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Die Erfindung betrifft eine Siebdruckmaschine mit Siebdruckschablonenband, das in Arbeitsebene über mindestens zwei Walzen geführt ist, derart, dass das untere Trum auf der Arbeitsebene liegt, wobei die das Siebdruckschablonenband führenden Walzen in zwei im Abstand einander gegenüberliegenden, zum
Maschinengestell einstellbaren Druckköpfen gelagert sind.
Derartige Siebdruckmaschinen sind an sich bekannt. So ist in der US-PS Nr. 2, 302, 152 eine derartige
Siebdruckmaschine dargestellt und beschrieben, bei der die als Seitenlager dienenden Druckköpfe im
Verhältnis zum Maschinengestell einstellbar sind. Damit kann zwar die Arbeitshöhe des Siebdruck- schablonenbandes eingestellt werden ; die wesentliche Schwierigkeit besteht aber darin, dass beim Wechsel des Siebdruckschablonenbandes umständliche Montagearbeiten notwendig sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Siebdruckmaschine dieser Art zu schaffen, bei der die Möglichkeit besteht, mit wenigen Handgriffen das Siebdruckschablonenband problemlos zu wechseln.
Die Erfindung besteht darin, dass einer der Druckköpfe ein oder mehrere verstellbare ein-und ausfahrbare Stützen aufweist und neben dem Druckkopf eine mit demselben in Eingriff bringbare
Haltevorrichtung zum Festhalten des Druckkopfes in angehobener Montagestellung vorgesehen ist. Damit ist erzielt, dass die Haltevorrichtung beim Wechsel des Siebdruckschablonenbandes den mit ein-und ausfahrbaren Stützen versehenen Druckkopf solange festhält, dass die Stützen eingefahren werden können, um das Siebdruckschablonenband über den Druckkopf hinweg und unter den eingefahrenen Stützen hindurch herausziehen zu können, um es schnell und mühelos zu wechseln.
Die Erfindung wird nachfolgend in einem Ausführungsbeispiel an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 den Kopf der Maschine im Schaubild, Fig. 2 den Kopf der Maschine im Schnitt, Fig, 3 den Bereich Ader Fig. 2 vergrössert, Fig. 4, 5 und 6 unterschiedliche Stadien des Schablonenwechselvorganges.
Die erfindungsgemässe Siebdruckmaschine weist ein Maschinengestell --1-- auf, das beliebig ausgebildet sein kann. Auf diesem Maschinengestell-l-ruht, jeweils auf vier Stützen --2 bzw. 22-gelagert, mindestens ein Druckwerk --3--, wobei bei Mehrfarbendruck mehrere derartige Druckwerke - in der Maschine hintereinander angeordnet sein können.
Jedes der Druckwerke --3-- weist ein Siebdruckschablonenband --30-- auf. Das Schablonenband dessen Lage in gespanntem Zustand in Fig. 2 strichpunktiert gezeigt ist, wird bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel über zwei angetriebene Walzen --4-- geführt, die auf der Arbeitsebene - ruhen bzw. in dieser Arbeitsebene gehalten werden, wobei aber der Teil des Schablonenbandes --30--zwischen den Walzen --4-- in Arbeitsstellung der Maschine auf der Arbeitsebene in genau berechneter Weise aufliegt.
Im oberen Bereich wird das Schablonenband --30-- über eine mittig zu den Walzen --4-- angeordnete Spann-und Regelwalze-5-- geführt.
Alle Walzen ruhen rechts und links in Druckknöpfen-31 bzw. 32--. Jedes Druckwerk weist somit zwei einander gegenüberliegende Druckköpfe auf.
In diesen Druckknöpfen-31 und 32-- liegen jeweils zwei parallel zueinander angeordnete Hebezylinder - -33--, die fest in den Druckknöpfen-31 und 32-- angeordnet sind. Im Inneren der Hebezylinder-33- ist jeweils ein Kolben --331--, der von oben durch ein Druckmedium beaufschlagt werden kann, angeordnet. Die Zuführung des Druckmediums ist nicht dargestellt. Bei Druckgabe auf die Oberfläche der Kolben --331-- hebt sich das gesamte Druckwerk --3-- an, U. ZW. in der gerade vorhandenen Position der drei Walzen --4 und 5-- im Verhältnis zueinander. Dadurch ist ein Abheben des ganzen Druckwerkes - von der Arbeitsstellung in eine obere Stellung möglich und umgekehrt.
Ferner ist eine Rakeleinrichtung --6-- angeordnet, die beliebig ausgebildet sein kann. Diese hebt sich und senkt sich zusammen mit dem ganzen Druckwerk, da sie in den Druckknöpfen-31 und 32-gelagert ist.
Die Stützen --22-- des Druckkopfes --32-- sind ausserdem noch für sich steuerbar und können durch entsprechende Rücksteuerung der Kolben allein eingezogen werden. Eine solche Position ist in Fig. 5 dargestellt. Diese Möglichkeit ist gegeben, um das Schablonenband --30-- entfernen zu können.
