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Die Erfindung betrifft eine Werkstückspannvorrichtung zum Festspannen von zu bearbeitenden
Werkstücken auf mit T-Nuten ausgestatteten Werkstückaufspanntischen von Werkzeugmaschinen.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, eine einfache, schnell zu bedienende, verlässli- che und vielseitig verwendbare Spannvorrichtung dieser Art zu schaffen, bei der sich die Verwen- dung zusätzlicher Werkzeuge weitgehend erübrigt.
Wie die DE-OS 2204579 zeigt, ist eine Spannvorrichtung bereits bekanntgeworden, die auf einer Seite der Profilsäule eine verschiebbare, mittels einer Schraube betätigte Spannbacke aufweist. Die feste Backe besteht aus einer Klaue, die ähnlich der eines herkömmlichen Schraub- stockes ist. Diese bekannte Spannvorrichtung hat aber den Nachteil, dass man sie auf den Arbeitstisch nur mittels weiterem Spannelement befestigen kann. Ein weiterer Nachteil ist, dass man das Werkstück nur zwischen den Spannbacken aufspannen kann, wobei die Fläche des Arbeitstisches zum Festspannen gar nicht ausgenutzt wird. Diese bekannte Spannvorrichtung sichert nicht genügend die Ebenheit, weshalb sie nur zur Bearbeitung der verhältnismässig kleinen und niedrigen Werkstücke bestimmt ist.
Die erfindungsgemässe Spannvorrichtung besteht aus einem Körper, dessen Fussende als T-Profil ausgebildet ist, auf dem mit Abstand aufwärts ragende Säulen befestigt sind, die an ihren oberen Enden mit einem Balken starr verbunden sind und dass zwischen den Säulen eine Verstellschraube drehbar vorgesehen ist, die einerseits im Fuss des Körpers in einem Widerlager und anderseits im Balken gelagert ist und dass eine Spannbacke vorgesehen ist, die von den Säulen geführt wird, und die mittels dem Gewinde der Verstellschraube auf und abwärts bewegt wird, wobei das Werkstück zwischen Werkstückaufspanntisch und Spannbacke bzw. zwischen Balken und Spannbacke mit im Boden des Werkstückaufspanntisches abstützendem unterem Ende der Verstellschraube, spannbar ist.
Es ist besonders vorteilhaft, wenn die Verstellschraube, erfindungsgemäss, von einem Handhebel betätigt wird, der über eine an sich bekannte Zahnkupplung am Kopfende der Verstellschraube eingreift.
Zur Erzielung einer besonders vielseitigen Verwendbarkeit der Spannvorrichtung kann der Balken erfindungsgemäss als feste Spannbacke ausgebildet sein, wodurch es möglich ist, die Werkstückaufspannung entweder zwischen der verschiebbaren Spannbacke und der festen Spannbacke (obere Aufspannung) oder zwischen der verschiebbaren Spannbacke und dem Aufspanntisch (untere Aufspannung) vorzunehmen.
Um bei Verwendung der oberen Aufspannung eine kraftschlüssige Verbindung zwischen der Spannvorrichtung und dem Aufspanntisch zu erzielen, kann die Verstellschraube erfindungsgemäss so axial verschiebbar gelagert sein, dass ihr axialer Verschiebungsweg grösser ist als jener der notwendig ist um, wenn das T-Profil des Körpers gegen die obere innere Begrenzungsfläche der N-Nut anliegt, die Verstellschraube von jenem Punkt an dem ihr Anschlag am Fussende des Körpers anschlägt bis zu jenem Punkt an dem das Fussende der Verstellschraube an der Sohle der T-Nut anschlägt, zu verschieben.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand des in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels beschrieben und erläutert. In den Zeichnungen zeigen Fig. l eine Ansicht bzw. teilweisen Längsschnitt des Ausführungsbeispiels gemäss der Erfindung, Fig. 2 den Schnitt 1-1'gemäss Fig. l, Fig. 3 den Schnitt 11-11'gemäss Fig. l, Fig. 4 eine Darstellung des Ausführungsbeispiels bei Anwendung der unteren Aufspannung, und Fig. 5 eine Darstellung des Ausführungsbeispiels bei Anwendung der oberen Aufspannung.
