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Die Erfindung betrifft einen einsitzigen oder mehrsitzigen Rollschlitten für Gelände-Rutschbahnen, welcher am Schleppseil von Schleppliften ankoppelbar ist, wobei am den Sitz bzw. die Sitze tragenden Schlittengestell vorne-um eine waagrechte Querachse schwenkbar-ein Fussteil mit Gleitkufen angelenkt ist und unter dem Sitz/den Sitzen vorne ein Räderpaar sowie hinten ein Gleitkufenpaar und ausserdem wenigstens ein Bremsglied angebracht sind, welche (s) Bremsglied/-glieder durch Vorwärtsdrücken eines am Schlittengestell vor dem Sitz angeordneten Fahrhebels von der Gelände-Rutschbahn abhebbar ist/sind ;
die Erfindung betrifft insbesondere auch solche Rollschlitten, welche im speziellen für Betrieb auf muldenförmigen Gelände-Rutschbahnen mit über ihre Länge unterschiedlicher Profil-Krümmung verwendbar sein sollen.
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darauf eingesetzten Rollschlitten einerseits gut beschleunigt werden können, damit die Benutzer auch das erwünschte sportliche Erlebnis haben, und anderseits aber auch bei Bedarf schnell wirksam gebremst werden können, wobei alle für beide Massnahmen erforderlichen Manipulationen einfach und sicher durchführbar sein müssen.
In der DE-OS 2515994 ist ein derartiger Rollschlitten für Gelände-Rutschbahnen beschrieben, bei welchem auf der Unterseite des Sitzes der Bremsschuh befestigt ist. Zwecks Lösen der Bremsung muss nun mittels des Fahrhebels der Sitz auf dem nach vorne leicht ansteigenden Schlittengestell vorgerückt werden, wodurch der Bremsschuh angehoben wird ; je weiter jedoch der Sitz vorgerückt ist, umso weniger sind auch einerseits die hinten angeordneten Gleitkufen und anderseits umsomehr die vorderen Räder belastet, so dass also der Rollschlitten schneller läuft ; bei Durchführung einer Bremsung muss dann der Sitz wieder entsprechend zurückgeschoben werden.
Weiters ist in der DE-AS 2404337 auch ein Rollschlitten geoffenbart, welcher bei normaler Fahrt ausschliesslich auf seinen beiden langen Kufen gleitet, wogegen die Räder nur zum Beschleunigen des Gerätes in Aktion gebracht werden ; ausserdem kann der Benutzer durch Vorrutschen im Sitz des Rollschlittens denselben noch mehr beschleunigen ; bei diesem Gerät sind im übrigen-zum Unterschied von der zuerst erwähnten Type-Sitz und Fussteil zu einer starren, schalenförmigen Baueinheit verbunden, so dass dieser Rollschlitten bekannter Art sehr unhandlich ist und bei der Fahrt auch zum Querpendeln neigt.
In der DE-OS 1780170 ist schliesslich ein "Mehrzweckfahrzeug für Sport und Spiel" angegeben, welches jedoch wahlweise ausschliesslich entweder mit Rädern und zugehörigem Tritt-Antrieb ausgerüstet oder aber mit Schwimmern bzw. mit Gleitkufen bestückbar ist ; dieses Gerät hat somit in allen Betriebsfällen stets den gleichen konstanten Radstand bzw. Achsabstand, wobei ausschliesslich in Ruhestellung die hintere Achse rein manipulativ vorrückbar bzw. zurückstellbar ist, u. zw. lediglich zwecks Einstellung des Sitzes auf die Grösse des jeweiligen Fahrers, d. h. des Abstandes des Sitzes vom Tretkurbellager, ohne dabei jedesmal die Antriebskette wechseln zu müssen.
