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Die Wildfütterung in den Niederwild- und Hochwildrevieren gewinnt durch die Verarmung der Reviere an natürlichen Äsungsflächen zunehmend an Bedeutung für die Gesunderhaltung des Wildbestandes.
Massgebend bei der Fütterung ist die Beschickung der Fütterungen in der Fütterungsperiode in regelmässigen Zeitabständen, also möglichst täglich.
Bedingt durch die schwere Zugänglichkeit und Entlegenheit mancher Revierteile stellt dieser Umstand manchen Revierverantwortlichen vor schwere Probleme, wobei auch die hohen Personalkosten zu berücksichtigen sind.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Wildfütterung, die zur Aufnahme von Trockenfutter mehrere mit verschwenkbaren Klappen verschliessbare, über einer Fressstelle angeordnete Klammern aufweist, wobei die Verriegelungen der Klappen mittels einer durch ein Uhrwerk gesteuerten Auslösevorrichtung nacheinander in vorbestimmten Zeitabschnitten zur Entleerung der Kammern ge- öffnet werden.
Es ist eine Einrichtung dieser Art bekannt, bei der die Verriegelungen seitlich verschwenkbare Stifte aufweisen, die die Klappen in der waagrechten Schliessstellung halten, und bei der eine in einer U-förmigen Laufschiene gleitende Zahnstange zur Verschwenkung der Stifte angeordnet ist, wobei in jeder Klappe ein Schlitz vorgesehen ist, in dessen Bereich der jeweils zugehörige Stift nach Verschwenkung gelangt. Die Verriegelungen der bekannten Einrichtung bestehen jeweils aus einem kurzen Rohrstück und einem in diesem drehbar eingepassten und den Stift tragenden Rundeisenkern, wobei der Rundeisenkern einen nach unten durch einen im Rohrstück vorgesehenen Schlitz hindurchragenden und nach links und rechts verschwenkbaren Auslösefinger aufweist und die Zahnstange zur Verschwenkung der Auslösefinger seitlich vorragende Stifte trägt.
Diese bekannte Einrichtung ist zur Abgabe von jeder Art von Trockenfutter, sowie von grösseren Futterteilen wie z. B. von Tropinamburknollen u. dgl. geeignet, wobei die Futterabgabe sowohl der Menge als auch der Zeit nach eingestellt werden kann. Die Verriegelungsvorrichtung der bekannten Einrichtung ist einfach und robust, und daher einfach zu handhaben.
In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass die bekannte Verriegelungsvorrichtung insofern störungsanfällig ist, als die Reibung zwischen dem seitlich verschwenkbaren Stift und der darauf ruhenden Klappe infolge des grossen Gewichtes der Klappe und des in der Kammer befindlichen Futters so gross ist, dass ein Verschwenken des Stiftes nicht mehr bzw. nur mehr erschwert möglich ist, so dass die Betriebssicherheit, d. h. das vorprogrammierte zeitlich genaue Öffnen und Entleeren der Kammern nicht mehr einwandfrei gewährleistet ist.
Ziel der Erfindung ist es, den angeführten Nachteil der bekannten Einrichtung zur Wildfütterung zu beseitigen, indem eine Verriegelungsvorrichtung vorgesehen wird, die nicht störungsanfällig ist.
Dieses Ziel wird mit einer Einrichtung zur Wildfütterung erreicht, die zur Aufnahme von knolligem Trockenfutter mehrere mit verschwenkbaren Klappen verschliessbare, über einer Fressstelle ortsfest nebeneinander angeordnete Kammern aufweist, wobei die Verriegelungen der Klappen mittels einer durch ein Uhrwerk gesteuerten Auslösevorrichtung nacheinander in vorbestimmten Zeitabschnitten zur Entleerung der Kammern geöffnet werden, und wobei die Verriegelungen seitlich verschwenkbare Stifte aufweisen, die die Klappen in der waagrechten Schliessstellung halten, und eine z.
B. in einer U-förmigen Laufschiene gleitende Zahnstange zur Verschwenkung der Stifte angeordnet ist, bei der erfindungsgemäss die Verriegelungen jeweils aus einem lotrechten und einem in Schliessstellung waagrechten Hebel bestehen, wobei der lotrechte Hebel um eine Drehachse an seinem oberen Ende verschwenkbar ist und an diesem Ende benachbart der Drehachse einen Stift trägt, auf dem sich der waagrechte Hebel mit seinem einen Ende abstützt, wobei der waagrechte Hebel an seinem vom lotrechten Hebel abgewandten Ende um eine etwa in der Ebene der Klappe senkrecht zur Lagerwelle der Klappen verlaufende Drehachse nach unten verschwenkbar ist und die jeweilige Klappe mittels eines vorzugsweise auf der Klappe befestigten Stiftes in Schliessstellung hält.
