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Die Erfindung betrifft einen Behälter mit je einem Abteil für ein Nahrungsmittel, ein Getränk od. dgl., für eine exotherm oder endotherm reagierende Substanz und für eine reaktionsauslösende Substanz, wobei eine Nadel zum Durchstossen der Wand zwischen den beiden letztgenannten Abteilen vorgesehen ist.
Man kann ein beliebiges Getränk, beispielsweise Kaffee, dünne Suppe, Sake u. dgl., oder ein Lebensmittel, wie Nudeln, Curry, dicke Suppe, u. dgl., in dem Behälter in einem Abteil desselben anordnen, das von andern Abteilen des Behälters getrennt ist, in dem die Mischeinrichtung und die chemischen Substanzen getrennt voneinander untergebracht sind. Das Lebensmittel oder Getränk kann im erwärmten oder gekühlten Zustand eingenommen werden, u. zw. auch in einem Eisenbahnzug, an Bord eines Schiffes, in einem Kraftfahrzeug oder unabhängig von dem Luftdruck in einem Flugzeug oder im Hochgebirge. Man kann den Behälterinhalt bis auf etwa 2000C erhitzen. Diese Temperatur ist für das Erhitzen von Lebensmitteln ideal, weil sie nicht zum Anbrennen führt, wie dies bei Kochgeräten im allgemeinen vorkommt.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Ausbildung und Bedienung eines Behälters der vorstehend beschriebenen Art so zu vereinfachen, dass das Vermischen der thermisch reagierenden Substanz mit der reaktionsauslösenden Substanz auf einfache Weise fehlerfrei vorgenommen werden kann.
Ein zur Lösung dieser und anderer Aufgaben der Erfindung vorgesehener Behälter zeichnet sich dadurch aus, dass die Nadel einen Abschnitt aufweist, dessen Querschnitt als Polygon mit wenigstens einer einspringenden Ecke ausgebildet ist.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann der Abschnitt im wesentlichen W-förmigen Querschnitt aufweisen. Günstig ist, wenn die Nadel mit wenigstens einem sägeförmigen Fortsatz versehen ist. Weiters kann die Nadel mit einem axial verlaufenden Kanal versehen sein. Dabei kann der Kanal am der Spitze gegenüberliegenden Ende der Nadel in einer Nut münden. Schliesslich kann die Nadel in der Mitte mit einer ovalen Verdickung versehen sein.
Ein zur näheren Erläuterung der Erfindung dienendes Ausführungsbeispiel ist nachstehend an Hand der Zeichnungen beschrieben. In diesen zeigt Fig. 1 einen Querschnitt durch den Behälter, Fig. 2 in
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einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 2.
In der in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Ausführungsform ist mit --11-- der Behälterkörper bezeichnet, der aus Metall, aluminiumkaschiertem Papier oder Kunstharz besteht. Der Behälterkörper - ist wie die üblichen Konservendosen vollkommen dicht verschlossen oder mit einem abnehmbaren
Deckel versehen, der die obere Öffnung des Behälters bedeckt.
Eine hutförmige Trennwand --13-- teilt den Behälter --11-- in zwei Abteile --A und B--. Eine weitere Trennwand --16-- teil in dem Abteil --B-- ein Abteil --C-- ab. Die Trennwand --13-- besteht aus wärmeleitendem Material, beispielsweise Metall, und die Trennwand --16-- aus Kunstharz oder einem ähnlichen Material, das leicht zerbrechlich und unter Wärmeeinwirkung leicht verformbar ist.
Zum Festlegen der Trennwand --13-- in dem Behälter ist ihr Unterteil am Anfang mit dem unteren
Rand der Innenumfangswandung des Behälterkörpers --11-- verbunden. Die Trennwand --16-- besitzt einen Flansch --17--, der zwischen der Unterseite des Flansches --18-- der Trennwand --13-- und der Oberseite des umfangsnahen Teiles --20-- des Bodens --19-- des Behälterkörpers --11-- festgelegt ist.
Der Boden --19-- ist an dem Mantel des Behälterkörpers --11-- festgelegt, indem er am unteren
Umfangsrand --14-- der Trennwand --13-- an deren Innenfläche angreift. Nachstehend ist mit --X-- ein
Lebensmittel, mit --Y-- eine thermisch reagierende Substanz und mit --Z-- eine reaktionsauslösende
Substanz bezeichnet.
