AT36135B - Trinkbecher aus Eis nebst Verfahren und Vorrichtung zu seiner Herstellung. - Google Patents

Trinkbecher aus Eis nebst Verfahren und Vorrichtung zu seiner Herstellung.

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Hendrik Douwe Pieter Huizer
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Description


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  Trinkbecher aus Eis nebst Verfahren und Vorrichtung zu seiner Herstellung. 



   Die Erfindung bezweckt, in gewissen Fällen die gewöhnlichen Trinkbecher aus Glas durch solche aus Eis zu ersetzen für die   Verabreichung von Getränken,   die frisch und abgekühlt verlangt werden. Gegenüber den gewöhnlichen Trinkbechern aus Glas hat neben der gleichzeitigen   Kühlwirkung   der Eisbecher den Vorteil, dass er nur einmal gebraucht werden kann und somit allen   hygienischen   Anforderungen entspricht, besonders wenn er aus destilliertem. auch ge-   kochtem.   d. h. keimfreien Wasser hergestellt ist. 



   Der Eisbecher kann nur eine kurze Zeit bestehen, jedoch so lange, als zum   Konsum   des Inhaltes erforderlich ist. Die Lebensdauer des Eisbechers kann jedoch nicht nur dadurch erhöht werden, dass er   durch eine Hüllc von   Papier, Celluloid oder dgl., gegen Wärme isoliert wird. welche   gleichzeitig flie Handhabung angenehmer gestaltet, sondern   auch durch besondere   Formgebung   und   eigenartige Massnahmen   bei der Herstellung. 



   A) s erste Rücksicht kommt die Tatsache in Betracht, dass das Wasser, welches zur Herstellung der Eisbecher benutzt wird, immer Luft, auch Kohlensäure,   enthält,   die die Dichte des Eises und infolgedessen die Lebensdauer des Eisbechers beeinträchtigen ; die Durchbohrung des Eisbecher serfolgt an den Stellen zuerst, an welchen Luft eingeschlossen ist. so dass der Becher 
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   Wölbung kann aber gleichzeitig mit. der Befreiung   des Eises von Luft verbunden   werden, indem   man dafür Sorge trägt, da225 das Wasser von aussen nach innen so zum Gefrieren gebracht wird, dass   der   vorgebildete Becher, welcher noch Wasser enthält, dieses Wasser am Ausweichen nach   üben verhindert, sodass   also der Boden des Bechers zuletzt gefriert.

   An dieser Stelle bildet sich   dann   die Wölbung von selbst infolge der Hebung des Wassers durch die Volumenvergrösserung des sich bildenden Eises, und die LUft kann durch dieses Wasser entweichen. 



   Unter diesen Verhältnissen besitzt der Trinkbecher die beste Form, welcher nach   einem   
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 oben nach   unten     zunimmt.   



   Hiedurch wird nicht nur der oben erwähnte Abschluss des Wassers innerhalb des vor- 
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 schneller, wie man beim Schlittscuhlaufen z. B. beobachten kann. Die unteren Querschnitte der Wandung stehen unter höherem Druck als die oberen, würden also schneller   fortschmelzen.   



  Ist   demnach   bei   der genannten Ausführungsform   des Bechers im unteren Teil mehr Material   verbanden, als im oberen, so wird   dieser für den vorliegenden Zweck nachteiligen Eigenschaft des   Eises entgegengewirkt. Ausserdem   ist das Vorhandensein von mehr Material im unteren Teil deshalb von Vorteil, weil das Getränk hier am längsten verweilt. 

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   Um die Dichtigkeit des Eisbechers zu erhöhen,   können   dem Wasser Zusätze beigegeben   werden, wio z. B.   Agar-Agar, Gelatine, Stärke und zwar in Mengen von etwa 1   9   pro Liter. Zu starle Lösungen machen das Eis mürbe. Diese Substanzen bilden in dem Eis ein regelmässiges   Gowebe, welches   das Wasser mehr oder weniger zurückhält. Dass tatsächlich ein solches Gewebe bestcht, ist dann zu ersehen, wenn man einen Eisbecher in Wasser sich langsam auflösen lässt. 



