AT375971B - Kontinuierliches einstufiges verfahren zum strukturieren textiler flaechengebilde - Google Patents
Kontinuierliches einstufiges verfahren zum strukturieren textiler flaechengebildeInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung betrifft ein kontinuierliches einstufiges Verfahren zum Strukturieren textiler Flächengebilde aus synthetischen Fasern durch Bestrahlen mit energiereichen Strahlen und Durchführung einer Pfropfenpolymerisation, wobei das Flächengebilde mittels Prägekalandrierung thermisch vorbehandelt wird. Es ist bekannt, Gewirke aus synthetischen Fasern zu prägen (Wirkerei- und Strickerei- - Technik, 1965,4, S. 198 bis 200). Der Effekt stellt sich ein durch eine kombinierte Druck-Thermo- - Behandlung. Weiter ist bekannt, eine Gewebemusterung durch örtliche Schrumpfung zu erreichen (Internat. Textil-Bulletin Färberei/Ausrüstung, 1970,3, S. 248). Hiebei wird die Schrumpfneigung unterschiedlich thermobehandelten Materials durch Behandlung in der Kombination Kalander/Breitwaschmaschine ausgenutzt. Nachteilig bei diesen Verfahren ist, dass keine gleichzeitige Verbesserung der Anfärbbarkeit, der Feuchtesorption und des Antistatikverhaltens bei Erreichen einer ornamentalen Strukturmusterung erfolgt. Es ist ebenfalls bekannt, Flächengebilde dadurch zu strukturieren, dass auf das Flächengebilde lokal begrenzt monomere Substanzen aufgepfropft werden, die gegebenenfalls durch eine Nachbehandlung zu einem unterschiedlichen Schrumpf der gepfropften und ungepfropften Bereiche des Flächengebildes führen und damit eine Musterung erzeugen (DD-PS Nr. 81839, Nr. 86086, Nr. 86161, Nr. 95827 und Nr. 111226). Diese Verfahren weisen den Nachteil auf, dass der Antistatikeffekt nur durch einen 2-Stufenprozess zu erreichen ist. Weiter ist gemäss AT-PS Nr. 224603 bekannt, cellulosehaltiges Fasermaterial enthaltende, textile Flächengebilde mittels heisser Prägewalzen über die Fläche unterschiedlich thermisch zu behandeln. Eine lokal unterschiedliche Behandlung des Materials mittels Bestrahlung wird auch in der DD-PS Nr. 111226 und in der AT-PS Nr. 302906 beschrieben. Eine Hitzevorbehandlung ist der DE-OS 2120486 und der AT-PS Nr. 236906 zu entnehmen. Das Ziel der Erfindung ist, strukturierte Flächengebilde in einem einstufigen Prozess zu erreichen, die gleichzeitig eine verbesserte Anfärbbarkeit und Feuchtesorption sowie ein verbessertes Antistatikverhalten aufweisen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Arbeitsschritt der lokal verstärkten Pfropfung durch einen neuartigen Verfahrensschritt zu erreichen. Erfindungsgemäss wird zuerst die Prägekalandrierung am trockenen Flächengebilde vorgenommen, worauf das Flächengebilde bestrahlt und vor oder nach der Bestrahlung mit dem aufzupfropfenden Monomeren beaufschlagt wird. Die Diffusion von flüssigen Medien in feste Stoffe wird unter anderem durch den strukturellen Zustand des festen Stoffes bestimmt. Dieser Zustand kann gezielt verändert werden, u. zw. homogen oder partiell. Wird die Veränderung partiell vorgenommen, dann erfolgt eine dem jeweiligen Strukturzustand zuordenbare Diffusion der flüssigen Medien in den festen Stoff. Handelt es sich bei den flüssigen Medien z. B. um strahlenchemisch polymerisierbare Substanzen, dann kann eine örtlich quantitativ unterschiedliche Polymerisation erfolgen. Je nach verwendeter polymerisierbarer Substanz, kommt es schon während des Polymerisationsprozesses zu einem Spannungsunterschied zwischen den mehr und weniger gepfropften Bereichen - der feste Stoff bildet eine makroskopisch sichtbare Textur aus. Dieser Effekt ist noch durch die Grösse der Differenz zwischen