AT350347B - Verfahren zur gleichzeitigen verhinderung des biologischen bewuchses und der chemischen korrosion von substraten - Google Patents

Verfahren zur gleichzeitigen verhinderung des biologischen bewuchses und der chemischen korrosion von substraten

Info

Publication number
AT350347B
AT350347B AT18677A AT18677A AT350347B AT 350347 B AT350347 B AT 350347B AT 18677 A AT18677 A AT 18677A AT 18677 A AT18677 A AT 18677A AT 350347 B AT350347 B AT 350347B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
technetium
substrates
corrosion
metal
substrate
Prior art date
Application number
AT18677A
Other languages
English (en)
Other versions
ATA18677A (de
Original Assignee
Wootten Carl B
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wootten Carl B filed Critical Wootten Carl B
Priority to AT18677A priority Critical patent/AT350347B/de
Publication of ATA18677A publication Critical patent/ATA18677A/de
Application granted granted Critical
Publication of AT350347B publication Critical patent/AT350347B/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D3/00Electroplating: Baths therefor
    • C25D3/02Electroplating: Baths therefor from solutions
    • C25D3/54Electroplating: Baths therefor from solutions of metals not provided for in groups C25D3/04 - C25D3/50
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23FNON-MECHANICAL REMOVAL OF METALLIC MATERIAL FROM SURFACE; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL; MULTI-STEP PROCESSES FOR SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL INVOLVING AT LEAST ONE PROCESS PROVIDED FOR IN CLASS C23 AND AT LEAST ONE PROCESS COVERED BY SUBCLASS C21D OR C22F OR CLASS C25
    • C23F15/00Other methods of preventing corrosion or incrustation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Other Surface Treatments For Metallic Materials (AREA)
  • Preventing Corrosion Or Incrustation Of Metals (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur gleichzeitigen Verhinderung des biologischen Bewuchses und der chemischen Korrosion von Substraten, die biologische Bewuchsorganismen enthaltenden Fluida und korrodie- rend wirkenden Umgebungen ausgesetzt sind. 



   Substrate, die verschiedenen Fluida exponiert sind, werden bekanntlich dauernd einem biologischen Be- wuchs und/oder einer Korrosion unterworfen. 



   Handelt es sich bei dem Fluidum um Luft, so erfolgt z. B. eine Oxydation verschiedener Metallober- flächen, die der Umgebungsatmosphäre ausgesetzt sind, was zu einer Verfärbung, einem Abblättern oder einer Strukturerweichung führt, wie dies z. B. bei der Oxydation der Oberflächen von Aluminium, Eisen und
Stahl der Fall ist. Organische Flüssigkeiten fördern verschiedenes biologisches Wachstum, das die Funktion damit in Verbindung stehender Mechanismen hemmt oder das Produkt verschmutzt. So ist es z. B. bekannt, dass spezielle Organismen innerhalb der Brennstofftanks von Düsenflugzeugen oder Brennstofflagertanks leben und den Düsenkraftstoff abbauen. Ihr Wachstum verursacht verstopfte Kraftstoffleitungen oder andere
Fehlleistungen in den   Kraftstoffsteuermechanismen.   



   Sowohl in Frischwasser als auch in   Meereswasser sind unerwünschter und schädlicher   biologischer Bewuchs   undKorrosionsbefall   eine Selbstverständlichkeit. Meeresorganismen, z. B. Algen, bakterieller Faulschlamm, Ringelwürmer, Pflanzen, Rankenflusskrebse,   Krebs-und Krustentiere od. dgl.   verursachen jährlich Millionen von Dollar Schaden an Substraten und Gegenständen, die der Unterwasserumgebung ausgesetzt sind,   z. B.   an Messwandlern und andern Unterwasserapparaturen, Bojen, Unterseeboot-Ballasttanks, Wasserstandsmessern, Unterwasserortungsgeräten od. dgl., indem ein Wachstum der Organismen auf den Ober-   flächen   dieser Substrate erfolgt.

