AT35094B - Verfahren zur Herstellung von Phonographenwalzen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Phonographenwalzen.

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AT35094B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Phonographenwalzen. 
 EMI1.1 
   ichmolzenes   Material eingeführt wird, so dass das letztere gleichförmig durch die Wirkung der Zentrifugalkraft in der Höhlung der Form verteilt wird, wobei Luft- und Gasblasen in radialer Richtung nach innen getrieben werden. Das in jenem Patente beschriebene Verfahren findet dann seinen Abschluss damit, dass die Form schliesslich bei fortgesetzter Drehung abgekühlt wird, so dass das Material in der Formhöhlung zu erhärten vermag.

   Bei der Herstellung von Phonographeilwalzen nach den Angaben des genannten Patentes werden Formen der auch sonst gegenwärtig üblichen Art benutzt, welche etwa 7 mm dick sind und eine Metallmasse enthalten, die etwas   grösser   
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 der genannten Art Phonographenwalzen herstellen wollte, indem man das geschmolzene Material in eine kalte Form einführt, so würde die Formfüllung sehr rasch an der das Schalldiagramm tragenden Fläche der Form erkalten, was zum   Entstehen von Luftblasen führen   und eine gleich- 
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 in radialer Richtung nach innen getrieben werden, wie es bei   dem Verfahren des Patentes Nr. 35093,   auf welches oben Bezug   genommen   wurde, der Fall ist. 
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 Teil eines Apparates, welcher demjenigen ähnlich ist.

   welcher in dem   mehrfach   erwähnten Patente dargestellt ist und welcher eine einzige Form nebst einer Einrichtung zur Einführung   von geschmolzenem   Material in dieselbe zeigt. Figur 2 ist ein Querschnitt durch den Apparat nach der   Linie - der Figur 1. Figur 3   ist eine Seitenansicht der Form und Figur 4 ein Stück eines   Längsschnittes   durch ein Ende der Form in grösserem Massstabe. 



   In der Zeichnung sind mit dem Bezugszeichen 1 zwei Rollen bezeichnet, welche einer   Form   als Auflager dienen. 3 ist eine Triebrolle, welche dazu bestimmt ist. die   Forum) au   dem Rollen   1   in Drehung zu setzen. Die Form   i) hat. eine   sehr geringe   Wandstärke   von   beispielsweise 1-5   so dass sie einen Körper darstellt, der bei der für den in Frage kommenden Zweck   genügenden   
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   Ausweitung zu geben. Der feate Endilansch 6 besitzt die übliche Form und   ist in   der übliche))   Weise mit einer   Eingravieruug   versehen   behufa   Identifizierung der Phonographen walzen.

   Die Einführung von geschmolzenem Material in die   Formhöhle   kann durch eine beliebige Vorrichtung erfolgen. Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel ist eine Pumpe 7 dargestellt, deren Kolben   8   bis unter einer   Ofmung   9 in der Pumpenwandung herabbewegt werden kann, durch welche das geschmolzene Material in die Pumpe eingeführt wird. Das Material zur Herstellung der Phonographenwalzen kann eine beliebige passende Zusammensetzung besitzen und beispielsweise aus dem harten wachsähnlichen Stoffe bestehen, den man jetzt vielfach zur Herstellung von Phonographenwalzen benutzt.

   Die Temperatur, bis zu welcher man das geschmolzene Material erhitzt, welches der Erfindung zufolge Anwendung finden soll, hängt natürlich von der Natur dieses Materials und von der Wärme-Kapazität der Form ab ; die Erfahrung hat aber gezeigt, dass bei einer Form, deren Wandstärke   etwa 1-5 MMt   beträgt, eine Temperatur des in die Form einzuführenden schmelzflüssigen Materials von 38  Celsius über den Schmelzpunkt für den erstrebte Zweck reichlich genügt.

   Der entscheidende Gesichtspunkt für die Bestimmung der anzuwendenden Material-Temperatur ist der, dass der Wärmeinhalt der in die Form einzuführenden geschmolzenen Masse hinreichend gross ist, um die Form bis zum Schmelzpunkt des Materials oder darüber zu erhitzen, bevor der in die Form eingefüllten Masse so viel Wärme entzogen ist, dass dadurch die Masse bis zum Erstarrungspunkt abgekühlt ist. Es kommt also darauf an, das Material in flüssigem 
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 den Luft-oder Gasblasen in radialer Richtung nach innen zu entweichen, wie es in dem erwähnten Patente geschildert, worden ist.

   Nachdem das Material in der angegebenen Weise   gleichförmig   in der Formhöhlung verteilt worden ist, kann es künstlich in irgend einer Weise schnell abgekühlt werden, beispielsweise durch die Anwendung von Kühlunterlagen, wie es in dem mehrfach erwähnten Patente angegeben ist. Wenn die Formfüllung auf die beschriebene Weise zum Erstarren gebracht worden ist, kann die fertige Phonographenwalze, nachdem sie sich durch Kontraktion von der   Formfläche   losgelöst hat, aus der Formhöhlung entfernt werden. worauf die Höhlung der Walze in geeigneter bekannter Weise zugerichtet werden kann.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Schalldiagrammträgern durch Einführung des geschmolzenen Formmaterials in eine rasch rotierende Form, dadurch gekennzeichnet, dass als rotierende Form eine solche von sehr geringer Wandstärke (ca. 1'5 mm) benutzt wird und dass das Formmaterial in diese Form plötzlich in solcher Menge und mit einer Temperatur eingeführt wird. die hinreichend hoch über seinem Schmelzpunkt liegt, um die Form bis über den Schmelzpunkt des Materials durch Wärmeabgabe zu erwärmen.
    so dass das in die Form eingeführte Material in völlig flüssigem Zustande, ohne durch die Berührung mit der Formwandung zu erstarren, in der Fonmhöhlung durch den Einfluss der Centrifugalkraft verteilt wird und dass Luft-und Gasblasen durch die flüssige Masse hindurch nach innen zu entweichen vermögen.
AT35094D 1907-05-10 1907-05-10 Verfahren zur Herstellung von Phonographenwalzen. AT35094B (de)

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