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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Anschliessen eines nach dem Verdunstungsprinzip arbeitenden Warmwassermessers an eine Warmwasserleitung.
Durch eine derartige Vorrichtung soll von der Entnahmeleitung, deren Warmwasserverbrauch gemessen werden soll, ein Teilstrom abgezweigt werden, dessen Wärme über einen sogenannten Verteilerkopf auf den Warmwassermesser übertragen wird. Im Messer wird hiedurch die Verdampfung einer Messflüssigkeit herbeigeführt, deren Verdampfungsmenge unmittelbar oder beispielsweise durch Kondensation in einer angeschlossenen Messröhre als Mass für die Bestimmung des Warmwasserverbrauches benutzt wird.
Bei einer bekannten Bauart einer derartigen Vorrichtung zum Anschliessen von Warmwassermessern an die Entnahmeleitung wird ein T-förmiges Rohrstück für den Einbau in die Entnahmeleitung vorgesehen, in dessen seitlichen Stutzen ein Einsatz zur Bildung einer Staustelle eingeführt ist, dessen in den Rohrkanal ragendes Ende einen Staurand und beiderseits des Staurandes je einen Abzweigkanal aufweist. Durch diese beiden Abzweigkanäle ist ein Teilstrom zum Warmwassermesser aus der Entnahmeleitung abzweigbar, und es ist bei dieser bekannten Bauart auch schon vorgeschlagen worden, den Einsatz aus einem Kunststoff schlechter Wärmeleitfähigkeit zu bilden und mit einer Vertiefung auszustatten, in welcher die beiden Abzweigkanäle einmünden.
In diese Vertiefung ist ein mit einer inneren Höhlung versehener Verteilerkopf für den Wärmeübergang zum Warmwassermesser eingesetzt, und die Abzweigkanäle enden in diesem Hohlraum des Verteilerkopfes. Bei der geschilderten bekannten Bauart bestand der Verteilerkopf aus einem T-förmigen Metallstück, welches mit einem Stutzen mit der Vertiefung des Einsatzes aus Kunststoff in Eingriff stand, und dessen flanschartiger Teil auf der Stirnfläche des Kunststoffeinsatzes aufruhte und durch Anordnung entsprechender Bohrungen für den Anschluss des Warmwassermessers diente.
Durch die Erfindung soll diese bekannte Bauart vereinfacht und verbilligt werden sowie Sorge dafür getragen werden, dass der Wärmeübergang vom Teilstrom zum Warmwassermesser ausschliesslich und ohne Wärmeverluste möglichst unmittelbar auf den Warmwassermesser erfolgt. Erfindungsgemäss wird dies im wesentlichen dadurch erreicht, dass der Verteilerkopf als gegen die Abzweigkanäle offener hohlzylindrischer Becher ausgebildet ist, dessen Grundfläche mit der äusseren Stirnfläche des Einsatzes im wesentlichen in einer Ebene verläuft.
Ein bei der oben geschilderten bekannten Bauart vorgesehener flanschartiger Teil erübrigt sich bei der erfindungungsgemässen Vorrichtung, und es wird auch der mit der Anordnung dieses Flansches verknüpfte Wärmeverlust an die Aussenluft sowie die zur Erwärmung dieses Flansches erforderliche Speicherwärme vermieden bzw. erübrigt. Hiedurch wird die Messgenauigkeit des Warmwassermessers verbessert und darüber hinaus dessen Aufbau vereinfacht.
Zweckmässigerweise ragt bei einer erfindungsgemässen Vorrichtung der als Hohlzylinder ausgebildete Becher mit seiner Rückseite etwas über die Ebene der äusseren Stirnfläche des Einsatzes hinaus, um einen sicheren Wärmeanschluss und die Anlage des Bechers an dem Warmwassermesser zu gewährleisten.
Vorteilhafterweise ist ferner der Becher mit Hilfe einer O-Ring- oder sonstigen Dichtung in die Vertiefung des Einsatzes einpressbar.
Ferner sind in der Stirnfläche des Einsatzes Gewindebohrungen für die Befestigungsschrauben des Warmwassermessers angeordnet.
Weitere vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung sind aus der Zeichnung ersichtlich, in welcher die Erfindung beispielsweise veranschaulicht ist.