   Gegebenenfalls resultiert daraus ein unerwünschter und schädlicher Bewuchs, der bestenfalls in kosten- und zeitaufwendiger Weise entfernt werden muss und schlimmstenfalls die Brauchbarkeit der Vorrichtung völlig zerstört. 



   Apparaturen mit beweglichen Teilen, die in einer Flüssigkeitsumgebung arbeiten müssen, z. B. Energiewandler vom Typ flexibler Diaphragmen, oder   Flüssigkeitsniveau-Messvorrichtungen,   die einen gleitenden Stab verwenden, werden total unbrauchbar, wenn sie von Organismen bewachsen oder durch Korrosion geschädigt sind. 



   Bootskörper, Anker, Unterwasserleitungen, Schiffsschrauben und Antriebswellen sind konstant derartigen Bewuchs- und Korrosionserscheinungen ausgesetzt. 



   Boilerplatten und Röhren, Wärmeaustauscher, Dampfleitungen und Kühltürme weisen jeweils spezielle biologische Bewuchs-und Korrosionsprobleme auf je nach Typ des komprimierten Dampfes, der Heisswasseroder Kaltwasserseite oder andern speziellen Fluidumsumgebungskriterien. 



   Es hat nicht an Versuchen gefehlt, die aufgezeigten Probleme zu lösen. 



   Einer der eingeschlagenen Wege bestand in dem Versuch, die Zusammensetzung der Substrate zu än- 
 EMI1.1 
 ;gegenüber biologischem Bewuchs oder chemischer Korrosion erhöht. 



   Obwohl der erstgenannte Weg eine Vielzahl von Legierungen und Materialien mit verbesserter Widerstandsfähigkeit gegen biologischen Bewuchs und Korrosion hervorbrachte, besteht nach wie vor das aufgezeigte Problem, das jährlich Billionen von Dollar Schaden und Erhaltungskosten verursacht. 



   Ferner wurden zahlreiche   Anti-Bewuchs-und Anti-Korrosions-Überzüge   zur Aufbringung auf Substrate, die sich in flüssiger Umgebung befinden, entwickelt. Diese bekannten Überzüge blättern jedoch eventuell ab oder werden von der Oberfläche während des Gebrauchs abgerieben und haben nur eine begrenzte Lebenserwartung, was kostenaufwendige Stillegungen und erneute Überzugsaufbringung erfordert. Wenn es sich um rostfreien Stahl, Titan- und andere Speziallegierungen handelt, haften derartige Überzüge nicht gut genug. 



  Ferner erfordern derartige Überzüge oftmals das Aufbringen in Form einer vergleichsweise dicken Schicht, welche der Bildung schmaler Spalte oder Haarrisse unterliegt, die es ermöglichen, dass korrodierende Flüssigkeiten die Oberfläche des Substrats erreichen. Selbst ganz kleine Risse können zu einer Schädigung der überzogenen Vorrichtung führen.   Anti-Bewuchs- oder Anti-Korrosions-Überzüge   haben ferner den zusätzlichen Nachteil, dass sie vergleichsweise leicht abgeschabt oder von   der Oberfläche abgekratzt werden können.   



  Ferner werden in   Anti-Bewuchs-Überzügen   oftmals giftige Substanzen verwendet, welche ein Gesundheitsrisiko für unschädliche Organismen und sogar Menschen hervorrufen und die ferner ihre toxischen Verbindungen oder toxischen Effekte in kurzer Zeit verlieren, sei es durch Auflösen in der   Flüssigkeitsumgebung   oder durch Reaktion mit Verbindungen, die in dieser Flüssigkeitsumgebung vorliegen. 



   Es ergibt sich somit, dass das Problem, die derartigen Fluidumsumgebungen exponierten Substrate frei zu halten von Bewuchsorganismen und Korrosion, bislang ungelöst blieb. 