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oberhalb der Arbeitsplatte Aussengewinde, so dass eine Überwurfmutter --26-- aufsetzbar ist, die über eine Ringplatte --231-- der Zentrierspitze --23-- greift. Durch diese Überwurfmutter --26-- lässt sich die
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Aufsatzebene für den jeweiligen Druckkopf regulieren und einstellen. Die Stützfüsse --25-- ruhen in
Stützlagern --27--, die auf einer verstellbaren Platte --28-- befestigt sind. Die Platte ist durch Bolzen - einstellbar.
Es weist somit einer der Druckköpfe --31, 32-- ein oder mehrere verstellbare ein-und ausfahrbare Stützen --2, 22-- auf und neben dem Druckkopf ist eine mit demselben in Eingriff bringbare Haltevorrichtung --80-- zum Festhalten des Druckkopfes --31 oder 32-- in angehobener Montagestellung vorgesehen (Fig. 4).
Die Haltevorrichtung --80-- weist ihrerseits teleskopartig ausfahrbare Stützarme --180-- auf. Diese Stützarme --180-- werden durch einen Druckzylinder --81-- in Richtung des Pfeils C bewegt.
Zur Auswechselung der Siebdruckschablone --30-- wird wie folgt vorgegangen :
1. Die Spann- und Regelwalze --5-- wird abgesenkt, so dass sie in die in Fig. 2 ausgezogen gezeigte Stellung gelangt. Anschliessend wird durch Druckgabe in die Hebezylinder --33-- das gesamte Druckwerk angehoben, so dass die Stützen --2-- und auch die Stützen --22-- voll ausgefahren sind.
2. In dieser Stellung des Druckwerkes --3-- wird die in den Fig. 4 bis 6 dargestellte Haltevor- richtung --80--, die an einer Wand --8-- befestigt ist und dort schwenkbar gelagert ist, in
Richtung auf den Druckkopf verschwenkt, wonach die Stützarme --180-- der Haltevorrichtung - durch die Druckzylinder --81-- teleskopartig ausgefahren werden. Die Haltearme werden somit in Richtung des Pfeils C bewegt und in beliebiger Weise am Druckkopf --32-- befestigt.
Sie greifen mit den Armen --180-- in entsprechende Ausnehmungen des Druckkopfes ein und werden festgeschraubt oder sonstwie gehalten. Dadurch wird der Druckkopf --32-- von den Stützarmen --180-- der Haltevorrichtung --80-- festgehalten. Danach können die Stützen --22-- durch Betätigung ihrer Druckzylinder --33-- eingefahren werden. Vor dem Hochfahren der Stützen --22-- wird nach Befestigung der Vorrichtung --80-- am Druckkopf --32-- die Überwurfmutter --26-- jeweils von den Zentrierspitzen der Stützen --22-- gelöst.
3. Anschliessend muss der Farbrohranschluss der Druckvorrichtung abgeschraubt werden und jetzt kann die Schablone --30-- in Richtung des Pfeils D entsprechend der Fig. 5 in die strich- punktierte Stellung gebracht werden. Das Schablonenband wird somit vom Druckwerk --3-- auf die Haltevorrichtung --80-- abgezogen.
4. Die Stützen --22-- werden anschliessend wieder voll ausgefahren, so dass sie als Standbeine für den Druckkopf --32-- dienen ; sie übernehmen damit die Lagerung des Druckwerkes --3-- auf der Seite des Druckkopfes --32--. Die ausfahrbaren Stützarme --180-- der Haltevorrichtung - können anschliessend zurückgefahren werden in die in Fig. 6 gezeigte Stellung durch
Rückführung des Kolbens im Druckzylinder --81--. Da die Haltevorrichtung --80-- freitragend ausgebildet ist und schwenkbar an der Wand --8-- befestigt ist, wird das Schablonenband, das sich auf der Haltevorrichtung --80-- befindet, voll zugänglich. Das Aufbringen eines neuen
Schablonenbandes erfolgt in umgekehrten Arbeitsschritten.
Bei Austausch des Schablonenbandes - wird jeweils der Kolben --331-- hochgefahren, der zur Abzugsseite hin liegt, und beide Überwurfmuttern --26-- müssen dazu gelöst werden. Der gegenüberliegende Druckkopf bleibt bei dieser Arbeitsphase in angehobener Lage mit ausgefahrenen Stützen. Der Austausch des
Schablonenbandes erfolgt bei den dargestellten Ausführungsbeispielen zur getriebefreien Seite hin, was vorteilhafter ist. Nach Aufbringen eines neuen Schablonenbandes erfolgt die
Absenkung des Druckwerkes dadurch, dass beidseitig nach Lösen der Haltevorrichtung --80-- die vorher ausgefahrenen Stützen --22-- gleichmässig eingefahren werden, wobei das gesamte
Druckwerk in die richtige Arbeitsstellung gebracht wird und anschliessend einreguliert werden kann.
Die Beschreibung mit drei Walzen ist nicht einschränkend zu verstehen. Wesentlich ist, dass mindestens zwei Walzen --4-- in Arbeitsebene angeordnet sind, während eine Spann- und eine Regelwalze - mittig im Verhältnis zu diesen das Schablonenband --30-- spannt. Ob im Verlauf der einzelnen Trume weitere Führungswalzen vorgesehen sind, ist gleichgültig.