<Desc/Clms Page number 1>
Das Stammpatent Nr. 375268 betrifft einen Fersenniederhalter mit einem im Querschnitt etwa
U-förmigen Lagerbock, an dessen Bodenplatte eine Steuerkurve angeordnet ist und in dessen beiden
Seitenwänden ein Federgehäuse und ein mit einem Trittsporn versehener Sohlenhalter mittels einer gemeinsamen, quer verlaufenden Achse verschwenkbar gelagert sind, wobei der Sohlenhalter von einem von einer Rastfeder beaufschlagten Rastglied, dem die Steuerkurve an der Bodenplatte zuge- ordnet ist, in der Fahrtstellung gehalten ist und mit Hilfe eines Auslösehebels willkürlich in die
Einsteiglage bewegt werden kann, wobei ferner die Achse für Sohlenhalter und Federgehäuse ober- halb von der Steuerkurve angeordnet ist, wobei weiters der Sohlenhalter und das Rastglied bzw. dessen Achse im Abstand von der gemeinsamen Achse von Sohlenhalter und Federgehäuse durch zwei
Gelenklaschen od. dgl.
miteinander gekoppelt sind, und wobei schliesslich das eine Ende jeder
Gelenklasche von einer Achse durchsetzt ist, die in Ansätzen des Sohlenhalters gelagert ist, und das andere Ende, das vorzugsweise mit einem in Laschenlängsrichtung verlaufenden Langloch ver- sehen ist, von einem Bolzen durchquert wird, der das Rastglied trägt bzw. selbst als Rastglied ausgebildet ist und der sich gegebenenfalls durch Ausnehmungen im Federgehäuse quer zu dessen
Längsachse erstreckt.
Die Erfindung setzt sich zum Ziel, den Fersenniederhalter nach dem Stammpatent dahingehend weiter zu verbessern, dass die Reibung zwischen den beiden Gelenklaschen und dem Auslösehebel erheblich herabgesetzt wird. Ferner soll es möglich sein, dasjenige Übersetzungsverhältnis zwischen dem Auslösehebel und den beiden Gelenklaschen zu wählen, das für den Benutzer am günstigsten ist. Der Auslösevorgang soll demnach durch die Erfindung erleichtert werden.
Dieses Ziel wird erfindungsgemäss vor allem dadurch erreicht, dass die dem Rastglied benachbarten Enden der beiden Gelenklaschen mit Zahnsegmenten versehen sind, welche mit Zahnsegmenten kämmen, die mit dem Auslösehebel kinematisch verbunden sind.
An sich ist es bei Fersenniederhaltern bereits bekannt (s. CH-PS Nr. 526317), zum willkürlichen Öffnen den Auslösehebel mit einem Zahnsegment auszustatten und dadurch das Übersetzungsverhältnis zu vergrössern. Bei einer Ausführung gemäss dieser Druckschrift ist in einer parallel zur Skioberseite in Skilängsrichtung verlaufenden Bohrung in einem Grundkörper ein von einer Auslösefeder beaufschlagter Kolben geführt, der auf seiner Ober- und seiner Unterseite je eine Zahnstange trägt. Die obere Zahnstange kämmt mit einem am Auslösehebel befestigten Zahnsegment, wogegen die untere Zahnstange mit einem Zahnrad kämmt, das nach aussen vorstehende, exzentrisch angeordnete Zapfen trägt, welche in Bohrungen des Sohlenhalters eingreifen.
Wird der Auslösehebel von Hand verschwenkt, so ruft diese Verschwenkung eine Schwenkbewegung des Sohlenhalters, der auf der Achse des Auslösehebels gelagert ist, hervor.
Da bei dieser Ausführungsform der Grundkörper eine nach oben offene Ausnehmung für den Auslösehebel besitzt, können Schnee und Schmutz in den Zahntrieb eindringen. Den gleichen Nachteil hat eine Variante, bei der der Sohlenhalter selbst mit einem Zahnsegment versehen ist, das mit dem Zahnsegment des Auslösehebels kämmt.
Weitere erfindungsgemässe Ausgestaltungen des Fersenniederhalters ergeben sich aus den Ansprüchen 2 und 3.