mehr und weniger gepfropften Bereichen steuerbar. Sind die Spannungsunterschiede dennoch zu gering, um eine makroskopisch sichtbare Struktur hervorzurufen, dann kann durch eine nachträglich während weiterer Veredelungsgänge ablaufende chemische Reaktion am gepfropften Monomeren der Effekt verstärkt werden. Überraschend ist, dass durch eine über die Fläche unterschiedliche Thermobehandlung vor der Bestrahlung mit energiereichen Strahlen die Struktur so verändert wird, dass durch die nachfolgende Behandlung ein Mustereffekt erzeugt wird. Ausführungsbeispiele : Nachstehend soll die Erfindung an Hand von zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert werden : Beispiel 1 : Ein Polyamid-Flachkettengewirke der Flächenmasse 90 g/m2 wird einer Prägekalanderbehandlung ausgesetzt. Unter einer Prägekalandrierung wird verstanden, dass eine erhabene Musterung einer Prägewalze gegen eine im wesentlichen nicht verformbare Gegenwalze drückt. Man prägt das unfixierte Polyamid-Flachkettengewirke bei einer Temperatur von 185 C und einer Geschwindigkeit bis zu 15 m/min. Der Walzendruck ist auf 65, 4. 10'* Pa eingestellt. Das so <Desc/Clms Page number 2> behandelte Material wird nun mit Acrylsäure beaufschlagt und mit energiereichen Strahlen bestrahlt. Die Acrylsäure hat hiebei eine Konzentration von 15 %-Masse und eine Temperatur von 300C (Tränkdauer 5 min). Bestrahlt wird mit einem Elektronenbeschleuniger, wobei die Energie 1 MeV und die Dosis 4 Mrad beträgt. Anschliessend wird gespült und getrocknet. Die so erhaltenen Produkte zeigen eine sichtbare dreidimensionale Musterung. Diese Produkte können in ihrer Musterung noch verstärkt werden, wenn die aufgepfropfte Acrylsäure in ihre Salze überführt wird. Beispiel 2 : Ein leinwandbindiges Gewebe der Flächenmasse 125 g/m2 aus Polyamid-Seide wird wie im Beispiel 1 thermisch vorbehandelt. Das so vorbehandelte Material wird nun mit Acrylsäure beaufschlagt und mit energiereichen Strahlen bestrahlt. Die Acrylsäure hat hiebei eine Konzentration von 10 %-Masse und eine Temperatur von 60 C (Tränkdauer 3 min). Bestrahlt wird mit einem Elektronenbeschleuniger, wobei die Energie 600 KeV und die Dosis 2 Mrad beträgt. Anschliessend wird gespült und getrocknet. Die so erhaltenen Produkte zeigen eine sichtbare dreidimensionale Musterung.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Kontinuierliches einstufiges Verfahren zum Strukturieren textiler Flächengebilde aus synthetischen Fasern durch Bestrahlen mit energiereichen Strahlen und Durchführung einer Pfropfpolymerisation, wobei das Flächengebilde mittels Prägekalandrierung thermisch vorbehandelt wird, dadurch gekennzeichnet, dass zuerst die Prägekalandrierung am trockenen Flächengebilde vorgenommen wird, worauf das Flächengebilde bestrahlt und vor oder nach der Bestrahlung mit den aufzupfropfenden Monomeren beaufschlagt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT500579A AT375971B (de) | 1979-07-19 | 1979-07-19 | Kontinuierliches einstufiges verfahren zum strukturieren textiler flaechengebilde |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| ATA500579A ATA500579A (de) | 1984-02-15 |
| AT375971B true AT375971B (de) | 1984-09-25 |
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Country Status (1)
| Country | Link |
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| AT (1) | AT375971B (de) |
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1979
- 1979-07-19 AT AT500579A patent/AT375971B/de not_active IP Right Cessation
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ATA500579A (de) | 1984-02-15 |
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