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Die Erfindung betrifft eine Brennkraftmaschine mit schalldämmender Verschalung, bei der die Abdeckhaube für den Ventiltrieb, vorzugsweise für die oben liegende Nockenwelle, einen durch Spannelemente gemeinsam mit einer Ringdichtung am Zylinderkopf fixierten Befestigungsflansch besitzt, der über eine körperschallisolierende Leiste mit der Abdeckhaube bleibend verbunden ist.
Bei einer bekannten Brennkraftmaschine dieser Art (DE-OS 2638982) besitzt die Abdeckhaube für den Ventiltrieb einen aussen liegenden Befestigungsflansch zur Fixierung der Haube am Zylinderblock. Dieser Flansch wird gegenüber der Haube durch eine gummielastische Zwischenschicht gegen Körperschall isoliert, so dass der vom Zylinderblock ausgehende Körperschall nicht auf die grosse Oberfläche der Abdeckhaube weitergeleitet werden kann. Nachteilig hiebei ist jedoch, dass der kräftige, um die Aussenseite der Abdeckhaube herumlaufende, mit dem Zylinderblock fest verbundene Befestigungsflansch seinerseits den Körperschall ungehindert an die Umgebung abgeben kann. Eine einwandfreie Schallisolierung der Brennkraftmaschine ist daher nicht gegeben.
Es ist zwar auch schon bekannt, eine Brennkraftmaschine vollständig mit einer Schallisolierung zu verkleiden und dabei eine entsprechende Abdeckhaube auf die Verkleidung des Maschinenunterteils aufzusetzen (DE-PS Nr. 1775468). Diese Verkleidung umfasst jedoch den ganzen ölbeaufschlagten Maschineninnenraum und bringt daher, insbesondere im Bereich der Auspuffleitungsführung aus der Verkleidung, besondere Probleme hinsichtlich der Abschirmung des Ölraumes gegenüber dem heissen Auspuffsammelrohr mit sich.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Mängel zu beseitigen und eine Brennkraftmaschine zu schaffen, bei der bei vergleichsweise geringem Gewichts- und Bauaufwand die Körperschallfortleitung aus dem Zylinderblock in die Abdeckhaube sicher unterbunden ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Befestigungsflansch innerhalb des unteren Haubenrandes angeordnet und mit diesem über die körperschallisolierende Leiste verbunden ist, wobei die Abdeckhaube in einer vorzugsweise flanschparallelen Ebene unterteilt ist.
Durch die Anordnung des Befestigungsflansches innerhalb des unteren Haubenrandes ist eine Körperschallabstrahlung auch vom Flansch selbst nach aussen sicher verhindert. Die Fixierung des Flansches über eine Ringdichtung ist damit von der körperschallisolierenden Leiste getrennt, was einerseits einen einwandfreien Dichtsitz und anderseits eine ausreichende Weichheit für die Leiste ermöglicht. Durch die Unterteilung der Abdeckhaube ist es mit geringem Aufwand möglich, die Spannelemente für die Flanschbefestigung zu betätigen, die ihrerseits zwar ebenfalls körperschallführend, jedoch durch den Oberteil der Abdeckhaube abgedeckt sind, der seinerseits mit dem nicht körperschallführenden isolierten Haubenunterteil verbunden ist.
Der Befestigungsflansch samt der Ringdichtung schliesst den ölführenden Raum um den Ventiltrieb ab, so dass die Schallisolierung des Zylinderblockes und des Auspuffsammelrohres keine Schwierigkeiten bereitet.
Erfindungsgemäss ist der Befestigungsflansch im Querschnitt Z-förmig ausgebildet, wobei der obere Schenkel mit geringem Spiel nach aussen zum unteren Haubenrand weist und die Leiste an diesem Schenkel unterseitig angeordnet ist. Daraus ergibt sich der Vorteil, dass die Leiste nur zu einem geringen Teil von Öl benetzt wird und trotzdem eine zur Körperschallisolierung günstige grosse Weichheit der Leiste erzielbar ist.
Um allenfalls noch andere körperschallführende Teile des Zylinderblockes abdecken zu können, läuft die Leiste in eine an die Schallisolierung des Zylinderblockes anschliessende Lippe od. dgl. aus.