In den Zeichnungen sind beispielsweise Ausführungen von erfindungsgemässen Fersenniederhaltern rein schematisch dargestellt. Fig. l ist ein Längsschnitt durch eine erste Ausführungsform, Fig. 2 ein Schnitt durch deren Lagerbock nach der Linie II-II in Fig. l und Fig. 3 ein Längsschnitt durch den Lagerbock einer abgeänderten Ausführung. Fig. 4 ist eine Draufsicht auf die Führungplatte des Ausführungsbeispieles nach Fig. 1. Fig. 5 und 5a schliesslich zeigen in Seitenansicht bzw. im Schnitt nach der Linie Va-Va in Fig. 5 eine Einzelheit.
Der in Fig. l und 2 dargestellte Fersenniederhalter ist in seiner Gesamtheit mit --1-- bezeichnet. Er besitzt eine Führungsplatte --2--, mit der er auf einer nicht dargestellten Führungschiene geführt ist. Auf der Führungsplatte --2-- ist ein Lagerbock --3--, dessen Basis eine Steuer- kurve --4-- trägt, um eine lotrechte Achse --3b-- verschwenkbar gelagert. Der Lagerbock kann jedoch, wie in Fig. 3 dargestellt ist, auch einstückig mit der Führungsplatte --2-- ausgeführt sein. Die Steuerkurve --4-- kann als massiver Körper ausgebildet sein. Sie kann aber auch von mehreren Lamellen --4a-- gebildet sein, welche in Ebenen angeordnet sind, die parallel zur vertikalen Skilängsmittelebene verlaufen. Diese Ausführungsform ist in Fig. 2 dargestellt.
<Desc/Clms Page number 2>
In den beiden Seitenwänden --3a-- ist eine Achse --5-- angeordnet.
Auf dieser ist ein Sohlenhalter --6-- schwenkbar gelagert, in dem auf einer Achse-lOc-ein Auslösehebel --6a-- schwenkbar gelagert ist. Auf der dem Skischuh abgewendeten Seite besitzt der Sohlenhalter --6-- in dem an die Lagerbohrung für die Achse --5-- anschliessenden Bereich eine Aufnahmebohrung --6b-- für eine Rastfeder --7--. Die Achse der Aufnahmebohrung --6b-liegt in der vertikalen Skilängsmittelbene und verläuft in der Fahrtstellung des Fersenniederhalters --1-- etwa senkrecht zur Skioberseite. Zu beiden Seiten der vertikalen Skilängsmittelebene trägt der Sohlenhalter --6-- gabelförmige Vorsprünge --6c--, welche zur Führung eines auf der Steuerkurve aufliegenden Rastgliedes --8-- dienen. Dieses kann eine Rolle sein. Es kann aber auch, wie in Fig. l dargestellt, ein Bolzen sein.
Dieses Rastglied --8-- ist an beiden Enden in Gelenklaschen --9-- gelagert, deren andere Enden mittels einer Achse --9a-- am Sohlenhalter --6-angelenkt sind.
Oberhalb des Rastgliedes --8-- trägt jede Gelenklasche --9-- ein Zahnsegment --9b--, das mit einem Zahnsegment --10a-- kämmt, welches auf einer Scheibe --10-- sitzt, die neben der Auf- nahmebohrung --6b-- im Auslösehebel --6a-- auf der Achse --10c-- angeordnet ist. Dadurch ist es möglich, durch entsprechende Wahl des Übersetzungsverhältnisses der beiden Zahnsegmente die zum willkürlichen Auslösen notwendige Kraft auch dann auf ein dem Benutzer zumutbares Mass zu reduzieren, wenn die Rastfeder --7--, welcher eine nicht dargestellte, an sich bekannte Vorrichtung zum Einstellen der Federvorspannung zugeordnet ist, sehr stark vorgespannt ist.
Jede
EMI2.1
mit dem Auslösehebel --6a-- herbeigeführt. Der Mechanismus für ein unwillkürliches seitliches Auslösen ist von bekannter Art und in Fig. 1 der Übersicht halber nicht dargestellt.
