AT370519B - Einrichtung zur laermwarnung - Google Patents

Einrichtung zur laermwarnung

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Simmering Graz Pauker Ag
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01HMEASUREMENT OF MECHANICAL VIBRATIONS OR ULTRASONIC, SONIC OR INFRASONIC WAVES
    • G01H3/00Measuring characteristics of vibrations by using a detector in a fluid
    • G01H3/10Amplitude; Power
    • G01H3/12Amplitude; Power by electric means

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Mechanical Vibrations Or Ultrasonic Waves (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Lärmwarnung, insbesondere in lärmgefährdeten
Werkstätten, Fabrikshallen od. dgl. Räumen, wobei bei Überschreitung eines bestimmten Geräusche- pegels eine Warnung gegeben wird. 



   Durch berufsbedingte Lärmeinwirkung erworbene Schwerhörigkeit gilt allgemein als entschädi- gungspflichtiges Leiden. Die Versicherungsträger sind daher bestrebt, Lärmschädigungen zu ver- hüten. Dazu werden in den Betrieben an verschiedenen Arbeitsplätzen kurzzeitige Lärmpegelmessun- gen durchgeführt und die Ergebnisse dieser Messungen werden in einem Betriebsplan eingetragen.
Gemäss diesem Plan werden sodann alle jene Personen, die an Arbeitsplätzen mit entsprechendem hohem Lärmpegel beschäftigt sind, verpflichtet, dauernd einen Gehörschutz zu tragen und über- dies in regelmässigen Abständen aufgefordert, sich einer Gehöruntersuchung zu unterziehen. 



   Diese Vorgangsweise hat aber den Nachteil, dass bei den Messungen lediglich der momentane Lärmpegel in der Werkshalle od. dgl. erfasst wird. Eine solche Messung entspricht aber nur in Hal- len od. dgl. Räumen, in denen ununterbrochen starker Lärm vorhanden ist, den Tatsachen, etwa in der Schmiede oder im Kompressorenraum. In allen andern Werkstätten tritt der starke Lärm nur zeitweilig auf. Die in solchen Räumen Beschäftigten sind daher versucht, weil das dauernde Tragen von Schutzeinrichtungen als unangenehm empfunden wird und insbesondere bei der Notwendigkeit, mündliche Anweisungen oder Befehle übermitteln zu müssen, sehr hinderlich ist, den Gehörschutz bei geringer Lärmentwicklung abzunehmen und beim Auftreten starken Lärms, der dann von vielen Personen infolge einer gewissen Gewöhnung nicht mehr als besonders störend empfunden wird, nicht mehr anzulegen. 



   Die Folge dieser Umstände war das langsame und zumindest anfänglich unbemerkte Entstehen von   Gehörschädigungen   bei den betroffenen Personen. In der DE-OS 2223788 wird ein Geräuschmesser beschrieben, welcher den Geräuschpegel zeitlich aufsummiert, d. h. es handelt sich dabei um ein Lärmdosiergerät, welches erst beim Erreichen einer bestimmten Lärmdosis eine Warnung abgibt. 



  Kurzzeitige, aber hohe Momentanwerte des Geräuschpegels werden zwar auch erfasst, aber nicht unmittelbar angezeigt. 



   Des weiteren ist durch die GB-PS Nr. 3, 991, 628 ein Messgerät in Form eines Schalttafelinstrumentes bekannt, bei welchem der Mittelwert eines   Schallsignals   durch den Zeiger auf einer dB-Skala angezeigt wird, und wobei gleichzeitig eine Spitzenwertanzeige bei Überschreitung vorbestimmter Schallpegel durch Schwellwertschalter eine Mehrzahl von Leuchtdioden angesteuert werden, die ebenfalls auf der dB-Skala als Leuchtband- oder Leuchtpunktanzeige angeordnet sind. Eine derartige Anzeige ist in erster Linie zur Schallaufzeichnung mittels eines Tonbandgerätes vorgesehen, damit die Qualität der Schallaufzeichnung und -wiedergabe überwacht werden kann bzw. dass Verzerrungen vermieden werden.

   Ein solches Messgerät wäre von der Ausführung und von der Anzeigeart her gesehen für den praktischen Einsatz als Einrichtung zur Lärmwarnung ungeeignet, da es von der zu warnenden Person zu grosse Aufmerksamkeit erfordern würde, und da es von der Aufgabenstellung her anders konzipiert wurde. 



