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Die Erfindung bezieht sich auf ein Haushalts- bzw. Küchengerät mit einer Muffel zur Aufnahme von Gargut bei einem Back- oder Bratrohr oder zur Aufnahme von Geschirr bei einer Geschirrspülmaschine, wobei die Beschickungsöffnung der Muffel durch eine Türe verschliessbar ist und die Muffel mindestens eine Halterung für einen Gargut- bzw. Geschirrträger aufweist, wobei die Halterung für den Gargutträger bzw. den Geschirrträger als Koppel eines Kurbelgetriebes ausgebildet ist und die Schwenkachsen der Kurbeln nahe der Decke bzw. dem Boden der Muffel liegen und an einem horizontal verschiebbaren Gestänge angelenkt sind, so dass die Schwenkachsen der Kurbeln horizontal verschiebbar sind.
Eine Konstruktion dieser Art ist aus der US-PS Nr. 2, 098, 729 bekannt. Zur Aufnahme des Gargutes ist hier ein Gargutträger vorgesehen, der aus einem kastenartigen Rahmen gebildet ist. Die Höhe dieses kastenartigen Rahmens beträgt knapp ein Drittel der inneren Höhe der Muffel. An den jeweils äusseren Rahmenseiten sind schwenkbare Hebel ungleicher Längen angebracht, deren andere Enden an einen am Boden verschiebbar gelagerten Schlitten angelenkt sind. Der der Beschickungs- öffnung unmittelbar benachbarte Hebel ist mit der Innenseite der Türe verbunden. Bei geschlossener Türe liegt der kastenartige Rahmen auf dem erwähnten Schlitten auf.
Wird die Türe geöffnet, so wird auf Grund der erwähnten Verbindung des vorderen Hebels mit. der Türe der Schlitten etwas angehoben und gleichzeitig vorgezogen, wobei die Hebel nach vorne gegen die Türe hin verschwenkt werden und dabei den kastenartigen Rahmen hochheben, schwenken und nach vorne führen, so dass dieser kastenartige Rahmen bei ganz geöffneter Türe mit seiner vorderen Hälfte vor der Ebene der Beschickungsöffnung liegt.
Diese bekannte Konstruktion ist nicht zweckmässig, was auch ein Grund dafür sein dürfte, dass sie sich in der Praxis nicht durchgesetzt hat. Der als kastenartiger Rahmen ausgebildete Gargutträger beansprucht nämlich viel Raum, der für die Aufnahme von Backgut und Bratgut verlorengeht, und dieser Raum muss darüberhinaus noch beim betriebsmässigen Einsatz aufgeheizt werden, was ohne Zweifel einer Energieverschwendung gleichkommt. Darüberhinaus führt der Gargutträger auf seinem Wege jeweils eine Schwenkbewegung aus. Liegt pastöses oder gar breiiges Backgut vor, so ist dadurch nicht ausgeschlossen, dass sich dieses auf dem Backblech infolge der erwähnten Schwenkbewegung verschiebt.
Darüberhinaus wird beim Öffnen der Türe der Gargutträger selbsttätig nach vorne, also aus der Backmuffel, herausgezogen, wodurch wärmeempfindliches Backgut beeinträchtigt werden kann, denn das Öffnen der Türe ist hier zwangsweise mit dem Vorziehen des Gargutträgers verbunden. Anderseits kann der Gargutträger auf Grund der hier verwendeten Mechanik nur auf seine halbe Länge aus der Muffel hervorgezogen werden, was seiner Zugänglichkeit hinderlich ist.
Ausgehend von einer Konstruktion dieser bekannten Bauart zielt die Erfindung darauf ab, nicht nur den durch die Muffel vorgegebenen Raum möglichst optimal zu nutzen, vor allem soll die Konstruktion so gestaltet werden, dass der Ausfahrweg des Gargut- bzw. Geschirrträgers so gross ist, u. zw. ohne Veränderung der inneren Höhe der Muffel, dass der erwähnte Träger möglichst zur Gänze aus der Muffel ausgefahren werden kann und der Hausfrau entgegengehoben wird, und dies unabhängig von der Betätigung der die Muffel verschliessenden Türe.