Um ein ordnungsgemässes Einsteigen des Skischuhs in der vertikalen Skilängsmittelebene, also nicht in einem Winkel zu dieser, sicherzustellen, sind neben der Steuerkurve --4-- zwei Riegel- körper --11-- in Skilängsrichtung im Lagerbock --3-- verschiebbar gelagert (s. Fig. l und 4).
Die vorderen Enden dieser Riegelkörper --11-- können mit entsprechend ausgebildeten Rastnuten - einer für das seitliche Auslösen bestimmten Steuerkurve --12-- in Eingriff gebracht werden, die an der Führungsplatte --2-- befestigt ist. Die Verschiebung der beiden Riegelkörper - -11--, welche über nach oben ragende Ansätze --lla-- verfügen, erfolgt einerseits durch Ansätze --6d--, welche an der Unterseite des Sohlenhalters --6-- angeordnet sind, und anderseits durch die dem Skischuh zugewendeten Enden der gabelförmigen Vorsprünge --6c--.
In der Fahrtstellung sind die beiden Riegelkörper--11--durch die Ansätze --6d-- des Sohlenhalters --6-- zum Skiende hin zurückgeschoben, so dass sie nicht in die Rastnuten --12a-der Steuerkurve --12-- eingreifen können. Wird jedoch der Fersenniederhalter-l-infolge einer willkürlichen oder unwillkürlichen Auslösung in die Einsteiglage verschwenkt, so werden die beiden Riegelkörper --11-- durch die vorderen Enden der gabelförmigen Vorsprünge --6c-- zur Skispitze hin verschoben, so dass sie in die Rastnuten --12a-- der Steuerkurve --12-- eingreifen. Dadurch wird sichergestellt, dass sich beim Einsteigen der Sohlenhalter --6-- und mit ihm der Skischuh in der vertikalen Skilängsmittelebene in die Fahrtstellung des Fersenniederhalters-l-bewegt.
Der Auslösehebel --6a-- steht unter dem Einfluss einer in Fig. l nicht dargestellten Schenkelfeder, deren einer Schenkel sich am Bolzen --6d-- abstützt und welche den Auslösehebel entgegen dem Uhrzeigersinn verschenkt, sobald das Rastglied --8-- den Auslösepunkt der Steuerkurve --4-- erreicht hat, und der Auslösehebel von der Hand des Skiläufers losgelassen worden ist.
In der Fahrtstellung nimmt der Fersenniederhalter die in Fig. l gezeigte Lage ein. In dieser Lage ruht das Rastglied --8-- an dem dem Skiende zugewendeten Ende der Steuerkurve --4--. Wird der Fersenniederhalter --1-- während der Fahrt einem in einer Vertikalebene wirksamen Drehmoment im Uhrzeigersinn ausgesetzt, so gleitet das Rastglied --8-- der Steuerkurve --4-- entlang nach oben, kehrt jedoch, solange der "elastische Bereich" nicht überschritten wird, immer wieder in seine Ausgangslage zurück.
Wird jedoch eine unwillkürliche Auslösung in der Vertikalebene eingeleitet, so gelangt das Rastglied --8-- in denjenigen Bereich der Steuerkurve --4--, welcher sich in Fig. l links vom Auslösepunkt, nämlich der höchsten Erhebung der Steuerkurve befindet, und der Fersenniederhalter --1-- schwenkt in die Offenstellung.
<Desc/Clms Page number 3>
Im Falle einer seitlichen Auslösung wird der Sohlenhalter --6-- durch die Steuerkurve --12-- so lange angehoben, bis das Rastglied --8-- den Auslösepunkt der Steuerkurve --4-- erreicht hat. Danach bewegt sich der Sohlenhalter --6-- auch in diesem Fall unter dem Einfluss der Rast- feder --7-- in die Einsteiglage.
Wird jedoch eine willkürliche Auslösung eingeleitet, so wird der Auslösehebel --6a-- von
Hand im Uhrzeigersinn um die Achse --10c-- verschwenkt. Dadurch verdreht sich jede Scheibe --10--, deren Zahnsegment --10a-- mit dem Zahnsegment --9b-- der zugehörigen Gelenklasche --9-- kämmt, im Uhrzeigersinn um die Achse --10c--. Das Rastglied --8-- wird dabei über den Auslöse- punkt der Steuerkurve --4-- angehoben und kann sich entlang des dem Skischuh zugewendeten Astes der Steuerkurve bewegen. Diese Bewegung wird durch die Rastfeder --7-- bewerkstelligt.
