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Die Erfindung betrifft eine Konstruktion, die als Anbaugerät an fast alle auf dem Markt befindlichen Fahrstühle die Überwindung von Stiegen, Stufen, Randsteinen usw. mit eigener Kraft des Körperbehinderten ermöglicht.
Überall dort, wo der Behinderte auf seiner Fahrt mit dem Rollstuhl grössere Unebenheiten überwinden muss, wie z. B. an Stiegen, Geschäftsportalen, Amtseingängen usw. ist er auf die Hilfe ihm nahestehender oder anderer hilfsbereiter Menschen angewiesen.
Mit Hilfe derartiger Einrichtungen an Krankenfahrstühlen Berufstätiger, können ohne Hilfestellung Stufen zwischen Büros und Werkstätten oder Stiegen überwunden werden, ohne lange Auffahrtsrampen anlegen zu müssen. Bei Tätigkeiten mit verschiedenen Arbeitstischhöhen, wie z. B. Schreibtischarbeit und Ablegearbeit an Wandaktenschränken, oder Werkbankarbeit und Ständerbohrmaschinenarbeit bietet die gegenständliche Konstruktion eine Möglichkeit die Sitzhöhe entscheidend zu verändern.
Ein weiterer Anwendungsbereich derartiger Einrichtungen liegt bei den heute sehr verbreiteten mehretagigen Wohnungen (Reihenhäuser, Einfamilienhäuser oder z. B. Wohnzimmer mit überhöhter Sitzoder Essecke) und vielen Geschäftsportalen vor.
Gemäss der Erfindung ist das Anbaugerät als Ausrüstung eines Fahr- und Rollstuhles zur sicheren Überwindung von Stiegen und Stufen od. dgl. vorgesehen, wobei zum Anheben und Absenken des Fahrstuhles ein Hebel- und Stützrollensystem mit höhenverstellbarem und arretierbarem Stützrad vorgesehen ist. Das Anbaugerät ist dadurch gekennzeichnt, dass ein Stützfuss zur Auflage an die zu überwindenden Stufen bringbar und in Parallelogrammlenkern gelagert ist, wobei die Parallelogrammlenker mit einem ihrer Gelenkpunkte an einer höherverstellbaren Stütze gelagert sind, die ihrerseits durch ein an das Gelenk des Fahrstuhles fixiertes Rohr geführt wird und durch einen willkürlich lösbaren Riegel gegenüber dem Führungsrohr feststellbar sind.
Vorteilhaft können für das Heben und Senken mechanische oder pneumatische Federn bzw.
Stossdämpfer vorgesehen sein.
Der heutige Stand der Technik stellt sich etwa folgendermassen dar :
Gemäss der DE-AS 1505851 ist ein Treppen-Spezialfahrstuhl mit hohem technischem Aufwand bekannt.
Nachteilig ist der geringe Sicherheitswert infolge geringem Reibungsschluss bei nassen Stiegen. Gemäss der US-PS Nr. 3, 573, 877 kann nur eine Stufe (keine Stiege) niedriger Höhe nach riskantem Hochschwingen der Vorderräder überwunden werden.
Beim Gegenstand der US-PS Nr. 3, 253, 837 und Nr. 3, 179, 431 handelt es sich um Spezialfahrstühle. Bei ersterem ist ein sicheres Abwärtsfahren nicht optimal möglich. Die ständig wechselnde Neigungsänderung der Sitzposition weist einen hohen Belastungseffekt auf Kreislauf und Sicherheitsgefühl, besonders bei älteren, schwereren und kreislauf- oder herzkranken Menschen, auf.
Ein weiteres Gerät ist durch die Fa. Meyra, BRD, bekannt, das als"Treppenfahrer"mit netzabhängigem Elektromotor betrieben, nur innerhalb des Hauses bzw. auf einer bestimmten Stiege ortsgebunden Verwendung findet.
Demgegenüber liegen die Vorteile der Erfindung darin, dass alle Stiegendimensionen zwischen zirka 15 und 20 cm Stufenhöhe bzw. 25 und 30 cm Stufentiefe (in der Praxis verwendete und zugelassene Dimensionen) in parallelverschobener Sitzposition auf-und abwärts"erklettert"werden können, sofern es sich nicht um geschwungene Wendeltreppen handelt, keine Hilfspersonen für den normalen Arbeits- und Haushaltsprozess erforderlich sind, weil der erforderliche Kraftaufwand (ohne Zusatzfedern usw. ) je nach Stufenhöhe (Hebelwinkel) nur maximal 40% des Körpergewichtes beträgt. Dieser Wert kann durch Einbau von Zugfedern (aufwärts) bzw. Stossdämpfern (abwärts) noch wesentlich gesenkt werden.
Da das Gerät als Anbaugerät konzipiert ist, ist es für fast alle auf dem Markt befindlichen Fahrstuhltypen verwendbar (natürlich mit typengebundenen Halterungen) und herzustellen.
