<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft einen Schischuh mit einer zwischen der Schuhsohle und dem Schuhab- satz angeordneten Gehhilfe, die zwischen einer Ruhestellung, in welcher sie oberhalb der Tritt- flächenebene liegt, und einer Gebrauchsstellung, in welcher sie aus der Trittflächenebene heraus- steht, verstellbar ist.
Schischuhe dieser Gattung sind aus den DE-OS 2652654, 2655564 und 2744758 bekannt. Die
Gehhilfe soll dabei das Gehen mit den Schischuhen erleichtern, da durch die steife Ausbildung der Schale und Sohle und die nach vorne geneigte Anordnung des Schaftes keine natürlichen Be- wegungen des Fusses in bezug auf das Bein des Trägers möglich sind. Ferner soll die Gehhilfe das Aufrechtstehen erleichtern, was sonst Mühe erfordern würde, weil beim Aufliegen der Schuh- sohle und des Schuhabsatzes auf dem Boden der untere Teil des Beines nur die geneigte Richtung einnehmen kann, die der Schaft in bezug auf die Sohle aufweist.
Die bekannten Gehhilfen bestehen aus in der Sohlenausnehmung zwischen der Schuhsohle und dem Schuhabsatz angeordneten, um eine parallel zur Trittfläche liegende Querachse verschwenkba- ren Bügeln. Diese Bügel werden für den Gebrauch aus ihrer oberhalb der Trittflächenebene liegen- den Ruhestellung herausgeschwenkt, so dass beim Gehen der Schischuh und daher der Fuss des Trä- gers um die auf dem Boden aufliegende untere Kante des Bügels verschwenkt wird. Dabei müssen aber auch besondere Nocken, Federn oder ähnliche Mittel vorgesehen sein, um das Zurückklappen des Bügels in die Ruhestellung zu verhindern. Dadurch wird der bauliche Aufwand erhöht und auch die Bedienung erschwert.
Die Aufgabe der Erfindung liegt nun in der Schaffung eines Schischuhes der eingangs ge- nannten Gattung, bei welchem die Gehhilfe baulich einfacher ausgebildet und deren Bedienung erleichtert ist.
Diese Aufgabe wird bei einem Schischuh der oben erwähnten Gattung dadurch gelöst, dass die Gehhilfe aus einem im wesentlichen zylindrischen Formkörper besteht, der um eine in der
Längsmittelebene des Schischuhes liegende, zur Trittflächenebene geneigte Achse verdrehbar ist und an der dem Schischuh abgewendeten Seite eine mit der Drehachse einen Winkel unter 900 bildende Basis aufweist.
Bei dieser Ausbildung sind weder Nocken noch Federn oder andere Mittel vorhanden, um beim Gebrauch ein Zurückfallen der Gehhilfe von der Gebrauchsstellung in die Ruhestellung zu verhindern. Hier wird vielmehr die aus einem im wesentlichen zylindrischen Formkörper gebildete Gehhilfe um eine keinen senkrechten Winkel mit der Trittflächenebene bildende Achse so weit verdreht bis ein Teil derselben über die Trittflächenebene heraussteht, wobei die unvermeidliche Reibung zwischen dem Formkörper und dem Drehzapfen und auch die Richtung der beim Gehen etwa senkrecht zur Trittflächenebene wirkenden Kräfte ein selbsttätiges Zurückdrehen des zylindrischen Formkörpers ausschliessen. Der im wesentlichen zylindrische Formkörper lässt sich trotz seiner einen geneigten Basis ohne besonderen baulichen Aufwand herstellen.
Auch die Bedienung kann einfach mit der Hand oder einer Münze od. dgl. erfolgen, da sie lediglich eine Drehung erfordert und nicht ein Herausschwenken eines Bügels od. dgl. aus einem Sitz, wie bei den bekannten Schischuhen mit Gehhilfen.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines bevorzugten Beispieles, das in den Zeichnungen dargestellt ist, näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 den Schischuh mit Gehhilfe von unten gesehen ; Fig. 2 den Schischuh im Aufriss mit der sich in der Ruhestellung befindenden Gehhilfe im Schnitt ; und Fig. 3 den Schischuh im Aufriss mit der Gehhilfe in Gebrauchsstellung.