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T-RohrstückT-Rohrstück-l-weist sowohl an seinen in Achsrichtung gelegenen Öffnungen --2 und 3-- als auch an seinem Abzweigstutzen --4-- Innengewinde --2', 3'bzw. 4'-- auf. In das Innengewinde --4'-- des Abzweigstutzens --4-- ist ein beispielsweise aus Kunststoff schlechter Wärmeleitfähigkeit, z. B. Polyamid, bestehender Einsatz --5-- eingeschraubt. Dieser Einsatz --5-- ist mit zwei achsparallelen Abzweigkanälen - 6 und 6'-- versehen.
Zwischen den Mündungen der Abzweigkanäle --6 und 6'-- ist auf dem im Rohrkanal --7-- befindlichen Ende des Einsatzes eine halbkegelförmige Erhöhung --8-- zur Bildung eines Staurandes angebracht. Das obere Ende des Einsatzes --5-- ist mit einer Vertiefung --9-- versehen, in die beide Abzweigkanäle--6 und 6'-- münden. In diese Vertiefung ist ein hohlzylindrischer Becher --10-aus Metall als Verteilerkopf eines nicht dargestellten Warmwassermessers mit Hilfe eines O-Ringes --11--
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eingepresst. In den zylindrischen Hohlraum --12-- münden die beiden Abzweigkanäle--6 und 6'--.
An der Stirnseite des Einsatzes --5-- sind vier am Umfang verteilte Gewindebohrungen --13-- angebracht, in die Befestigungsschrauben des Warmwassermessers eingeschraubt werden.
Durch den eingezeichneten Pfeil --l4-- ist eine Strömungsrichtung des Warmwassers im Rohrkanal - des T-Rohrstücks --1-- angenommen. Durch die schneidenförmige Erhöhung --8-- des Einsatzes - entsteht im Rohrkanal --7-- eine Staustelle, die zu einer Druckdifferenz an den Mündungen der Abzweigkanäle --6 und 6'-- führt. Diese Druckdifferenz bewirkt, dass ein von der Strömungsgeschwindigkeit des Warmwassers im Rohrkanal abhängiger Anteil Warmwasser durch die Abzweigkanäle fliesst. Die Flussrichtung ist durch die Pfeile --15 und 15'-- angedeutet. Durch diesen Warmwasserfluss wird der Becher --10-- des Warmwassermessers erwärmt.
Die Wärme wird an eine im Warmwassermesser befindliche Verdampferflüssigkeit geleitet, die dadurch langsam verdampft und ein Mass für die aus der Leitung --2, 3-- entnommene Warmwassermenge bildet.
Wie aus der zeichnerischen Darstellung ersichtlich, liegt die Rückseite (bzw. in der Zeichnung die Oberseite) des Bechers --10-- im wesentlichen in der Ebene der oberen Stirnseite des Kunststoff-Einsatzes --5-- bzw. ragt um ein kleines Mass über diese Fläche hinaus, um einen sicheren fühlbaren Anschluss für den Wärmeübergang zum Warmwassermesser zu gewährleisten. Ein Wärmeübergang vom Becher --10-- zur Aussenluft ist jedoch vermieden, da bei eingebauten Messern der Becher --10-- von der Aussenluft abgeschlossen ist. Auch ein Wärmeübergang durch die Befestigungsschrauben des Warmwassermessers, welche in die Gewindebohrungen --13-- eingeführt werden, ist vermieden und im gesamten wird eine Vereinfachung der Bauart bei grösserer Wärmemessgenauigkeit erreicht.
Sämtliche in der Beschreibung erwähnten und in der Zeichnung erkennbaren technischen Einzelheiten sind für die Erfindung von Bedeutung.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Anschliessen eines nach dem Verdunstungsprinzip arbeitenden Warmwassermessers an eine Warmwasserentnahmeleitung mit einem T-förmigen Rohrstück, vorzugsweise in Form eines handelsüblichen T-Rohrstückes, zum Einbau in die Warmwasserentnahmeleitung, in dessen seitlichem Stutzen ein Einsatz aus einem Kunststoff schlechter Wärmeleitfähigkeit eingesetzt ist, dessen in den Rohrkanal ragendes Ende einen Staurand und beiderseits des Staurandes je einen Abzweigkanal aufweist, wobei durch die beiden Abzweigkanäle ein Teilstrom zum Warmwassermesser abzweigbar ist und wobei der Einsatz an dem dem Rohrstück abgewandten Ende eine Vertiefung aufweist, in welche ein Verteilerkopf für
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dass der Verteilerkopf als gegen die Abzweigkanäle (6, 6') offener hohlzylindrischer Becher (10) ausgebildet ist,
dessen Grundfläche mit der äusseren Stirnfläche des Einsatzes (5) im wesentlichen in einer Ebene verläuft.