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Die Erfindung bezieht sich auf einen höhenverstellbaren Tischschraubstock mit einer um ihre
Längsachse drehbaren und feststellbaren Tragsäule, deren oberes Ende den Schraubstockfuss trägt und die in einer gleichfalls senkrechten, die Feststellmittel der Tragsäule tragenden Führungsbüchse verschiebbar ist, die Mittel zum Halten des Schraubstockes an einer Tischplatte besitzt, wobei in die hohle Tragsäule eine Feder eingesetzt ist, deren oberes Ende sich gegen die Tragplatte des Schraub- stockfusses und deren unteres Ende sich gegen das untere Ende der Führungsbüchse abstützt, wobei die symmetrische, zwischen den Schraubstockbacken verlaufende Klemmebene mit einem Abstand von der
Mittelachse der Tragsäule des Schraubstockfusses gelegen ist.
Aus der DE-PS Nr. 75133 ist ein Parallelschraubstock bekannt, der eine äussere, senkrecht an einer
Tischplatte zu befestigende Führungsbüchse aufweist, in der eine Tragsäule verschiebbar ist, so dass der
Schraubstockfuss mit seiner Verstellspindel für die bewegliche Backe und den beiden Schraubstockbacken höhenverstellbar ist. Mit Hilfe einer Klemmvorrichtung kann die Höhenlage des Schraubstockfusses mit den
Backen fixiert werden.
Aus der DE-OS 2013361 ist eine Werkbank, insbesondere für Säulenstative u. dgl. bekannt, bei der in einer senkrechten Führungsbüchse eine Kolbenstange höhenverschieblich ist. Die DE-AS 1107159 schlägt einen höhenverstellbaren Werkstückhalter mit einem das Werkstück tragenden und festklemmenden
Querträger vor, der an einer in einer Führungshülse senkrecht verschiebbaren und in beliebiger
Höhenlage feststellbaren Tragstange befestigt ist.
Aus der CH-PS Nr. 348129 ist es bekannt, zum erleichterten Hochheben des Schraubstockes in die
Führungsbüchse bzw. die Tragsäule des Schraubstockes Federelemente einzubauen. Diese Druckschrift schlägt auch schon vor, die Führungsbüchse bzw. die Tragsäule als hydraulischen Zylinder bzw. Kolben auszubilden.
Aus der DE-PS Nr. 289986 ist ein verstellbarer Schraubstock bekannt, der zum Ausgleich seines
Gewichtes mit einem Gegengewicht durch über Rollen geführte Drahtseile od. dgl. verbunden ist.
Es sind ferner Tischschraubstöcke bekannt, bei denen die Höhenverstellbarkeit der in der
Führungsbüchse höhenverstellbaren und den Schraubstockfuss tragenden Tragsäule mittels einer Spindel bewerkstelligt wird, wobei sich die Tragsäule gegenüber der am Tisch befestigten Führungsbüchse um ihre Längsachse drehen lässt. Bei einer weiteren bekannten Ausführungsform eines Tischschraubstockes wird die Tragsäule gegenüber der Führungsbüchse durch eine hydraulische Pumpe höhenverstellt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verbesserung der bisher bekannten Ausführungsform von Tischschraubstöcken zu schaffen, insbesondere soll die Höhenverstellbarkeit der Tragsäule an der Führungsbüchse leicht und mit preiswürdigen Mitteln erzielt werden. Darüber hinaus soll das von einem eingespanntem Werkstück ausgeübte Kippmoment zur Vergrösserung der Reibungskräfte innerhalb der Tragsäule ausgenutzt werden, um damit ein schweres, eingespanntes Werkstück ohne Festziehen der an der Tragsäule befindlichen Klemmvorrichtung zu halten.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung einen höhenverstellbaren Tischschraubstock der eingangs genannten Gattung vor, der gekennzeichnet ist durch die Kombination der Merkmale : a) Die Feder ist eine in die hohle Tragsäule mit ihrem Zylinder bei geringem Spiel eingesetzte
Gasfeder, deren oberer Deckel sich gegen die Tragplatte des Schraubstockfusses und deren
Kolbenstange sich gegen das untere Ende der Führungsbüchse abstützt, b) die Klemmebene bildet einen Hebelarm gegenüber der Mittelachse der Traghülse des Schraub- stockfusses derart, dass bei grösseren und damit schwereren Werkstücken vergleichbarer Form das auf die Traghülse ausgeübte Moment sich ebenfalls vergrössert.
