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Die Erfindung betrifft einen Bahnsteig, insbesondere einen mit Stufen versehenen Bahnsteig für lange Bergbahnzüge, der entsprechend der Wagenzahl und/oder der Wageneinstiege in Sektionen unterteilt ist und der neben einem ortsfesten Bahnsteigteil mindestens einen gegenüber diesem be- weglichen Bahnsteigteil aufweist.
Bei Bergbahnen wird zur Erleichterung des Ein- und Aussteigens mindestens ein fester Bahn- steig vorgesehen, der entsprechend der Bahnsteigneigung mit Stufen versehen ist. Dies hat den
Nachteil, dass bei langen Bergbahnzüge für den Benutzer des vordersten Einstieges ein relativ weiter Weg über Stufen zurückzulegen ist. Um die Tral1sportleistung zu steigern, gibt es im wesent- lichen drei Möglichkeiten. Erstens die Fahrgeschwindigkeit zu erhöhen, wobei durch die Fahrsicher- heit Grenzen gezogen sind, zweitens die Einstiegzeit zu verkürzen, wobei ebenfalls die Grenzen in der Sicherheit liegen. Die dritte Möglichkeit besteht in der Vergrösserung des Fassungsvolumens des einzelnen Zuges, wobei allerdings die Einstiegzeiten wieder ansteigen bzw. unbequemes Treppen- steigen erforderlich ist.
Es ist ein quer zur Bergbahn verfahrbarer Bahnsteig, AT-PS Nr. 64198, für Seilschwebebahnen bekannt, der den Einstieg in die hängende Gondel erleichtert.
Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gestellt, die Einstiegzeiten trotz Verlängerung des
Zuges konstant zu halten bzw. den Passagieren mehr Bequemlichkeit zu bieten.
Die Erfindung wird dadurch gekennzeichnet, dass der feste Bahnsteigteil in Richtung der
Zuglänge in mindestens zwei Sektionen unterteilt und nur die erste Sektion von einem Kopfbahn- steig zugänglich ist und dass die zweite und jede folgende Sektion jeweils über einen der beweg- lichen Bahnsteigteile zugänglich ist, die zwischen dem Kopfbahnsteig und der zugeordneten Sektion in Längsrichtung des festen Bahnsteigteiles beweglich sind. Insbesondere ist der bewegliche Bahn- steigteil als Rolltreppe oder als verschiebbare Plattform ausgebildet.
Vorzugsweise ist der feste
Bahnsteigteil in drei Sektionen unterteilt, wobei die dritte Sektion durch einen Abschnitt von er- höhter Breite gebildet ist und ein beweglicher Bahnsteig vorgesehen ist, der längs des schmalen
Bereiches des festen Bahnsteigteiles vom Kopfbahnsteig in einer Stellung verschiebbar ist, in wel- cher er mit seiner Stirnseite an der Verbreiterung des festen Bahnsteigteiles anliegt, und der durch eine Absperrung in zwei Räume aufgeteilt ist, wobei der erste Raum einen seitlichen Ausgang für die zweite Sektion und der zweite Raum einen Ausgang nach vorne für die dritte Sektion des festen
Bahnsteigteiles aufweist.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise und schematisch für die Verhältnisse bei der Talstation dargestellt. Fig. 1 zeigt einen festen Bahnsteigteil mit zwei beweglichen Bahn- steigteilen, Fig. 2 zeigt eine Konstruktionsvariante zu Fig. l,
In Fig. 1 ist in der Endstellung eines aus drei Wagen bestehenden Zuges ein fester Bahn- steigteil --1-- vorgesehen, der über seine Länge entsprechend der Trassenneigung mit Stufen ver- sehen ist. Dieser Bahnsteigteil-l-mündet in einen Kopfbahnsteig --3--, der als Zugang zum
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auf einer Seite des Zuges --4-- dargestellt. Dieselbe Anordnung kann auch beidseitig des Zuges - erfolgen, um einen getrennten Ein- und Ausstieg zu erreichen bzw. um auch beim Aussteigen mehr Bequemlichkeit zu haben.
Ebenso kann der erfindungsgemässe Bahnsteig sowohl in der Bergals auch in der Talstation Anwendung finden.
In Fig. 2 ist eine Konstruktionsvariante zu Fig. 1 dargestellt, bei welcher der feste Bahnsteigteil-l-eine Verbreiterung mit abgeschrägter Form aufweist und ebenfalls wie in Fig. 1 in drei Sektionen unterteilt ist, wobei die zweite und dritte Sektion im Gegensatz zu Fig. 1 von einem einzigen beweglichen Bahnsteigteil-2-bedient wird, der durch eine Absperrung --6-- in zwei Räume geteilt ist. Auch in dieser Figur sind die Fahrgastströme durch Pfeile angedeutet. Der
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Im Rahmen der Erfindung kann an Stelle der verschiebbaren Bahnsteige--2 und 2'-auch eine Rolltreppe vorgesehen werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Bahnsteig, insbesondere mit Stufen versehener Bahnsteig für lange Bergbahnzüge, der entsprechend der Wagenzahl und/oder der Wageneinstiege in Sektionen unterteilt ist und der neben einem ortsfesten Bahnsteigteil mindestens einen gegenüber diesem beweglichen Bahnsteigteil aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der feste Bahnsteigteil (1) in Richtung der Zuglänge in mindestens zwei Sektionen unterteilt und nur die erste Sektion von einem Kopfbahnsteig (3) zugänglich ist und dass die zweite und jede folgende Sektion jeweils über einen der beweglichen Bahnsteigteile (2,'2') zugänglich ist, die zwischen dem Kopfbahnsteig (3) und der zugeordneten Sektion in Längsrichtung des festen Bahnsteigteiles (1) beweglich sind.