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keinem Druck durch darüberlagerndes Material ausgesetzt sind, lose bleiben, da durch mechanische Erschütterungen und durch die eingeblasene Luft die einzehen Teilchen fortwährenden gegenseitigen Verschiebungen ausgesetzt sind. Diese, $törungen beeinflussen die tieferen Zonen, auf welchen mehr Masse lastet, natürlich viel weniger als die höher gelegenen Schichten und daher findet unten wohl Sinterung statt, nicht aber oben, wo das Erz wohl entaebwefelt wird, aber seine pulverige Beschaffenheit beibehalt, welche seine Weiterverarbeitung hindert.
Um diesem Übelstande zu begegnen, hat man die Tiefe der Charge vergrössert. Demzufolge musste man aber eine höhere Luftpressung anwenden und erhielt ausserdem so grosse und zähe Kuchen, dass ein erheblicher Arbeitsaufwand erforderlich war, um sie in Stücke von geeigneter Grösse für die darauffolgenden Schmelzungen zu zerbrechen.
Wenn das Erz hingegen in dünnen Schichten behandelt wird, so wird wohl an Kraft gespart, die Arbeit bei Behandlung des gesinterten Produktes verringert und die Ausbeute per m2 Herdfläche erhöht, jedoch haben diese Versuche fehlgeschla. gen, da der Strom von durchgesaugter oder durcligeblasener Luft gegen einen unabgegrenzten oder nicht zurückgehaltenen Teil der Erzmasse geführt wird und die feinen Teile in jener Erzzone durch die Luft-und Gasströme in Bewegung erhalten und am Zusammen-
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tritt, fläche liegt.
Demgegenüber wird nach vorliegender Erfindung derart gearbeitet, dass sowohl die Entschweflung, a] s auch die Sinterung durch die ganze Masse eine vollständige und gleichförmige ist und praktisch genommen zu gleicher Zeit erfolgt, sodass nur eine einmalige Behandlung jeder Charge erforderlich ist, da ein Zurückbleiben von nichtgesintertem, nichtentschwefelten Feinerz vollständig vermieden wird ; das Erz kann mit Erfolg in Sachen Chargen oder dünnen Lagen mit einem Mindestaufwand an Kraft und einer Höchstausbeute per Raumeinheit behandelt werden. Als Endprodukt erhält man einen porösen und schwammigen Sinterkuchen, der fest
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zu können.
Unter den anderen Verfahren, welche früher vorgeschlagen worden sind, um Erze der in Betracht gezogenen Art zu entschwefeln, war vor allem eines, welches dem oben beschriebenen igt, ist. nur mit dem Unterschiede, dass an Stelle von Kalziumo'xyd Kalziumsulfat oder Kalziumsulfid genommen wurde, und weiters ein Verfahren, bei welchem ein Gemenge des sulfidischen Erzes mit Kalziumkarbonat benutzt wurde.
Aber auch bei jedem dieser Verfahren
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wegende Wirkung, welche die aufwärtsgeblasene Luft auf die an der Basis der Masse befindlichen Teile ausübt, einigermassen durch das Gewicht der darüber lagernden Teile der Masse ausgeglichen oder überwunden, wie dies vorhin erklärt wurde : die unteren Teile können daher-mehr oder weniger vollständig zusammensintern. Der auf diese Weise in der unteren Zone gebildete Sinter ist im allgemeinen höchst porös oder zellenartig und kann leichter als die ursprüngliche aus pulverförmigem Feinerz gebildete Masse von den Luftströmen oder Luftstrahlen durchdrungen werden.
Infolgedessen wird, je mehr die Verbrennung und die Sinterung nach oben fortschreitet, die Hebekraft des Luftstromes verhältnismässig grösser und die Erzteile in den oberen Zonen der Masse werden immer mehr und mehr der Bewegung, Verschiebung und Störung ausgesetzt. Das Aufwärtsdriicken der Luft durch die mehr oder weniger pulverförmige Masse bewirkt, dass an der oberen Grenzfläche ,,Blaslöcher" oder ,,Krater" gebildet werden, welche von dieser Grenzfläche mehr oder weniger tief reichen und nicht nur Zentren für heftige Störung, sondern auch Kanäle des kleinsten Widerstandes für das Entweichen der Luft abgeben. Daher herrscht in der obersten Schichte der Masse ein Mangel an Gleichförmigkeit in der Reaktion des Sauerstoffes und der brennbaren Teile des Erzes.