Auf diese Weise gelangt der Sohlenhalter --7-- in die Einsteiglage.
In Fig. 3 ist eine Variante zum Ausführungsbeispiel nach Fig. l und 2 dargestellt. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass die Steuerkurve von zwei in den der Bodenplatte des Lagerbockes --3-benachbarten Bereichen der beiden Seitenwände-3a-- ausgesparten Durchbrüchen-4a-- gebildet ist. Gemäss Fig. 3 sind, wie bereits dargelegt wurde, Lagerbock --3-- und Führungsplatte --2-- einstückig ausgebildet. Diese Ausführung eignet sich besonders bei Kunststoffausführungen. Bei Ausführungen aus Blech hingegen ist es zweckmässig, Lagerbock und Führungsplatte aus zwei getrennte Teilen herzustellen, welche erst bei der Montage miteinander verbunden werden, beispielsweise in dem Vorsprünge des Lagerbockes in Ausnehmungen der Führungsplatte eingeführt und im Anschluss daran umgebogen werden.
In Fig. 5 und 5a ist ein Rastglied --8'-- dargestellt, welches mit seinen Enden --8'a-- in den beiden Gelenklaschen --9-- drehbar gelagert ist. In seinem mittleren Bereich --8'b--, mit dem das Rastglied --8'-- auf der Steuerkurve --4 bzw. 4a-- aufliegt, ist das Rastglied-8'abgeflacht. Durch diese Massnahme wird es möglich, die Arbeit, welche zum willkürlichen Auslösen des Fersenniederhalters erforderlich ist, zu reduzieren.
Selbstverständlich ist die Erfindung keineswegs an die im vorstehenden beschriebenen und in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele gebunden. Vielmehr sollen auch Abänderungen derselben unter den Schutz der Erfindung fallen, wie z. B. Ausführungsformen, bei denen das Rastglied als Rolle ausgebildet ist, die auf der Steuerkurve abrollt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Fersenniederhalter mit einem im Querschnitt etwa U-förmigen Lagerbock, an dessen Bodenplatte eine Steuerkurve angeordnet ist und in dessen beiden Seitenwänden ein Federgehäuse und ein mit einem Trittsporn versehener Sohlenhalter mittels einer gemeinsamen, quer verlaufenden Achse verschwenkbar gelagert sind, wobei der Sohlenhalter von einem von einer Rastfeder beaufschlagten Rastglied, dem die Steuerkurve an der Bodenplatte zugeordnet ist, in der Fahrtstellung gehalten ist und mit Hilfe eines Auslösehebels willkürlich in die Einsteiglage bewegt werden kann, wobei ferner die Achse für Sohlenhalter und Federgehäuse oberhalb von der Steuerkurve angeordnet ist, wobei weiters der Sohlenhalter und das Rastglied bzw. dessen Achse im Abstand von der gemeinsamen Achse von Sohlenhalter und Federgehäuse durch zwei Gelenklaschen od. dgl.
miteinander gekoppelt sind, und wobei schliesslich das eine Ende jeder Gelenklasche von einer Achse durchsetzt ist, die in Ansätzen des Sohlenhalters gelagert ist, und das andere Ende, das vorzugweise mit einem in Laschenlängsrichtung verlaufenden Langloch versehen ist, von einem Bolzen durchquert wird, der das Rastglied trägt bzw. selbst als Rastglied ausgebildet ist und der sich gegebenenfalls durch Ausnehmungen im Federgehäuse quer zu dessen Längsachse erstreckt, nach Patent Nr. 375268, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Rastglied (8,8') benachbarten Enden der beiden Gelenklaschen (9) mit Zahnsegmenten (9b) versehen sind, welche mit Zahnsegmenten (10a) kämmen, die mit dem Auslösehebel (6a) kinematisch verbunden sind.
EMI3.1