Nach der Erfindung werden nun bei einsitzigen oder mehrsitzigen Rollschlitten der eingangs beschriebenen Bauart für Gelände-Rutschbahnen alle oben erwähnten Mängel und Nachteile in einfacher und befriedigender Weise dadurch vermieden, dass am verschwenkbaren Fussteil des Schlittengestelles ein Anschlag angebracht ist, an welchem unmittelbar nach Abheben der Bremsglieder von der Gelände-Rutschbahn der Fahrhebel zur Anlage kommt, und dass das am Schlittengestell hinten angebrachte Gleitkufenpaar wahlweise gegen ein zweites Räderpaar austauschbar ist.
Bei einem solchen erfindungsgemässen Rollschlitten wird durch Zusammenwirken des vor dem Sitz mittig angelenkten Fahrhebels mit dem auf dem schwenkbaren Fussteil verhältnismässig weit vor der vorderen Radachse zusätzlich angebrachten Anschlag erreicht, dass durch Betätigung des Fahrhebels allein der Rollschlitten um die vordere Radachse ausreichend weit nach vorne gekippt werden kann und dabei in seiner durch den Anschlag bedingten Endstellung mit von der Gelände- - Rutschbahn vollständig abgehobenem Heck-d. h. entweder mit freischwebenden Gleitkufen bzw. allenfalls Hinterrädern - ausschliesslich auf seinem vorderen Räderpaar und den am Fussteil vorne zusätzlich angebrachten Gleitkufen läuft ;
durch Loslassen des Fahrhebels wird der ursprüngliche,
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rung des Schlittens auf der Gelände-Rutschbahn auch über Kuppen hinweg bzw. durch Senken hindurch der Reibungswiderstand extrem niedrig gehalten.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemässen Rollschlittens soll bzw. sollen dabei das am Schlittengestell unter dem Sitz vorne angebrachte Räderpaar und/oder das hintere Gleitkufenpaar bzw. das zweite Räderpaar in Längsrichtung des Rollschlittens verstellbar sein.
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der jeweils vorhandenen Neigung der Gelände-Rutschbahn angepasste Normalgeschwindigkeit, verän- dert bzw. wahlweise eingestellt werden. Je weiter beispielsweise die vordere Radachse zurückge- setzt wird, umsomehr sind die Vorderräder belastet und umsoweniger die hinteren Gleitkufen ; bei sehr starkem Gefälle dagegen werden sowohl die Vorderräder als gegebenenfalls auch die Gleitkufen nach vorne versetzt, wobei durch starke Belastung der letzteren eine entsprechend stärkere Bremswirkung erzielt wird.
Bei wahlweiser Ausrüstung des Rollschlittens mit zwei Räderpaaren wirkt sich eine Verschiebung oder Versetzung einer oder/und beider Radachsen auf das allgemeine Fahrverhalten des Gerätes aus : wenn nämlich der zwischen beiden Radachsen vorhandene Abstand grösser ist als derjenige zwischen der vorderen Radachse und den Gleitkufen des Fussteils, dann ist erfahrungsgemäss der Rollschlitten merkbar kurvensicherer. Dieses Abstandsverhältnis beider Achsen soll daher an die jeweiligen Bahnverhältnisse sinngemäss angepasst werden können.
Am erfindungsgemässen Rollschlitten kann bei Bestückung mit zwei Räderpaaren zweckmässig jedes derselben mit einer Fliehkraftbremse ausgerüstet sein, wodurch die Endgeschwindigkeit des Gerätes entsprechend begrenzt wird.
Die am Gestell des Rollschlittens unter dem Sitz angebrachten Bremsglieder können auch als Bremskufen von annähernd dem Schlittengestell entsprechender Länge ausgebildet und vorzugsweise mit einem Dränageprofil versehen sein. Diese Massnahme erweist sich insbesondere bei Verwendung der Rollschlitten in regenreichen Gebieten als besonders vorteilhaft, wobei im gegebenen Fall durch den vorderen Abschnitt der langen Bremskufen der auf der Gelände-Rutschbahn vorhandene Wasserfilm verdrängt und gegebenenfalls durch das Dränageprofil zusätzlich das Wasser seitlich abgeleitet wird, so dass der übrige Hauptteil der Bremskufen auf der dann wesentlich trockeneren Rutschbahn sicher greifen kann. Die einzelnen Bremsschuhe bzw. die Bremskufen sollen zweckmässig nur gegen die Kraft einer oder mehrerer Federn von der Gelände-Rutschbahn anhebbar sein.
