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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entkernen von Kürbisfrüchten mit einer Einrichtung zum
Lösen der Kerne vom Fruchtfleisch und von den Samenfäden und mit einer rotierenden Siebtrommel zum
Aussortieren der Kerne vom Fruchtfleisch.
Es sind bereits Vorrichtungen zum Entkernen von Kürbisfrüchten bekannt, bei welchen die
Kürbisfrüchte einzeln angebohrt oder halbiert werden, um die Kerne freizulegen, welche Kerne dann in einer Siebeinrichtung vom Fruchtfleisch getrennt werden. Mit derartigen Vorrichtungen kann jedoch eine rasche, eine geringe Anzahl von Arbeitskräften erfordernde Entkernung der Kürbisfrüchte nicht vorgenommen werden.
Man hat weiters bereits vorgeschlagen, die Kerne der Kürbisfrüchte dadurch freizulegen, dass diese
Früchte entweder zwischen zwei einander nähernden, mit unterschiedlicher Geschwindigkeit angetriebenen
Bändern oder in einer Kammer zerquetscht werden, deren eine Wand von der Stirnfläche eines hin-und herbewegbaren Kolbens gebildet ist und deren andere, gegenüberliegende Wand in ihrer Ebene hin-und herbewegbar ausgebildet ist. Derartige Vorrichtungen sind jedoch in konstruktiver Hinsicht sehr aufwendig und daher auch insbesondere im rauhen landwirtschaftlichen Betrieb sehr störungsanfällig, da für die erforderlichen Bewegungsabläufe mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten zahlreiche Getriebe erforderlich sind, die ausserdem, um Störungen durch Eindringen von Fremdkörpern zu vermeiden, gekapselt sein müssen.
Ein weiterer Nachteil dieser Vorrichtungen ist darin gelegen, dass für die Zufuhr der Kürbisfrüchte zwischen die beiden Bänder bzw. in die Kammer ein teurer und störungsanfälliger
Kettenaufzug erforderlich ist.
Es ist auch eine Vorrichtung zur Gewinnung von Kaffeebohnen bekannt, bei welcher zwei ineinander konzentrisch angeordnete Zylinder vorgesehen sind, wobei der äussere Zylinder ein feststehendes Gehäuse bildet, in welchem der innere Zylinder rotiert. Dadurch, dass die beiden Zylinder konzentrisch angeordnet sind, ist stets der gleiche Abstand zwischen Aussenzylinder und Innenzylinder vorhanden. Eine einwandfreie Zerkleinerung und Entkernung von Kürbisfrüchten, deren Grösse variiert, kann mit dieser bekannten Vorrichtung nicht vorgenommen werden.
In der nicht vorveröffentlichten AT-PS Nr. 339526 ist weiters eine Vorrichtung zum Entkernen von Kürbisfrüchten beschrieben, bei welcher das Lösen der Kerne vom Fruchtfleisch in einem rotierenden Zylinder erfolgt, an dessen Innenwand vorspringende Leisten vorgesehen sind, wobei der Zylinder eine feststehende, an der nicht rotierenden Zylinderachse befestigte Druckplatte umgibt, deren Abstand zur Zylinderfläche sich - in Drehrichtung des Zylinders gesehen-verringert. Mit dieser bekannten Vorrichtung lässt sich zwar ein einwandfreies Lösen der Kerne vom Fruchtfleisch und von den Samenfäden erzielen, nachteilig ist es jedoch, dass diese bekannte Vorrichtung einen erheblichen Platzbedarf beansprucht und daher auf einem gesonderten Fahrzeug angeordnet sein muss, das an einem Traktor od. dgl. angehängt wird.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, die Nachteile der bekannten Vorrichtungen zu vermeiden und eine Vorrichtung zum Entkernen von Kürbisfrüchten zu schaffen, welche nicht nur einfach in ihrem Aufbau ist und eine grosse Ausbeute der Kürbisfrüchte sicherstellt, sondern auch eine kompakte Bauweise aufweist und daher beispielsweise an der Dreipunktaufhängung eines Traktors befestigt werden kann. Die Erfindung geht hiebei aus von einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art und besteht im wesentlichen darin, dass die Leisten am Aussenmantel des rotierenden Zylinders angeordnet sind und dass der rotierende Zylinder von einem eine Einwurföffnung für die Kürbisfrüchte aufweisenden Gehäuse umgeben ist, an dessen Innenseite die Druckplatte befestigt ist.
Dadurch, dass die Leisten am Aussenmantel des rotierenden Zylinders angeordnet sind und dass auch die Druckplatte ausserhalb dieses rotierenden Zylinders vorgesehen ist, kann der Durchmesser dieses rotierenden Zylinders wesentlich verringert werden, es werden somit die rotierenden Massen verkleinert, so dass Antrieb und Lagerung dieses rotierenden Zylinders wesentlich einfacher ausgebildet werden können.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Druckplatte in an sich bekannter Weise an einem Ende schwenkbar und federnd gelagert, so dass bei einer Anpassung der Druckplatte an die Grösse der zu zerkleinernden Kürbisfrüchte stets ein bestimmter Anpressdruck durch die Druckplatte an den mit den vorspringenden Leisten versehenen Aussenmantel des rotierenden Zylinders gewährleistet ist, bei dem eine optimale Zerkleinerung der Kürbisfrüchte erfolgt.