Erfindungsgemäss wird dies nun dadurch erreicht, dass mindestens eine der Kurbeln des als Parallelkurbel ausgebildeten Kurbelgetriebes über ihr Schwenklager hinaus verlängert ist und diese Verlängerung einerseits teleskopartig in oder an der Kurbel verschiebbar ist und anderseits mit ihrem äusseren Ende um eine ortsfeste Achse schwenkbar gelagert ist und das horizontal verschiebbare Gestänge in einem an einer Wand der Muffel vorgesehenen Lager geführt ist.
Nach einem weiteren erfindungsgemässen Merkmal ragt das Gestänge durch die hintere Wand der Muffel, und an dem frei auskragenden Ende des Gestänges greift ein motorisch verstellbarer Hebel an. Dank dieses Vorschlages kann das Antriebsaggregat ausserhalb der Muffel und hinter derselben angeordnet werden, wo für die Aufnahme dieser Konstruktionselemente in der Regel hinreichend Platz zur Verfügung steht.
Um den Antrieb montagefreundlich und servicefreundlich zu gestalten, ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass am Hebel zwei in horizontaler Richtung voneinander distanzierte, parallel zur Ebene der hinteren Wand der Muffel verlaufende Holme befestigt sind, zwischen welchen ein Kurbelzapfen einer mittels eines Motors antreibbaren Kurbel liegt. Im Falle eines Motor-
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schadens kann der Motor nach Lösen seiner Befestigung entfernt werden, ohne dass besondere Verbindungsmittel zwischen Gestänge und Motor zu lösen wären, da die erwähnte Kurbel bzw. deren Zapfen nur formschlüssig zwischen die Holme eingreift und daher aus diesem ohne weiteren Aufwand herausgezogen werden kann.
Ein solcher Kurbeltrieb ist hier zweckmässig, da dadurch der Bewegungsablauf der Parallelkurbel einfach gesteuert werden kann, denn die Parallelkurbel soll langsam anfahren - dann eine Maximalgeschwindigkeit erreichen und dann wieder allmählich langsamer werdend in ihre Endstellung gelangen. Dies lässt sich hier auf einfache Weise und erfindungsgemäss dadurch erzielen, dass die beiden Endlagen der Parallelkurbel einem Winkelweg von 180 der vom Motor verstellbaren Kurbel entsprechen, wobei zweckmässigerweise die gedachte Verbindungslinie der beiden Endlagen des Kurbelzapfens im wesentlichen rechtwinkelig zur hinteren Wand der Muffel liegt.
Um die Muffel mit ihren Teilen als konstruktive Einheit zu gestalten, was aus Fertigungs-, Montage- und Servicegründen vorteihaft ist, ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass der Hebel mit seinem einen Ende ortsfest um eine Achse an der Muffel schwenkbar gelagert ist.
Liegt ferner die Achse der Verlängerung der einen Kurbel innerhalb des von der Muffel umgrenzten Raumes, so sind dadurch die für die Betätigung der Parallelkurbel notwendigen und abzudichtenden Durchführungen durch die Muffel hindurch auf ein Minimum beschränkt.
Die Zeichnungen veranschaulichen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand eines Backrohres oder einer Backmuffel. Es zeigen die Fig. 1 und 2 einen Längsschnitt durch eine Backmuffel oder ein Backrohr, wobei nach der Darstellung in Fig. 1 der Gargutträger innerhalb der Muffel liegt und seine innere Endlage einnimmt, in Fig. 2 jedoch ausgefahren ist und seine äussere Endlage erreicht hat ; die Fig. 3 zeigt in einem gegenüber den Fig. 1 und 2 vergrösserten Massstab den Antrieb in Seitensicht und Fig. 4 in Draufsicht.
Das Back- oder Bratrohr nach Fig. 1 und 2 kann beispielsweise Bestandteil eines Herdes sein oder aber auch einen selbständigen Baukörper darstellen, wie er im modernen Küchenbau verwendet wird, der beispielsweise getrennt von einer Kochstelle im Möbelverbau angeordnet ist. Dieses Back- und Bratrohr kann in herkömmlicher Weise beheizt sein oder auch eine Heissluftheizung besitzen, die Heizung ist hier, da für die Erfindung nicht wesentlich, nicht dargestellt. Auch im Zusammenhang mit gasbeheizten Back- und Bratrohren ist die Erfindung mit Erfolg anwendbar.
