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Die Erfindung betrifft eine vorgefertigte, allseitig geschlossene, mit Sanitärgeräten ausgestattete mannshohe, Sanitärzelle, die aus einer im Grundriss rechteckigen, begehbaren Bodenwanne, einer auf die Wandung der Bodenwanne aufgesetzten und mit dieser dicht und fest verbundenen, in Elementenbauweise erstellten und eine Tür aufweisenden Zellenwandung, die aus zwei Seitenblenden und aus einem bügelförmigen, eine Decke sowie zwei gegenüberliegende, allenfalls winkelförmig in die Decke übergehende Wände bildenden Element besteht, wobei das bügelförmige Element und die Seitenblenden in einem auf den Bodenwannengrundriss abgestimmten modularen Masssystem gebaut mit der Bodenwanne verbunden sind.
Die bisher bekannten, nachträglich in Wohnräumen aufstellbaren Badeeinrichtungen bzw.
Schrankbäder bestehen zumeist aus einem am Boden eines Wohnraumes aufstellbaren Kasten entsprechender Grundrissform und im wesentlichen aus vier Wänden, einer Decke und einer Tür. Bei diesen bekannten Schrankbädern ist der aus einem Stück gebildete Schrank als Ganzes auf den eine Badewanne enthaltenden Kasten aufsetzbar. Da die Badewanne den ganzen Kastenraum beansprucht, muss sich der Badende vor und nach dem Baden ausserhalb des Schrankraumes, d. h. im Wohnraum, aufhalten bzw. daselbst aus-und anziehen und alle zur Körperbehandlung erforderlichen Tätigkeiten ausführen. Ein solches Schrankbad schliesst somit den Wohnraum, in welchem es aufgestellt wurde, für Badezwecke ein.
Abgesehen von diesem grundsätzlichen Nachteil kann ein derartiges Schrankbad zufolge des unförmigen und die lichte Weite eines Türstockes in seinen Dimensionen überragenden Schrankes nur unter Schwierigkeiten eingebracht bzw. aufgestellt werden.
Es sind auch andere, nachträglich in Wohnräumen aufstellbare Badezellen bekannt, die ebenfalls eine Waschmuschel oder eine Badewanne enthalten und nur aus einer in einer bestimmten Ausführung hergestellten Kompaktkonstruktion ohne Variationsmöglichkeiten bestehen.
Aus der FR-PS Nr. 2. 276. 023 ist ferner eine vorgefertigte und zerlegbare Sanitärkabine für den nachträglichen Einbau in Altwohnungen bekanntgeworden, welche aus einem Sockel, zwei Seitenwandelementen, zwei hinteren Wandelementen, einer Tür und mindestens einem vorderen neben der Tür angeordneten Wandelement, sowie einer Decke aufgebaut ist. Überdies ist ein Versteifungsrahmen oberhalb der Wandelemente vorgesehen, der auch die Decke trägt. Für Boden, Wand und Decke dieser bekannten Kabine sind somit jeweils eigene, nur eine einzige Funktion erfüllende Bauelemente erforderlich.
Eine Sanitärzelle der eingangs angegebenen Art ist durch die DE-OS 291. 5414 bekanntgeworden, welche aus wenigen, leicht und unabhängig von Türöffnungsweiten in Wohnräume einbringbaren und daselbst zusammenbaubaren genormten Bauelementen besteht, die mit allen gewünschten Sani-
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zwei gegenüberliegende Wände sowie die Decke bildenden Element --4--, und einer begehbaren Bo- denwanne-l-. Das U-förmige Element --4-- kann nach Fig. 2 zum Tragen von Sanitärgeräten ausgebildet sein, indem beispielsweise der rechte Wandteil --6-- mit einer Konsole --11--, mit Vertie- fungen --6', 6"-- und mit einer Schrägung zur Entnahme eines Beleuchtungskörpers --10-- ver- sehen ist.
Das"Durchfädeln"der Bodenwanne-l-und der Seitenwände-9-kann auch bei schmalen Türen mit Leichtigkeit erfolgen, während es beim U-förmigen Element --4-- problematisch ist, insbesondere dann, wenn ein breiter Türstock vorhanden ist, oder sich die Mauerwände in der Breite des Türstockes teilweise fortsetzen. Unter solchen Umständen ist es noch schwieriger, ein nach Fig. 2 ausgebildetes U-förmiges Element --4-- durch eine Türe"einzufädeln", da es noch sperriger ist.
Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung einer Sanitärzelle, bei welcher die genannten Probleme vermieden werden können.
Dies wird bei einer Sanitärzelle der eingangs genannten Art erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass zumindest ein Teil der Decke als selbständiges Element ausgebildet ist und als ein sich über die ganze Länge der Decke erstreckender Deckenteil an den Enden mit den Wandteilen verbunden ist.
Durch diese Merkmale wird erreicht, dass die nunmehr einzelnen Elemente der Decke und
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Wände ebenfalls mit Leichtigkeit durch schmale Türen transportiert werden können.
In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Deckenteil die Form einer ebenen, an zwei gegenüberliegenden Rändern abgebogenen Platte hat. Durch dieses Merkmal wird erreicht, dass die im Eckbereich innenseitig gebildete runde Hohlkehle zur Reinigung derselben leichter zu- gänglich ist.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Deckenteil von einer ebenen oder gegebenenfalls leicht gekrümmten Platte gebildet ist. Gemäss dem ersteren Merkmal, wonach der Deckenteil eben ausgebildet ist, kann eine einfache Herstellung desselben erfolgen. Die etwas aufwendigere Herstellung gemäss dem zweiten Merkmal, wonach der Deckenteil leicht gekrümmt ist, erbringt aber den Vorteil einer grösseren Steifigkeit, wodurch gleichzeitig die Stabilität der ge- samten Konstruktionselemente erhöht wird.
Die Erfindung wird anschliessend an Hand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen Fig. 1 eine mit einer Klosettmuschel ausgestattete Sanitärzelle der bekannten Art im Schaubild, wobei die Zel- lenwandung von der begehbaren Bodenwanne abgehoben dargestellt ist, Fig. 2 eine andere Aus- bildungsart des in Fig. 1 rechten Teiles des U-förmigen Elements, und die Fig. 3 und 4 zwei Aus- führungsbeispiele einer Wand-Deckenkonstruktion gemäss der Erfindung.
Die gemäss der DE-OS 2915414 auf einem modularen Masssystem beruhende Bauweise basiert auf einer begehbaren Bodenwanne mit den Seitenverhältnissen von z. B. 1 : 1, 1 : 2, 1 : 3 oder
1 : 1, 5, 1, 5 : 1, 5, 1, 5 : 2. Die Zellenwandelemente der Sanitärzelle sind entsprechend dem modularen Masssystem auf die Seitenverhältnisse der begehbaren Bodenwanne abgestimmt. Die begehbare Bodenwanne --1-- besitzt einen vom oberen Wannenrand rechtwinkelig nach aussen abstehenden Flansch --2a--, wie dies in Fig. l zu erkennen ist. Die Zellenwandung der Sanitärzelle wird zum Teil von den lotrechten Schenkeln, den Wandteilen --3, 6-- eines U-förmigen Elements --4-- gebildet, dessen Stegteil -5-- den wesentlichen Teil der Kabinendecke bildet.
Dieses U-förmige Element --4-- weist an sämtlichen Rändern nach aussen abstehende Flansche --2c, 2d-- auf, mit welchen es einerseits mit dem Flansch --2a-- der Bodenwanne --1--, anderseits mit den Seitenblenden --9-- fest und dicht verbunden ist. Die beiden den Kabinenraum abschliessenden, einander gegenüberliegenden Seitenblenden --9-- können gegebenenfalls unterschiedliche, dem modularen Masssystem entsprechende Tiefe haben, weisen an ihren Rändern ebenfalls nach aussen abstehende Flansche --2b-- auf und sind mittels dieser an dem Flansch --2a-- der Bodenwanne --1-- und an den Flanschen --2c bzw. 2d-- des U-förmigen Elements --4-- befestigt. Eine Tour-8-- in einer Seitenblende --9-- bzw. in der Bodenwanne-l-ermöglicht den Zutritt zu der Sanitärzelle.