   Ziel der Erfindung ist daher eine Einrichtung der eingangs angegebenen Art zu schaffen, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass sie ein oder mehrere Geräuschaufnahmegeräte, beispielsweise Mikrophone   od. dgl.   elektroakustische Schallwandler, einen Schwellwertschalter und mindestens einen Lichtsignalgeber umfasst, wobei der Schwellwertschalter für jedes Mikrophon einen eigenen Eingang hat und erste und zweite Einstellvorrichtungen zum Vorbestimmen eines allen Eingängen gemeinsamen ersten und zweiten Schwellwertes aufweist. 



   Weitere Merkmale der Erfindung werden im folgenden an Hand der Zeichnungen erläutert ; hiebei zeigen Fig. 1 in vereinfachter Darstellung den Grundriss einer Werkstätte, Fig. 2 ein Blockschaltbild der erfindungsgemässen Einrichtung und Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel des Gerätes. 



   In der einfachsten Form besitzt die Einrichtung ein   Gehäuse-20-.   welches stirnseitig zwei Felder --21, 22-- besitzt, von welchen ersteres beispielsweise rot und das andere orange ist und aufleuchtet, wenn Gehörschutz aufzulegen ist. Ein solches Gerät zeigt an, ob kein Gehörschutz ( < 85 dBA), ob Lärmschutzwatte (85 bis 105 dBA Feld --22--) oder ob Gehörschutzkapsel ( > 105 dBA Feld --21--) für die Arbeit im Lärmbereich zur Vermeidung gesundheitlicher Schäden notwendig sind. --23-- ist ein Mikrophon, --24-- eine Sicherung, --25-- ein Schalter, --26-- eine Kontrolllampe und --27-- ein Kabel mit einem Stecker. 

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   Ein detailliertes Ausführungsbeispiel kann in folgender Weise ausgeführt sein :
Im Werkstättenraum --1-- befinden sich   z. B.   drei verschiedene, starken Lärm verursachende Stellen, u. zw. ein grosser   Schmiedehammer --2--,   eine Arbeitsstelle --3-- zum Vernieten von Kesselblechen od. dgl. und eine grosse Schleifmaschine --4--. Entlang beider Längswände des Raumes - befinden sich je vier   Arbeitsplätze --5--.   



   Die erfindungsgemässe Einrichtung umfasst drei Mikrophone --6--, welche vorzugsweise oberhalb der drei lärmentwickelnden Stellen angebracht sind. Über je eine Leitung --7-- sind diese Mikrophone an einem jeweils eigenen Eingang --8-- eines Schwellwertschalters --9-- angeschlossen. Dieser ist mit zwei Einstellvorrichtungen --10, 11-- versehen, mit welchen ein verhältnismässig niedriger Schwellwert und ein gegenüber diesem höherer Schwellwert eingestellt werden können. 



   Mit dem Schwellwertschalter --9-- ist ein zweikanaliger   Verstärker --12-- verbunden,   welcher über Leitungen --14', 14"-- die Ströme zum Betrieb der Lichtsignalgeber --13-- liefert. Die beiden   Kanäle-12', 12''-können   beispielsweise je ein Relais umfassen. 



   Der Schwellwertschalter --9-- ist so aufgebaut, dass er dann, wenn auch nur eines der Mikrophone --6-- an den zugeordneten Eingang --8-- ein Signal liefert, welches den ersten, nied- 
 EMI2.1 
 --12'-- des- ein erstes Ausgangssignal abgibt. Kommt von einem oder auch von mehreren Mikrophonen ein Signal, welches den höheren Schwellwert erreicht oder überschreitet, dann gibt der Schwell- 
 EMI2.2 
 --9-- ein- ist je ein Lichtsignalgeber --13-- vorgesehen. Jeder Lichtsignalgeber umfasst drei Lichtsignale verschiedener Farben und gegebenenfalls verschiedener Form ; zwei hievon etwa mit verschiedenen Aufschriften, beispielsweise "Watte" und "Kapsel". Eines dieser drei Lichtsignale leuchtet dauernd und zeigt dadurch den Betriebszustand der Einrichtung an. 



   Das Lichtsignal --13"'--, welches dauernd leuchtet, ist über eine   Leitung --14'''-- unmittel-   bar mit dem Schwellwertschalter --9-- oder dessen Stromversorgungseinrichtung verbunden. Die beiden andern   Lichtsignale -13'und 13''-- sind   über eigene Leitungen --14' bzw. 14''-- mit den Ausgängen der Kanäle --12' bzw. 12''-- des Verstärkers --12-- verbunden. 



   Die erfindungsgemässe Einrichtung wird in der folgenden Weise eingesetzt :
Solange die Lärmentwicklung im Raum-l-unterhalb des mit der ersten Einstellvorrich-   tung -10-- vorgewählten   Schwellwertes bleibt, leuchten nur die   Lichtsignale --13'''-- zur   Anzeige des Betriebszustandes. 