Es bleiben dann um garz ausgebrannte Teil Krater bilden, feine nicht zusammengebackene Materialteile übrig.
Fig. 2 zeigt eine Vorrichtung und den gemäss der Erfindung einzuhaltenden Vorgang an.
Auch hier ist ein Erzbehälter vorhanden, dessen Seitenwandungen mit 1 bezeichnet sind. Unterhalb der Masse befindet sich eine dieselbe tragende Platte 3. In diesem Falle sind jedoch die Teile derart ausgebildet und angeordnet, dass die Luft gerade in entgegengesetzter Richtung durchzieht wie bei der Vorrichtung nach Fig. l. Die Luft wird nämlich an der oberen Grenzfläche der Erzmasse eingelassen, von wo aus sie abwärts zieht, um an der unteren Grenzfläche zu entweichen.
Auch die Zündstelle ist hier genau entgegengesetzt gelegen, indem die Entzündung an der oberen Grenzfläche stattfindet. Wie Fig. 2' zeigt, wird die Luft oder das sonstige reagierende Gas an der oberen Grenzfläche zugeführt und über dieselbe verteilt, was mittels eines Rohres J geschieht.
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st.-hende Luft liefert.
In diesem Falle schreitet die Verbrennung, die an der oberen Grenzfläche beginnt, nach unten fort, indem sie dem nach unten sich belegenden Gasstrome folgt. Die Produkte der im Inneren vcr sich gehenden Reaktionen ziehen durch die Austrittsöffnuugeu in
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dass die Luft, die Verbrennung und das Sintern von der Fläche, bei welcher die Luft eintritt, hinweg fortschreiten, wobei jedoch sämtliche anderen Merkmale. der Erfindung beibehalten bleiben, dass nämlich jene Massenteile, welche in oder nahe an der Austrittsfläche des Gases gegenüber seiner Eintrittsfäche liegen, in möglichst vollkommener Ruhe erhalten werden.
In Fig. 5 ist dafür vorgesorgt, indem bei 3a ein Zurückhaltungs- oder Begrenzungsmittel für die Erze vorgesehen ist, welches, während es das freie Entweichen der bei der Verbrennung oder bei der chemischen Reaktion entstehenden Gase gestattet, dennoch derart beschaffen ist, dass es Verschiebung, Rütteln oder Aufstören der Erzteile unter der Einwirkung der aufsteigenden und entweichenden Luft oder Gase hintanhält. Folglich wird auch hier, wenn das Entschwefeln beendigt ist, die ganze Masse durch und durch gesintert sein, mit dem Ergebnis, dass im all- gemeinen ein von der oberen Grenzfläche bis zur Basis reichender einziger zusammenhängender Kuchen gebildet wird, ohne dass praktisch genommen irgendwelche sichtbare Feinerzteile oder sonstige pulverförmige Materialien vorhanden wären.
Die gesamte Masse, welche anfänglich in den Erzbehälter eingebracht wurde, ist in einen derartigen gesinterten Zustand übergegangen, sodass sie ohne weitere Behandlung zur Einführung in den Schmelzofen fertig ist. Wie vorhin bemerkt, ist jedes Bewegen oder Aufstören durch Luftstösse oder durch andere Ursachen, ob dieses absichtlich vorgenommen wird oder zufällig auftritt und auf die Erzteile einwirkt,. den besonderen Ergebnissen, die man zu erreichen sucht, abträglich. Die Ruhe der einzelnen Teile, die Charge als ein Ganzes bilden, ist als ein Zustand der Ruhe eines jeden Teilchens mit Bezug auf die anliegenden und mit Bezug auf die benachbarten Teile der Masse zu verstehen.
Dieser Ausdruck ist nicht dahin zu verstehen, dass die Charge oder Masse als Ganzes im Ruhe- zustand gehalten werden müsste. Gefunden wurde vielmehr, dass einer der wichtigen Faktoren bei Erzielung des angestrebten Ergebnisses der ist, die Bewegung der einzelnen Teilchen der Masse mit Bezug aufeinander zu verhindern oder einzuschränken, ohne Rücksicht darauf, ob die Charge "der Masse als Ganzes genommen zur Zeit der Behandlung bewegt wird oder nicht.
