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Die Erfindung betrifft eine Weiterbildung einer Fertigungsanlage für in zwei oder mehreren Schritten herzustellende Bauteile, mit entlang eines Förderweges angeordneten Bearbeitungs- oder Montagestationen, die über angetriebene Förderer nacheinander mit den vorzugsweise auf Werkstückträgern od. gl. gehaltenen Bauteilen beschickbar sind, wobei der Förderweg aus zwei oder mehreren aneinandergereihten und für sich auswechselbaren Abschnitten besteht, die je eine eigene Fördervorrichtung für die Bauteile bzw. Werkstückträger aufweisen, wobei jede Einzelstation einem solchen Abschnitt zugeordnet und mit ihm zu einer baulichen Einheit verbunden ist, vorzugsweise die Förderrichtung gesondert Führungen und
Antriebseinrichtungen für die Bauteile bzw.
Werkstückträger aufweist, für die Fördervorrichtungen der einzelnen Abschnitte und der zugehörigen Bearbeitungs- und Montagemaschinen eigene, für sich einstellbare, vorzugsweise aber auch mit anschliessenden Abschnitten bzw. einer Zentrale kuppelbare Regler vorgesehen sind und die Länge eines Förderwegabschnittes mehrfach grösser als die Länge eines einzelnen Bauteiles bzw. Werkstückträgers gewählt ist, so dass in einem Förderwegabschnitt eine Bearbeitungsstelle und vor bzw. hinter dieser Warte- bzw. Speicherplätze für Bauteile bzw. Werkstückträger vorgesehen sind, nach Patent Nr. 350470.
Eine derart aufgebaute Fertigunganlage hat den prinzipiellen Vorteil, dass die Stationen mit den zugehörigen Förderwegabschnitten entsprechend den jeweiligen Erfordernissen aneinandergereiht werden können, wobei bei Produktionsumstellungen auch die Reihung der einzelnen Stationen verändert bzw. eine bestehende Anlage durch weitere Stationen ergänzt werden kann und umgekehrt bei Produktionsrückgang eine Verringerung der Stationenzahl möglich wird.
Im Gegensatz zum Fliessband kann man auch den Verlauf des Förderweges den jeweils vorhandenen räumlichen Gegebenheiten anpassen und im Bedarfsfall einzelne Spuren des Förderweges parallel führen oder Verzweigungen vorsehen, so dass Produkte usw., die für die Fertigung, Verpackung u. dgl. eine Vielzahl gleicher, aber auch einige verschiedene Bearbeitungsschritte usw. benötigen, gleichzeitig und ohne grundsätzliche Umstellung der Produktionsanlage hergestellt werden können.
Durch Einschaltung von Zwischenspeichern, Speicherplätzen an den einzelnen Stationen und durch Übergabeeinrichtungen kann man die gesamte Fertigungsanlage auch mit humanen Arbeitsplätzen ausstatten, bei denen im Gegensatz zum herkömmlichen Fliessband die jeweilige Bedienungsperson nicht streng an eine Taktzeit gebunden ist, da sie auf eine Pufferstrecke arbeiten kann bzw. beim Absinken der persönlichen Arbeitsgeschwindigkeit Teile von einem Speicher entnommen werden können. Entscheidend ist ferner, dass man in den einzelnen Stationen und zwischen den einzelnen Stationen verschiedene Vorschubgeschwindigkeiten einstellen kann, also nur lose aufeinanderliegende Teile langsam und vorsichtig, hinreichend befestigte Teile aber schnell transportieren kann.
Durch Änderung der Vorschubgeschwindigkeit kann man auch verschiedene Taktzeiten einzelner Stationen weitgehend ausgleichen und erreichen, dass praktisch jede Station nach Beendigung ihres Arbeitstaktes den nächsten Bauteil zur Verfügung hat, wobei der Bauteil auch eine Verpackung sein kann. Bei der beschriebenen Fertigungsanlage wird nach einer Sonderausgestaltung schon vorgesehen, in jeder Station zwei mit gesonderten Antrieben ausgestattete Förderwegabschnitte parallel, insbesondere nebeneinander anzuordnen, so dass die Möglickeit besteht, wahlweise bei gleichem Vorschub parallel zu arbeiten oder in der einen Förderspur auf Vorlauf und in der andern Förderspur auf Rücklauf zu schalten. In letzterem Fall wird bisher die zweite Förderspur vorwiegend für den Rücklauf verwendet.