Dieses Back- und Bratrohr besitzt nun eine Muffel-l-, die von einer Wärmeisolierung - umgeben ist. Die Beschickungsöffnung --7-- ist von einer Türe --3--, die hier strichliert angedeutet ist, verschliessbar. Die Muffel-l-besitzt eine Decke. --4--, einen Boden --5--, eine hintere Wand --6-- und seitliche Wandungen--12--.
Nahe der Decke --4-- sind Achsen --8 und 9-- vorgesehen, um welche die Kurbeln --10 und 11-- einer Parallelkurbel paarweise schwenkbar gelagert sind. Die paarweise vorgesehenen Kurbeln --10 und 11-- liegen nahe den jeweiligen Seitenwänden --12-- innerhalb der Muffel
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Als Koppel für die durch die Kurbeln --10 - 11-- gebildete Parallekurbel dient die Halte- rung --14-- für die Gargutträger --16--.
Als Gargutträger sind hier Backbleche gezeigt, es können aber auch Auflageroste oder andere geeignete Träger hier eingesetzt werden. Der Halter --14-- für die Gargutträger zeigt in Seitensicht eine L-förmige Gestalt. Am horizontalen Schenkel sind die Kurbeln --10 und 11-angelenkt. Die Anlenkpunkte sind hier mit --10'und 11'-- bezeichnet (Fig. 1, 2). Am vertikalen Schenkel --18-- sind übereinanderliegende Kragarme --19-- vorgesehen, die sich in dieselbe Richtung erstrecken wie der Horizontalschenkel --17--. Oberhalb der einzelnen Kragarme --19-- sind hinterschnittene Laschen --20--.
Die Gargutträger --16-- liegen auf diesen Kragarmen --19-auf, und ihr aufgebogener hinterer Rand wird von den hinterschnittenen Laschen --20-- übergrif- fen (Fig. 1 und 2). Der Halter --14-- kann einstückig ausgebildet sein, es können aber auch die beiden Schenkel --17 und 18-- getrennt gefertigte Bauteile bilden, die bei funktionsgerechtem Einsatz miteinander durch geeignete Massnahmen, beispielsweise durch eine Steckverbindung, vereinigt sein können.
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Die der Beschickungsöffnung --7-- benachbarte Kurbel --11-- ist als gerader Hebel ausgebildet. Die hintere Kurbel --10-- zeigt einen abgewinkelten Verlauf über ihre wirksame Länge. Bei in die Muffel-l-eingeschwenkter Parallelkurbel liegt dabei ein Abschnitt --10"-- in etwa parallel zur hinteren Wand --6-- der Muffel --1--. Dadurch ist es möglich, auf den der Schwenkachse --9-- benachbarten Abschnitt --10"'-- an der Kurbel --10-- einen oder mehrere querverlaufende Versteifungsholme --21-- vorzusehen. Diese Versteifungsholme verlaufen rechtwinkelig zur Zeichnungsebene und verbinden die jeweils paarweise an beiden Seitenwänden --12-- der Muffel - -1-- vorgesehenen Kurbeln --10--.
Wesentlich ist nun, dass die Schwenkachsen --8 und 9-- der Kurbeln --10 und 11-- der Parallelkurbel bezüglich der Muffel-l-nicht ortsfest gelagert, sondern an einem horizontal und axial verschiebbaren Gestänge --42-- angeordnet sind. Dieses nahe der Decke --4-- der Muffel - 1-- gelagerte Gestänge --42-- ist in einem Lager --43-- geführt, das an der Seitenwand --12-der Muffel --1-- befestigt ist. Ferner ist das hintere Ende des Gestänges --42-- durch die hintere Wand Muffel --1-- hindurchgeführt.