Bei dem in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiel hat der Körper einen rechteckigen Querschnitt.
Um die Mittelachse --2-- dieses Querschnittes ist eine Öffnung --3-- im Körper --1-- angeordnet, die den Körper-l-durchsetzt und sich entlang der Mittelachse --2-- von dem
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der beiden Schrauben --6-- starr verbundenen festen Spannbacke --5-- erstreckt.
Die feste Spannbacke --5-- ist so ausgebildet und befestigt, dass sie den Körper-l- in einer zur Mittelachse --2-- senkrechten Ebene in allen Richtungen überragt und um die Mittelachse --2-- symmetrisch angeordnet ist.
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Die Spannbacke --7-- ist von einer Öffnung --8-- durchsetzt, deren Querschnitt dem Querschnitt des Körpers-l-so entspricht, dass die Spannbacke --7-- entlang des Körpers-l- und somit entlang der Mittelachse --2-- verschiebbar ist. Sie hat zwei kreissektorenförmige Aussparungen, die mit je einem Innengewindesegment --9-- ausgestattet sind. Im übrigen ist
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die Mittelachse --2-- angeordnet.
Die Verstellschraube --10-- ist mit ihrem unteren zapfenförmigen Ende --11-- in einer entsprechenden Bohrung --12-- im Fuss des Körpers-l-drehbar und axial verschiebbar gela- gert. Sie erstreckt sich in der Öffnung --3-- im Körper --1-- um die Mittelachse --2-- und durchsetzt eine Bohrung --13-- in der festen Spannbacke --5--, in der sie ebenfalls drehbar und axial verschiebbar gelagert ist. An dem aus der Bohrung --13-- ragenden Teil der Verstell- schraube --10-- ist ein Zahn kranz --14-- angeordnet, in die der Handhebel --15-- mittels eines Zahnes --16-- eingreift. Der Durchmesser des gewindeversehenen Teiles der Verstellschrau- be --10-- ist grösser als der Durchmesser des Körpers --1-- in seinem an die Verstellschrau- be --10-- angrenzenden Bereich.
Die Verstellschraube --10-- greift in die Innengewindesegmen- te --9-- der verschiebbaren Spannbacke --7-- verstellbar ein. Die Anschlagmutter --17-- am unteren Ende der Verstellschraube --10-- sowie der starr mit ihr verbundene Zahnkranz --14-- nahe ihrem oberen Ende begrenzen die axiale Verschiebbarkeit der Verstellschraube-10- in bezug auf den Körper --1-- auf ein im folgenden genauer erläutertes Mass.
Der Handhebel --15-- weist eine Bohrung --18-- auf, mittels welcher der Handhebel --15-- auf den vom Zahnkranz --14-- nach oben ragenden Zapfen --19-- der Verstellschraube --10-- mit Gleitpassung aufgeschoben ist. Der Zahn --16-- am Handhebel --15-- kann durch Verschieben des Handhebels --15-- nach oben aus dem Eingriff mit dem Zahnkranz --14-- gebracht werden.
Der Anschlag --20-- am oberen Ende des Zapfens --19-- begrenzt die Verschiebung des Handhebels nach oben.
Im folgenden werden, an Hand von zwei Beispielen, zwei verschiedene Anwendungsmöglichkei- ten der erfindungsgemässen Spannvorrichtung erläutert.
In Fig. 4 ist ein Werkstück --21-- zwischen der verschiebbaren Spannbacke --7-- der in die T-Nut --22-- eines Aufspanntisches --23-- eingeschobenen Spannvorrichtung einerseits und dem Aufspanntisch --23-- anderseits verspannt. Dabei stützt sich die Anschlagmutter --17-- der Verstellschraube --10-- gegen den Fuss des Körpers --1-- ab, wobei das T-Stück --4-- des Körpers --1-- gegen die obere Begrenzungsfläche --24-- der T-Nut --22-- verspannt wird, womit eine kraftschlüssige Verbindung zwischen der Spannvorrichtung und dem Aufspanntisch hergestellt wird.
