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Puffer für die Schützentreiber von Webstühlen.
Die bisher bekannten aus Gummi oder Federn bestehenden Puffer für die Treiber von Webstühlen besitzen bekanntlich die grossen Nachteile, dass sie entweder zu hart, d. h. nicht genügend nachgiebig, oder zu weich, 11. h. so nachgiebig waren, dass sie nach wenigen Anschlagen unbrauchhar wurden. Diesen Übelständen dürfte es zulus reiben sein, dass man heutzutage in der Praxis fast ausschliesslich nur die bekannten Fangriemen verwendet. Vorliegende Erfindung bezweckt, einen elastischen Puffer für die Treiber zu schaffen, df'r die erwähnten Übeistände nicht aufweist.
Das Neue des Puffers nach vorliegender Erfindung besteht darin, dass die Schichten des Pufferkörpers aus einem mit Gummi oder dgl. überzogenen oder behandelten Gewebe gebildet sind, welcher Pufferkörper vulkanisiert und mit Celluloid überzogen oder imprägniert sein kann.
In der Zeichnung veranschaulicht Fig. 1 eine Endansicht eines Puffers für den
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Puffers-auf der Treiberspindel darstellt. Fig. 4 zeigt eine zweckmässig in Verbindung mit dem Puffer verwendete Kappe.
Zur Herstellung des Puffers verwendet man zweckmässig HanmwoH-Leinwand von ge- eigneten linge und Breite, auf deren eine Seite man zunächst einen dünnen Überzug von Gummi in flüssiger oder halbflUssiger Form aufbringt. Diese Leinwand wird dann zwischen schweren Walzen hindurclhgeführt, worauf ein zweiter Überzug aus Gummi auf die Leinwand aufgetragen werden kann, um dann die Leinwand wiederum zu walzen. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, als gewünscht wird, wobei das Walzen die Wirkung hat, dass der Gummi in die Leinwand hineingedrückt, jedoch nicht durch dieselbe hindurchgedrückt wird. Die andere Seite der Leinwand wird dann in ähnlicher Weise behandelt.
Hierauf wickelt man die Leinwand um einen Dorn in die Form eines Rohres, wie Fig. 1 zeigt.
Dieses Rohr, das also aus abwechselnden Schichten von Leinwand und Gummi besteht, wird hierauf vulkanisiert und in kurze Stücke geschnitten, wodurch die Puffer a entstehen.
Damit diese Puffer nicht durch das Öl zerstört werden, mit welchem die Treiber getränkt sind, versieht man sie zweckmässig am Aussenumfang mit einem Überzug aus Zelluloid oder ähnlichem Material. Jedoch könnte man sie auch mit dieser Substanz imprägnieren. Die so gebildeten Puffer a werden auf die Treiberspindel c so aufgesetzt, dass sie mit dem gebräuchlichen Anschlagzapfen d, wie Fig. 3 zeigt, in Berührung stehen, wobei der Durchmesser des Hohlraumes al des Puffers etwas kleiner sein muss, als der Durchmesser der Treiberspindel, damit der Puffer fest auf der Spindel gehalten wird.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, bringt man zwecks Aufnahme des Aufschlages des Treibers auf der Spindel c hinter dem Puffer a eine Kappe oder Scheibe b an, welche aus frischer Haut, Leder, zusammengedrückten Filz oder anderem Material bestehen kann und in der Mitte eine Bohrung (Fig. 4) besitzt. Bei Webstühien mit leichtem Treibschlag braucht man die Puffer nicht zu vulkanisieren.