Die an einem in den Zeichnungen nur teilweise dargestellten Schischuh --35- mit steifer Schale und Sohle angebrachte Gehhilfe besteht aus einem im wesentlichen zylindrischen Formkör- per-31-, der in einer an beiden Schuhseiten offenen, zwischen der Schuhsohle und dem Schuh- absatz-34-ausgebildeten Sohlenausnehmung-33-gelagert ist. Diese Sohlenausnehmung --33weist einen oberen Boden auf, der mit der Trittflächenebene einen Winkel einschliesst und aus dem mittig ein Zapfen-32-heraussteht, um welchen der Formkörper -31-- verdrehbar ist.
Die Achse des Zapfens --32- liegt in der Längsmittelebene des Schischuhes -35-- senkrecht zum oberen Boden der Sohlenausnehmung-33-, wobei sie in bezug auf die Trittflächenebene geneigt ist.
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
Der Formkörper --31-- ist zwischen einer in Fig. 2 dargestellten Ruhestellung und einer in
Fig. 3 dargestellten Gebrauchsstellung verdrehbar.
Durch die Lage der Verdrehungsachse und der oberen und unteren Basis bleibt der Formkörper --31-- in der Ruhestellung ganz oberhalb der
Trittflächenebene liegen, wobei die untere Basis mit der Schuhsohle und dem Schuhabsatz - fluchtet, während der Formkörper --31-- in der Gebrauchsstellung aus der Trittflächen- ebene heraussteht, so dass er an der Unterkante am Boden aufliegt und der Schischuh um diese
Unterkante schwenken oder durch sie abgestützt werden kann. Dadurch wird das Gehen bzw. das
Aufrechtstehen erleichtert. Der Verdrehungswinkel zwischen der Ruhestellung und der Gebrauchs- stellung beträgt vorzugsweise 1800, so dass beim Gehen die vordere Unterkante des Formkörpers - auf dem Boden aufliegt.
Zum Festlegen des Formkörpers --31-- in der Ruhe- sowie in der Gebrauchsstellung sind im oberen Boden der Ausnehmung --33-- Vorsprünge --45-- und in der dem Schischuh zugewende- ten Basis --41-- des Formkörpers --31-- Ausnehmungen --46-- oder umgekehrt vorgesehen. Diese
Vorsprünge und Ausnehmungen sind in bezug auf den Zapfen --32-- vorzugsweise an diametral gegenüberliegenden Stellen ausgebildet.
Auf der dem Schischuh abgewendeten Basis des Formkörpers --31-- können reibungserhöhen- de Rippen --40-- ausgebildet sein, während auf der Mantelfläche des Formkörpers --31-- die Ver- drehung erleichternde Rippen --50-- vorgesehen sein können, die vorzugsweise als Verlängerung der Rippen --40-- ausgebildet sind.
In dem vorzugsweise aus Kunststoff hergestellten Formkörper --31-- kann ferner eine im we- sentlichen senkrecht zur Drehachse angeordnete Versteifungsscheibe --60-- eingebettet sein. Die
Drehachse ist vorzugsweise etwa mittig in bezug auf die Längserstreckung des Schischuhes --35-- angeordnet.
Wie man leicht erkennen kann, stellt der Formkörper --31-- in seiner Ruhestellung kein
Hindernis für die Anordnung des Schuschuhes auf dem Schi und auch kein Hindernis beim Schi- fahren dar. Vielmehr wird durch die Ausbildung des Formkörpers --31-- die Berührungsfläche zwi- schen Schuhsohle und Schi erhöht.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schischuh mit einer zwischen der Schuhsohle und dem Schuhabsatz angeordneten Gehhilfe, die zwischen einer Ruhestellung, in welcher sie oberhalb der Trittflächenebene liegt, und einer Gebrauchsstellung, in welcher sie aus der Trittflächenebene heraussteht, verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehhilfe aus einem im wesentlichen zylindrischen Formkörper (31) besteht, der um eine in der Längsmittelebene des Schischuhes (35) liegende, zur Trittflächenebene geneigte Achse (Zapfen 32) verdrehbar ist und an der dem Schischuh (35) abgewendeten Seite eine mit der Drehachse einen Winkel unter 900 bildende Basis aufweist.