   Die Behebung der aufgezeigten Schwierigkeiten und eine befriedigende Lösung des Problems des biolo-   gischen Bewuchses   und der Korrosion von Substraten werden erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass man die Oberflächen der Substrate, bevor diese den schädlichen Bedingungen ausgesetzt werden, mit Technetium-99, dessen Legierungen oder dessen Verbindungen beschichtet. 



   Erfindungsgemäss wird Technetium-99 auf das zu schützende Grundsubstrat in üblicher bekannter Weise 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 aufgebracht. So können Beschichtungsmassen gebildet werden, denen Technetium-99 oder dessen Verbindun- gen einverleibt sind und die filmbildende Substanzen enthalten, die den Durchgang der ss-Teilchen nicht blockieren, jedoch deren Effekt an den   Fluidum-Substrat-Grenzfläche   ermöglichen. Wegen des Vorliegens   vonTechnetium-99   können   die Überzüge in Form vergleichsweise dunner   Schichten aufgebracht werden, wel- che die   Rissbildungs- und   Haarrissprobleme von an Technetium-99 freien   Schutzüberzügen   vermeiden.

   Das
Material kann vergossen, aufgesprüht oder mit Hilfe eines   Elektroplattierungs-,   Metallsprüh-, Flammsprüh-, chemischen   Aufdampf- oder   Vakuumaufdampfverfahrens in verschiedener Dicke aufgebracht werden zur Er- zielung des gewünschten Ergebnisses. Zugleich mit der Beschichtung kann auch, insbesondere beim Metall- aufsprühen bzw. Flammsprühen, eine Einbettung des Technetium-99 nahe der Substratoberfläche in unter- schiedlicher Tiefe, z. B. bis zu 25,4 um, erfolgen.

   Ferner kann während der Herstellung des zu schützen- den Materials die Einverleibung des Technetium-99 in das Grundmaterial ebenfalls wirksam sein, vorausge- setzt, dass das Technetium in dem Grundmaterial nahe genug der Oberfläche und in geeigneter Menge   (TpM)   vorliegt, um sicherzustellen, dass die Strahlung an der Oberfläche des Materials wirksam ist. 



   So können erfindungsgemäss in Fluida eingesetzte Vorrichtungen mit Technetium-99-Metall in verschie- dener Dicke plattiert oder überzogen werden zur Verhinderung schädlichen biologischen Wachstums und die beweglichen Teile derartiger Vorrichtungen, z. B. Umwandlerdiaphragmen, können einschliesslich einer dün- nen Schicht aus Technetium nahe der äusseren Oberfläche derartiger aktiver Bauteile hergestellt werden. 



   Durch gesteuerte   Varlierung   von entweder der in einem Grundmaterial einverleibten Menge (TpM) oder der Dicke der Technetiumplattierung oder des Überzugs auf einem nicht plattierbaren Material kann die Do- sisrate so eingestellt werden, dass die betreffenden Organismen auf derartigen Oberflächen nicht zu wachsen vermögen. Die Dosisrate an der Oberfläche kann auf ein Maximum eingestellt werden durch Variierung der
Dicke der Schicht aus Technetium, die auf die Oberfläche des Materials aufgebracht ist, in der Verbindung vorliegt oder nahe der Oberfläche des Materials einverleibt ist. 



   Erfindungsgemäss wird somit ein Verfahren zur Verhinderung des Wachstums von Organismen auf Substraten in einer Vielzahl von Fluida geschaffen durch Vornahme einer Technetiumbehandlung auf den Substraten. 



   Erfindungsgemäss werden ferner mit Technetium behandelte Substrate in Fluida eingesetzt, wobei derartige Substrate auf Grund der Technetiumbehandlung praktisch frei von Korrosion sind. 