Eine der beiden Kurbeln, im gezeigten Ausführungsbeispiel ist es die vordere Kurbel --11--, ist über ihr Schwenklager-8-hinaus verlängert, und diese Verlängerung --40-- ist an bzw. in der Kurbel --11-- teleskop artig verschiebbar gelagert. Das äussere Ende dieser Verlängerung --40-- ist um eine ortsfeste Achse --41-- schwenkbar.
Diese ortsfeste Achse --41-- liegt im gezeigten Ausführungsbeispiel innerhalb des von der Muffel - umgrenzten Raumes.
Am hinteren freien Ende des axial und horizontal verschiebbaren Gestänges --42--, das hinter der Hinterwand --6-- der Muffel --1-- liegt, greift ein Hebel --44-- an, der motorisch verstellbar ist und dessen anderes Ende ortsfest im Bereich der unteren hinteren Kante der Muffel --1-- um eine Achse --48-- schwenkbar gelagert ist.
Ein Motor --29-- mit vertikal angeordneter Antriebswelle --49-- ist an der hinteren Wand --6-- der Muffel --1-- angeflanscht. Diese Welle --49-- trägt eine horizontal liegende Kurbel - mit einem Kurbelzapfen --46--. Dieser Kurbelzapfen liegt zwischen zwei voneinander distanzierten Holmen --45--, die sich horizontal erstrecken und die parallel zur hinteren Wand --6-der Muffel-l-verlaufen.
Die Anordnung ist so getroffen, dass zwischen den beiden Endstellungen der Parallelkurbel, dargestellt in den Fig. 1 und 2, die Antriebskurbel-47-einen Winkelweg von 180 beschreibt und dabei die Verbindungslinie der beiden Endstellungen des Kurbelzapfens --46-- im wesentlichen rechtwinkelig zur hinteren Wand --6-- der Muffel --1-- steht.
Die Wirkungsweise der vorstehend im einzelnen erläuterten Konstruktion veranschaulichen die Fig. 1 und 2. Wird, ausgehend von der in Fig. 1 gezeigten inneren Endlage, der Motor --29-eingeschaltet, so dreht sich dessen Kurbel --47-- und schwenkt dabei den Hebel --44-- in Richtung des Pfeils 50 gegen die hintere Wand --6-- der Muffel --1--. Dadurch wird das in den Lagern --43 und 51-- geführte Gestänge --42-- nach links (Pfeil 52) geschoben, zwangsweise folgen dieser Verschiebebewegung die Schwenkachsen --8 und 9-- der Parallelkurbel --10 - 11--.
Da die teleskopartig geführte Verlängerung --40-- der vorderen Kurbel --11-- bzw. deren äusseres Ende ortsfest in der Schwenkachse --41-- gehalten ist und daher diese Schwenkachse - der geradlinigen Bewegung des Gestänges --42-- nicht folgen kann, wird die vordere Kurbel --11-- bei der erwähnten geradlinigen Verschiebung des Gestänges --42-- verschwenkt (Pfeil 53), wobei infolge der starren Kupplung durch die Halterung --14-- bzw. deren horizontalen Schenkel --17-- die zweite Kurbel --10-- dieser Bewegung folgt. Der Schwenkbewegung der Parallelkurbel wird somit eine geradlinige, translatorische Bewegung überlagert, bis das Gestänge --42-- seinevordere linke Endstellung (Fig. 2) erreicht hat.
Der dabei vom Anlenkunkt --11'-- beschriebene Weg ist in Fig. 2 durch die strichpunktierte Linie 54 bezeichnet, die sich als Überlagerung eines Kreisbogens und einer geraden Linie ergibt. Dank dieser Überlagerung werden die Gargut- träger --16-- bzw. deren Halter --14-- vor die Beschickungsöffnung --7-- gefahren, so dass der Halter --14-- in der äusseren Endlage der Parallelkurbel --10 - 11-- relativ weit (Abstand a) vor der erwähnten Beschickungsöffnung --7-- liegt. Gleichzeitig wird relativ weit angehoben (h).
Beides erleichtert die Zugänglichkeit und die Manipulation dieser Gerätschaften. Endschalter setzen den Antriebsmotor --29-- ausser Betrieb. Dies gilt für die beiden Endlagen der Parallelkurbel - 10-11-.
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