Weiters ist es von Vorteil, wenn erfindungsgemäss die Druckplatte in an sich bekannter Weise an ihrem der Zylinderfläche zunächstliegenden Ende mit Vorsprüngen versehen ist, durch die ein Auskratzen
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der noch am Fruchtfleisch der bereits zerkleinerten Kürbisfrüchte hängenden Kerne und damit ein voll- ständiges Lösen dieser Kerne vom Fruchtfleisch erfolgt.
Um die zerkleinerten Kürbisfrüchte zur Siebtrommel weiterzuleiten, in welcher eine Trennung der Kerne vom Fruchtfleisch stattfindet, ist gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung unterhalb des rotierenden Zylinders eine in Richtung zur koaxial zum rotierenden Zylinder angeordneten Siebtrommel fördernde Fördereinrichtung, insbesondere ein Schneckenförderer, vorgesehen. Diese Fördereinrichtung ist hiebei zweckmässig innerhalb des den rotierenden Zylinder umgebenden Gehäuses angeordnet.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Siebtrommel an ihrer Innenwand mit abstehenden
Leisten versehen, durch die die Fruchtfleischreste mitgenommen werden, bis sie wieder herabfallen, wodurch die Trennung der Kerne vom Fruchtfleisch unterstützt wird.
Die Siebtrommel kann erfindungsgemäss mit einem Aussensieb verbunden sein, das vorzugsweise die Form eines Kegelstumpfmantels aufweist, wobei an einem Ende des Aussensiebes, bei Ausbildung desselben in Form eines Kegelstumpfmantels an dem den grösseren Durchmesser aufweisenden Ende, ein Auffangbehälter für die Kerne vorgesehen ist. Durch dieses Aussensieb wird eine zusätzliche Reinigungswirkung erzielt, da Fruchtfleischteile, die nach dem Hindurchtreten der Kerne durch die Öffnung der Siebtrommel noch an diesen Kernen anhaften, über die Öffnungen des Aussensiebes abgeführt werden und dadurch nicht in den Auffangbehälter für die Kerne gelangen.
Um ein Verstopfen der Öffnungen der Siebtrommel und des Aussensiebes durch das Fruchtfleisch zu vermeiden, können erfindungsgemäss zwischen der Siebtrommel und dem Aussensieb feststehende Bürsten angeordnet sein.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung ergibt sich dann, wenn das Gehäuse mit der Aufhängung eines Traktors verbindbar und mit einem mit der Zapfwelle kuppelbaren Wellenstummel zum Antrieb des rotierenden Zylinders und der Siebtrommel versehen ist. Bei einer derartigen Ausführungsform ist kein gesondertes Fahrgestell für die erfindungsgemässe Vorrichtung notwendig, da die Vorrichtung vom Traktor getragen wird. Dadurch wird nicht nur eine Vereinfachung und daher auch Verbilligung der konstruktiven Ausbildung der erfindungsgemässen Vorrichtung erzielt, sondern auch der weitere Vorteil erreicht, dass die erfindungsgemässe Vorrichtung auch in steilem Gelände einsetzbar ist, wo der Einsatz von Anhängefahrzeugen, auf welchen die Vorrichtung montiert ist, wegen der Gefahr des Umkippens schwierig ist.
Ein weiterer Vorteil der Anbringung der erfindungsgemässen Vorrichtung an der Aufhängung eines Traktors besteht darin, dass Lage und Neigung der Vorrichtung leicht mittels der Traktorhydraulik verändert werden können und dass ein Wenden der Vorrichtung auf kleinstem Platz möglich ist.
Vorteilhaft ist es weiters, wenn der rotierende Zylinder und die rotierende Siebtrommel auf einer gemeinsamen Welle angeordnet sind, wodurch der Antrieb dieser Teile vereinfacht und die Kompaktheit der Vorrichtung erhöht wird.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch veranschaulicht. Fig. l zeigt einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemässe, an einem Traktor aufgehängte Vorrichtung. Fig. 2 stellt einen Schnitt nach der Linie II-II und Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 1 dar.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung weist einen um eine Welle --1-- rotierenden Zylinder --2-- auf, der von einem Gehäuse --3-- umgeben ist, welches aus den Seitenwänden --4-- sowie aus den
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der andern Stirnwand --5-- erfolgt aus Montagegründen über Schraubenbolzen --8--.
An den Stirnwänden --5-- sind Konsolen --9-- befestigt, welche Lager --10-- für die Welle-l- tragen.
