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Die Erfindung bezieht sich auf eine Bremse für Ausziehführungen von schubladenartigen Möbelteilen, beispielsweise ausziehbaren Tragplatten für Fernsehgeräte, die mittelbar oder unmittelbar an einer Ausziehschiene, die relativ zu einer am Korpus befestigten Tragschiene bewegbar ist, mit einer parallel zur Auszieh- und Tragschiene gerichteten ortsfesten Bremsschiene, befestigt ist.
Derartige Bremsen finden beispielsweise bei in der Küche als Flaschenzug u. dgl. eingesetzten Ausziehelementen Verwendung, aber auch bei Ausziehelementen für Fernsehgeräte.
Aus der DE-PS Nr. 859936 ist eine Schublade mit selbsthemmender Auszugsvorrichtung bekannt, wobei die Schublade in ihrer vordersten Stellung von einer Bremsschiene gebremst wird.
Die CH-PS Nr. 316677 zeigt einen Kippmechanismus bei Behältern in Büromöbeln, bei dem der Behälter in den letzten Teilen seiner Vor- und Rückschwenkung durch unter Federwirkung stehende Kugeln abgebremst wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Bremse zu schaffen, die ein Festklemmen des ausgezogenen Laufwagenoberteiles in jeder Position ermöglicht.
Dies wird erfindungsgemäss erreicht, durch einen oder mehrere am Ausziehteil, beispielsweise in einem Bremsgehäuse an der Ausziehschiene gelagerte, an sich bekannte, durch mindestens eine Feder beaufschlagte Bremsbacken, die zur Arretierung an der Bremsschiene anliegen und die mittels einer Auslösestange von der Bremsschiene abhebbar sind.
Der wesentliche Unterschied der erfindungsgemässen Bremse gegenüber den bekannten Bremsen ist darin zu sehen, dass gemäss dem Stand der Technik die Bremse jeweils an einer vorbestimmten, nicht veränderbaren Stelle in Funktion tritt, während gemäss der Erfindung der Einsatz der Bremse steuerbar ist und über die gesamte Länge der Ausziehführung erfolgen kann. Ferner ist die erfindungsgemässe Bremse lösbar, sie wird nicht lediglich durch Krafteinwirkung überwunden. Die Lösbarkeit der Bremse ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn auf der Tragplatte, der die Bremse zugeordnet ist, sich Gegenstände befinden die möglichst erschütterungsfrei bewegt werden sollen, wie dies beispielsweise bei Fernsehgeräten der Fall ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung sieht vor, dass der Bremsbacken bzw. die Bremsbacken drehbar auf Achsen gelagert ist bzw. sind, wobei vorteilhaft ein Bremsbacken als einarmiger und der andere Bremsbacken als doppelarmiger Hebel ausgebildet ist.
Weiters kann bei diesem Ausführungsbeispiel vorgesehen sein, dass die Achsen auf unterschiedlicher Höhe angeordnet sind und dass die Achsen normal zur Bremsschiene ausgerichtet sind.
Die Feder ist vorteilhaft zwischen den beiden Bremsbacken abgestützt. Um den Öffnungweg der Bremse zu begrenzen und nach dem Loslassen des Lösegriffes das in Eingriffbringen der Bremsbacken rasch zu vollziehen, kann bei dem vorgenannten Ausführungsbeispiel weiters vorgesehen sein, dass die Bremsbacken mit zueinander gerichteten Anschlägen versehen sind, und dass die Anschläge bei gelöster Bremse aneinanderliegen.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung sieht vor, dass der Bremsbacken mit mindestens einem, vorzugsweise zwei, senkrecht zur Bremsschiene ausgerichteten Langloch oder einer Nut, versehen ist, in die beispielsweise am Bremsgehäuse befestigte Zapfen ragen, wobei vorteilhaft die Feder als Druckfeder ausgebildet ist und parallel zu den Langlöchern verläuft.
Um ein leichtes Lösen durch die Auslösestange möglich zu machen, ist weiters'vorgesehen, dass eine längliche Öffnung, die im Winkel von weniger als 900 zur Bremsschiene liegt im Bremsbacken angeordnet ist, wobei das Ende der Auslösestange, die etwa parallel zur Bremsschiene ausgerichtet ist, in der Öffnung gelagert ist.
Damit die Bremse ihre Funktion über den gesamten Auszugsweg erfüllen kann, ist vorteilhaft vorgesehen, dass der oder die Bremsbacken am oder nahe dem hinteren Ende der Ausziehschiene angeordnet ist bzw. sind.
Nachstehend werden zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der Figuren der beiliegenden Zeichnungen eingehend beschrieben, ohne darauf beschränkt zu sein. Ebenso sollen die in den nachfolgenden Patentansprüchen angeführten Bezugszeichen keine Einschränkung bedeuten, sie dienen lediglich dem erleichterten Auffinden bezogener Teile in den Figuren der Zeichnungen.