Es ist auch an bereits gebrauchten Fahrstühlen leicht anbringbar. Vorteilhafterweise kann dieses Gerät auf Grund der unabhängigen zweiseitigen Bedienung an die heute sehr beliebten Klappfahrstühle ohne Behinderung der Klappfunktion angebaut werden.
Mit diesem Gerät können Arbeitstisch- oder Positionshöhenunterschiede bis zirka 20 cm durch Unterschieben eines am Rollstuhlheck aufgehängten Schemels oder ein heckseitig angebrachtes, in den
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: Ingemäss dargestellt. Hier zeigt Fig. l eine Seitenansicht des Gerätes, Fig. 2 eine schematische Darstellung bei Hubende und Fig. 3 eine Vorderansicht des Anbaugerätes.
Aus Gewichtsgründen besteht die Konstruktion überwiegend aus dünnwandigen Rohren --4, 5,7, 9,
10-- mit wartungsarmen Sintermetall-Lagern und Alu-Greiffuss-6-. Eine Parallelogrammlenkung --9-- des
Hubhebelsystems ist zum sicheren parallelverschiebenden Heben und Senken des Fahrstuhles vorgesehen, wobei ein Leichtgewichtsstützrad --7-- zur gefahrlosen Ermöglichung der Hebelumsetzung --5-- dient.
Als Gewichtsausgleich bzw. Krafteinsparung bei der Hubhebelumsetzung ist eine Zugfeder --13-- vorhanden.
Typengebundene Halterungen --14, 15, 16-- zum Anbau an den Fahrstuhl sind vorteilhafterweise angebracht.
Da der Erfindungsgegenstand ein Zusatzgerät ist, stellen die grossen Hinterräder des Fahrstuhles und die dieser Erfindung eigenen vorderen Stützräder das stabile Fahrgestellt während des Stiegen- transportes dar.
Die Arbeitsweise des Gerätes ist wie folgt :
Beim Aufwärtstransport wird der Fahrstuhl rücklings an die erste Stufe angefahren und leicht eingebremst, um bei weniger tiefen Stufen ein eventuelles Abrollen der Hinterräder auszuschliessen.
Sodann wird die Arretierung (Riegel --1--) gelöst, wodurch das Stützrad --7-- bis auf den Boden sinkt.
Danach setzt der Benutzer des Gerätes den Fuss-6-- durch Anziehen des Hubhebels --5-- auf den Boden und hebt in der Folge den Fahrstuhl parallel zum Boden auf die erste Stufe. Dabei übernimmt zirka auf halber Hubhöhe das Hinterrad bereits die Abstützung nach hinten, währenddessen das Stützrad in die
Raste für die erste Stufe --11-- einklinkt.
Das folgende Lösen der Arretierung --2-- erfolgt durch den Hebel --3--, wobei durch Vordrücken des Hubhebels --5-- und gleichzeitiges Absenken des Hubhebelträgers-4-Fuss-6-an den Sockel der ersten Stufe angesetzt wird.
Der Benutzer hebt den Stuhl danach auf die zweite Stufe und zieht den Hubhebel bis zum Anschlag durch. Durch Überschreitung des oberen Totpunktes bei Stellung des unteren Hubhebels am Anschlag - steht der Fahrstuhl stabil auf den Hinterrädern und den Füssen-6-. Dies ist notwendig, um das Stützrad auszuklinken und in die Raste für die zweite Stufe --12-- gleiten zu lassen. Für beliebig viele Stufen wird nur mit dem Handhebel --5-- und dem Hebel --3-- gearbeitet, wobei bei Umstellung des Handhebels die Zugfeder diesen Vorgang wesentlich erleichtert. Bei der obersten Stufe erfolgt das Einziehen des Stützrades und des Hubhebelträgers sinngemäss umgekehrt.
Beim Abwärtstransport wird in normaler Fahrtrichtung mit den Vorderrädern knapp an den Rand der oberen Ebene angefahren, das Stützrad ausgeklinkt und durch leichtes Anheben des Stuhles mittels Hubhebels --5-- in die Raste für die erste Stufe --11-- eingeklinkt. Danach fährt man auf Hinter- und Stützrädern vor, bis letztere knapp am Rand der ersten Stufe stehen. Der Fahrstuhl wird leicht eingebremst, der Hubhebelträger --4-- über Hebel --3-- ausgeklinkt und Fuss --6-- mittels Hubhebels - auf die zweite Stufe gesetzt.
Bei Hubbeginn abwärts muss der Fuss-6-- an die senkrechte Flanke der Stufe angestellt werden.
Durch Vordrücken des Hubhebels auf oberen Totpunkt wird der Fahrstuhl leicht angehoben und dabei kann das Stützrad ausgeklinkt und in die Raste für die zweite Stufe --12-- abgesenkt werden. Durch weiteres Vordrücken wird der Stuhl auf die erste Stufe angesenkt und kommt auf die Stütz- und Hinterräder zu stehen. Analog dem Aufwärtstransport erfolgt das Wiederholen des Vorganges nur mehr mit Hubhebel --5-- und Hebel --3--. Bei den letzten Stufen ist sinngemäss das Stützrad und der Hubhebelträger einzuziehen.
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