   Das Element Technetium mit dem Atomgewicht 99 und der Ordnungszahl 43 wird in der Natur nicht gefunden, sondern als ein Spaltungsprodukt gebildet. Die hauptsächliche Methode zur Gewinnung von Technetium aus derartigen Produkten besteht in der Abtrennung dieses Elementes mit Hilfe von Ionenaustauschertechniken aus jenen Abfällen, die bei dem in den USA gebräuchlichen Ionenaustauschverfahren   ("Purexver-   fahren") zur Aufarbeitung von   verbrauchtem Kernbrennstoff   zurückbleiben. Während es sich dabei ursprünglich um eine Laboratoriumsrarität handelte, haben kürzlich von der   U. S.-EnergyResourcesDevelopment   Agency entwickelte Verfahren dieses Metall und seine Verbindungen in wirtschaftlich attraktiven Mengen ver-   fügbar   gemacht. 



   Technetium-99 hat bekanntlich eine Halbwertszeit von   2, 1 X 105   Jahren. Bedeutsam ist, dass Technetium-99 nur ss-Teilchen emittiert mit einer Maximalenergie von 0,29 MeV und einer Durchschnittsenergie von 100 keV. Technetium   (Tc)   kann daher, wie weiter unten ausführlicher dargelegt wird, vergleichsweise leicht und sicher gehandhabt und aufgebracht werden. 



   Die Verwendung von Technetium als Komponente zur Verhinderung der Korrosion von Metallsubstraten ist bereits seit langem bekannt. Insbesondere wurde gezeigt, dass das Vorliegen des Pertechnetations   Taco."   in   schweissbaren Stählen   mit   geringemKohlenstoffgehalt die Korrosion   in wässerigen Systemen merklich vermindert (vgl. z. B. J. Am. Chem. Soc., Band 77,1955, Seite 2658). Versuche haben gezeigt, dass diese Materialien von so geringen Mengen wie 5 bis 50 TpM Pertechnetation wirksam geschützt werden können, wenn sie Temperaturen von bis zu mindestens 2500C in belüftete, destilliertem Wasser unterworfen werden. Bestimmte Proben wurden zwei Jahre lang beobachtet und liessen keine Anzeichen eines Angriffs erkennen. 
 EMI2.1 
    x 1012 Atometium/cm2 Substrat abgelagert   werden. 



   Zur   erfindungsgemässen Verwendung von Technetium-99 zur Verhinderung   des durch das Wachstum biologischer Organismen verursachten Bewuchses und zur   gleichzeitigenKorrosionshemmungvon Metallsubstraten   ist es erforderlich, dass das Isotop in einer solchen Konzentration vorliegt, dass die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe gelöst wird. 



   So zeigt es sich z. B. dass 1 g Technetium mit einer Dichte von 11,5   g/cm3   eine Fläche von 14,06 cm2 des Substrats in einer Dicke von 63,   5 pm   bedeckt. Anderseits kann eine Plattierung von 12,7 um Dicke eine Fläche von   70, 3 cm2   bedecken mit dem   zusätzlichen Vorteil,   eine   erhöhte Dosisrate für   den biologischen Organismus zu schaffen auf Grund der geringeren Selbstadsorption von ss-Teilchen in dem Überzug. 



   Technetiumkonzentrationen dieser Grössenordnung sind leicht erzielbar nach Standardmethoden der Elektroablagerung, wie früher bereits gezeigt wurde, unter Verwendung des Ammoniumpertechnetatsalzes (vgl. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 z. B. ORNL Report Nr. PM 748).   Aufsprühtechniken,   bei denen es sich ebenfalls um industrielle Standardverfahren handelt, können weitaus dünnere   Technetiumüberzüge   ergeben. Die Dicke des   Technetiumüberzugs   kann somit leicht eingestellt werden bis herab zu einer monoatomaren Schicht sowohl auf Metall- als auch   auf Nichtmetallsubstraten unter Wahrnehmung   der   erforderlichen Antiorganismus-Wachstumsverhinderungs-   Behandlung. 