Dadurch, dass die Klappen nicht direkt auf den Stiften der lotrechten Hebeln aufruhen, sondern unter Zwischenschaltung eines waagrechten Hebels, ist die bei der automatischen Öffnung der Kammern für die Überwindung der Reibung notwendige Kraft äusserst gering, jedenfalls wesent-
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lich geringer als bei der oben erwähnten bekannten Einrichtung, so dass das automatische Öffnen der Klappen in der vorher bestimmten zeitlichen Abfolge einwandfrei gewährleistet ist.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der waagrechte Hebel an seinem dem lotrechten Hebel zugewandten Ende abgeschrägt, so dass seine Oberseite kürzer ist als seine Unter- seite. Dadurch können die Klappen einfach durch ihr Hochschwenken und Hochschwenken des waagrechten Hebels in ihre Schliessstellung gebracht werden, in welcher Stellung ihre Verriegelung selbständig erfolgt.
Die Zahnstange zur Verschwenkung der Stifte kann z. B. mittels eines Seilzuges über eine Rollenbahn und ein Gewicht bewegt werden und steht zur Steuerung ihrer Bewegung mit einer Bremsuhr in Eingriff.
Die Bremsuhr kann auf einem Quadratstahl, befestigt sein, welcher in einem Quadratrohr stufenlos auf- und abwärts anhebbar und absenkbar ist. Auf diese Weise ist es möglich, das mit der Zahnstange im Eingriff stehende Stirnrad je nach Wahl des Ablaufrhythmus grösser oder kleiner zu wählen. Durch die Möglichkeit, das Stirnrad der Steuerungsuhr gegen ein kleineres oder grösseres auszutauschen, kann z. B. ein 24- oder 48-h-Rhythmus eingestellt werden.
Die erfindungsgemässe Einrichtung ist absolut winterfest und von jeder Art von Energie unabhängig. Das in den Trog herabfallende Futter kann durch die Anordnung einer Trennwand mengenmässig geteilt werden, so dass zu beiden Seiten des Futtertroges das Wild das Futter aufnehmen kann.
Wird ein Einschliefgatter an der einen Seite des Futtertroges für Jungwild und schwache Stücke angebracht, dann erhält der sonst meist von der Futteraufnahme ausgeschlossene Teil des Wildes ebenfalls seinen Futteranteil.
Die erfindungsgemässe Einrichtung kann sechs oder mehr Kammern in beliebiger Grösse aneinandergereiht enthalten, die mit auf einer durchgehenden Welle gelagerten Klappen abschliessbar sind.
Über den Kammern ist ein aufsetzbarer Futterbehälter beliebiger Grösse angebracht, welcher mit einem Deckel verschlossen ist. Sind die Klappen geschlossen, wird von oben in den Futterbehälter das Futtergut eingebracht.
Die durch die Verriegelungen in Schliessstellung gehaltenen Klappen geben nach ihrem Öffnen das Futter frei und können in einfacher Weise wieder in die Schliessstellung gebracht werden.
Die Auslösung der Verriegelung bzw. das Öffnen der einzelnen Klappen erfolgt derart, dass die durch die Bremsuhr gesteuerte Zahnstange, an welcher seitlich vorstehende Stahlstifte angebracht sind, im vorbestimmten Zeitrhythmus von z. B. 24 oder 48 h die senkrechten Hebel und damit die daran vorgesehenen Stifte und die sich auf letzteren abstützenden waagrechten Hebel verschwenken, wodurch die Klappen in der Reihenfolge 1-4-2-5-3-6 nach unten aufklappen können.
Da die der Steuerung dienende Bremsuhr der Höhe nach stufenlos verstellbar ist, können die für den z. B. gewünschten l-oder 2-Tagesrhythmus passenden Stirnräder aufgesetzt werden.
Die Automatik ist nach vorne mit einer nach oben klappbaren Tür mit einer Abstützung versperrbar abgeschlossen.
