AT357090B - Verfahren zum erhoehen des ph-wertes von form- koerpern aus chemiegips - Google Patents
Verfahren zum erhoehen des ph-wertes von form- koerpern aus chemiegipsInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Erhöhen des PH-Wertes bzw. zur Neutralisation von Formkörpern aus Chemiegips, die nach ihrer Herstellung einer Wärmebehandlung zwecks Verringerung des überschüssigen Wassergehaltes unterzogen werden.
Da saure Bestandteile im Gips die Verwendung von Gipsformkörpern, insbesondere Gipsplatten für das Baugewerbe, in Frage stellen, wird in vielen Ländern der PH-Wert der Formkörper begrenzt. Bisher konnten gittergebundene Bestandteile, deren saure Wirkung sich erst nach dem Kalzinieren zeigt, nur durch sehr aufwendige Verfahren entfernt werden. Es war in der Praxis bisher auch nicht möglich, beim Giessen der Gipsformkörper die beim Auflösen des Gipshalbhydrats frei werdenden sauren Bestandteile zu neutralisieren, indem z. B. ein mit Kalkmilch alkalisiertes Anmachwasser verwendet wird, weil im Falle von Chemiegips die Abbindezeit erheblich verlängert und die Festigkeit stark verringert würde.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, ein Verfahren zu schaffen, das eine Neutralisation der sauren Gipsbestandteile ermöglicht, dabei aber das Abbindeverhalten und die mechanische Festigkeit der Formkörper nicht beeinträchtigt. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass der zur Bildung der Formkörper dienenden Mischung aus Gipshalbhydrat und Wasser Hexamethylentetramin zugesetzt wird, das bei der Wärmebehandlung der Formkörper, gegebenenfalls bis zu einer Temperatur von etwa 90 C, zersetzt wird und Ammoniak als neutralisieren wirkende Substanz freisetzt.
Der erfindungsgemäss zugesetzte Zusatzstoff erfüllt alle an einen solchen Stoff zu stellenden Forderungen, d. h. dass bei der thermischen Spaltung des Stoffes keine Ausblühung verursachenden Komponenten entstehen, der Stoff das Abbindeverhalten des Gipses nicht störend beeinflusst und ferner keine nennenswerte Verringerung der Festigkeit, keine Verfärbungen und keine Ausblühungen an den getrockneten Gipsformkörpern bewirkt.
Gemäss einer bevorzugten Ausführung der Erfindung wird der Mischung aus Gipshalbhydrat und
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Gipshalbhydrat, zugesetzt.
Weitere Merkmale der Erfindung werden an Ausführungsbeispielen näher erläutert. Bei diesen Beispielen werden dem Anmachwasser für die Chemiegipsmasse, aus der Formkörper gebildet werden, geringe Mengen Hexamethylentetramin zugesetzt, das bei erhöhter Temperatur bei der Trocknung der hergestellten Formkörper in wässeriger Lösung in Formaldehyd und Ammoniak zerfällt. Durch Ammoniak wird eine weitgehende Neutralisation der sauren Bestandteile erreicht. Formaldehyd verlässt den Formkörper bei verringertem Wassergehalt und erhöhter Temperatur in Gasform. Die im Gips zurückbleibenden Formaldehydmengen wirken algicid. Die in diesen Beispielen angeführten PH-Wert-Angaben wurden in einer 10 Gew.-% igen Suspension des Gipses in destilliertem Wasser gemessen.
Beispiel l :
Neutralisation von Zwischenwandplatten
Als Nebenprodukt der Nassphosphorsäureherstellung durch Schwefelsäureaufschluss eines kalzinierten Rohphosphates anfallender Chemiegips wird zur Erzeugung von Zwischenwandplatten mit den Abmessungen 666 x 500 x 100 mm verwendet. Die entformten Platten enthalten 40 Gew.-% überschüssiges Wasser und werden in einem Tunneltrockenofen bei einer durchschnittlichen Temperatur der Trockenluft von 780C kontinuierlich getrocknet. Die Trocknungszeit beträgt 58 h. Der PH-Wert einer Gipssuspension aus den getrockneten Zwischenwandplatten beträgt 4, 2.
Setzt man hingegen dem Anmachwasser 0, 1 Gew.-% der Gipsmenge Hexamethylentetramin zu, so erhält man nach der Trocknung Gipsplatten, deren pH-Wert in 10 Gew.-% iger Suspension 6, 1 beträgt.
Beispiel 2 :
Herstellung von Formkörpern zum Feuerschutz von Metallteilen infeuergefährdeten Räumen
Es werden Gipsformkörper zur Ummantelung von Metallrohren in feuergefährdeten Räumen aus Chemiegips gefertigt, der aus einem unkalzinierten Rohphosphat hergestellt wird. Diese Körper haben die Form von Hohlzylinderhälften mit den Abmessungen : Innendurchmesser 50 mm, Aussendurchmesser 210 mm, Länge 500 mm. Die Formkörper werden in einem Hordentrockner diskontinuierlich bei einer mittleren Temperatur von 840C getrocknet. Der PH-Wert von Gips in der Berührungszone zwischen Metall und Gips beträgt 4, 05. Setzt man hingegen der zur Herstellung der Gipsformkörper dienenden Gipsmasse 0, 35 Gew.-% Hexamethylentetramin, bezogen auf Gipshalbhydrat, zu, so erreicht man eine Erhöhung des PH-Wertes auf 6, 45.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Erhöhen des PH-Wertes von Formkörpern aus Chemiegips, die nach ihrer Herstellung einer Wärmebehandlung zwecks Verringerung des überschüssigen Wassergehaltes unterzogen werden, dadurch gekennzeichnet, dass der zur Bildung der Formkörper dienenden Mischung aus Gipshalbhydrat und Wasser Hexamethylentetramin zugesetzt wird, das bei der Wärmebehandlung der Formkörper, gegebenenfalls bis zu einer Temperatur von etwa 90 C, zersetzt wird und Ammoniak als neutralisierend wirkende Substanz freisetzt. EMI2.1
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Publications (2)
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| ATA447378A ATA447378A (de) | 1979-10-15 |
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1978
- 1978-06-19 AT AT447378A patent/AT357090B/de not_active IP Right Cessation
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| ATA447378A (de) | 1979-10-15 |
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