann in besonders einfacher Weise der topfförmige Träger einen auswärts ragenden elastisch verformbaren Befestigungsansatz, insbesondere eine Klemme oder einen geschlitzten Ring tragen.
Der abschliessende Schaumkörper kann in denjenigen Fällen, in denen eine aktive Substanz nicht mit der Schaumbildung interferiert, teilweise bereits dem zu schäumenden Material zugesetzt sein, um auf diese Weise eine Initialladung im Schaum zu enthalten, welche in der Folge aus dem im Boden des topfförmigen Trägers gebildeten Reservoir nachgefüllt wird. Vor allen Dingen aber bei leicht flüchtigen Wirkstoffen hat die verzögerte Abgabe den Vorteil, dass die Handhabung nach dem Schäumen immer noch weitgehend giftfrei erfolgt und die Freisetzung der toxischen Substanzen erst nach Ablauf einer für das Befestigen und Festlegen der Einrichtung hinreichenden
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Zeit beginnt.
Die erfindungsgemässe Einrichtung zeichnet sich gegenüber den bekannten Applikationsfor- men für Insektizide vor allen Dingen dadurch aus, dass eine Kontamination des Bodens und eine überflüssige Übermenge, welche nicht am Einsatzort zur Wirkung gelangen kann, mit Sicher- heit vermieden wird. Nach Beendigung der Wirkungsdauer, welche durch die verlangsamte Frei- setzung der Insektizide ohne weiteres den gesamten kritischen Zeitraum für den Schutz von
Früchten oder Pflanzen überdauern kann, können die Einrichtungen in einfacher Weise wieder abgenommen und vernichtet werden, so dass eine weitergehende Kontamination vermieden wird.
Die geschäumten Abschlusskörper können hiebei von der Dimension vergleichbar den zu schützenden
Früchten gewählt werden, so dass ein besonders wirkungsvoller für Insekten attraktiver Körper geschaffen wird, der tatsächlich selektiv bestimmte Insektenarten vernichtet.
Der topfförmige Träger kann in einfacher Weise aus gefärbtem Polyäthylen geformt sein, wobei durch bestimmte Farbgebung des Trägers und/oder Farbzumischungen in den geschäumten
Abschlusskörper zusätzliche Kennzeichnungen geschaffen werden können. Die Überwachung der korrekten Anbringung derartiger Einrichtungen lässt sich beispielsweise durch Zuordnung bestimmter
Farben zu bestimmten landwirtschaftlichen Helfern erzielen, wobei die Möglichkeit besteht, auf diese Weise zu kontrollieren, ob von allen angelernten Kräften tatsächlich eine korrekte Posi- tionierung der Einrichtungen vorgenommen wurde. Dies ist insbesondere in Ländern, in welche auf anzulernendes Personal zurückgegriffen werden muss, von besonderer Bedeutung, da die maximale
Wirkung bei geringer Dosis nur durch entsprechend optimale Anbringung der Einrichtung gewähr- leistet werden kann.
Manche der Lockmittel, wie beispielsweise Proteinhydrolysate, können relativ langsam durch den PU-Schaum hindurchdiffundieren. In solchen Fällen kann es zusätzlich vorteilhaft sein, dem PU-Schaum vor dem Schäumen derartige langsam diffundierende Substanzen zuzusetzen. Durch die Trennung von insektiziden Substanzen bzw. Hilfsmitteln vom Schaum, lassen sich verschiedenste Schaumkomponenten und auch Mehrkomponentenschäume einsetzen, da nunmehr auf die Wärmeentwicklung beim Schäumen nicht mehr geachtet werden muss.
Zusätzliche Beimengungen wie Ammoniumsalze, beispielsweise Ammoniumbicarbonat oder Ammoniumacetat, welche für bestimmte Fliegen besondere Anziehung ausüben, können unmittelbar in den Schaum beigegeben werden. Eine Mehrzahl von unterschiedlichen insektiziden Substanzen und Lockmitteln kann in einfacher Weise dadurch in den topfförmigen Träger untergebracht werden, dass die Kammern bzw. Rinnen zur Achse des topfförmigen Fortsatzes konzentrisch angeordnet sind. Die Deckfolien bzw. Abdeckplatten können hiebei im wesentlichen ringscheibenartig ausgebildet sein und beispielsweise durch Heissversiegeln mit den Rinnen zur Ausbildung von Kammern verbunden werden.
Ein besonders einfaches Verfahren zur Herstellung einer derartigen Einrichtung besteht erfindungsgemäss im wesentlichen darin, dass der Kunststoff in eine von insektiziden Substanzen getrennte Kammer oder Rinne des topfförmigen Trägers eingebracht wird und zur Ausbildung eines den topfförmigen Träger verschliessenden Körpers, insbesondere eines ungefähr kugelförmigen Körpers geschäumt wird. Hiebei kann zur Verbesserung der Verankerung des geschäumten Abschlussgliedes mit Vorteil so vorgegangen werden, dass der zu schäumende Kunststoff in eine die Achse des topfförmigen Trägers aufweisende und den Ankerfortsatz tragende Kammer eingebracht wird.