Man kann aber im Bedarfsfall auch in diesem Spurbereich Bearbeitungen und Montagen durchführen.
Bei einer Fertigungsanlage der genannten Art besteht die Erfindung im wesentlichen darin, dass die Bearbeitungsstelle ausserhalb der Längsmitte des Förderwegabschnittes angeordnet ist. Dies hat den Vorteil, dass man dann, wenn im Zuge des Förderweges in Vor- und Rücklauf gearbeitet wird, die Möglichkeit hat, zwei Stationen Rücken an Rücken aufzustellen, wobei dann die Bearbeitungsstellen gegeneinander nach entgegengesetzten Seiten versetzt sind. Durch die entsprechende Ausbildung können Montage- und Maschinenzubringereinrichtungen usw. insbesondere zwischen den Spuren einfacher und günstiger angebracht werden als dann, wenn die beiden Bearbeitungsstellen auf einer Querlinie des Förderweges liegen. Auch Übergabeeinrichtungen können zwischen den Förderspuren angebracht werden.
Wenn man die Förderwegabschnitte als Bestandteile von Handarbeitsplätzen verwendet, behindern sich die beiden Personen bei dieser versetzten Anordnung ebenfalls weniger, als wenn sie direkt gegenübersitzen. Man kann auch zwischen den Arbeitsplätzen Hilfsgeräte, Zuführer usw., die fallweise an beiden Stationen benötigt werden günstiger, d. h. für beide Arbeiter leichter erreichbar anbringen.
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Gerade bei Stationen, die zwei mit gesonderten Antrieben ausgestattete Förderwegabschnitte aufweisen, empfiehlt sich ebenfalls eine analoge Anordnung, wobei dann die Bearbeitungsstellen in Längsrichtung der Förderwegabschnitte nach entgegengesetzten Seiten versetzt sind. Es lässt sich damit ein durchgehender Bearbeitungstisch erzielen, auf dem zwischen den Förderwegabschnitten den jeweiligen Bearbeitungsstellen zugeordnete Aggregate, wie Montagehilfen, Bearbeitungsmaschinen, Auswerfer usw. angebracht werden können.
In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel eine zwei parallele Förderwegabschnitte aufweisende Station schematisiert in Draufsicht bei abgenommenen Oberteilen von Seitenführungen für Werkstückträger veranschaulicht.
Die dargestellte Station besitzt einen grossflächigen Bearbeitungstisch der mit in ihm angebrachten Antriebsaggregaten für Förderer und entsprechenden Steuereinrichtungen, die gegebenenfalls mit den Steuereinrichtungen benachbarter Stationen oder einer Zentrale kuppelbar sind, ein Aggregat bildet, welches als Block entweder auf ein vorgefertigtes Maschinenbett in der Halle oder unmittelbar am
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Bearbeitungsstationen mit Hilfe von Schnellschliessen genau fluchtend zu kuppeln. Nivellierungshilfen usw. können vorhanden sein und wurden ebenfalls nicht dargestellt.
Der Bearbeitungstisch besitzt zwei parallele Förderwegabschnitte --4, 5--, die praktisch aus auf den
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Für die Reibrollen --10-- jedes der beiden Förderwege sind gesondert regelbare Antriebe vorgesehen. Über diese Antriebe werden die Werkstückträger --8-- in Richtung der eingezeichneten Pfeile transportiert. Es sei noch erwähnt, dass die Reibrollen über Rutschkupplungen angetrieben werden, so dass es möglich ist, die Werkstückträger --8-- im Bereich vorgesehener Bearbeitungsstationen --11, 12-festzuhalten und zu bearbeiten. Einrichtungen zur Fixierung und exakten Ausrichtung der Werkstückträger an den Bearbeitungsstationen --11, 12-- wurden schon im Stammpatent ausführlich beschrieben.