Durch diese Massnahme wird bei Loslassen des Fahrhebels unverzüglich eine Bremsung eingeleitet und dadurch eine höhere Fahrsicherheit erreicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform dieses einsitzigen oder mehrsitzigen Rollschlittens sind am Schlittengestell unten entweder starre Winkelhebel oder/und Kniehebel mit zwischen ihren Hebelarmen eingesetzter Druckfeder schwenkbar gelagert, wobei die aufwärts gerichteten Arme dieser Hebel am Sitz angelenkt sind und die abwärts gerichteten Hebelarme die einzelnen, paarweise angeordneten Bremsglieder tragen. Bei dieser Anordnung ist somit der Sitz über die am eigentlichen Schlittengestell angelenkten Winkelhebel bzw. Kniehebel direkt mit den einzelnen Bremsschuhen bzw. mit den Bremskufen verbunden, also nicht am Schlittengestell selbst befestigt.
Der Fahrgast kann nun beim Start eines solchen Rollschlittens mittels des am Schlittengestell gelagerten Fahrhebels - welcher entweder über ein zusätzliches Gelenk direkt am Sitz oder über einen starr angesetzten Hebelarm an den vorderen Winkelhebeln bzw. an den Kniehebeln angreift - sich selbst samt Sitz und Bremsschuhen bzw. Bremskufen anheben, wobei Räderpaar sowie Gleitkufenpaar zugleich bzw. eben beide Räderpaare gemeinsam auf die Gelände-Rutschbahn abgesenkt werden ; ausserdem kann durch etwas unterschiedliche Bemessung der vorderen und der hinteren Winkelhebel bzw.
Kniehebel erreicht werden, dass bei Loslassen des Fahrhebels die betreffenden Bremsglieder zuerst mit ihren hinteren Enden auf der Gelände-Rutschbahn aufsetzen, wodurch eine sonst etwa ruckartige Bremsung vermieden wird.
Schliesslich kann jene spezielle Type von Rollschlitten, welche, wie eingangs erwähnt, insbesondere für den Betrieb von muldenförmigen Gelände-Rutschbahnen mit über ihre Länge unterschiedlicher Profil-Krümmung bestimmt sind, derart vorteilhaft ausgebildet sein, dass am Schlittengestell die Bremsglieder beiderseits je zwischen der Längsmittelebene und den zugeordneten Rädern bzw. Gleitkufen eingesetzt sind und dabei auch bei ungebremst laufendem Rollschlitten unten
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über die Räder bzw. über die Gleitkufen so weit vorstehen, dass auf Rutschbahn-Abschnitten mit schwacher Profil-Krümmung - insbesondere am Bahnende - die Bremsglieder durch Anlage an der Rutschbahn voll greifen.
Durch diese spezielle Anordnung wird sowohl an kritischen Stellen der muldenförmigen Gelände-Rutschbahn als insbesondere auch am Ende derselben in einfacher Weise eine Vollbremsung des Rollschlittens dadurch erreicht, dass die Rutschbahn einerseits entlang ihrer Hauptstrecke im allgemeinen ein entsprechend stark gekrümmtes Profil hat, innerhalb dessen die Bremsglieder nicht auf der Rutschbahn schleifen können, und anderseits an den betreffenden kritischen Stellen dagegen nur schwach gekrümmt ist.
