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Die Erfindung bezieht sich auf ein Getriebe für eine Berieselungsvorrichtung mit einem auf einer Trommel aufwickelbaren Schlauch, dessen freies Ende einen fahrbaren Sprühkopf trägt, wobei die Trommel mit Hilfe einer in der zum Schlauch führenden Leitung eingebauten Turbine od. dgl. und des Getriebes im Sinne des Schlauchaufwickelns langsam antreibbar ist.
Bei einer derartigen Berieselungsvorrichtung ist es nicht erforderlich, lange Leitungen zu legen, wenn eine grosse Fläche berieselt werden soll. Es wird vielmehr der Schlauch, der eine Länge von beispielsweise 200 m hat, von der Trommel abgewickelt und dann langsam wieder aufgewickelt, wobei vom fahrbaren Sprühkopf her die Berieselung durchgeführt wird. Es erübrigt sich ein eigener Motor, da der Antrieb der Trommel zum Aufwickeln des Schlauches mit Hilfe der Turbine od. dgl., also mit dem Sprühwasser selbst, durchgeführt wird. Da die Turbine od. dgl. eine verhältnismässig hohe Drehzahl hat, die Trommel aber ganz langsam gedreht werden muss, um ein langsames Einziehen des Sprühkopfes und damit eine ausreichende Berieselung aller Feldstellen zu erreichen, ist im Getriebe ein hohes Übersetzungsverhältnis erforderlich.
Bisher sind zur Erzielung eines solch hohen Übersetzungsverhältnisses zwei Schneckengetriebe hintereinander angeordnet.
Dies gibt einen erhöhten technischen Aufwand mit verhältnismässig hohen Herstellungskosten, wobei überdies das Übersetzungsverhältnis nicht geändert werden kann, obwohl ein verschieden schnelles Einziehen des Sprühkopfes zur Anpassung an die verschiedenen Betriebsbedingungen wünschenswert wäre.
Demnach liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen und ein Getriebe der eingangs geschilderten Art zu schaffen, das bei verhältnismässig einfacher Konstruktion ein hohes Übersetzungsverhältnis aufweist und eine Änderung des Übersetzungsverhältnisses mit einfachen Mitteln ermöglicht.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass auf der Turbinenwelle wenigstens ein Exzenter sitzt, der über eine Pleuelstange mit dem Schwenkarm einer auf der Trommelantriebswelle angeordneten, nur in einer Drehrichtung kraftübertragenden Einwegkupplung, vorzugsweise eines Klemmrollenfreilaufes, verbunden ist.
Vom Exzenter her wird über die Pleuelstange der Schwenkarm der Einwegkupplung hin-und herbewegt und dabei die Trommelantriebswelle schrittweise verdreht, wobei die Drehung der Antriebswelle immer nur in der einen Schwenkrichtung erfolgt, dagegen in der andern Drehrichtung keine Kraftübertragung stattfindet, die Einwegkupplung also frei durchläuft. Es brauchen nur eine geringe Exzentrizität und ein verhältnismässig kurzer Schwenkarm der Einwegkupplung vorgesehen zu werden, um die Trommelantriebswelle bei jeder Umdrehung der Turbinenwelle nur ein kleines Stück weiterzudrehen, so dass das gewünschte hohe Übersetzungsverhältnis leicht erreicht wird.
Um den Schlauch von der Trommel abwickeln, also die Trommel in zur Aufwickelrichtung entgegengesetzter Richtung verdrehen zu können, ohne die Getriebeteile bewegen zu müssen, ist die Einwegkupplung bzw. der Klemmrollenfreilauf mit der Trommelantriebswelle über eine lösbare Kupplung verbunden.
Eine besonders einfache Möglichkeit einer Verstellung des jeweiligen Schwenkwinkels der Trommelantriebswelle wird erreicht, wenn der Exzenter auf der Turbinenwelle als verstellbarer Doppelexzenter ausgebildet ist. Je nach Drehstellung der beiden Exzenter ineinander kann dann die Gesamtexzentrizität zwischen einem Maximalwert und einem Minimalwert gewählt und dadurch das Übersetzungsverhältnis des Getriebes zur Anpassung an verschiedene Betriebsbedingungen stufenlos geändert werden.
Um einen gleichmässigeren Trommelantrieb zu gewährleisten, sind schliesslich nebeneinander zwei Klemmrollenfreiläufe od. dgl. und zwei gegeneinander um 1800 winkelversetzte Doppelexzenter angeordnet, und es ist ferner eine für beide Klemmrollenfreiläufe od. dgl. gemeinsame lösbare Kupplung mit der Trommelantriebswelle vorgesehen.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1 die Gesamtanordnung des Antriebes einer Schlauchtrommel einer Berieselungsvorrichtung in Ansicht und Fig. 2 die Trommelantriebswelle mit den wesentlichen Getriebeteilen in grösserem Massstab im Axialschnitt.
In einem Gestell --1-- ist eine grosse Schlauchtrommel drehbar gelagert, die einen Zahnkranz
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- trägt, mit dem ein Ritzel --3-- kämmt. Das Ritzel --3-- sitzt auf einer in einem am Gestell - angeschweissten Rohr-4-- gelagerten Antriebswelle --5--. In einem Gehäuse --6--, das am Gestell --1- befestigt ist, ist eine vom Berieselungswasser angetriebene Turbine od. dgl. untergebracht. Auf der Turbinenwelle --7-- sitzen nebeneinander zwei Doppelexzenter --8--, die über Pleuelstangen --9-- mit dem Schwenk arm --10-- je eines Klemmrollenfreilaufes --11-- verbunden sind.
Die beiden Klemmrollenfreiläufe --11-- sind auf einer Büchse --12-- gelagert, die Klauen - trägt. Eine Kupplungsmuffe --14-- weist Gegenklauen --15-- auf, wobei die Kupplungsmuffe - drehfest mit der Antriebswelle --5-- verbunden ist, wogegen die Büchse --12-- auf der Antriebswelle --5-- frei drehbar gelagert ist. Wird die Kupplungsmuffe --14-- mittels des Handhebels - eingerückt, so dass die Klauen --13-- und die Gegenklauen --15-- in Eingriff kommen, wird die Bewegung der Klemmrollenfreiläufe --11-- auf die Antriebswelle --5-- und von dieser über das Ritzel --3-- und den Zahnkranz --2-- auf die Schlauchtrommel übertragen.
Die Doppelexzenter - sind verstellbar, um die Gesamtexzentrizität und damit den Hub der Pleuelstange --9-- ver- ändern zu können.
Auf der Antriebswelle --5-- sitzt noch eine nicht dargestellte Bremsscheibe mit Bremsbacken, um beim Abziehen des Schlauches von der Trommel zu schnelle Trommelumdrehungen und damit ein Lockern der Schlauchwindungen auf der Trommel zu verhindern.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Getriebe für eine Berieselungsvorrichtung mit einem auf einer Trommel aufwickelbaren Schlauch, dessen freies Ende einen fahrbaren Sprühkopf trägt, wobei die Trommel mit Hilfe einer in der zum Schlauch führenden Leitung eingebauten Turbine od. dgl. und des Getriebes im Sinne des Schlauchaufwickelns langsam antreibbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Turbinenwelle (7) wenigstens ein Exzenter (8) sitzt, der über eine Pleuelstange (9) mit dem Schwenkarm (10) einer auf der Trommelantriebswelle (5) angeordneten, nur in einer Drehrichtung kraftübertragenden Einwegkupplung, vorzugsweise eines Klemmrollenfreilaufes (11), verbunden ist.