   Wenn eines oder mehrere der Mikrophone an den Schwellwertschalter --9-- eine Spannung liefert, welche den voreingestellten, unteren Schwellwert, entsprechend einem bestimmten Lärmpegel, erreicht oder überschreitet, dann gibt der Schwellwertschalter --9-- ein Signal an den Kanal   - 12'-des Verstärkers-12-.   Dadurch wird die   Leitung an   Spannung gelegt und alle   Lichtsignale --13'-- leuchten auf.   Die im Raum-l-anwesenden Personen sind gewarnt und sollten nun den einfachen Gehörschutz, etwa Watte oder Ohrenpfropfen, anwenden. 



   Steigt der Lärmpegel weiter an, dann wird von einem oder auch von mehreren Signalen, die von den Mikrophonen --6-- an die Eingänge --8-- gelangen, auch der höhere, durch die Vorrichtung --11-- eingestellte Schwellwert erreicht oder überschritten. Jetzt erhält auch der zweite Kanal   - 12''-ein Steuersignal   und legt die Leitung --14''-- an Spannung. Die   Lichtsignale   leuchten auf und fordern damit die im Raum-l-Anwesenden auf, den schweren Gehörschutz - Ohrenmuscheln od. dgl. ("Kapseln") - anzulegen. 



   Mit dem Ende der Geräuschentwicklung unterschreiten die Spannungen, die von den Mikrophonen --6-- kommen, den jeweiligen Schwellwert und die dem entsprechenden Kanal zugeordneten Lichtsignale verlöschen. 



   Ausser durch verschiedene Farben können sich die einzelnen Lichtsignale auch in Form und Grösse unterscheiden. Des weiteren kann einem oder beiden Verstärkerkanälen eine Blinkeinrichtung nachgeschaltet sein. Dadurch kann erreicht werden, dass beide Lärmpegel-Lichtsignale im Gegensatz zum dauernd leuchtenden   Betriebsanzeigesignal blinken   oder dass die Anzeige für 

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 niedrigen Lärmpegel dauernd leuchtet und nur die Anzeige für hohen Lärmpegel blinkt. 



   Schliesslich ist es durch entsprechende Schaltmassnahmen auch möglich, die dem unteren Lärmpegel entsprechenden,   z. B.   dauernd leuchtenden   Lichtsignale -13'-- verlöschen   zu lassen, wenn 
 EMI3.1 
 blinde Personen beschäftigt sind. 



   Die erfindungsgemässe Einrichtung kann, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen, dahin- 
 EMI3.2 
    --6- angeräusch"-mit   erfasst und in die Lärmpegelmessung eingehen. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Einrichtung zur Lärmwarnung, insbesondere in lärmgefährdeten Werkstätten, Fabrikshallen od. dgl. Räumen, wobei bei Überschreitung eines bestimmten Geräuschpegels eine Warnung gegeben wird, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein oder mehrere Geräuschaufnahmegeräte, beispielsweise Mikrophone (6)   od. dgl.   elektroakustische Schallwandler, sowie in an sich bekannter Weise einen Schwellwertschalter (9) und mindestens einen Lichtsignalgeber (13) umfasst, wobei der Schwellwertschalter (9) für jedes Mikrophon (6) einen eigenen Eingang (8) hat und erste und zweite Einstellvorrichtungen (10, 11) zum Vorbestimmen eines allen Eingängen (8) gemeinsamen ersten und zweiten Schwellwerts aufweist.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Eingängen (8) einerseits und dem Schwellwertschalter (9) anderseits eine Addierschaltung vorgesehen ist, so dass der Schwellwertschalter (9) mit der Summe aller an den Eingängen (8) anliegenden Signale beaufschlagt wird.
    3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Lichtsignalgeber (13) EMI3.3 Lichtsignal (13', 13") versehen ist.
    4. Einrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem Arbeitsplatz (5) ein Lichtsignalgeber (13) vorgesehen ist.
AT355579A 1979-05-14 1979-05-14 Einrichtung zur laermwarnung AT370519B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4119197A1 (de) * 1991-06-11 1992-12-17 Helmut Braehler Verfahren und vorrichtung zum verarbeiten akustischer information
DE102009034780A1 (de) * 2009-07-25 2011-01-27 Soundcomfort Gmbh Geräuschpegelanzeige

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4119197A1 (de) * 1991-06-11 1992-12-17 Helmut Braehler Verfahren und vorrichtung zum verarbeiten akustischer information
EP0518326A3 (en) * 1991-06-11 1995-01-25 Helmut Braehler Method and apparatus for the processing of acoustic information
DE102009034780A1 (de) * 2009-07-25 2011-01-27 Soundcomfort Gmbh Geräuschpegelanzeige

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