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Die Erfindung betrifft eine Bügelpresse mit Handbetätigung, mit einer unten liegenden Bügel- platte und einem darauf liegenden, hochklappbaren Pressenoberteil mit Handgriffhebel und Hand- griff, bei der die Bügelplatte und der Pressenoberteil im Bereich je einer ihrer Seitenkanten über ein Gelenk miteinander verbunden sind, und mit einer Feder zum Ausgleichen des Gewichtes des hochklappbaren Pressenteils.
Eine eingangs genannte Bügelpresse ist beispielsweise mit der DE-PS Nr. B160B6 bekanntgewor- den. Bei der bekannten Anordnung ist die Bauhöhe der Bügelpresse vergleichsweise gross, weil die Federanordnung zum Ausgleichen des Gewichtes des hochklappbaren Pressenteils im Unterteil der Bügelpresse untergebracht ist.
Ausserdem ist das Hindurchschieben von Wäschestücken von vorn nach hinten erheblich er- schwert, was insbesondere für grosse Wäscheteile zutrifft. Diese Teile stauen sich nach dem Durch- laufen der Bügelwangen vor dem Gelenk, wobei in dem soeben gebügelten Teilen erneut Kniffe und
Falten entstehen. Arbeitet man in entgegengesetzter Richtung vom Gelenk nach vorn, so sammelt sich das Bügelgut zwischen der Presse und der Bedienungsperson. Dort behindert es die Bedienungs- person und wird von dieser unabsichtlich sehr leicht wieder geknittert oder beschmutzt. Die bekann- te Presse arbeitet mit zwei Handgriffen, was den Bedienungsaufwand sehr stark erhöht.
Ferner besteht der Nachteil, dass beim Öffnen der Bügelpresse der Handgriff unter Einwirkung der kräftigen Feder sich schlagartig nach oben bewegt, was unter Umständen zu Handverletzungen führen kann, zumindest aber Hand und Arm der Bedienungsperson immer wieder schlagartig bean- sprucht. Ferner ist der Anpressdruck, den die Feder bewirkt, nicht einstellbar, sondern nur auf eine mittlere Presskraft eingestellt. Will man mit der bekannten Presse besonders dünne Stoffe bü- geln. dann reicht der Druck nicht aus. um alle Falten und Kniffe zu entfernen. Anderseits werden bei besonders dicken Stoffen diese unbeabsichtigt stark zusammengedrückt und damit möglicherweise beschädigt. Man ist daher in vielen Fällen gezwungen, die erforderliche Anpresskraft von Hand auszuüben, was naturgemäss für die Bedienungsperson sehr anstrengend ist.
Dabei kann die Kraft der Druckfeder in allen diesen Fällen nicht ausgenutzt werden. Weiter ist bei der bekannten Bügelpresse nur ein Aufklappen des Pressenoberteils bis zu einem Winkel von etwa 450 möglich, was beim Einlegen grösserer Wäschestücke hinderlich ist und für die Bedienungsperson die Gefahr mit sich bringt, sich an der heissen Oberplatte zu verbrennen. Ein weiteres Öffnen ist deshalb nicht möglich, weil der weit voreilende Handgriffhebel bei dieser bekannten Bauart dann über 90 aufge- klappt werden müsste und von der Bedienungsperson dann kaum noch zu erreichen wäre.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Bügelpresse der eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass Bedienungseinfachheit und Sicherheit wesentlich verbessert sind und dass die Bauhöhe der Bügelpresse so vermindert ist, dass Wäschestücke von vorn nach hinten durchlaufend mühelos hindurchgeschoben werden können, ohne dass sie sich vor dem Gelenk stauen.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass die Feder in einem einerends am Pressenunterteil befestigten Rohr angeordnet ist, an dessen freiem Ende der Pressenoberteil schwenkbar gelagert ist.
Dadurch wird der Pressenoberteil mit seinem Pressnocken ständig gegen den vorspringenden Teil des Handgriffhebels gedrückt. Die Feder braucht nicht sehr stark zu sein. Sie muss nur ausreichen, um den Pressenoberteil und den Handgriff he bei nachzuführen, wenn dieser am Ende des Bügelvorganges nach oben geklappt wird. Diese Feder vermeidet dann auch ein unbeabsichtigtes Schliessen der Bügelpresse und sie erübrigt die Verwendung eines zweiten Handgriffs. Zweckmässigerweise kann die Feder für den Pressenoberteil im Gelenk eingebaut werden. Dabei ist es vorteilhaft, die Feder für den Pressenoberteil in einem rohrförmigen Verbindungsstück zwischen den beiden an jeweils einem andern Teil befestigten Gelenkteilen anzuordnen. Dieses rohrförmige Verbindungsstück würde dann auch gleichzeitig als Traggriff für die gesamte Bügelpresse dienen.