Die Anwendung von Gasfedern aus einem Zylinder und einem in diesem beweglichen Kolben mit Kolbenstange für verschiedene Anwendungszwecke, so z. B. bei Zeichentischen, Röntgengeräten, Stühlen, Tischen, Kipptoren usw. ist bekannt (DE-AS 1625465). Bei Tischschraubstöcken treten jedoch im Gegensatz zu diesen Gegenständen erhebliche, senkrecht zur Verschieberichtung der Tragsäule in der Führungsbüchse gerichtete Kräfte auf. Die Erfindung trägt diesem Sachverhalt insofern Rechnung, als der Zylinder der Gasfeder mit geringem Spiel in die hohle Tragsäule eingesetzt ist.
Da der weitgehend spielfrei in die Tragsäule eingesetzte Zylinder der Gasfeder eine Längsbewegung der Tragsäule in der Führungsbüchse verhindern würde, ist der Boden der Führungsbüchse, die das Widerlager der Kolbenstange der Gasfeder bildet, entweder durchbrochen oder als Steg ausgebildet. Die Kolbenstange kann an ihrem freien Ende mit einer Zentrierspitze od. dgl. versehen sein, wobei der Boden oder der Steg
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der Führungsbüchse eine entsprechende Bohrung oder eine Auswölbung aufweist. Hiedurch, in Verbindung mit dem Sitz des Zylinders der Gasfeder in der hohlen Tragsäule, ist eine exakte Führung der Kolbenstange der Gasfeder gewährleistet, so dass diese eine grosse Ausfahrlänge einnehmen und hiebei die der Gasfeder eigene Federcharakteristik über die gesamte Ausfahrlänge beibehalten kann.
In den Zeichnungen ist das Ausführungsbeispiel einer möglichen Ausführungsform des erfindungsgemässen Tischschraubstockes dargestellt, u. zw. zeigen : Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch den
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durch eine Spindel verstellt werden, deren Ende --6-- mit einem Handknebel --7-- zum Drehen der Spindel versehen ist.
Die Fussplatte --3-- des Schraubstockfusses ist mit einer Tragplatte --8-- durch Schrauben --9-lösbar verbunden. Mit der Unterseite der Tragplatte --8-- ist eine senkrecht nach unten gerichtete hohle Tragsäule --10-- fest verbunden.
Auf dem Werktisch --11-- ist ein mittels Schrauben --13-- daran befestigtes Halte- und Klemmstück - angeordnet, das eine Bohrung --14-- und (nicht dargestellte) Klemmbacken aufweist, die mittels eines Gewindezapfens --16-- verdrehenden Handknebels --45-- gegen- bzw. voneinander verstellt werden können.
Durch die Bohrung --14-- des Halte- und Klemmstückes --12-- ragt die Tragsäule--10--, gegen die die durch den Gewindezapfen --16-- verstellbaren Klemmbacken klemmend zur Anlage gebracht werden können, so dass sich die Tragsäule --10-- sowohl gegen Drehung als auch gegen Höhenverstellung sichern lässt.
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sowohl höhenverstellbar als auch um ihre Längsachse drehbar ist.
Das untere Ende der Führungsbüchse --17-- trägt einen Steg --18--, der zu seinen beiden Seiten
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Verbindung steht.
Der Steg --18-- trägt eine mittlere Ausnehmung --20--, in die das vorzugsweise etwas konisch gehaltene Ende --21-- der Kolbenstange --22-- einer Gasfeder --23-- ragt, deren Zylinder --24-- mit geringem Spiel, vorzugsweise nur mit Schiebesitz, in die hohle Tragsäule --10-- eingesetzt ist und die sich mit ihrem oberen Deckel --25-- gegen die Tragplatte abstützt.