An der Aussenseite des Zylinders --2-- sind vorspringende Leisten --11-- vorgesehen. Diese Leisten wirken mit einer nicht rotierenden Druckplatte --13-- zusammen, deren Abstand zu dem mit den Leisten - versehenen Aussenmantel des Zylinders --2--, in Drehrichtung --17-- des Zylinders gesehen, verringert. Die Druckplatte --13-- ist am Gehäuse --3-- bei --12-- schwenkbar befestigt und durch zwei Federn --14-- in Richtung zum Zylinderaussenmantel gedrückt, wobei die Federspannung zweckmässig in bekannter, nicht dargestellter Weise verändert werden kann. Dadurch kann sich der Abstand der
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Druckplatte vom Aussenmantel des Zylinders der Grösse der jeweils zu zerkleinernden Kürbisfrucht anpassen.
Die Federkraft wird hiebei so gewählt, dass eine optimale Zerkleinerung der Kürbisfrüchte durch Anpressen an die vorspringenden Leisten --11-- des rotierenden Zylinders --2-- erfolgt. Da sich der Abstand der Druckplatte zum Aussenmantel des Zylinders-2-, in Drehrichtung des Zylinders gesehen, verringert, wird die Kürbisfrucht immer mehr bis in etwa handgrosse Stücke zerkleinert. An dem dem Aussenmantel des Zylinders --2-- zunächstliegenden Ende ist die Druckplatte --13-- mit einem oder zwei Vorsprüngen --15-- versehen, die bewirken, dass die noch mit den Kürbisstücken verbundenen Kerne von diesen Kürbisstücken abgekratzt werden.
Die solcherart zerkleinerten Kürbisfrüchte, bei welchen die Kerne vom Fruchtfleisch getrennt worden
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werden. Die Siebtrommel --19-- ist über Leisten --20-- und Speichen --21-- mit einer rohrförmigen Welle - verbunden, die auf das aus dem rotierenden Zylinder --2-- herausragende Ende der Welle-l- aufgesteckt ist und mit dieser Welle-l-drehfest verbunden ist. Die Siebtrommel --19-- ist somit koaxial zum rotierenden Zylinder --2-- auf einer gemeinsamen Welle angeordnet. In der Siebtrommel --19-- werden die Kerne --2-- vom Fruchtfleisch dadurch getrennt, dass die Kerne durch die Löcher der Siebtrommel austreten, wogegen das Fruchtfleisch am hinteren, offenen Ende der Siebtrommel --19-- aus dieser herausfällt.
Die Leisten --20-- dienen gleichzeitig als Mitnehmer für die Kürbisstücke und bewirken, dass diese
Kürbisstücke bei der Drehung der Siebtrommel ein Stück hochgehoben werden und dann herabfallen, wodurch die Trennung der Kerne vom Fruchtfleisch unterstützt wird.
Die Siebtrommel --19-- ist von einem Aussensieb --23-- umgeben, das die Form eines Kegelstumpf- mantels aufweist und mit der Siebtrommel mitrotiert. Das Ende des grösseren Durchmessers dieses Aussensiebes --23-- mündet hiebei in einen unterhalb des Gehäuses --3-- angeordneten Auffangbehälter - für die Kürbiskerne. Das Aussensich --23-- ermöglicht ein Austreten der noch an den Kernen anhaftenden Fruchtfleischteile, so dass die Kerne vollkommen gesäubert in den Auffangbehälter --24-- gelangen.
Um ein Verstopfen der Öffnungen der Siebtrommel --19-- und des Aussensiebes --23-- zu unterbinden, sind zwischen der Siebtrommel --19-- und dem Aussensieb --23-- Bürsten --34-- vorgeschen, welche ein Reinigen der Öffnungen bewirken. Diese Bürsten --34-- sind auf einem Trägerkörper --25-befestigt, der an der Aussenseite der der Siebtrommel --19-- zugewandten Stirnwand --5-- des Gehäuses - befestigt ist. Das Aussensieb --23-- ist an seinem einen Ende mit der Siebtrommel --19-- fest verbunden und an seinem andern Ende über nicht dargestellte Rollen am Gehäuse --3-- abgestützt.
Das Gehäuse --3--, welches die Lagerung für den rotierenden Zylinder --2--, die Förderschnecke --18--, die Siebtrommel --19-- und das Aussensieb --23-- bildet und den Auffangbehälter --24-- für die Kerne trägt, ist über Laschen --25-- mit dem Hubgestänge --26-- bzw. der Dreipunktaufhängung eines Traktors --27-- verbunden, so dass kein eigenes Fahrgestell für die erfindungsgemässe Vorrichtung vorgesehen sein muss und die Lage dieser Vorrichtung über die Traktorhydraulik eingestellt werden kann.
Dadurch werden die Konstruktion vereinfacht, der Platzbedarf verringert und die Wendigkeit beim Fahren erhöht.
Der Antrieb der erfindungsgemässen Vorrichtung erfolgt von der nicht dargestellten Zapfwelle des Traktors über einen Wellenstummel --28--, der einstückig mit der Welle des Scheckenförderers --18-ausgebildet ist. Der Schneckenförderer --18-- ist mit einem Ritzel --29-- versehen, das eine am Umfang des rotierenden Zylinders --2-- aufliegende Bolzenkette --30-- antreibt, so dass dadurch auch dieser rotierende Zylinder --2--, dessen Welle-l-und die Hohlwelle --22-- der Siebtrommel --19-- und des Aussensiebes --23-- angetrieben werden.
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