In Fig. 5 ist ein Werkstück --25-- zwischen der verschiebbaren Spannbacke --7-- der in die T-Nut --22-- eingeschobenen Spannvorrichtung einerseits und der festen Spannbacke --5-anderseits verspannt. Dabei stützt sich das T-Stück --4-- der Spannvorrichtung gegen die obere Begrenzungsfläche --24-- der T-Nut --22-- ab, während sich das untere Ende der Verstellschraube --10-- gegen die Sohle --26-- der T-Nut --22-- abstützt. Auch hier wird somit eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Aufspanntisch --23-- und der Spannvorrichtung erzielt.
Es wird deutlich, dass die Erzielung kraftschlüssiger Verbindungen zwischen dem Aufspanntisch und der Spannvorrichtung bei sowohl der oberen als auch unteren Aufspannung eine axiale Verschiebbarkeit der Verstellschraube --10-- erfordert, die grösser sein muss als jener Verschiebungsweg der notwendig ist um, wenn das T-Profil --4-- des Körpers --1-- gegen die obere Begrenzungsfläche --24-- der T-Nut --22-- im Aufspanntisch --23-- anliegt, die Verstellschraube --10-- von jenem Punkt an dem ihre Anschlagmutter --17-- am Fussende des Körpers-l- anschlägt bis zu jenem Punkt an dem das Fussende der Verstellschraube --10-- gegen die Sohle --26-- der T-Nut-22-- anschlägt, zu verschieben.
Das zum Festspannen des Werkstückes --21 oder 25-- notwendige Drehen der Verstellschraube --10-- erfolgt durch Drehen des über den Zahn --16-- mit dem Zahnkranz --14-- und somit mit der Verstellschraube --10-- im Eingriff befindlichen Handhebels --15--. Gegebenenfalls kann, nach erfolgter Festspannung des Werkstückes, durch Anheben des Handhebels --15-bis zum Anschlag --20-- die Zahnkupplung zwischen dem Handhebel --15-- und der Verstellschrau-
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be --10-- gelöst und der Handhebel --15-- in eine solche gewünschte radiale Lage gedreht werden, in der er keine Arbeitsbehinderung darstellt.
Die Erfindung wurde vorstehend an Hand eines Ausführungsbeispiels beschrieben, ist jedoch nicht auf dieses beschränkt, da Änderungen und Abwandlungen möglich sind. Beispielsweise kann der T-förmig profilierte Fuss im Querschnitt kreisförmig ausgebildet sein. Bei einer solchen Ausbildung des Fusses ist nicht nur eine lineare Verschiebung der Spannvorrichtung entlang der T-Nut sondern auch eine Drehung der Spannvorrichtung um ihre Mittelachse vor ihrer Verspannung möglich.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Werkstückspannvorrichtung zum Festspannen von zu bearbeitenden Werkstücken auf mit T-Nuten ausgestatteten Werkstückaufspanntischen von Werkzeugmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkstückspannvorrichtung aus einem Körper (1) besteht, dessen Fussende als T-Profil (4) ausgebildet ist, auf dem mit Abstand aufwärts ragende Säulen (1) befestigt sind, die an ihren oberen Enden mit einem Balken (5) starr verbunden sind und dass zwischen den Säulen eine Verstellschraube (10) drehbar vorgesehen ist, die einerseits im Fuss des Körpers (1) in einem Widerlager und anderseits im Balken (5) gelagert ist und dass eine Spannbacke (7) vorgesehen ist, die von den Säulen geführt wird, und die mittels dem Gewinde der Verstellschraube auf und abwärts bewegt wird,
wobei das Werkstück zwischen Werkstückspanntisch (23) und Spannbacke (7) bzw. zwischen Balken (5) und Spannbacke (7) mit im Boden des Werkstückaufspanntisches abstützendem unterem Ende der Verstellschraube (17), spannbar ist.