Bei dem erfindungsgemäss ausgebildeten einsitzigen oder mehrsitzigen Rollschlitten für Gelände-Rutschbahnen ist sowohl bei automatischem Bremsen, d. h. durch Loslassen des Fahrhebels oder/und durch die hier beschriebenen, speziellen Massnahmen, als auch bei manuellem Bremsen (Zurückziehen des Fahrhebels) die Wirkung erst dann optimal, wenn ausschliesslich die betreffenden Bremsglieder auf der Rutschbahn angreifen, dagegen Räder und Gleitkufen des Rollschlittens von derselben vollständig abgehoben sind.
Der neue Rollschlitten ist ein Freizeit-Sportgerät, das von jedermann gefahrlos benutzt werden kann, wobei die Möglichkeit, mit einem Schlepplift, auf dem Rollschlitten sitzend bergauf zum Startplatz der Rutschbahn befördert zu werden, eine zusätzliche Annehmlichkeit bedeutet. Der gepolsterte Sitz für den Fahrgast bzw. für die Fahrgäste soll selbstverständlich vor allem körpergerecht geformt sein, so dass der Benutzer in richtig eingenommener Sitzposition festen Halt hat und Sicherheit empfindet.
In den Zeichnungen sind mehrere Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäss aufgebauten Rollschlittens für Gelände-Rutschbahnen veranschaulicht. Es zeigen : Die Fig. l und 2 einen solchen Rollschlitten, vorne mit einem Räderpaar und hinten mit Gleitkufen bestückt im vertikalen Längsschnitt gemäss der Linie I-I der Fig. 2 bzw. in Unteransicht in Richtung des Pfeils II in Fig. l ; weiters Fig. 3 den Rollschlitten in Beschleunigungs-Stellung - schematisch ; die Fig. 4a und 4b einen Rollschlitten auf einem normal gekrümmten Rutschbahnprofil bzw. auf einem extrem flachen Profil-von hinten ;
Fig. 5 einen Rollschlitten mit zwei Räderpaaren, für den Einsatz auf Gelände- - Rutschbahnen mit geringem Gefälle ; die Fig. 6, 7 und 8 zwei Varianten des automatisch bremsenden Rollschlittens mit Bremskufen von voller Schlittenlänge ; und schliesslich Fig. 9 einen Rollschlitten mit anderer spezieller Befestigung der Bremskufen, in zwei Varianten - von hinten.
Bei dem in den Fig. l und 2 in zwei Hauptansichten dargestellten Rollschlitten, welcher auf einer (hier waagrecht angedeuteten) Gelände-Rutschbahn-R-aufsitzt, sind am Schlittenge-
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-12- undachse-4-befestigt ; bei Montage des Rollschlittens sind am Schlittengestell-l-vorerst diese beiden Achsen-2 und 4-vor-bzw. zurückverschiebbar angebracht und können dann in einem bestimmten, gewünschten Achsabstand fixiert, vorzugsweise festgeklemmt oder angeschraubt werden, welcher den an der zu benutzenden Gelände-Rutschbahn --R-- herrschenden Neigungsverhältnissen angepasst sein soll.
Auf dem Schlittengestell-l-ist der Fahrgastsitz -10-- mon- tiert, welcher eine verhältnismässig hohe Rückenlehne -10a-- zwecks Aufnahme der bei etwaigem Aufprall auftretenden Energie hat und ausserdem vorne mit einem Höcker-lOb-versehen ist, so dass für den Fahrgast in seiner ursprünglich eingenommenen Sitzlage insgesamt ein ausreichend
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paar-16-bestückt, separat schwenkbar angelenkt und anderseits in der Mitte der Fahrhe- bel-20-fix angeschweisst ist. Dieser Fussteil --6-- kann - z.B. bei Transport des Rollschlittens-in Pfeilrichtung nach hinten hochgeklappt werden.
An der waagrechten Fahrhebelachse-5-sind ausserdem zwei vordere Bremshebel --23-- angeschweisst und an denselben über ein
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a-beideträger-4-schwenkbar gelagert sind. Jeder dieser vier Bremshebel-23-trägt einen Brems- schuh-25-, welche also unter dem Sohlittengestell-l-vorne und hinten je paarweise seitensymmetrisch angeordnet sind. Ausserdem ist eine Zugfeder -24- unter Vorspannung mit einem Ende in der vorderen Radachse-2-und andernends im Bremsgestänge --23a-- eingehängt, wel-
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che Zugfeder-24-auf die hinteren Bremsschuhe --25-- wirkt.