  Man   kann nach   der Auflösung des Eisbechers sehen, dass das Gewebe als eine weissliche Masse   von der Form dos zerflossenen   Eisbechers im Wasser schwebt, sodass es den Anschein erweckt, als wäre der Eisbecher überhaupt noch nicht fortgeschmolzen. 



   Das Verfahren und die Vorrichtung zur Herstellung des Eisbechers gehen auch dahin, dnn Eisbecher trocken bezw. ohne bemerkbare Abschmelzung, d. h. denselben in höchst ökonomischer Weise   herzustellen.   



   Zur Erläuterung der Erfindung dienen die Zeichnungen, in welchen darstellen : Fig. 1 einen fertigen Eisbecher mit Isolierhülle im Längsschnitt. Fig. 2 schematisch die   Gefrierform   im Längsschnitt und zwar in der linken Hälfte den Zustand des zur Bildung des Eisbechers dienenden   Wägers   vor dem Gefrieren, in der rechten Hälfte während des Gefrierens, Fig. 3 eine Abänderung   des Kernes schematisch im Längsschnitt.   Fig. 4 Form und Kern mit dem fertigen Eisbecher und der Aushebevorrichtung im Längsschnitt, und zwar zeigen die linke und die rechte Hälfte je eine andere   Ausführungsform.   Fig. 5 einen Schnitt durch den Kolben Dach der Linie A-B 
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   führungsform   der Aushebevorrichtung im Längsschnitt. Fig. 8 eine weitere Einzelheit. 



   Der Eisbecher 1 besitzt gemäss Fig. 1 die Form eines Kegelstumpfes, dessen kleinere Grund-   fläche   den Boden bildet. Der Boden ist gewölbt und zwar zweckmässig innen und aussen. Die innere Wölbung entsteht von selbst durch die Eigenart der Verfahrens. die äussere Wölbung richtet sich nach der Gestalt des Formbodens. Die äussere Wölbung hat den Zweck, den Boden 
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 Kitte auf das Wasser verhindert. Die Wandungen des Bechers nehmen von oben nach unten an Stärke zu. Der Becher ist zweckmässig mit einer Isolierhülle 2 aus Papier. Celluloid oder dergl. bekleidet. Zur Herstellung des Bechers dient die in Fig. 2 schematisch dargestellte Gefrierform. Sie 
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 Wärmeleitungsvermögen und Ausdehnungskoeffizient geringer ist, als diejenigen des Eises.

   Der   (tond   für diese Wahl der Materialien liegt darin, dass der Kern an einer schnellen Ausdehnung   verhindert und eine zu feste Einklemmung   innerhalb des Eisbechers vermieden   werden s (11.   damit der Eisbecher leichter vom Kern abgeschoben werden kann. Die schnelle Ausdehnung der Form dagegen ist erwünscht. Der Boden des Kernes wird von einem eigenartigen Teil   gfbitdet, dessen Gestaltung   von   verschiedenen Rücksichten abhängig   ist. Zunächst soll die innere Wölbung des Bodens selbsttätig entstehen, dann muss die Luft aus dem Wasser entweichen 
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   wnrden   können.

   Zu diesem Zwecke besitzt der Boden des Kernes znächst die   sogenannte     Tauch-     höhlung-'7   mit zylindrischen oder leicht   kopischen   Wandungen 8, welche an der unteren Kante 
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 lauten so, dass der zwischen beiden befindliche Ringraum an Breite von oben nach unten zunimmt, damit der Becher mit nach unten zunehmender Wandstärke entsteht ; im übrigen haben Form und Kern je gleiche Wandstärke. Wird die Form 3 mit Wasser angefüllt und der Kern 4 eingesetzt, dann wird das Wasser in dem Ringraum zwischen Form und Kern nach aufwärts gedrückt und steigt in der Höhlung 7 nur so weit hinauf, als dies mit dem hydrostatischen Druck vereinbar ist, wodurch sich an dem inneren Rande der Tauchhöhlung ein Meniskus 10 emporzieht.

