<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine Tafelschere zum Schneiden von Blechen, mit beweglichem Obermes- ser und einem am Maschinengestell angeordnetem festem Untermesser.
Üblicherweise ist hinter den Messern ein Anschlag vorhanden, der rechtwinklig zu den Mes- sern verschiebbar ist. Mit dieser Verschiebbarkeit ist gewährleistet, dass die zu bearbeitenden
Stücke auf ein gewünschtes Mass abgeschnitten werden können. Nun muss meistens das Stück weiter bearbeitet werden, welches hinten abgeschnitten wurde. Es ist jedoch oft erwünscht, dass das zu bearbeitende Stück vorne vor den Messern auf dem Tisch liegen bleibt. Dazu ist die Anordnung eines Anschlages vor den Messern erforderlich, mittels welchem die genaue Abmessung des abzu- schneidenden Stückes bestimmt wird. Es sind bereits Einrichtungen mit Frontanschlag bekanntge- worden, welcher als seitlicher Puffer ausgebildet ist (DE-OS 1502706, GB-PS Nr. l, 540, 277). Diese seitlichen Puffer eignen sich aber nicht zur präzisen Hubbegrenzung.
Das Ziel der Erfindung liegt darin, bei einer hydraulischen Tafelschere, welche Anschläge vor und hinter der Schneidstelle aufweist, die wahlweise oder auch gemeinsam eingesetzt werden können, diese Anschläge so zu gestalten, dass sie eine präzise Hubbegrenzung ermöglichen. Die erfindungsgemässe hydraulische Tafelschere mit beweglichem Obermesser und am Maschinengestell angeordnetem festem Untermesser weist vor dem Untermesser eine Stützfläche und hinter dem einen schwenkbaren Stütztisch sowie gegebenenfalls einen verstellbaren Rückanschlag auf.
Ferner ist vor den Messern ein Frontanschlag vorhanden, welcher aus einer sich unterhalb der Oberfläche des Maschinentisches befindlichen Ruhestellung in einer Wirklage bewegbar ist, in der der Anschlag oberhalb der Oberfläche des Maschinentisches entlang einer zu den Messern parallelen Linie ausgerichtet und senkrecht dazu verschiebbar ist. Diese Tafelschere ist gemäss der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass der Frontanschlag aus Einzelelementen besteht, die in Zwischenräumen der Stützfläche Aufnahme finden.
Gemäss einer vorteilhaften Ausbildung des Erfindungsgegenstandes ist jedes der Einzelelemente an einem gekröpften Arm angeordnet, wobei die Arme an einer gemeinsamen unterhalb des Maschinentisches befindlichen Querschiene befestigt und entlang dieser verschiebbar sind.
Eine vorteilhafte Ausbildung besteht darin, dass der Frontanschlag als Zange ausgebildet wird.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen : Fig. l eine schematische Seitenansicht der Tafelschere, Fig. 2 eine nur teilweise gezeichnete Draufsicht derselben und Fig. 3 und 4 den Frontanschlag in der Eingriffstellung bzw. in der eingefahrenen Stellung.
Mit dem Maschinensockel --1-- ist eine Messerleiste --6-- fest verbunden, an welcher das Untermesser --7-- befestigt ist. Hinter dem Untermesser --7-- schliesst sich ein Stütztisch --2-- an, der in Pfeilrichtung P schwenkbar ist. Hinter dem Stütztisch --2-- ist ein bewegbarer Rückanschlag --8-- vorhanden, der mit pneumatisch verstellbaren Stossfingern --8-- versehen ist. Der Rückanschlag --8-- kann senkrecht zum Untermesser --7-- bewegt werden. Der Maschinentisch - setzt sich aus einzelnen schmalen Balken --11'-- zusammen, so dass zwischen den Balken - immer ein Zwischenraum --12-- verbleibt.