Alle Einzelbauteile der Zellenwandung sowie die begehbare Bodenwanne-l-werden vor dem Zusammenbau entsprechend ihren vorbestimmten Funktionen mit den für die Installation der Zu- und Ablaufleitungen, der Lüftung und der Beleuchtung erforderlichen Bohrungen, Löchern, wie etwa einer Öffnung - zum Dunstabzug, oder sonstigen Ausschnitten versehen. Beispielsweise kann auch eine Klosettmuschel --12-- an der Bodenwanne-l-befestigt sein. Aber auch das U-förmige Element --4-- kann zum Tragen von Sanitärgerät ausgebildet sein, wie in Fig. 2 veranschaulicht ist. Diese Figur zeigt nur den in Fig. 1 rechten Wandteil --6-- des Elements --4--.
Dessen Wandung ist an der Oberseite abgeschrägt und zur Aufnahme eines Beleuchtungskörpers --10-- ausgebildet, etwa durch Anordnen von Halterungen oder eines Sockels für den Beleuchtungskörper, von Stromanschlüssen, Durchbrechungen usw.
Des weiteren kann der Wandteil --6-- des Elements --4-- eine Konsole --11-- aufweisen, welche zum Halten eines Waschbeckens dient. Kastenartige Vertiefungen --6'und 6"-- können vorgesehen sein, welche an der Innenseite des Elements --4-- mit Türen, Spiegeln u. dgl. versehen sein können, so dass Schränke zur Aufbewahrung von Toiletteartikeln, Rasiergerät usw. entstehen.
Gemäss den Fig. l und 2 ist das U-förmige Element --4-- einstückig ausgeführt.
In den Fig. 3 und 4 sind mehrteilige Ausführungsbeispiele gemäss der Erfindung an Stelle des einstückigen U-förmigen Elements --4-- gezeigt. Gemäss Fig. 3 besteht das U-förmige Element - aus zwei Wandteilen --6a, 6b-- und einem Deckenteil --5a--. Jeder Wandteil --6a, 6b-- ist
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--2c,mit Flanschen-2g-- versehen. Die Vereinigung der Teile --6a, 6b und 5a-- zum Element-4-- erfolgt durch Verkleben, Verschweissen, Verschrauben oder durch sonstige Verbindungsarten zwischen den oberen Flanschen --2f-- der Wandteile --6a, 6b-- und der Unterseite der Schmalseiten
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des Deckenteiles --5a--.
Die Öffnung-7-im Deckenteil-Sa-ist eingezeichnet ; einer oder beide der Wandteile -6a, 6b-- können nach der in Fig. 2 veranschaulichten Art zum Tragen von Beleuchtung, Waschmuschel, Toiletteschrank u. dgl. ausgebildet sein. Der Deckenteil --5a-- kann auch eine leichte, nach aussen oder nach innen gerichtete Krümmung haben, er kann aber auch räumlich gekrümmt, d. h. bombiert sein.
Das in Fig. 4 gezeigte Ausführungsbeispiel umfasst so wie gemäss Fig. 3 zwei Wandteile --6a, 6b-mit Flanschen-2c, 2d, 2f--. Diese Wandteile können wie gezeigt, glatt oder etwa nach Fig. 2 ausgebildet sein. Der Deckenteil --5b-- ist aber an seinen beiden Enden abgebogen
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dungsart kann der in Fig. 4 eben dargestellte Mittelabschnitt des Deckenteiles --5b--, so wie schon zuvor erläutert, gebogen oder räumlich gekrümmt ausgebildet sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorgefertigte, allseitig geschlossene, mit Sanitärgeräten ausgestattete, mannshohe Sanitärzelle, die aus einer im Grundriss rechteckigen, begehbaren Bodenwanne, einer auf die Wandung der Bodenwanne aufgesetzten und mit dieser dicht und fest verbundenen, in Elementenbauweise erstellten und eine Tür aufweisenden Zellenwandung, die aus zwei Seitenblenden und aus einem bügelförmigen, eine Decke sowie zwei gegenüberliegende, allenfalls winkelförmig in die Decke übergehende Wände bildenden Element besteht, wobei das bügelförmige Element und die Seitenblenden in einem auf den Bodenwannengrundriss abgestimmten modularen Masssystem gebaut mit der Bodenwanne verbunden sind, dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Teil der Decke als selbständiges Element ausgebildet ist und als ein sich über die ganze Länge der Decke erstreckender Deckenteil (5a, 5b) an den Enden mit den Wandteilen (6) verbunden ist.