   Wird die Form in das Gefreirbad 11 gesetzt, dann schreitet der Gefriervorgang etwa so fort, wie es in der rechten Hälfte der Fig. 2 bei 12 angedeutet ist ; die äussere Schicht ist zu Eis geworden und hat sich wegen der bekannten geringeren Dichte des Eises ungefähr um   \o     ihres   Volumens ausgedehnt, was sich im oberen Teil an dem nach innen zugeschrägten Rande 13 und ferner in 
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 darunter enthält.

   Dieses Wasser erstarrt von oben nach unten allmählich, die Luftbläschen werden nach unten gedrängt in die Tauchhöhlung 7, in welcher sie sich oberhalb des Wassers ansammeln. 

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 Die Tauchhöhlung selbst gestattet dem letzten Wasserteilchen die   gewünschte Wölbung an-   zunehmen ; die in der Tauchhöhlung eingeschlossene Luft hat infolge der Abkühlung ein kleineres Volumen eingenommen und trägt dazu bei, das Wasser so weit in die   Tauchhöhlung   steigen zu lassen, dass es wenigstens den Wulst 9 bedeckt, so dass eine innere Anlagefäche des Eisbechers an dem Kern 4 entsteht. 
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 Eisbechers entsteht, was bei der Herstellung von grösseren bezw. breiteren Bechern von Vorteil sein kann. 



   Um zu vermeiden, dass die freie, meistens wärmere Aussenluft an der Innenwandung des Kernes 4 dem Gefrieren   an dessen Aussenwandung entgegenwirkt, was einen kalorischen Verlust   ergeben würde, ist es zweckmässig, den Kern oben abzuschliessen ; die eingeschlossene Luft trägt dazu bei, die Innenwandung des Kernes alsdann thermisch zu isolieren. Diese   Fürsorge ist   bei den nachfolgenden Vorrichtungen beachtet worden.

   Wenn der Eisbecher fertiggestellt ist, wird die Form   au. s dem   Gefrierbad herausgenommen und der Einwirkung   der Aussentemperatur   einige Zeit überlassen, oder in ein etwas angeheiztes Wasserbad getaucht, damit sich die Metallform 3 so weit ausdehnt, dass sich der daran haftende Eisbecher ablöst ; dieser   hängt jedoch nuch   an dem Kern 4 und zwar mit dem in die Tauchhöhlung eingetretenen Teil. Um den Eisbecher von dem Kern 4 abzulösen, wird er gedreht, wobei er zum besseren Halten vorher mit der Isolierhülle 2 versehen sein kann.

   Da die Festigkeit, mit welcher der Eisbecher an dem Kern sitzt. im wesentlichen von dem in die Tauchhöhlung eingetretenen Teil abhängt, und die Höhe dieses Teiles nicht immer genau bemessen werden kann, so bietet das Ablösen oft Schwierigkeiten. zu deren Beseitigung die in den Fig. 4 bis 6 dargestellte Einrichtung getroffen ist. 



   Gemäss Fig. 4 linke Hälfte ist in die   Tauchhöhlung   7 ein Ring 18 eingesetzt. in welchem ein Kolben 19 mit Packung 20 geführt wird. Der Kolben besitzt eine Öffnung 21. welche durch ein Ventil 22 abgeschlossen wird. Das Ventil sitzt an der Kolbenstange-M und wird durch   (lit-   zwischen dem Kolben und dem Ring 24 gelagerte Feder 2.   stets an seinen Sitz gedrückt. Die   Kolbenstange 23 ist durch den Deckel 32 des Kernes 4 hindurchgeführt und nimmt an dem oberen Ende einen Handgriff 26 auf, der in seiner obersten Stellung durch eine Feder 27 gehalten wird : der Ring 28 dient zur Begrenzung des Hubes der Kolbenstange.