In diesen Zwischenräumen sind Einzelelemente - angeordnet, die gemeinsam den vorderen Anschlag --5-- bilden, indem sie so ausgerichtet sind, dass ihre gegen die Schneidstelle gerichteten Flächen in einer vertikalen, zu den Messern parallelen Ebene liegen. Jedes Einzelelement --13-- ist auf einem gekröpften Arm --4-- befestigt, welche andernends an eine gemeinsame querverlaufende Schiene --3-- angeschlossen sind. Die Schiene --3-- ist an ihren beiden Enden an je einem Halter --14-- parallel verschiebbar geführt, so dass die Stellung der Einzelelemente --13-- bezüglich der Schneidstelle genau eingestellt werden kann.
Die Anordnung ist ferner so getroffen, dass in der Ruhelage die Einzelelemente --13-- in den Zwischenräumen --12-- abgesenkt sind, und die Querschiene --3-- ganz am Maschinentisch unterhalb der Oberfläche anliegt. In dieser Stellung der Einzelelemente --13-- bleibt die gesamte Oberfläche des Maschinentisches --11-- frei. In der Fig. 3 ist ein Einzelelement --13-- in der Eingriffsstellung und in Fig. 4 in der eingefahrenen Stellung gezeigt.
Durch Keilbetätigung (nicht dargestellt) werden die Elemente --13-- gemeinsam in die Wirklage gebracht, in welcher sie sich oberhalb der Tischfläche befinden. Zur Bewegung der Querschie- ne --3-- können in den Haltern --14-- nicht gezeigte Elektromotoren vorhanden sein.
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
liegen der Blechkante des Werkstückes --10-- an den Einzelelementen --13-- gewährleistet.
In der Endstellung kann das Abstellen des Vorschubes entweder über eine NC-Steuerung mit
Vorwahl des vorgeschriebenen Masses erfolgen, oder beim Antrieb durch Normalmotor (ohne NC- - Steuerung) durch das Einfedern der Stossfinger --9-- über einen Schalter, wobei gleichzeitig ein
Befehl für das Rückziehen der Finger ausgelöst wird. Somit ergibt sich ein Zusammenwirken des Front- und Rückanschlages.
Der durch die Elemente --13-- gebildete Frontanschlag --5-- kann aber auch als einfacher Vorschub zum Streifenschneiden eingesetzt werden. Wichtig ist aber, dass auch hier eine Andrückvorrichtung vorhanden ist, damit die Bleche sich nicht vom Frontanschlag --5-- abheben, was zu Fehlern führen würde. Es ist jedoch auch möglich, die Einzelelemente --13-- des Frontanschlages --5-- als Zangen --14-- auszubilden. Dies ist nur dann erforderlich, wenn kein Rückanschlag --8-- mit Andrückvorrichtung vorhanden ist.
Die Finger --9-- der Andrückvorrichtung werden im Moment des Schneidvorganges zurückgezogen, so dass die abgeschnittenen Streifen frei auf den Stapel fallen können. Der hintere Stütztisch --2-- wird beim Schneiden nach hinten, d. h. bei der Benutzung des Rückanschlages, nach dem Schneidvorgang gekippt, so dass das Blech auf den Stapel fallen kann. Beim Schneiden nach vorne, d. h. wenn der Frontanschlag benutzt wird, bleibt der Stütztisch --2-- immer in der horizontalen Lage.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Hydraulische Tafelschere mit beweglichem Obermesser und am Maschinengestell angeordnetem festem Untermesser, vor welchem eine Stützfläche für das Arbeitsstück und hinter dem ein schwenkbarer Stütztisch, sowie gegebenenfalls ein verstellbarer Rückanschlag angeordnet ist, wobei ein vor den Messern angeordneter Frontanschlag aus einer sich unterhalb der Oberfläche des Maschinentisches befindlichen Ruhestellung in einer Wirklage bewegbar ist, in der der Anschlag oberhalb der Oberfläche des Maschinentisches entlang einer zu den Messern parallelen Linie ausgerichtet und senkrecht dazu verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Frontanschlag (5) aus Einzelelementen (13) besteht, die in Zwischenräumen (12) der Stützfläche (11) Aufnahme finden.