   Um den erforderlichen Anti-Korrosionseffekt auf Metallsubstraten zu erzielen, können so niedrige Konzentrationen wie 5 bis 50 TpM wirksam sein, die aufgebracht werden nach bereits bekannten   Metallsprüh-   techniken, z. B. durch Aufspritzen oder mit Hilfe eines Elektroplattier-, Metallsprüh-, Flammsprüh-, chemischem   Aufdampf-oder   Vakuumaufdampfverfahrens. 
 EMI3.1 
 pulvers in geeigneten Mengen mit demMetallpulver auf dem Substrat kann die Zubereitung unter Verwendung der angegebenen Technik auf das   Substrat "metallversprüht" werden.   Dabei resultiert eine äussere Schicht der   gewünschten Dicke   mit einem Gehalt an der gewünschten Zusammensetzung von Tc in dem Grundmetall zur Verhinderung der Korrosion. 



   Andere Verfahren zur Aufbringung eines wirksamen   Technetium-99-Überzugs   zur Verhinderung biologischen Wachstums sind z. B. Dampfabscheidung und chemische Dampfabscheidung, wobei das Tc in das Substrat, das vorzugsweise auf Eisen basiert, diffundiert. 



   Der Technetiumüberzug kann selbstverständlich auch auf Nichtmetall-Substrate aufgebracht werden,   z. B.   auf Holz, Plexiglas, Glaswolle, Kunststoffe od. dgl., sowie auf Nichteisen-Metallsubstrate, z. B. Aluminium, Silber und Kupfer. 



   Wie bereits erwähnt, erfolgt kein Korrosionseffekt von wässerigen Flüssigkeiten auf technetiumbehandelte Substrate. Dabei zeigt das Fehlen der Korrosion das Unvermögen, Massen, welche das Technetiummetall enthalten, anzugreifen und zu lösen. Da Versuche gezeigt haben, dass das Technetium selbst nach 1000 h in simuliertem Meerwasser bei   900C   unlöslich bleibt, ist offensichtlich, dass die Menge an Technetium, die in wässerige Flüssigkeiten übergeht, praktisch Null ist.

   Es ist daher zu erwarten, dass   Technetiumkonzen-   trationen in wässeriger Umgebung praktisch unveränderlich sind bezüglich vorliegender Mengen und dass eine Aufnahme durch Meeresbewohner und irgendwelche Nachfolgeeffekte in der Ernährungskette völlig fehlen, so dass die bisher nicht erkannte Aufbringung von radioaktivem Technetium-99 vom Sicherheitsstandpunkt aus vollkommen praktikabel ist
Wenn das Metall selbst offensichtlich keinerlei Probleme in bezug auf Löslichkeit in wässerigen Lösungen bietet, d. h. in Wasser unlöslich ist, müssen weitere Überlegungen gerichtet werden auf die Strahlungsmengen, welche von einem zur Verhinderung der Korrosion und des Bewuchses mit   Technetium behaideltenSub-   strat erzeugt werden.

   Vom Standpunkt der Strahlung aus kann gezeigt werden, dass die von einem Tc-Überzug emittierte Dosisrate die erforderliche Hemmung des Wachstums von Meeresorganismen auf dem behandelten Substrat bewirken kann ohne Verseuchung der Meereswasserumgebung. 
 EMI3.2 
 
 EMI3.3 
 
Werden 2, 1 x 105 Jahre für die Halbwertszeit von Technetium-99 eingesetzt, so errechnet sich die spezifische   Aktivität/cm2   zu 4,54 X 107   Zerfallsvorgängen/s.   
 EMI3.4 
 kann die Dosisrate einer 63, 5 Mm dicken Plattierung bestimmt werden zu 260 rad/h-cm2 unter Vernachlässigung der Selbstabsorption. Wird z.

