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Aus der DE-OS 2054057 sind bereits Bauteile bekanntgeworden, die zwecks Wärmespeicherung Wärmespeicherstoffe enthalten, insbesondere Salze bzw. deren Hydrate, die in bestimmten Temperaturbereichen ihre latenten Schmelzwärmen bzw. Umwandlungstemperaturen aufweisen. Solche Wärmespeicherstoffe tragen in vorteilhafter Weise aktiv zur Temperierung der von den Bauteilen umschlossenen Räume bei und gewährleisten, dass die Wandoberflächentemperatur stetig in einem Bereich liegt, der dem
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- decke, aus, welcher bereichsweise eine Wärmespeichermasse enthält, deren Phasenumwandlungstemperatur in einem zur Raumtemperierung, insbesondere Wohnraumtemperierung, geeigneten Temperaturbereich, etwa im Bereich von 22 C, liegt.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Speichermasse so zweckdienlich in den Bauteil zu integrieren, dass eine praktische Verwertung ihrer vorteilhaften Eigenschaften ermöglicht wird und die Verwirklichung einer optimalen Klimatisierung von Räumen mittels solcher Speichermassen in der Praxis ohne bauliche und technologische Schwierigkeiten durchführbar wird.
Gemäss dem wesentlichsten Erfindungsmerkmal ist die in Behältern eingeschlossene Wärmespeichermasse in vorgefertigte Hohlräume der den Bauteil verkörpernden Bauelemente eingefügt.
Ein solcher Einbau der Wärmespeichermasse in den Bauteil verursacht keinerlei nennenswerte Schwierigkeiten und erfordert auch keine über das normale handwerkliche Können hinausgehenden Kenntnisse oder besonderer Routine.
Ein erfindungsgemässer Bauteil kann praktisch mit demselben Zeit- und Müheaufwand erstellt werden wie bisher, erforderlich bleibt lediglich - wie bisher - ein zielstrebiges Zusammenfügen der Bauelemente zu einem geschlossenen Verband z. B. einer Mauer, Wand oder Decke, wobei sich dann die wünschenswert gleichmässige Verteilung der Speichermasse innerhalb dieses Verbandes durch das regelmässige Hohlraumsystem zwangsläufig ergibt, ohne dass es hiezu eines weiteren Zutuns bedarf.
Die erfindungsgemässe Lehre lässt sich im Rahmen der Erfindung auf mannigfaltige Weise befolgen und verwirklichen :
So kann beispielsweise die Wärmespeichermasse innerhalb vorgefertigter Hohlräume von Bauelementen in einem solche Hohlräume füllenden, schüttfähigen, gegebenenfalls später erhärtenden Material eingebettet sein.
Zweckmässigerweise weisen die die Wärmespeichermasse einschliessenden Behälter in diesem Fall flexible Wandungen auf, um bei der Einfügung bzw. Einbettung in den Hohlräumen der Bauelemente deren Form angepasst werden zu können.
Da sich mit dem Aggregatzustand der Speichermasse auch deren Volumen ändert, muss dafür gesorgt sein, dass diese Wärmespeichermasse bzw. die sie enthaltenden Behälter innerhalb der Bauelemente expansionsfähig untergebracht ist bzw. sind. Dies lässt sich auch wieder auf verschiedenerlei Art bewerkstelligen :
So kann man die einzelnen Behälter beispielsweise nur teilweise mit der Speichermasse füllen, um diese Masse innerhalb der Behälter in den jeweils nicht gefüllten Raum des Behälters expandieren zu lassen, wobei allerdings der Druck innerhalb der Behälter zwangsläufig variiert und dadurch die Änderung des Aggregatzustandes beeinflusst wird. Zum Druckausgleich kann deshalb in dessen luftgefülltem Bereich ein Überdruckventil angeordnet werden.
Zur Bewältigung dieser Volumsänderungen der Behälter ist es am einfachsten, diese Behälter mit einer dehnbaren Wandung zu versehen, die expansionsfähig ist ; solche Behälter können dann in entsprechend gross bemessenen Hohlräumen der Bauelemente untergebracht werden.
Zur Halterung solcher Behälter innerhalb der Hohlräume der Bauelemente bzw. des Bauteiles können gewünschtenfalls kompressible Füllkörper, z. B. gas gefüllte Hohlkugeln, zwischen den Behältern und der starren Hohlraumwandung der Bauelemente angeordnet werden. Selbstverständlich kann der nach Einführung eines Behälters in einen Bauelement-Hohlraum der verbleibende Rest-Hohlraum auch mit irgendeinem kompressiblen Füllmaterial gefüllt werden.
Gattung und Form der Bauelemente bzw. ihrer Hohlräume sind im Rahmen der Erfindung beliebig wählbar und variabel. Die Erfindung ist gleichermassen auf Mauerwerks- und Wandelemente insbesondere Hohlformsteine, Schalungssteine, geschosshohe Wandplatten usw., wie auch auf Deckenelemente jeder Art anwendbar.
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Bei Anwendung auf Mauern, Wände und Decken sowie dgl. scheiben- bzw. plattenförmige Bauteile ist im Rahmen der Erfindung insbesondere daran gedacht, den die Speichermasse aufnehmenden Behältern eine längliche, vorzugsweise zylindrische Form mit etwa kreisrundem Querschnitt zu geben und solche Behälter in Hohlräume solcher Bauteile einzufügen, wobei sie sich vorteilhafterweise über dessen ganze Höhe bzw. Breite erstrecken können, z. B. bei Mauern und Wänden über eine Geschosshöhe bzw. bei Decken über eine Raumbreite.
Die Einbringung solcher vorbemessener und vorgefertigter Behälter in die aus scharenweise verlegten Bauelementen bestehenden Bauteile ist mit einem vergleichsweise sehr geringen Müheaufwand verknüpft und erbringt zuverlässig den eingangs geschilderten wertvollen Erfolg. Bei der konstruktiven Gestaltung der Bauteile bzw. der zu ihrer Herstellung dienenden Bauelemente ist lediglich darauf zu achten, dass kommunizierende Hohlräume ausreichender Grösse für die Unterbringung der Behälter gebildet werden und zur Verfügung stehen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Bauteil, insbesondere Bauwerksmauer,-wand oder-decke, welcher bereichsweise eine Wärmespeichermasse enthält, deren Phasenumwandlungstemperatur in einem zur Raumtemperierung, insbesondere Wohnraumtemperierung, geeigneten Temperaturbereich, etwa im Bereich von 22 C, liegt,
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