Ebensso kann der Futterbehälter mit einem Schloss versperrt werden. Der die Automatik beinhaltende Teil der ganzen Einrichtung kann durch das Lösen von zwei Schrauben abmontiert und über die fütterungsfreie Zeit diebstahls- und beschädigungssicher aufbewahrt werden.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht der Wildfütterungsanlage im Schnitt, Fig. 2 eine Vorderansicht der erfindungsgemässen Einrichtung zur automatischen Wildfütterung in grösserem Massstab, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 111-111 in Fig. 2, Fig. 4 eine Teildraufsicht der Einrichtung nach Fig. 3, Fig. 5 eine Detailansicht der Verriegelung, Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI in Fig. 5 und die Fig. 5a, 6a eine Variante der Verriegelung in Vorder- und Seitenansicht.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, besteht die Anlage aus einem Grundgestell --1-- aus Formrohren, auf welchem die Holzteile, u. zw. das Dach --2--, die Seitenwände --3--, der Futtertrog --4--, der Futterbehälter --5--, die Futtertraufe --6-- und der Futterautomat --7--, angebaut sind.
Gemäss den Fig. 2 bis 4 besteht der Futterautomat --7-- aus sechs oder mehr aneinandergereihten Kammern --8--. Diese Kammern werden durch je eine Klappe --9-- nach oben hin gegen
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den Futterbehälter --5-- abgeschlossen. Die Klappen haben eine Lagerung mittels einer Welle - -10--, welche so angeordnet ist, dass bei einem Druck mit der Hand auf den kürzeren Hebelarm der Klappe diese von der senkrechten Entleerungsstellung in die waagrechte Schliessstellung gebracht werden kann.
Auf der Klappe --9-- ist ein Stift --12-- vorgesehen, mittels welchem sich die Klappe --9-- auf einem in Schliessstellung waagrechten Hebel --11-- abstützt. Der lotrechte Hebel --13-- besteht in der Ausführungsform nach den Fig. 5, 6 aus einem kurzen Rohrstück - -14--, in welches ein Rundeisenkern --15-- drehbar eingepasst ist.
In den Rundeisenkern ist ein Stahlstift --16-- eingebaut, welcher nach der Montage der Verriegelungseinrichtungen durch einen Schlitz --17-- in der Kammerwand in den Kammerraum hineinragt und auf den sich in Schliessstellung das eine Ende des waagrechten Hebels --11-- abstützt. An den Rundeisenkern ist
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stand von der lotrechten durch die Drehachse des waagrechten Hebels --11-- gehenden Ebene angeordnet, dass die Klappe --9-- nach Verschwenken des waagrechten Hebels --11-- nach unten ohne Behinderung durch den Hebel --11-- nach unten klappen kann.
Gemäss den Fig. 5a, 6a besteht der lotrechte Hebel aus dem um die Drehachse --30-- ver-
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--18a--,Hebels --11-- in Schliessstellung aufliegt.
Unterhalb der Verriegelungseinrichtung befindet sich eine waagrechte U-förmige Laufschiene --19--, in welcher eine Zahnstange --20-- gleitet. Die Zahnstange wird von einem Seilzug - über ein Rollenrad --22-- und einem Gewicht --23-- in Bewegung gebracht. Der Bewegungsablauf der Zahnstange wird durch eine Bremsuhr --24--, welche mit einem Stirnrad --25-gekoppelt ist, gesteuert. Das Stirnrad ist z. B. für einen Rhythmus der Futtergabe für alle 24 h oder alle 48 austauschbar. Die Bremsuhr ist auf einem Quadrateisen --26-- befestigt, das in einem Quadratrohr --27-- eine stufenlose Auf- und Abwärtsbewegung möglich macht.
Die Bremsuhr kann auch zum Zwecke des Aufziehens auf diese Weise herausgenommen werden.
Die Zahnstange, durch die Bremsuhr gesteuert, bewegt sich von links nach rechts und löst mit vorstehenden Drahtstiften --28-- durch eine Verschwenkung der Verriegelungen die Klappen in der Reihenfolge 1. /4./2./5./3./6. im gewünschten Zeitabstand von 24 oder 48 h aus. Der Steuerungsteil des Futterautomaten ist nach vorne mit einem aufklappbaren Schliessdeckel --29--, welcher versperrbar ist, abgeschlossen.
Es ist auch möglich, die die Klappen --9-- in Schliessstellung haltenden Stifte --12-- auf den waagrechten Hebeln --11-- zu befestigen. In diesem Falle ist darauf zu achten, dass die Stifte genügend weit von der Drehachse des jeweiligen waagrechten Hebels --11-- vorgesehen sind, damit beim Verschwenken der waagrechten Hebel die Klappen-9-- ausser Eingriff mit den Stif- ten --1, 2-- kommen.
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