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Die Erfindung betrifft ein Fahrerhaus für Ackerschlepper od. dgl., das aus einem den Fahrerhausboden mit der Spritzwand, die Radkasten und einen die Radkasten oben verbindenden Träger bildenden Fahrerhausunterteil und aus einem auf letzteren aufsetzbaren und mit dem Unterteil verschraubbaren Fahrerhausoberteil besteht.
Die Unterteilung des Fahrerhauses in einen Unterteil und einen Oberteil hat den Vorteil, dass der Schlepper nicht von vornherein mit einem ihn verteuernden Fahrerhaus ausgerüstet werden muss, sondern eine wahlweise nachträgliche Ergänzung des mit dem Fahrerhausunterteil als Grundausstattung versehenen Schleppers möglich ist. Bisher besteht dabei der Fahrerhausoberteil aus einem Rohrgestell, wobei an den Unterseiten der als Steher dienenden Rohre Grundplatten angeschweisst und letztere mit den Aufsetzflächen des Fahrerhausunterteiles verschraubt sind (DE-OS 2536820). Auf diese Weise lässt sich aber kein formschöner und vor allem auch dichter Anschluss des Fahrerhausoberteiles an den Unterteil erreichen, obwohl ein Fahrerhaus nur dann wirklich seinen Zweck erfüllt, wenn es vollen Schutz gegen Nässe und Zugluft bietet.
Es ist auch schon bekannt (US-PS Nr. 2, 583, 918), den Fahrerhausunterteil und den Fahrerhausoberteil an ihren Stössen mit nach aussen abgewinkelten Randflanschen zu versehen und die Randflansche zu verschrauben. Aber auch diese Flanschverbindung lässt die notwendige Dichtheit vermissen, ist unschön und gibt gegebenenfalls zu Verletzungen Anlass, wobei die Flansche bei abgenommenem Fahrerhausoberteil auch leicht beschädigt werden können. Schliesslich ist eine Ausführung bekannt, bei der längs des unteren Randes des Oberteiles verlaufende Hohlprofile vorgesehen sind (DE-OS 2641497), wobei aber über die Art der Verbindung von Ober- und Unterteil nichts ausgesagt ist.
Demnach liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen und ein Fahrerhaus der eingangs geschilderten Art zu schaffen, bei dem eine völlig dichte Verbindung des aufgesetzten Oberteiles mit dem Fahrerhausunterteil gewährleistet ist und die Befestigungsmittel unsichtbar sind.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Aufsetzflächen des Fahrerhausunterteiles für den Oberteil mit einer randparallel durchlaufenden, zum Aussenrand der Aufsetzflächen abgesetzten Stufe versehen sind und der Fahrerhausoberteil am Aussenrand der Aufsetzflächen vor der Stufe anschraubbare, in bekannter Weise randseitig angeordnete Aufsetzhohlprofile besitzt.
Durch die Stufe in den Aufsetzflächen wird die Stossfuge zwischen letzteren und den Aufsetzhohlprofilen nach innen abgedeckt und dadurch die gewünschte Dichtheit erzielt, wobei die flach auf den Aufsetzflächen liegenden Hohlprofile die Möglichkeit bieten, die Befestigungsschrauben verdeckt unterzubringen.
Um eine noch bessere Dichtung zwischen Fahrerhausober- und -unterteil zu erreichen, können im zusammengebauten Zustand die Aufsetzhohlprofile des Oberteiles mit einem einwärts gerichteten Flansch auf der Stufe des Unterteiles aufliegen.
Besonders zweckmässig ist es, wenn die Stufe als ausgepresste Hohlleiste der Aufsetzflächen ausgebildet ist, wodurch sich eine Versteifung der Aufsetzflächen ergibt.
Die Aufsetzhohlprofile bestehen aus Fertigungsgründen aus zwei zusammengesetzten Schalen und besitzen eingeschweisste Muttern für von unten durch die Aufsetzflächen gesteckte Befestigungsschrauben, so dass die Unsichtbarkeit der Befestigungsmittel tatsächlich gegeben ist, zumal die Köpfe der Befestigungsschrauben leicht durch abgekantete Blechränder od. dgl. am Fahrerhausunterteil abgedeckt werden können.
In weiterer Ausbildung der Erfindung ist schliesslich zwischen den Aufsetzflächen und den Aufsetzhohlprofilen eine Folie od. dgl. zur Innenverkleidung des Fahrerhauses eingeklemmt, wobei gegebenenfalls an der Folie unterseitig der Höhe der Stufe gleiche Formteile aus schalldämmendem Werkstoff befestigt sind, so dass die Folie trotz der Formteile eben verlaufen kann und eine zusätzliche Schalldämmung erreicht wird.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1 ein Fahrerhaus für Ackerschlepper bei vom Fahrerhausunterteil abgehobenem Fahrerhausoberteil im Schaubild und Fig. 2 einen Vertikalschnitt nach der Linie 11-11 in Fig. 1 im grösseren Massstab.
Das Fahrerhaus besteht aus einem Unterteil --1--, der den Fahrerhausboden --2-- mit der Spritzwand --3--, die Radkasten --4-- und einen diese oben verbindenden Träger --5-- bildet, und aus einem Fahrerhausoberteil --6--, der an seinem unteren Rand Aufsetzhohlprofile --7-- aufweist. Die Aufsetzflächen --8-- des Fahrerhausunterteiles --1-- für den Oberteil --6-- sind mit einer durchlaufen-
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den, zum Aussenrand der Aufsetzflächen abgesetzten Stufe --9-- versehen, wobei die Aufsetzhohlprofile --7-- am Aussenrand der Aufsetzflächen vor der Stufe --9-- angeschraubt sind.
Die Aufsetzprofile sind aus zwei Schalen zusammengeschweisst und besitzen einen einwärts gerichteten Flansch --10--, mit dem sie auf der Stufe --9-- aufliegen, wobei die Stufe --9-- als ausgepresste Hohlleiste der Aufsetzflächen --8--
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--7-- sind Muttern --11-- eingeschweisst,Köpfe der Befestigungsbolzen --12-- durch abgewinkelte Blechränder --13-- abgedeckt sind.
Gemäss Fig. 2 ist zwischen den Aufsetzflächen --8-- und den Aufsetzhohlprofilen --7-- bzw. dem Flansch --10-- eine Folie --14-- zur Innenverkleidung des Fahrerhauses eingeklemmt, wobei die Folie - unterseitig der Höhe der Hohlleiste --9-- gleiche Formteile --15-- aus schalldämmendem Werkstoff trägt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Fahrerhaus für Ackerschlepper od. dgl., bestehend aus einem den Fahrerhausboden mit der Spritzwand, die Radkasten und einen die Radkasten oben verbindenden Träger bildenden Fahrerhausunterteil und aus einem auf letzteren aufsetzbaren und mit dem Unterteil verschraubbaren Fahrerhaus-
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teiles (1) für den Oberteil (6) mit einer randparallel durchlaufenden, zum Aussenrand der Aufsetzflächen abgesetzten Stufe (9) versehen sind und der Fahrerhausoberteil (6) am Aussenrand der Aufsetzflächen vor der Stufe (9) anschraubbare, in bekannter Weise randseitig angeordnete Aufsetzhohlprofile (7) besitzt.