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Selbsttätiger Verschluss zur Verwendung in Verbindung mit einem Druckbehälter, der eine unter Druck stehende, flüssige oder pastöse, schaumförmig ausgebbare Füllung sowie ein Treibmittel, vorzugsweise ein Flüssiggas, enthält und der ein Auslassventil zur Steuerung einer Auslass- öffnung mit einer das Auslassventil in die Schliessstellung belastenden Feder umfasst, einen Betätigungskopfteil mit Ausgabemündung und einem einzigen Ausgabekanal, der die Ausgabemündung mit einer zum Anschluss an die genannte Auslassöffnung des Druckbehälters dienenden Eintritts- öffnung des Kopfteils verbindet und zwischen Ausgabemündung und Eintrittsöffnung eine Abwinkelung aufweist, sowie einen den Kopfteil umgebenden und eine zur Betätigung des letzteren zugängliche Öffnung aufweisenden,
mit dem Druckbehälter fest verbindbaren Kappenteil mit einer seitlichen Öffnung für die Ausgabemündung des Kopfteils umfasst, wobei ein Wandungsbereich des Kopfteils den Ausgabekanal und die Ausgabemündung ringsum einstückig umgibt.
Ein solcher automatischer Verschluss ist bereits in der DE-OS 1929844 beschrieben.
Mit einem Auslassventil versehene Druckbehälter finden vor allem als Aerosolzerstäuber Verwendung, wobei auf das bewegliche Ventilglied ein Betätigungskopf mit Ausgabesprühdüse aufgesetzt wird. Diese Druckbehälter werden unter anderem mit Produkten gefüllt, welche unter der Einwirkung des im Druckbehälter im gleichen Raum wie das Produkt oder auch in einer getrennten Patrone untergebrachten Treibmittels bei der Ausgabe als Schaum austreten. Solche schaumbildende Produkte sind unter anderem Rasiercreme, aber auch Schlagsahne u. dgl. Als Treibmittel werden vor allen Dingen unter Druck verflüssigbare Gase, sogenannte "Flüssiggase" wie Propan, Freon 12, letzteres gewöhnlich mit einem Zusatz von Freon 11, aber auch Kohlendioxyd und Dimethyläther verwendet.
Nach beendeter Ausgabe dieser Produkte verbleibt meistens ein Rest von Produkt in Schaumform im Durchlass des Betätigungskopfes bis in die Düse hinein, und es besteht die Gefahr, dass dieser ausserhalb des Ausgabeventils in direktem Kontakt mit der Aussenluft stehende Produktrückstand altert, sich zersetzt und unter Umständen einen Nährboden für schädliche Bakterien liefert. Dies trifft auch auf das Abgabegerät der DE-AS 1929844 zu.
Es ist daher ein besonderer Zweck der Erfindung, diesen Produktrückstand im Betätigungskopf gegen die Einwirkung der Aussenluft zu schützen.
Erfindungsgemäss wird die oben gestellte Aufgabe gelöst und der letztgenannte Zweck erfüllt durch einen Verschluss des eingangs beschriebenen Typs, der dadurch gekennzeichnet ist, dass der genannte Wandungsbereich an der Ausgabemündung und im ihr benachbarten Teilbereich aus zwei Wandzonen verschiedener Dicke besteht, wobei die eine Wandzone elastisch und die andere Wandzone starr ist, und dass ein mit einem Lippenteil versehener Schnabelteil mit dem freien Ende seines Lippenteils aussen an der elastisch flexiblen Wandzone des Kopfteils an der Ausgabemündung anliegend angeordnet ist, dass der Kopfteil innerhalb des Kappenteils in Richtung der durch das Auslassventil verlaufenden Mittelachse des Druckbehälters in an sich bekannter Weise verschieblich angeordnet ist,
dass der Kopfteil in einer durch die Öffnung im Kappenteil zugänglichen Kopfstirnwand eine Ausnehmung besitzt, deren Boden durch die Aussenseite der flexiblen Wandzone des Ausgabekanals gebildet wird, und in deren nach der Mitte der Kopfstirnwand des Kopfteils zu gelegenen Endwand eine sich in der Verlängerung der Ausnehmung erstreckende Vertiefung vorgesehen ist, und dass das Schliessorgan einen in Richtung auf die elastische Wandzone unter Vorspannung federnd belasteten, mit seinem freien Ende von aussen her gegen die elastische Wandzone an der Ausgabemündung drückenden Arm und einen sich an das entgegengesetzte Ende des Armes anschliessenden, in die Vertiefung einsetzbaren Hebelteil besitzt, und dass der Arm so bemessen ist,
dass ein vorbestimmter Überdruck im Ausgabekanal über die elastische Wandzone sein freies Ende vom starren Wandteil wegdrückt und dadurch die Mündung des Verschlusses öffnet, solange der vorbestimmte Überdruck im Ausgabekanal andauert, und dass die Rückstellung des Kopfteils gegen- über dem Kappenteil durch die das Auslassventil des Druckbehälters belastende Feder erfolgt, wobei die Feder auf den Kopfteil in Richtung der Längsachse des Bereichs des Ausgabekanals zwischen der Eintrittsöffnung und der Abwinkelung des letzteren einwirkt.