In weiterer Ausbildung der Erfindung ist der Befestigungsflasch von Nasen an den Lagerböcken für die Nockenwelle od. dgl. übergriffen und niedergespannt. Daraus ergibt sich der Vorteil eines besonders geringen Bauaufwandes, weil keinerlei gesonderte Bauteile für die Befestigung der Abdeckhaube erforderlich sind und mit den Lagerböcken zugleich auch die Abdeckhaube festgehalten wird.
Bei einer Brennkraftmaschine mit oben liegender Nockenwelle liegt das Wellenmittel der Nockenwelle in der Teilungsebene der Abdeckhaube, und es ist der aus der Abdeckhaube herausragende Antriebsstummel der Nockenwelle samt Antriebsrad mit einer an die Haubenstirnseite
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anschliessenden schallisolierenden Verkleidung versehen, um etwaige von dort ausgehende Schallabstrahlungen zu unterbinden.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1 und 2 den mit einer Abdeckhaube versehenen Ventiltrieb einer Einspritzbrennkraftmaschine in Reihenbauart im Längsschnitt und im Querschnitt nach der Linie II-II der Fig. 1.
Über dem Zylinderkopf --1-- ist in Lagerböcken --2-- die Nockenwelle --3-- gelagert, wobei die Nocken --4-- zur Betätigung der Ventilstössel --5-- dienen, wogegen mit den Nocken --6-- Kipphebel betätigt werden, die auf einer Achse --7-- lagern und auf je einem Zylinder zugeordnete Einspritzaggregate einwirken. Die Einspritzaggregate sind der besseren Übersichtlichkeit wegen nicht dargestellt. Mit --8-- ist die Regelstange für diese Einspritzaggregate bezeichnet.
Alle diese Teile werden von einer Abdeckhaube umschlossen, die aus einem Unterteil --9-und einem Oberteil --10-- besteht. Die Teilungsebene der Abdeckhaube --9, 10-- verläuft durch das Mittel der Nockenwelle --3--. Zur Fixierung des Unterteils --9-- der Abdeckhaube --9, 10-- auf dem Zylinderkopf-l-dient ein einwärts gerichteter Befestigungsflansch --11--, der unter Zwischenlage einer Ringdichtung --12-- auf den Zylinderkopf --1-- niedergespannt ist.
Der Befestigungsflansch --11-- ist im Querschnitt Z-förmig ausgebildet, wobei der obere Schenkel mit geringem Spiel nach aussen zum unteren Haubenrand --9a-- weist und an diesem Schenkel unterseitig eine körperschallisolierende Leiste --13-- angeordnet ist, die mit dem Befestigungsflansch --11-- und dem unteren Haubenrand --9a-- bleibend verbunden, beispielsweise anvulkanisiert ist. Aus Fig. 2 ist ersichtlich, dass der Befestigungsflansch --11-- von Nasen --14-- an den Lagerböcken --2-- für die Nockenwelle --3-- übergriffen und niedergespannt bzw. festgehalten ist.
Die körperschallisolierende Leiste --13-- läuft in eine an die Schallisolierung des Zylinderblockes --1-- anschliessende Lippe --13a-- aus. Soll der Hubraum zugänglich gemacht werden, so ist es bloss erforderlich, den Oberteil --10-- der Abdeckhaube --9, 10-- abzunehmen.
Bei der Grundmontage wird zuerst der Haubenunterteil --9-- mit dem Befestigungsflansch --11-mit Hilfe der Schrauben für die Lagerböcke --2-- fixiert.
Der aus der Abdeckhaube --9, 10-- herausragende Antriebsstummel --15-- der Nockenwelle --3-- samt dem Antriebsrad --16-- ist mit einer an die Haubenstirnseite anschliessenden, schallisolierenden Verkleidung --17-- versehen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Brennkraftmaschine mit schalldämmender Verschalung, bei der die Abdeckhaube für den Ventiltrieb, vorzugsweise für die oben liegende Nockenwelle, einen durch Spannelemente gemeinsam mit einer Ringdichtung am Zylinderkopf fixierten Befestigungsflansch besitzt, der über eine körperschallisolierende Leiste mit der Abdeckhaube bleibend verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsflansch (11) innerhalb des unteren Haubenrandes (9a) angeordnet und mit diesem über die körperschallisolierende Leiste (13) verbunden ist, wobei die Abdeckhaube (9,10) in einer vorzugsweise flanschparallelen Ebene unterteilt ist.