An einem der beiden vorderen Räder --12- ist hier zusätzlich aussen eine Fliehkraftbremse --22-- angesetzt, beispielsweise
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zugehörige automatische Rücklauf bremse-28-, welche während der Fahrt selbstverständlich in der Rutschbahnmulde --R-- keinen Bodenkontakt haben darf.
Bei Betrieb des erfindungsgemäss aufgebauten Rollschlittens auf einer entsprechend ausgelegten Gelände-Rutschbahn --R--, d.h. bei Abwärtsfahrt, kann nun der Fahrgast den am Rollschlitten vor ihm in der Mitte schräg aufwärtsstehenden, mit der beweglich gelagerten Fahrhebel- achse --5- starr verbundenen Fahrhebel --20-- zu sich heranziehen, wobei dann sowohl beide, an der Fahrhebelachse --5-- angeschweissten, vorderen Bremshebel --23- als auch über das
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den, wodurch eine starke Bremsung erreicht wird.
Fig. 3 zeigt einen Rollschlitten in der Beschleunigungs-Endstellung : d. h. der Fahrhebel --20-- ist so weit nach vorne abwärts gedrückt, dass dadurch das hintere Gleitkufenpaar --14- von der Gelände-Rutschbahn --R-- abgehoben wird und somit das gesamte Gewicht des Fahrgastes - im Belastungs-Zentrum Z auf den Rollschlitten wirkend-auf beide vorderen Rä- der --12- verlagert wird.
In Fig. 4a ist eine Variante des Rollschlittens in einer normal profilierten Gelände-Rutsch- bahn-R-- dargestellt, wobei ersichtlich sowohl beide hinteren Gleitkufen --14-- als dementsprechend auch das (nicht sichtbare) vordere Räderpaar --12-- satt aufliegen und somit der Fahrhebel --20-- in Beschleunigungs-Stellung stehen muss.
Fig. 4b zeigt an sich den gleichen Rollschlitten, jedoch auf einem Abschnitt der Gelände-Rutschbahn --R-- mit extrem flach ausgelegtem Profil, wobei - trotz gleichermassen noch in Beschleunigungs-Stellung befindlichem Fahrhebel --20-- - sowohl das hier sichtbare, hintere Gleitkufenpaar --14-- als auch das vordere Räderpaar --12-- mit der Rutschbahnmulde-R-keinen Kontakt mehr haben dürfen und somit der ganze Rollschlitten ausschliesslich auf beiden Bremsschuhpaaren --25-- ruht, d.h. zwangsläufig gebremst wird.
Der in Fig. 5 schematisch dargestellte Rollschlitten ist auch an seiner hinteren Achse --4-- anstatt mit Gleitkufen gleichfalls mit einem zweiten Räderpaar --13-- bestückt, wobei der Abstand der beiden Achsen --2 bis 4-- erheblich kürzer ist als der Abstand der vorderen
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In den Fig. 6 und 7 sind zwei weitere Ausführungsformen des neuen Rollschlittens in Bremsstellung bzw. in Fahrstellung veranschaulicht, welche sich durch die spezielle Anlenkung des Fahrhebels --20-- am --20-- am Sitz --10-- unterscheiden. Bei diesem Gerät sind am Schlittengestell --31-- unten vorne und hinten je ein Paar starre Winkelhebel --33-- schwenkbar gelagert, deren aufwärts gerichtete Hebelarme direkt am Sitz --10-- angelenkt sind, deren abwärts gerichtete Arme beiderseits je eine einstückige Bremskufe-26-- von annähernd Schlittenlänge tragen.