Vorzugsweise ist der Querschnitt des sich von der Mündung bis zur Abwinkelung hin er- streckenden Kanalbereichs konstant. Auch der Querschnitt des sich von der Mündung bis zur Abwinkelung hin erstreckenden Kanalbereichs kann konstant sein.
Die die Anschlussöffnung umgebende Wand ist vorzugsweise zum dichten, festen Aufsetzen auf das bewegliche Ventilglied des Auslassventils eines Druckbehälters ausgebildet.
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Weiter kann der Verschluss von einem Führungsschild umgeben sein, welcher mit der Wand des Behälters in der Umgebung des Auslassventils fest verbindbar ist, und der ein Fenster besitzt, durch welches hindurch die Mündung des Ausgabekanals Produkt aus dem Druckbehälter ausspeien kann.
Nähere Einzelheiten und Vorteile des erfindungsgemässen Verschlusses werden im folgenden an Hand der Zeichnungen erläutert, in welchen Fig. 1 eine bevorzugte Ausführungsform des Verschlusses nach der Erfindung in perspektiver Ansicht und mit geschlossener Mündung ; Fig. 2 eine perspektive Ansicht desselben Verschlusses, aber entlang der Längsachse des Ausgabekanals aufgeschnitten und mit geöffneter Mündung ; Fig. 3 eine perspektive Ansicht des Verschlusses, ähnlich der in Fig. 2 gezeigten, aber mit aufgeschnittenem Führungsschild, aufgesetzt auf einen Druckbehälter, und Fig. 4 dieselbe Ansicht wie in Fig. 3, aber mit entferntem Schnabelglied darstellen.
Schliesslich zeigt Fig. 5 eine an sich bekannte, in Verschlussstellung befindliche Ventilanordnung eines Druckbehälters, an welche der Betätigungskopfteil des in Fig. l bis 4 dargestellten
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mit einer die Eintrittsöffnung --2a-- umgebenden Wandung --2--, in welcher sich der Ausgabekanal --3-- mit einem ersten vertikalen Bereich --3a-- bis zur Abwinkelung --3b-- und von dieser mit dem horizontalen Bereich --3c-- bis zur Ausgabemündung --4-- erstreckt.
Wie aus der Fig. 2 ersichtlich, hat der Bereich --3a-- einen kreisförmigen und der Bereich - einen linsenförmigen, konstanten Querschnitt. Hiedurch bietet bei Herstellung des Kopfteils-l-mittels Spritzguss das Entkernen keinerlei Schwierigkeit.
Der nach der Ausgabemündung --4-- zu gelegene Teil des Kanalbereichs --3c-- ist von einer einen Teil des Kopfteils --1-- bildenden ununterbrochenen Wandzone --5-- umgeben, welche nach oben, d. h. auf ihrer vom Druckbehälter --27-- abgewandten Seite als flexible Wandzone --6-ausgebildet ist, während der restliche Wandungsteil der Wandzone --5-- starr ist.
Im rückwärtigen Teil der Wandzone --5--, nach der Abwinkelung --3b-- zu, ist auch die obere Wandungsseite starr und hat in ihrer Oberfläche eine Ausnehmung --lb--, deren Boden durch die elastische Wandzone --6-- gebildet wird.