   Die Form 3 ist zwischen die beiden   Schraubenringe     29,   30   eingeklemmt,   der Kern 4 aus Porzellan zwischen Schraubring 31 und Deckel 32 nebst Dichtung33. 
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 noch der weiteren Einwirkung des   Kältemittels   ausgesetzt sein würde, so würde ein Teil der durch den elektrischen Strom erzeugten Wärme von dem Kältemittel nutzlos konsumiert werden ;   um   dies zu verhindern, wird die Einrichtung getroffen, dass das Kältemittel von der Form ent-   fernt werden kann,   sobald der elektrische Strom in Wirkung treten soll. Deshalb wird die Form 

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Claims (1)

  1. von einem Mantel umgeben, der einen Ringraum herstellt, welcher zum Ein-und Auslass des Kältemittels dient ; um diesen Ringraum nach aussen zu isolieren wird der Mantel vorteilhaft von einem zweiten Mantel umgeben, der einen zweiten Ringraum herstellt, wobei der eine Ringraum zur Einführung, der andere zur Abführung des Kältemittels dienen kann. Als solches kann, wie früher, eine Salzlösung oder verflüssigtes Gas benutzt werden.
    Die Beheizung der Form durch den elektrischen Strom kann in verschiedener Weise erfolgen ; die Form kann entweder in bekannter Weise als elektrischer Heizkörper ausgebildet werden, indem sie von einer Email- schicht umgeben wird, in welche die Widerstandsdräbte eingebettet sind, oder sie kann von mit Glasperlen besetzten Widerstandsdrähten umwickelt oder auch von einem sie nicht beriihrenden Widerstandsdraht käfigartig umgeben werden, der zwischen zwei oberhr'b und unterhalb der Form angeordneten Isolierungen gewickelt ist ;
    vorteilhaft wird aber die Form selbst als Widerstand für den elektrischen Strom ausgebildet, indem ein Material gewählt wird, bei welchem nicht nur, wie bereits erwähnt, das Wärmeleitungsvermögen grösser ist als dasjenige des Eises (Patentanspruch 11), sondern welches auch dem elektrischen Strom genügenden Widerstand darbietet, um die Beheizung zu ermöglichen ; ein solches Material sind z. B. die Leerungen aus Nickel, wie Neusilber.
    Gemäss Fig. 7 wird die Form 3 von einer Emailschicht- umgeben, in welche die Wider- EMI4.1 Form 3 wird von dem Mantel 46 umgeben, der den inneren Ringraum 47 schafft. Dieser ist durch die mit Abschlusshahn versehene Leitung 49 an den Raum angeschlossen, in-welchem sich das verflüssigte Gas befindet. Der Mantel 46 wird zweckmässig durch einen zweiten Mantel 50 isoliert. der aussen mit einer Wärmeschutzschicht 51 umkleidet ist. Der Mantel 50 schafft einen zweiten Ringraum 52, welcher durch die Öffnungen 53 mit dem inneren Ringraum 47 verbunden und mit EMI4.2 EMI4.3 liülle (z. B. aus Papier, Zelluloid oder dergl.) umgeben ist, welche nicht nur gegen eine direkte Berührung mit warmen Gegenständen, sondern auch gegen die Ausströmung des.
    Inhaltes bei etwaiger Durchbohrung schützt.
    6. Verfahren zur Herstellung von Trinkbechern nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekenn- zeichnet. dass dem Wasser, aus welchem die Eisbecher hergestellt sind, solche Zusätze beigegeben werden, welche die Dichtigkeit des Eisbechers erhöhen (z. B. Agar-Agar, Gelatine, Stärke und dergl. ).
    7. Verfahren zur Herstellung von Trink-bechern nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekenn-, zeichnet, dass ein dem Eisbecher entsprechendes Quantum Wasser in dem zwischen einer Form und einem Kern (4) gebildeten Ringraum zum Gefrieren gebracht wird.
    8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasser von aussen nach innen zum Gefrieren gebracht wird.
    9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass, nachdem der Gefrierprozess EMI4.4 hält, dieses Wasser am Ausweichen nach oben (bei 13, Fig. 2) verhindert wird, so dass es beim weiteren Gefrieren nach unten entweichen und hier zur Bildung des Bodens dienen muss. <Desc/Clms Page number 5> EMI5.1
AT36135D 1907-06-26 1907-06-26 Trinkbecher aus Eis nebst Verfahren und Vorrichtung zu seiner Herstellung. AT36135B (de)

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