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gleichförmige Entzündung der Masse wünschenswert und dies kann vollbracht werden, indem man die Erzmasse selbst als Ganzes bewegt, zum Unterschiede der Entzündung durch Zünd-
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bringt und wodurch auch die Handarbeit auf ein Mindestmass herabgesetzt wird :
die Stellen, an welchen Material zugeführt und abgegeben wird. können auch gesondert werden, wodurch
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statt, während an dern, anderen Ende eine Zufuhrvorrichtung vorhanden ist, in dem dargestellten Beispiele ein hin-und'-hergehender Zuführer. Letzterer kann irgendwie beschaffen sein, aber in dem dargestellten Falle besteht er aus einem Kolben B, der durch eine Schraubenspindel C, die an ihrem Ende mit einem Handgriff c versehen ist, bewegt wird. Bei a'befindet sich in der oberen Wand der Führung A eine Zufuhröffnung, durch welche das zu behandelnde Material zum Erzträger gebracht werden kann.
Letzterer besteht vorteilhaft aus einer Anzahl oben und an zwei gegenüberliegenden Seiten offenen Kasten G mit gelochtem Boden 9 und mit Seitenwandungen < . Die einzelnen Trägerstücke J sind derart angeordnet, dass sie mit den Enden aneinandergelegt werden können und derart einen Rost oder Träger bilden, dessen Länge, je nachdem man mehr oder weniger solcher Träger verwendet, eine beliebige sein kann. An irgend einer Stelle der Führung A ist ein Rost oder eine gelochte Unterlage angeordnet, an welcher sich die Träger vorbeibewegen und welche dieselben von einer Luftkammer i trennt, welche durch ein Rohr F mit irgend einem geeigneten Apparat zum Durchführen von Luft verbunden ist.
Der aus einzelnen Abschnitten bestehende Träger und die darauf liegende Erziaasse wird all- mählich durch die schon beschriebene Zufuhrvorrichtung durch den Apparat oder entlang demselben bewegt. Der Kolben B kann unmittelbar an dem Trägerstück anliegen, welches sich am Einführende der Vorrichtung befindet. obwohl es vorzuziehen ist, dass man einen Block H zwischen Kolben und Trägerende einlegt. Indem der Kolben durch die Schraubenspindel C vorbewegt wird, schiebt er die Erzmasse und ihre Träger um ein Stück vorwärts, welches mindestens der Länge eines der Abschnjtte Gr gleichkommt, worauf er zurückgezogen und ein anderes Stück zur Beschickung mit Erz eingestellt wird, worauf die Vorwärtsbewegung'wieder eintritt.
J ist ein Brett oder eine t'nter1age am Ende der Vorrichtung, auf welche das Erz. das bei dieser Stelle bereits die Form eines porösen gesiD & rten Kuchens besitzt, zu liegen kommt und auf welcher
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Trägerteile nach dem Entleeren zum Einführende der Vorrichtung zur Wiederbenützung zurück- gebracht werden. Die Führung und Unterlage A für die Erzträger ist vorteilhaft mit irgend einem Deckel versehen, um Wärmeverlust durch Strahlung zu vermeiden. Dieser Deckel ist jedoch durchlocht, damit genügend Luft frei hindurchtreten kann. um die Verbrennung zu unterhalten und um auch das Material dem Träger zuzuführen.
Die Entzündung der Masse
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-schliesslich atmosphärischen Sauerstoff) absichtlich für die Unterhaltung innerer Verbrennung in der unten befindlichen Erzmasse inert und wirkungslos gemacht wurden. In diesen Fällen
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PATENT ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Rösten und Sintern von Erzen in einer Masse feiner Teilchen, welche brennbare Bestandteile enthalten und mittels Durchleiten von Luft oder einem die Verbrennung unterhaltenden Gas durch innere Verbrennung nach Entzünden an der Oberfläche gesintert werden können, dadurch gekennzeichnet, dass während des Durchleitens sämtliche Erzteilchen, sowohl jen" an der Grenzfläche, wo die Verbrennungsprodukte entweichen, als auch jene, die den Rest der Masse bilden, in gegeneinander unveränderter Lage erhalten werden, wodurch das Zuhmmenbacken der ganzen Masse in verhältnismässig grosse gesiLterte Stocke bewirkt wird.