Fig. l zeigt eine schematisch gehaltene Draufsicht auf eine Ausziehführung mit einer erfindungsgemässen Bremse, Fig. 2 zeigt eine Ansicht aus der Richtung des Pfeiles Ader Fig. l, Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht der Ausziehführung nach der Fig. l, Fig. 4 zeigt einen Aufriss der Bremse in
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der Auszugrichtung der Ausziehführung gesehen, Fig. 5 zeigt einen Schnitt nach der Linie AB der Fig. 4, Fig. 6 zeigt einen Schnitt durch eine Bremse nach der Linie CD der Fig. 7, Fig. 7 zeigt einen Schnitt nach der Linie AB der Fig. 6 und Fig. 8 zeigt eine Draufsicht auf eine Bremse nach den Fig. 6 und 7.
Die erfindungsgemässe Bremse ist bei einer Ausziehführung angeordnet, wie sie beispielsweise bei einem Fernsehgerät Verwendung finden könnte.
Die Ausziehführung besteht aus einem Laufwagenunterteil --1--, der im Möbelkorpus fix angeordnet ist, und aus einem Laufwagenoberteil (Ausziehteil)--2--, der auf dem Laufwagenunter- teil --1-- mittels Rollen --16--, die auf den Auszieh- bzw. Tragschienen angeordnet sind oder in einem Laufwagen lagern, verschiebbar ist.
Die Bremse, die vom Bremsgehäuse --4-- umgeben ist, ist am hinteren Ende einer Auszieh- schiene -17-- angeordnet.
Im wesentlichen besteht die Bremse aus einer Bremsschiene --5-- und aus an dieser angreifenden Bremsbacken --9 und 14--. Die Bremsbacken --9 bzw. 14-- werden dabei über eine Auslösestange --6--, die sich parallel zur Bremsschiene-5-erstreckt, betätigt, u. zw. über einen am vorderen Ende des Laufwagenoberteiles --2-- angeordneten Auslösegriff --7--.
Die Fig. 4 und 5 zeigen ein Ausführungsbeispiel der Bremse, bei der zwei Bremsbacken --9-Verwendung finden, die auf Achsen --10-- gelagert sind und zwischen denen eine Druckfeder --11-wirkt. Die Auslösestange --6-- ist dabei frei durch einen Bremsbacken --9-- geführt und in der Tiefe des Möbels gesehen, am hinteren Bremsbacken --9-- verankert.
Die Bremsbacken-9-- weisen Anschläge-18-- auf, die zueinander gerichtet sind und die bei gelöster Bremse, d. h. bei von der Bremsschiene --5-- abgehobenen Bremsbacken --9--, aneinander anliegen. Wird der Auslösegriff-7-und somit die Auslösestange --6-- wieder gelöst, drückt die Druckfeder --11-- die Bremsbacken --9-- über die Anschläge --18-- wieder in die in Fig. 5 gezeigte Sperrstellung.
Im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 6 bis 8 ist eine Bremse mit einem Bremsbacken --14-vorgesehen, der mit einer Bremseinlage --15-- versehen ist, die wieder unmittelbar auf der Brems- schiene --5-- anliegt. Der Bremsbacken --14-- wird von einer Druckfeder --12-- beaufschlagt, die sich am Bremsgehäuse --4-- einerseits und am Bremsbacken --14-- anderseits abstützt und den Bremsbacken --14-- mit der Bremseinlage-15-auf die Bremsschiene --5-- drückt. Geführt wird der Bremsbacken --14-- mittels im Bremsgehäuse --4-- befestigter Bolzen --13--, die in Langlöcher --19-- des Bremsbackens-14-- ragen.
Der Bremsbacken --14-- ist mit einer länglichen Öffnung-20-- versehen, in die das Ende - 6'-der Auslösestange-6-- eingehakt ist. Wird die Auslösestange in Richtung des Pfeiles 0 der Fig. 6 angezogen, wird der Bremsbacken --14-- nach dem Keilprinzip von der Bremsschiene - abgehoben.
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--6-- überbacken --14-- durch die Druckfeder --12-- automatisch auf die Bremsschiene --5-- gedrückt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Bremse für Ausziehführungen von schubladenartigen Möbelteilen, beispielsweise ausziehbaren Tragplatten für Fernsehgeräte, die mittelbar oder unmittelbar an einer Ausziehschiene, die relativ zu einer am Korpus befestigten Tragschiene bewegbar ist, mit einer parallel zur Auszieh- und Tragschiene gerichteten ortsfesten Bremsschiene, befestigt ist, gekennzeichnet durch einen oder mehrere am Ausziehteil (2), beispielsweise in einem Bremsgehäuse (4) an der Ausziehschiene (17) gelagerte, an sich bekannte, durch mindestens eine Feder (11 ; 12) beaufschlagte Bremsbacken (9 ; 14), die zur Arretierung an der Bremsschiene (5) anliegen und die mittels einer Auslösestange (6) von der Bremsschiene (5) abhebbar sind.