Zur Erklärung der Konstruktion genügt es daher, wenn ausgesagt wird, dass an den Stationen Niederhalter vorgesehen werden können, die die Werkstückträger --8-- fest gegen den Bearbeitungstisch drücken und gleichzeitig mit entsprechenden Verzahnungen od. dgl. in den Flanken der Werkstückträger - 8-- zusammenwirkende Ausrichthilfen, z.B. Hirthverzahnungen, aufweisen, so dass die Werkstückträger exakt in einer vorbestimmten Lage festgehalten werden, wodurch die Lage der auf den Werkstückträgern gehaltenen bzw. anzubringenden Bauteile relativ zu Bearbeitungs- oder Montagemaschinen exakt festgelegt ist. Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, können die Werkstückträger --8-- auch Puffer --13-- aufweisen, die mit folgenden Werkstückträgern zusammenwirken und noch weitere Funktionen erfüllen können, z.B.
Anschlagschalter- oder Anschlagsteuereinrichtungen betätigen.
Die beiden Bearbeitungsstellen --11, 12-- sind, bezogen auf den Bearbeitungstisch --1--, nach entgegengesetzten Seiten in Längsrichtung der zugehörigen Förderwegabschnitte --4 bzw. 5-- versetzt.
Es wird dadurch möglich, in dem zwischen den Förderwegabschnitten freibleibenden Bereich des Bearbeitungstisches --1-- den jeweiligen Stationen zugeordnete Aggregate --14, 15-- platzsparend unterzubringen. Diese Aggregate können Teilezuführer, Bearbeitungsmaschinen, Verbindungsmaschinen usw. sein. Auch an der Aussenseite des Bearbeitungstisches --1-- ist jeder Bearbeitungsstelle ein weiteres Aggregat --16 bzw. 17-- zugeordnet, das ein Teilezubringer, Entwirrer oder auch eine weitere Bearbeitungs- oder Montagemaschine sein kann.
Man kann auch am Tisch selbst zwischen den Bearbeitungsstellen --11, 12-- Übergabeeinrichtungen vorsehen, mit deren Hilfe die Werkstückträger --8-- im Bedarfsfall von der einen zur andern Bearbeitungsstelle oder umgekehrt gefördert werden können.
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Wenn man Stationen mit nur einer Förderspur vorsieht, kann man sie dann, wenn zwei parallele Montagespuren im Zuge der gesamten Montageanlage vorgesehen werden, so anordnen, dass ihre Förderspuren bei Rücken-an-Rücken-Anordnung der einzelnen Aggregate, die dann ebenfalls ausserhalb der Längsmitte der Förderlpuren angeordnete Bearbeitungsstellen aufweisen, analog zu den Förderspuren - -4, 5-- verlaufen, so dass auch hier wegen der versetzten Anordnung die Anbringung von Montagehilfen und Aggregaten erleichtert wird. In den Förderspuren kann auch parallel gearbeitet werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Fertigungsanlage für in zwei oder mehreren Schritten herzustellende Bauteile, mit entlang eines Förderweges angeordneten Bearbeitungs- oder Montagestationen, die über angetriebene Förderer nacheinander mit den vorzugsweise auf Werkstückträgern od. dgl. gehaltenen Bauteilen beschickbar sind, wobei der Förderweg aus zwei oder mehreren aneinandergereihten und für sich auswechselbaren Abschnitten besteht, die je eine eigene Fördervorrichtung für die Bauteile bzw. Werkstückträger aufweisen, wobei jede Einzelstation einem solchen Abschnitt zugeordnet und mit ihm zu einer baulichen Einheit verbunden ist, vorzugsweise die Fördervorrichtung gesondert Führungen und Antriebseinrichtungen für die Bauteile bzw.
Werkstückträger aufweist, für die Fördervorrichtungen der einzelnen Abschnitte und die zugehörigen Bearbeitungs- und Montagemaschinen eigene, für sich einstellbare, vorzugsweise aber auch mit anschliessenden Abschnitten bzw. einer Zentrale kuppelbare Regler vorgesehen sind und die Länge eines Förderwegabschnittes mehrfach grösser als die Länge eines einzelnen Bauteiles bzw. Werkstückträgers gewählt ist, so dass in einem Förderwegabschnitt eine Bearbeitungsstelle und vor bzw. hinter dieser Warte- bzw. Speicherplätze für Bauteile bzw. Werkstückträger vorgesehen sind, nach
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