Die erfindungsgemässe Einrichtung kann ohne weiteres im wesentlichen kugelförmige Gestalt mit 10 bis 20 cm Durchmesser erreichen, wodurch auch das nachträgliche Einsammeln der Einrichtungen zur Verringerung der Umweltbelastung nach Ablauf der Wirkungszeit ohne nennenswerte Schwierigkeiten möglich ist. Vor dem Schäumen sind die Einrichtungen auf Grund ihrer Stapelbarkeit mit nur geringem Platzbedarf transportabel und auch nach dem Verschäumen erreicht das Gewicht einer derartigen Einrichtung grössenordnungsmässig etwa 15 g, so dass eine Mehrzahl derartiger Einrichtungen jeweils gleichzeitig an den Anbringungsort verbracht werden kann.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. In diesen zeigen Fig. 1 einen Axialschnitt durch einen topfförmigen Träger, an welchen ein im wesentlichen kugelförmiger Abschlusskörper angeschäumt wird und Fig. 2 eine Draufsicht entsprechend dem Pfeil II der Fig. 1 auf den topfförmigen Träger.
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In Fig. 1 ist ein topfförmiger Träger --1-- dargestellt, welcher zu seiner Achse --2-- konzentrisch angeordnete ringförmige Wände --3-- aufweist. Die ringförmigen Wände --3-- de- finieren Rinnen --4 und 5-- sowie einen zentralen topfförmigen Hohlraum --6--, wobei in jede dieser Rinnen sowie gegebenenfalls in den zentralen Hohlraum --6-- unterschiedliche Insektizide bzw. Hilffstoffe und Lockmittel eingebracht werden können. Die Rinnen können in der Folge durch eine im wesentlichen scheibenförmige Abdeckfolie --7-- verschlossen werden, wobei bei der Ausbildung nach Fig. 1 der zentrale Hohlraum --6-- unverschlossen bleibt.
Eine derartige
Abdeckfolie --7-- ist aber nicht notwendige Voraussetzung sondern erleichtert lediglich die
Handhabung bei der Herstellung und kann in Fällen besonders gut flüchtiger insektizider Zusam- mensetzungen vorteilhaft sein. Das Material derartiger Abdeckfolien muss aber wenigsten gasdurch- lässig sein, um in der Folge die Freisetzung von Insektiziden über das den topfförmigen Träger verschliessende Abschlussglied --8-- sicherzustellen. Das Abschlussglied --8-- ist in Fig. 1 schema- tisch angedeutet und besteht aus einem Mehrkomponentenpolyurethanschaum, wobei die schäumen- den Komponenten in den zentralen Hohlraum --6-- eingebracht werden können. Der topfförmige Träger --1-- weist darüber hinaus eine axiale Durchbrechung --9-- auf, durch welche ein
Ankerfortsatz --10-- hindurchgesteckt ist.
Der Ankerfortsatz --10-- wird nach dem Verschäumen unter Ausbildung des den oberen Rand --11-- des tropfförmigen Trägers abschliessenden Schaum- körpers in den Schaum eingebettet und dient auf diese Weise der Verankerung des Schaumes am topfförmigen Träger --1--. Das nach aussen ragende Ende des in die Durchbrechung--9-- eingesteckten Ankerfortsatzes --10-- ist als Befestigungsansatz --12-- ausgebildet. Der Befesti- gungsansatz --12-- besteht beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 aus einem geschlitzten Ring, dessen Schlitz --13-- aufweitbar ist, um die Befestigung an Ästen zu ermöglichen.
In der Draufsicht nach Fig. 2 ist die aufwärtsragende Innenwand des topfförmigen Trägers - -1-- mit --13-- bezeichnet. Es sind wieder die konzentrisch verlaufenden Wände --3-- ersicht- lich, welche die verschiedenen rinnenförmigen Kammern--4 und 5-- begrenzen. Der Übersichtlichkeit halber ist in die axiale Durchbrechung --9-- der Ankerfortsatz bei der Darstellung nach Fig. 2 nicht eingesetzt.
Durch Wahl unterschiedlicher Abdeckfolien --7-- oder durch Weglassen bzw. Freistellung einzelner Rinnen von derartigen Abdeckfolien --7-- kann eine gleichförmige Freisetzung unterschiedlicher Wirkstubstanzen sichergestellt werden. Form und Grösse, ebenso wie die Farbgebung der Einrichtung ermöglichen eine besonders leichte Handhabung und erlauben es, die Einrichtung nach Ende ihrer Wirkungszeit ohne zusätzliche Umweltbelastung wieder einzusammeln und abzutransportieren.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Bekämpfen von Insekten, insbesondere von Pflanzen und Fruchtschädlingen mit wenigstens einer insektiziden Substanz wie z. B. chlorierte Kohlenwasserstoffe Phosphorsäureund Thiophosphorsäureester, Carbamate od. dgl. sowie gegebenenfalls andern Hilfsstoffen und einem geschäumten Kunststoff zur verzögerten Freisetzung des Insektizids, dadurch gekennzeichnet, dass ein topfförmiger Träger (1) für die insektizide Substanz und gegebenenfalls Hilfsstoffe wie Lockmittel, vorgesehen ist und dass der geschäumte Kunststoff (8) einen die freie Stirnwand (11) des Topfes (1) in Abstand von der insektiziden Substanz abschliessenden Körper ausbildet.