Empfehlenswert ist es, wenn die Spannkraft der Feder vorzugsweise stufenlos einstellbar ist. Bei entsprechender Einstellung bleibt der Pressenoberteil in jeder gewünschten Position stehen, ohne herunterzufallen oder weiter aufzuklappen.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispiels dargestellt. Es zeigen : Fig. 1 eine erfindungsgemässe Bügelpresse in Arbeitsstellung in schaubildlicher Darstellung ; Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. l ; Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 2.
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auf einer nicht dargestellten Unterlage, beispielsweise einem Tisch, aufruht. Auf dem Pressenunter- teil --1-- liegt. ein Bügelkissen --3--, das als Bügelunterlage dient. Auf das Kissen --3-- ist der mit --4-- bezeichnete Pressenoberteil gedrückt, welcher auf seiner Unterseite mit einem flachen Gehäuseteil --5-- zur Aufnahme von Heizkörpern ausgerüstet ist und welcher an seiner Oberseite eine Abdeckung --6-- trägt.
Der Pressenoberteil --4-- und der Pressenunterteil---r-sind über ein Gelenk --7-- miteinander verbunden. Der Pressenoberteil --4-- trägt noch einen Regler--8-- zur Regulierung der Bügeltemperatur und eine Lampe --9-- zur Kontrolle der Arbeitsweise des Reg- leurs-8-.
In Fig. l ist die Abdeckung --6-- des Pressenoberteils --4-- ausgebrochen dargestellt, um die Anordnung der verriegelten Teile der Bügelpresse zu zeigen. Zunächst ist eine Traverse--10-- zu erkennen, die aus Stabilitätsgründen im Querschnitt U-förmig ausgebildet und fest mit dem Pressenoberteil --4-- und mit dem Gehäuseteil --5-- verbunden ist. Die Traverse --10-- besitzt als zweiten Gelenkteil Lagerringe --11--, welche drehbar auf einem Rohr --12-- gelagert sind. Dieses ist fest mit dem Halterungsteil --13-- verbunden. Der Halterungsteil --13-- ist seinerseits am Pressenunterteil --1-- befestigt. Das Rohr --12-- dient somit als Verbindungsstück zwischen dem Halterungsteil --13-- und den Lagerringen --11--. Ausserdem dient das Rohr --12-- als Handgriff zum Tragen der Bügelpresse.
Ferner hat das Rohr --12-- die Aufgabe, eine Feder --14-- aufzunehmen, die einerseits mit dem nur in Fig. 3 erkennbaren Rohrabschluss-Stück-12a-- und anderseits über einen Federspannteil --15-- mit dem Halterungsteil --13-- gekuppelt ist. Der Federspannteil--15-ermöglicht durch entsprechendes Verdrehen ein Vorspannen der Feder wobei nach der Einstellung der Federspannteil --15-- mit der Feststellschraube --16-- arretiert wird. Die Vorspannung der Feder --14-- ist so einzustellen, dass sie das Gewicht des Pressenoberteils --4-- und der übrigen an diesem befestigten Teile ausgleicht.
Der dem Gelenk (Teile-11, 12-) gegenüberliegenden vorderen Seitenkante des Pressenoberteils ist ein Handgriff --17-- zugeordnet, welcher an einem Handgriffhebel --18-- befestigt ist. Der Hand- griffhebel --18-- ist mit seinem vom Handgriff --17-- abgekehrten Endabschnitt in einem fest mit dem Pressenunterteil --1-- über den Halterungsteil --13-- und das Rohr --12-- verbundenen Gelenkteil, nämlich dem büchsenförmigen Lagerbock --19--, gelagert. Dieser ist fest auf dem Rohr--12-- montiert, was Fig. 3 deutlich zeigt. Der Handgriffhebel --17-- kann somit um die mit --20-- bezeichnete Achse nach oben geklappt werden.
Die Achse --20-- befindet sich oberhalb der Gelenkachse für den Pressenoberteil --4-- und ist ausserdem auf ihrer vom Pressenoberteil --4-- abgekehrten Seite nach hinten versetzt angeordnet. Besonders deutlich ist dies in Fig. 2 zu erkennen, in der auch ein Anschlag --21-- dargestellt ist, durch den das Aufklappen des Pressenoberteils --4--
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--22-- lässteinstellen.
Um den Pressenoberteil --4-- in Schliessstellung zu halten und gleichzeitig den erforderlichen Druck auszuüben, trägt der Handgriffhebel --18-- eine Druckrolle --23--, die in einer Halterung - drehbar gelagert ist. Die Halterung-24-- ist um eine Achse --25-- schwenkbar und mit Hilfe einer Einstellschraube --26-- in jeder Stellung arretierbar. Mit der Einstellschraube--26-kann der Anpressdruck verändert werden, den die Druckrolle --23-- auf den mit --27-- bezeichneten Anpressnocken ausübt, der auf dem Pressenoberteil befestigt ist.
Der Anpressnocken --26-- besitzt eine Druckfläche-28-. deren Form eine Selbsthemmung sichert, so dass die Bügelpresse auch ohne Betätigung des Handgriffes --17-- in der dargestellten geschlossenen Stellung bleibt und gleichzeitig die mit der Einstellschraube --26-- eingestellte Bügelkraft ausübt.