An der von der Ausgabemündung --4-- abgewandten Seite --lc-- der Ausnehmung --lb-- be- findet sich im starren Wandungsteil über dem Ausgabekanal --3-- eine Vertiefung --10--, in welche ein als Schnabelglied ausgebildetes Schliessorgan --7-- mit seinem von der Ausgabemündung--4-- abgewandten Ende --11-- festsitzend eingepresst ist. Der aus der Vertiefung --10-- herausschauende Teil des Schnabelgliedes bildet einen elastischen, federnd belasteten Arm --7a--, welcher mit einer an seinem freien Ende --7c-- befindlichen Lippe an der elastischen Wandzone --6-- anliegt.
Ein besonders gut dichtendes Schliessen der Ausgabemündung --4-- wird dadurch erreicht, dass die Mündungskante --5a-- des starren Teils der Wandzone --5-- konkav und der entsprechende Kontaktrand der Lippe entsprechend konvex ausgebildet ist, sowie durch gleiche Länge der Anlegekante der elastischen Wandzone --6-- und der mit ihr beim Verschliessen der Ausgabemündung - im Kontakt befindlichen starren Wandungskante --5a--. Die beiden Kanten bilden miteinander in der Mündungsebene einen durch ihre Tangenten im Scheitelpunkt definierten Winkel von etwa 4So .
Die Wandung --2-- um die Anschlussöffnung --2a-- herum wird mit dem beweglichen, eine
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ein Kappenteil --29-- z. B. durch Umbördelung --29a-- befestigt. In diesem Kappenteil wird der entsprechend ausgebildete Kopfteil-l-bei seiner Betätigung geführt. Der Kappenteil - besitzt ein Fenster --30--, durch welches die Wandzone --5-- mit der Auslassmündung - herausragt. Auf der gegenüberliegenden Seite kann im Rand des Kappenteils-29-- eine Öff- nung --31-- für den betätigenden Finger der den Druckbehälter haltenden Hand vorgesehen sein.
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--31-- ruhen-- des Druckbehälters-27-- aus der in Fig. 3 gezeigten Verschlussstellung in die Ausgabestellung der Fig. 6 herabgedrückt wird.
Hiedurch gelangt unter dem Druck des Treibmittels im Behälter --27-- Produkt, vorzugsweise in Schaumform, gegebenenfalls auch als Paste, in den Ausgabekanal --3-. Beim Eindringen in den Bereich --3c-- des letzteren hebt das Produkt, unterstützt durch gegebenenfalls ihm bereits vorauseilendes-Treibmittel, die elastische Wandzone --6-- an, so dass die Kontaktkante dieser Zone sich von der Mündungskante --5a-- des starren Wandteils unter gleichzeitigem Anheben der Lippe am freien Ende --7c-- und Spannen des elastischen Armes --7a-- des Schnabelgliedes --7-- abhebt und aus der konvexen Anlagestellung an der Kontaktkante --5a-- in die entgegengesetzt konka-
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det während des Übergangs keine Stauung und Verkürzung der elastischen Zonenkante,
sondern eine S-förmige Verformung als Übergangsstadium zur konkaven Stellung statt.
Lässt der Finger den Kopfteil-l-los, so kehrt dieser unter dem Druck der bei solchen Behältern stets im Ventil -12-- vorhandenen Rückstellfeder --13-- aus der Offenstellung der Fig. 4 in die Verschlussstellung der Fig. 3 zurück. Hiedurch fällt der im Durchgangskanal --3-- herrschende Überdruck sofort ab, und der Arm --7a-- des Schnabelgliedes --7-- drückt mittels seiner Lippe --7c-- die elastische Wandzone --6-- an der Ausgabemündung --4-- wieder aus ihrer konkaven in die konvexe Anlagestellung an dem starren Wandungsteil entlang Kante --5a-- zurück. Hiedurch wird die Ausgabemündung --4-- hermetisch geschlossen, und das im Kanal --3-- verbliebene Restprodukt ist sicher gegen den Einfluss der Aussenluft geschützt.