   B.   einSelbstabsorptionsfaktor   von 23% angenommen, so beträgt die Dosisrate 200   rad/h-cm2.   Für eine 12,   7 pm dicke Plattierung wird angenommen, dass die Selbstabsorption inder   Grössenordnung von 10, 8% liegt, woraus eine Dosisrate von 242   rad/h-cm resultiert.   



   Es ist bekannt, dass höher entwickelte Organismen auf bestimmte Strahlungsmengen empfindlicher reagieren als Organismen, dieauf einer niedrigeren Entwicklungsstufe stehen. Wird der ganze Körper eines Tieres 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 y- oderZur Anwendung   des Technetiummetalls kanndaher   das trockene Material in einer Standard-Handschuhbox unter Verwendung von bleiimprägnierten Handschuhen zum Schutze der Hand gehandbabt werden und in Plattierlösungen schirmt die Flüssigkeit die Aktivität wirksam ab. 
 EMI5.1 
 eine einatomige Schicht ist und vorzugsweise im Bereich von etwa 0,05   jmi   liegt, während die obere Grenze der Schichtdicke für praktische Zwecke etwa 127   jum   beträgt. 



   Das folgende Beispiel soll die Erfindung näher erläutern, ohne sie zu beschränken. 



     Beispiel :   Unter Verwendung der Vorrichtung und des Verfahrens wie sie von W. D. Box In dem mit   "Electro-depositionof 99Tc Metai" überschriebenen   Artikel in Nuclear Applications, Band 1/2, April 1965 beschrieben werden, kann ein Diaphragma eines Unterwasser-Umwandlers aus rostfreiem Stahl mit Techne- tiummetall in einer Dicke von 2,54 bis 63, 5   gin   beschichtet werden. 



   Ein Diaphragma aus rostfreiem Stahl, das als aktives Element in einer Echolotvorrichtung bestimmt war, wurde als die Kathode verwendet. Platingaze diente als Anode. 



   Bei der verwendeten Elektrolytlösung, in welcher eine ausreichende Menge Ammoniumpertechnetat ge- löst war, handelte es sich um eine gesättigte Lösung von Ammoniumoxylat (0,7   M),   die durch Zugabe von
Schwefelsäure (1, 411   M)   auf einen pH-Wert von 1, 0 eingestellt worden war. Es wurde eine Stromdichte von 1, 3   A/cm2   verwendet. Das Technetium wurde als Metall auf dem Diaphragma aus rostfreiem Stahl abgelagert in einer Dicke von etwa 16,   loan   (18   mg/cm2),   wobei die Schicht am Substrat fest haftete. 



   Das   mitTechnetium-99   behandelte Diaphragma wurde in einem Unterwasser-Energiewandler verwendet, wobei kein Bewuchs durch Wachstum von Meeresorganismen auftrat und gleichzeitig Korrosion verhindert wurde. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur gleichzeitigen Verhinderung des   biologischen Bewuchses und der   chemischen Korrosion von Substraten, die biologische Bewuchsorganismen enthaltenden Fluida und korrodierend wirkenden Umgebungen, wie Meer- oder Frischwasser oder organischen Flüssigkeiten, ausgesetzt sind, dadurch ge-   kennzeichnet, dass man die Oberflächen der Substrate, bevor diese den schädlichen Bedingungen ausge-    setzt werden, mit Technetium-99, dessen Legierungen oder dessen Verbindungen beschichtet.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man auf das Substrat Technetium-99 in einer Dicke aufträgt, die von einer monoatomaren Schicht bis etwa 127 pm reicht.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man das Technetium-99 mit Hilfe eines an sich bekannten Elektroplattierungsverfahrens auf der Oberfläche des Substrats ablagert.
    4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man das Technetium-99 durch Aufsprühen bzw. nach einer Metallsprühtechnik auf der Oberfläche des Substrats ablagert.
    5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man das Technetium-99 unter Verwendung eines Vakuumaufdampfverfahrens auf der Oberfläche des Substrats ablagert.
AT18677A 1977-01-14 1977-01-14 Verfahren zur gleichzeitigen verhinderung des biologischen bewuchses und der chemischen korrosion von substraten AT350347B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT18677A AT350347B (de) 1977-01-14 1977-01-14 Verfahren zur gleichzeitigen verhinderung des biologischen bewuchses und der chemischen korrosion von substraten