Im ersten Fall gemäss Fig. 6 ist der gleichfalls auf der Fahrhebelachse --5-- des Schlittengestelles --31-- gelagerte Fahrhebel --20-- über einen zusätzlichen Lenker --21-- am Sitz --10-- gelenkig angekoppelt. Bei der hier gezeigten Bremsstellung - mit nicht betätigtem Fahrhebel --20-- - liegen, unter dem gesamten Gewicht von Sitz --10-- und Fahrgast, beide langen Bremskufen -26-- auf der Gelände-Rutschbahn --R-- auf, wogegen das vordere Räderpaar --12-- und das hintere Gleitkufenpaar --14- in Abstand über der Rutschbahn --R-- ohne Berührung mit derselben stehen ; zum Losfahren des Rollschlittens muss also der Fahrhebel --20-- nach vorne abwärts gedrückt werden.
Aus Fig. 7 ist nun diese Fahrstellung des Rollschlittens mit nach vorne gedrücktem Fahrhebel --20-- ersichtlich, bei welcher das Schlittengestell --31-- zusammen mit den vorderen Rädern-12-sowie den Gleitkufen --14-- entsprechend bis zum Aufsetzen auf der Gelände-Rutschbahn-R-- abgesenkt ist bzw. die langen Bremskufen --26-- relativ entsprechend angehoben sind ;
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bei diesem Ausführungsbeispiel ist der Lenker --21a-- einerseits am Fahrhebel --20- starr angesetzt und anderseits mit seinem freien Ende direkt am Sitz --10-- angelenkt.
Bei der in Fig. 8 dargestellten Variante des Rollschlittens sind am Schlittengestell --31-- vorne,-u. zw. direkt auf der vorderen Fahrhebelachse-5--gleichfalls ein Paar Winkel- hebel -33-- und hinten jedoch zwei Kniehebel --34- mit darin eingesetzter Druckfeder --34a-gelagert, mittels welcher in gleicher Weise wie vorher beschrieben, der Sitz --10-- und die langen Bremskufen -26- höhenverstellbar miteinander verbunden sind ; die mit dem Fahrhebel-20-starr verbundenen Winkelhebel -33-- wirken hier zugleich als Bremshebel. Bei dieser speziellen Anordnung mit hinten eingesetzten, abgefederten Kniehebeln-34-wird ein wesentlich weicheres Aufsetzen der Bremskufen-26-erreicht.
In Fig. 9 ist schliesslich noch eine andere Variante des erfindungsgemässen Rollschlittens schematisch veranschaulicht, bei welchem am Sitz --10-- beiderseits Ständer --36-- - sei es entweder schräg (links) oder vertikal (rechts) - angebracht und an denselben die Bremskufen --26-befestigt sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einsitziger oder mehrsitziger Rollschlitten für Gelände-Rutschbahnen, welcher am Schleppseil von Schleppliften ankoppelbar ist, wobei am den Sitz bzw. die Sitze tragenden Schlittengestell vorne-um eine waagrechte Querachse schwenkbar-ein Fussteil mit Gleitkufen angelenkt ist und unter dem Sitz/den Sitzen vorne ein Räderpaar sowie hinten ein Gleitkufenpaar und ausserdem wenigstens ein Bremsglied angebracht sind, welche (s) Bremsglied/-glieder durch Vorwärtsdrücken eines am Schlittengestell vor dem Sitz angeordneten Fahrhebels von der Gelände-Rutschbahn abhebbar ist/sind, dadurch gekennzeichnet, dass am verschwenkbaren Fussteil (6) des Schlittengestelles (l ;
31) ein Anschlag (6a) angebracht ist, an welchem unmittelbar nach Abheben der Bremsglieder (25 ; 26) von der Gelände-Rutschbahn (R) der Fahrhebel (20) zur Anlage kommt, und dass das am Schlittengestell (l ; 31) hinten angebrachte Gleitkufenpaar (14) wahlweise gegen ein zweites Räderpaar (13) austauschbar ist.