Der Kolben --26-- der Gasfeder --23-- erhält eine exakte Führung auch dann, wenn die Kolbenstange --2-- weit aus dem Zylinder --24-- und die Tragsäule --10-- aus der Führungsbüchse --17-- ausgefahren ist, da einerseits der Zylinder --24-- in der Tragsäule --10-- zentrisch gehalten ist und ferner die Kolbenstange --22-- mit ihrem unteren Ende --21-- zentrisch auf dem Steg --18-- ruht. Durch die Öffnungen --19-- seitlich des Steges --18-- entweicht die aus dem unteren Abschnitt der führungs- büchse --17-- beim Absenken verdrängte Luft, wogegen sie beim Höhenverstellen der Tragsäule --10-- in diesen Raum gesogen wird.
Der erfindungsgemässe Schraubstock bietet die Möglichkeit, dass der Schraubstockfuss mit seinen daran angeordneten Teilen leicht in jede beliebige Höhenlage gebracht werden kann und in dieser bis zum Festklemmen der Tragsäule --10-- in dieser Lage verbleibt. Von besonderem Vorteil ist es, wenn eine Gasfeder gewählt wird, deren Federkraft auch mindestens einen Teil des Gewichtes eines einzuspannenden Werkstückes zu tragen vermag.
Dies hat den Vorteil, dass beim Lösen der Klemmbacken, um die Tragsäule --10-- zu drehen und das Werkstück in eine neue Bearbeitungsrichtung zu bringen, die Tragsäule-10mit den daran angeordneten Teilen nicht sofort in die Führungsbüchse --17-- absinkt, sondern das Werkstück mit dem Schraubstockfuss sowie der Tragsäule --10-- mit einer Hand gehalten und gedreht werden kann, während man mit der zweiten Hand nach beendeter Drehung mit Hilfe des Handknebels --15-- das Werkstück klemmt. Gleiches gilt, wenn ein Werkstück mit dem Schraubstockfuss und der Tragsäule --100 höhenzuverstellen ist.
Auch hiebei kann mit einer Hand das Werkstück mit dem
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Schraubstockfuss und der Tragsäule angehoben werden, was die Kraft der Gasfeder zulässt, während sich mit der andern Hand bei erreichter Höhenstellung der Handknebel-15-betätigen lässt.
Wie man aus Fig. 1 erkennt, ist die senkrechte, sich zwischen den Backen --2, 5-- erstreckende
Klemmebene die auch die Mittelebene des zwischen die Backen gespannten (nicht dargestellten)
Werkstückes bildet, seitlich neben der Mittelachse --M-- der Traghülse --10-- und der Gasfeder --23-- gelegen, so dass ein eingespanntes Werkstück ein Moment mit dem Hebelarm --L-- auf die Hülse --10-- ausübt. Dieses Moment in Verbindung mit der Gasfeder hält auch ein schweres eingespanntes Werkstück ohne Festziehen des Handknebels --15-- zunächst in einer gewünschten Höhenlage. Zum Anheben greift der Benutzer daher vorzugsweise in Nähe des Endes-6-der Schiene-4-am Schraubstockfuss an und hebt ihn an oder senkt ihn ab.
Wird ein breites Werkstück eingespannt, so vergrössert sich der Hebelarm --L-- zwischen dem Werkstückschwerpunkt und der Mittelachse --M-- der Traghülse in entsprechender Weise. Da ein breites Werkstück auch meist eine grössere Masse als ein schmales Werkstück aufweist, vergrössert sich bei einem grösseren und schwereren Werkstück das auf die Traghülse --10-- ausgeübte Moment gegenüber einem kleineren und leichteren Werkstück sowohl durch den Faktor Masse des Werkstückes als auch durch den Hebelarm-L-zwischen dem Werkstückschwerpunkt und der Mittelachse --M--.