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Die Erfindung betrifft einen Schuhwärmer für Skischuhe, zum Einbringen in das Schuhinnere.
Bekanntlich ist der Oberteil eines Skischuhs, insbesondere wenn er aus Kunststoff besteht, im kalten Zustand sehr steif, was einerseits das Anziehen des Skischuhs erschwert und anderseits eine Unbequemlichkeit beim Tragen bedeutet. Beim Anziehen kalter Skischuhe wird überdies den Füssen Wärme entzogen, was leicht zu Verkühlungen führt und beim Skifahren eine erhöhte Verletzungsgefahr mit sich bringt.
Aufgabe der Erfindung ist daher, diesen Nachteilen abzuhelfen und einen Schuhwärmer für Skischuhe anzugeben, der bei einfachstem Aufbau ein rasches und wirksames Anwärmen des Skischuhes vor dem Gebrauch ermöglicht, wobei eine möglichst gleichmässige Erwärmung der gesamten Innenwand des Schuhes gewährleistet sein soll.
Es sind zwar bereits eine Reihe von Schuhwärmern bekannt, keiner dieser bekannten Schuhwärmer eignet sich jedoch in der gewünschten Weise zum Wärmen von Skischuhen. So sind z. B. in das Innere eines Schuhs einführbare Schuhwärmer bekannt, die zur Wärmelieferung einen elektrischen Heizwiderstand benutzen. Abgesehen davon, dass derartige Schuhwärmer relativ aufwendig sind und sich nicht an den Innenraum des Schuhs anpassen lassen, besteht auch der Nachteil, dass ihre Anwendung einen elektrischen Anschluss voraussetzt, der jedoch, wie z. B. in Skihütten, nicht immer vorhanden ist.
Eine andere bekannte Art von Schuhwärmern besteht aus einem starren oder im wesentlichen starren, in das Schuhinnere einschiebbaren hohlen Leisten oder Schuhspanner, der mit einer heissen Flüssigkeit füllbar ist (vgl. hiezu beispielsweise die CH-PS Nr. 60966 und Nr. 218632, die GB-PS Nr. 302, 544 und Nr. 321, 901 sowie die FR-PS Nr. 417. 169). Der Hauptnachteil dieser Art von Schuhwärmern ist, dass sie nicht das gesamte Schuhinnere ausfüllen bzw. sich nicht an verschiedene Schuhgrössen und Schuhformen anpassen lassen, so dass ihre Verwendung bei Skischuhen, wo eine möglichst gleichmässige Erwärmung der gesamten Innenwand wichtig ist, nicht in Frage kommt und auch gar nicht ins Auge gefasst ist.
Als Lösung der gestellten Aufgabe schlägt die Erfindung einen Schuhwärmer der eingangs beschriebenen Art vor, der aus einem elastischen, in das Schuhinnere einschiebbaren und mit einer heissen Flüssigkeit füllbaren Hohlkörper besteht, dessen Vorderteil dem Innenraum des Schuhes diesen ausfüllend mittels einer zusammendrückbaren Knautschzone anpassbar ist. Ein derart ausgebildeter Schuhwärmer hat einen einfachen Aufbau, ist von einem elektrischen Anschluss unabhängig und gewährleistet dank der auch bei unterschiedlichen Schuhgrössen stattfindenden Anpassung des Vorderteils an den Innenraum des Schuhes bei gutem Wärmeübergang eine gleichmässige Erwärmung praktisch der gesamten Innenwand des Skischuhes.
Ein in das Innere des Schuhs, Stiefels oder Strumpfes einschiebbarer und mit einer heissen Flüssigkeit füllbarer elastischer Hohlkörper ist zwar bereits aus der GB-PS Nr. 12, 446/1901 an sich bekannt, jedoch ist dieser dort lediglich als Einrichtung zum Trocknen des Schuhs, Stiefels oder Strumpfes beschrieben und an eine Verwendung zur Anwärmung kalter Schuhe oder gar kalter Skischuhe vor dem Gebrauch ist nicht gedacht.
Als aus der US-PS Nr. 3, 193, 861 an sich bekannt ist zwar auch die zusammendrückbare Knautschzone des erfindungsgemässen Schuhwärmers anzusehen, jedoch handelt es sich bei der bekannten Einrichtung um keinen Schuhwärmer, sondern einen Schuhleisten, der hohl ausgebildet ist, um auf Reisen zur besseren Raumausnutzung Schmuckstücke, ein Getränk, kosmetische Artikel usw. aufnehmen zu können. An eine Verwendung des Schuhleistens als Schuhwärmer ist auch hier nicht gedacht.
Nachstehend ist die Erfindung an Hand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Der dargestellte erfindungsgemässe Schuhwärmer besteht aus einem aus elastischem Material, wie z. B. Gummi oder Kunststoff, hergestellten Hohlkörper --4--, der die Form des Innenraumes eines Skischuhes besitzt und an seinem oberen Ende mit einem mit einer (nicht dargestellten) Schraubkappe verschliessbaren Einfüllstutzen --5-- versehen ist. In seinem Vorderteil weist der Hohlkörper -4- eine zusammendrückbare Knautschzone --3-- auf, die dazu dient, den Hohlkörper an den Innenraum des aufzuwärmenden Skischuhes anzupassen.
Nach dem Einschieben des Hohlkörpers -4-- in den Innenraum des zu erwärmenden Ski-
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schuhes wird durch den Einfüllstutzen --5-- heisses Wasser oder eine andere heisse Flüssigkeit in den Hohlkörper eingefüllt, womit sich unter Mithilfe der Knautschzone --3-- die Aussenwand des Hohlkörpers praktisch überall an die Innenwand des Skischuhes anlegt, so dass ein guter Wärme- übergang zwischen Schuhwärmer und Skischuh stattfindet. Nach einiger Zeit, wenn der Skischuh die Wärme der heissen Flüssigkeit aufgenommen hat, wird der Schuhwärmer entleert und aus dem Skischuh herausgenommen, worauf der Skischuh angezogen werden kann.
Durch die Erwärmung des Skischuhs ist das Material seines Oberteils, insbesondere, wenn es sich um Kunststoff handelt, der im kalten Zustand sehr steif ist, geschmeidiger geworden, was das Anziehen des Skischuhes erleichtert und ein bequemeres Tragen gewährleistet. Durch die im Skischuh gespeicherte Wärme wird der Fuss warmgehalten, wodurch die Gefahr einer Verkühlung, wie sie beim Anziehen kalter Skischuhe besteht, oder eine erhöhte Verletzungsgefahr beim Skifahren, wie sie bei kalten Füssen gegeben ist, vermieden wird.
Im Gegensatz zu den bekannten Schuhwärmern kann der Schuhwärmer nach der Erfindung vor und nach Gebrauch flach zusammengelegt oder-gerollt werden, so dass er nicht mehr Raum einnimmt als beispielsweise ein Paar Socken.