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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung an Sicherheitsskibindungen zur willkürlichen Lösung einer unter Federwirkung stehenden Haltevorrichtung für den Skischuh mit einem den Skischuh von der Haltekraft der Haltevorrichtung entlastenden, um eine Achse schwenkbaren Entlastungshebel.
Es ist bereits eine Skibindung für Langlauf- und Tourenzwecke bekannt (CH-PS Nr. 541979), bei der ein um eine Achse schwenkbarer Entlastungshebel von Hand betätigt werden muss. Der Skifahrer muss sich also zum Öffnen der Bindung bücken. Zudem sind zur Öffnung der bekannten Bindung relativ hohe Kräfte erforderlich, weil die unter erheblicher Federwirkung stehende Haltevorrichtung sehr hohe Druckund Reibkräfte auf den Entlastungshebel ausübt.
Bei einer weiteren bekannten Sicherheitssikbindung (DE-OS 2336820) kann der Skifahrer den Skistock in eine an der Bindung vorgesehene Öffnung einstecken und den Skistock als Handöffnungshebel benutzen. Nachteilig an der bekannten Bindung ist jedoch, dass der Skifahrer den in die Öffnung eingesteckten Skistock zum Öffnen der Bindung von sich wegschwenken muss, wodurch nicht nur die Handhabung relativ unbequem ist, sondern auch der Schwenkbereich nicht gross genug gewählt werden kann. Nachteilig an der bekannten Bindung ist weiter, dass der Skistock unmittelbar auf den federbeaufschlagten Sohlenhalter einwirken muss, wozu die gesamte Haltekraft des Sohlenhalters überwindende Öffnungskräfte aufgebracht werden müssen.
Das Ziel der Erfindung besteht somit darin, den Öffnungsvorgang für den Skifahrer sehr einfach und bequem zu gestalten, indem der Entlastungshebel der Bindung nicht nur mit geringem Kraftaufwand, sondern auch in bezug auf den vom Skifahrer mit seiner Hand überstrichenen Bewegungsbereich bequem in die Entlastungsstellung gebracht werden kann, so dass der Skifahrer den Öffnungsvorgang nicht nur ohne Brücken, sondern zudem noch mit geringem Kraftaufwand und bei optimaler Lage des Bewegungsbereiches des an seinem oberen Ende ergriffenen Skistocks vollziehen kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, dass die Schwenkachse des Entlastungshebels in Skilängsrichtung verläuft und eine Skistockkupplungsöffnung mit zwei in der Höhe (auf die Skioberseite bezogen) versetzten, auf entgegengesetzten Seiten befindlichen Abstützpunkten für einen von oben eingesteckten und zur Seite geschwenkten Skistock trägt.
Besonders vorteilhaft an dieser Ausbildung ist, dass der Skifahrer den eingesteckten Skistock zur Öffnung nicht von sich weg zu bewegen braucht, sondern in bequemer Körperhaltung nur seitlich vor oder hinter sich entlang bewegen muss, um eine Öffnung der Bindung mit geringem Kraftaufwand zu vollziehen. Der Skistock befindet sich also bei der Öffnungsbewegung in einer optimalen Position bezüglich der Hand bzw. des Armes des Skifahrers.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Skistockkupplungsöffnung als sich in der Normalstellung des Entlastungshebels im wesentlichen senkrecht zur Skioberseite erstreckende Einsteckhülse zur Aufnahme des Skistocks ausgebildet. Dabei kann die Einsteckhülse an ihrem unteren Ende mit einer kleinen Öffnung zur Zentrierung der Skistockspitze versehen sein.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt.
Mit --10-- ist eine Haltevorrichtung für den Skischuh, z. B. eine Fersenautomatik, bezeichnet, deren Grundplatte nl0a-- z. B. mittels Schrauben, mit dem Ski --11-- fest oder z. B. gegen Federwirkung verschiebbar verbunden ist. Die Haltevorrichtung weist ein z. B. gehäuseförmiges Niederhalteglied-lOb- auf, welches den Schuhabsatz gegen den Ski drückt und entgegen einer Rastwirkung hochschwenkbar ist.
Ein Entlastungsorgan --212-- ist mittels einer Schwenkachse --213-- : in Form eines Drehzapfens um eine in Skilängsrichtung verlaufende Achse schwenkbar gelagert und kurbelartig ausgebildet. Es weist eine Einsteckhülse --217-- auf, deren Achse die Schwenkachse --213-- des Entlastungsorgans schneidet und die gegebenenfalls wieder mit unterer Zentrierungsbohrung --219-- versehen ist.
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gedreht.
Das Entlastungsorgan --212-- kann in beliebiger bekannter Weise das Halteglied zur Halterung des Schuhes, also z. B. das Niederhalteglied-lOb-- einer Fersenabstützvorrichtung, von der auf den Schuh wirkenden Haltekraft, z. B. durch Überschreiten eines Totpunktes, ganz oder teilweise entlasten.
Die Erfindung ist insbesondere bei elastischen Bindungen vorteilhaft, bei denen die Rastvorrichtung zur Halterung des Skischuhes einen grossen Weg bis zur Freigabe der Haltevorrichtung zurückzulegen hat
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und dieser Weg durch einen entsprechenden Schwenkbereich des mit der Rastvorrichtung verbundenen bzw. auf diese wirkenden Entlastungsorganes erreicht wird.
PATENTANSPRÜCHE : l. Vorrichtung an Sicherheitsskibindungen zur willkürlichen Lösung einer unter Federwirkung stehenden Haltevorrichtung für den Skischuh mit einem den Skischuh von der Haltekraft der Haltevorrichtung entlastenden, um eine Achse schwenkbaren Entlastungshebel, d a d u r c h g e k e n n - zeichnet, dass die Schwenkachse (213) des Entlastungshebels (212) in Skilängsrichtung verläuft und eine Skistockkupplungsöffnung mit zwei in der Höhe (auf die Skioberseite bezogen) versetzten, auf entgegengesetzten Seiten befindlichen Abstützpunkten (A, B) für einen von oben eingesteckten und zur Seite geschwenkten Skistock (13) trägt.
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