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT18677A AT350347B (de) 1977-01-14 1977-01-14 Verfahren zur gleichzeitigen verhinderung des biologischen bewuchses und der chemischen korrosion von substraten

Publications (2)

Publication Number Publication Date
ATA18677A ATA18677A (de) 1978-10-15
AT350347B true AT350347B (de) 1979-05-25

Family

ID=3483760

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT18677A AT350347B (de) 1977-01-14 1977-01-14 Verfahren zur gleichzeitigen verhinderung des biologischen bewuchses und der chemischen korrosion von substraten

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT350347B (de)

Also Published As

Publication number Publication date
ATA18677A (de) 1978-10-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1937617C3 (de) Korrosionshemmendes Mittel
DE2941997C2 (de) Verfahren zur Vorbehandlung von Kunststoffsubstraten für die stromlose Metallisierung
DE1936990A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Verhinderung von Korrosion
DE2356888A1 (de) Verfahren zum schutz der oberflaeche von metallerzeugnissen vor korrosion durch die atmosphaere mit fluechtigen inhibitoren in einem hermetischen raum
DE2325138A1 (de) Ueberzugsbaeder und verfahren, um metallteile unter verwendung dieser baeder zu schuetzen
DE69108630T2 (de) Bewuchsschutzverfahren und -einrichtung.
DE3220019A1 (de) Antifoulingmittel
AT350347B (de) Verfahren zur gleichzeitigen verhinderung des biologischen bewuchses und der chemischen korrosion von substraten
DE1621440B2 (de) Korrosions und steinansatzverhuetungsmittel fuer kuehl wasser sowie verfahren zur verhinderung der korrosion und steinsalzbildung durch kuehlwasser
US4123338A (en) Method for prevention of fouling and corrosion utilizing technetium-99
US4017370A (en) Method for prevention of fouling by marine growth and corrosion utilizing technetium-99
DE2706181A1 (de) Verfahren zur bewuchshinderung an fahrzeugen
DE2701032A1 (de) Verfahren zur verhinderung des bewuchses und der korrosion von substraten
DE1084603B (de) Verfahren zur Herstellung einer Schutzschicht auf Unterwasserflaechen
CA1126497A (en) Method for the prevention of fouling and corrosion utilizing technetium-99
CH687529A5 (de) Bad zur Vorbehandlung von Leichtmetallen.
DE3429279C2 (de)
JPS593961B2 (ja) 汚染生物を含んだ流体環境及び腐食性環境にさらされる構造物の防汚防食方法
DE2612276C3 (de) Elektrochemisches Korrosionsschutzverfahren
DE2856839A1 (de) Verfahren zur verhinderung von korrosion
DE2922950C2 (de) Verfahren zum Schützen von Stahlwerkstücken gegen Innenriß- und Lochfraßkorrosion
DE2349236C2 (de) Verfahren zum Herstellen eines eisenhaltigen Gegenstandes mit einem Aluminium/Zink-Überzug und seine Anwendung auf Bleche, Bänder und Drähte aus Stahl
DE676029C (de) Verfahren zur Erzeugung einer Schutzschicht auf Eisen- und Stahlflaechen
DE69828446T2 (de) Verwendung eines fäulnisverhindernden Materials an marinen Einrichtungen
DE69118015T2 (de) Rostfreier Stahl zur Verwendung in Naturwasserumgebungen

Legal Events

Date Code Title Description
ELJ Ceased due to non-payment of the annual fee
REN Ceased due to non-payment of the annual fee