In dem Abteil --A-- ist das Lebensmittel --X-- enthalten, das aus einem Getränk, wie Kaffee,
Suppe, Sake, Bier od. dgl. oder einem Nahrungsmittel, wie Nudeln, Curry, dicker Suppe od. dgl. bestehen kann. In dem Abteil --B-- ist die thermisch reagierende Substanz enthalten, die aus einer exotherm reagierenden Substanz, wie Ätzkalk od. dgl. oder einer endotherm reagierenden Substanz, wie
Natriumnitrat od. dgl., bestehen kann. In dem Abteil --C-- ist die reaktionsauslösende Substanz --Z-- enthalten, die vorzugsweise Wasser ist, weil dieses am wirksamsten und am leichtesten erhältlich ist.
Die Trennwand --16-- besitzt einen sphärisch gekrümmten Teil --21-- und einen aufwärtsgerichteten zylindrischen Teil --22--, der gemäss Fig. 1 an der Innenfläche des sphärisch gekrümmten Teiles --21-- angreift. Der zylindrsiche Teil --22-- dient als Behälter für eine Nadel --23--, die dazu dient, die
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Trennwand --16-- im Bedarfsfall zu durchstechen. Die Nadel ist so ausgebildet, dass sie den zylindrischen Teil --22-- an dessen oberem Ende --24-- durchsticht und dann durch den sphärisch gekrümmten Teil --21--der Trennwand --16-- hindurch in das Abteil --B-- tritt, wenn der Boden --19-- von der Aussenseite des Behälterkörpers --11-- her von Hand einwärtsgedrückt wird.
Der Boden --19-- ist elastisch, weil er mit einer Anzahl von Falten --37-- ausgebildet ist, die sich von seinem Mittelpunkt radial auswärts erstrecken, und sein mittlerer Bereich steht um einen vorherbestimmten Betrag abwärts
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Die in dem Abteil --c--enthaltene Substanz --Z--, z,B. Wasser, fliesst aus dem Abteil --C-- in das Abteil --B-- und vermischt sich mit der in diesem enthaltenen Substanz --Y--, so dass eine Temperaturveränderung herbeigeführt und das in dem Abteil-A-enthaltene Nahrungsmittel erwärmt oder gekühlt wird.
Gemäss Fig. l wird die Nadel --23-- in dem zylindrischen Teil --22-- festgehalten, indem eine Verdickung --26-- der Nadel in eine Vertiefung --25-- in der Innenwandung des zylindrischen Teiles - eingreift.
Gemäss Fig. 2 besitzt die Nadel --23-- einen Unterteil --27--, eine ovale Verdickung --26-- und einen Oberteil --28-- mit einer Spitze --32--. Gemäss Fig. 3 ist der Unterteil der Nadel mit zwei bogenförmigen Sägen --29-- versehen, die in einander entgegengesetzten Richtungen abstehen und dazu dienen, den zylindrischen Teil --22-- in seinem unteren Teil axial aufzuschneiden, so dass dort eine Längsöffnung gebildet wird, die zur Durchführung der vorstehend beschriebenen thermischen Reaktion den Austritt von Wasser aus dem Abteil --C-- erleichtert.
Die in den Fig. 2 und 3 gezeigte, ovale Verdickung --26-- ist zwischen dem Oberteil --28-- und dem Unterteil --27-- der Nadel --23-- vorgesehen und greift mit ihren Endteilen in eine Vertiefung --25-- ein, die in der Innenwandung des zylindrischen Teiles --22-- auf beiden Seiten desselben ausgebildet ist, so dass die Nadel --23-- in dem zylindrischen Teil --22-- festgelegt ist. Beim Einwärtsdrücken der Nadel - dient die ovale Verdickung --26-- ferner zum Verformen des zylindrischen Teiles -. -22-- zu einem ovalen Querschnitt, so dass die Sägen --29-- den zylindrischen Teil --22-- an den Längsseiten seines Querschnittes aufschneiden können. Gemäss Fig. 2 sind die Sägen --29-- an die ovale Verdickung --26-rechtwinkelig zu deren Hauptachse angesetzt.
In Fig. 2 ist mit --31-- eine Nut und mit --30-- ein Entlüftungskanal bezeichnet, der am unteren Ende der Nadel --23-- mündet und die Nadel --23-- axial durchsetzt. Zusammen mit der Nut --31-erleichtert der Entlüftungskanal --30-- den Austritt der Substanz --Z--, z.B. des Wassers, in das Abteil zur Durchführung der vorgenannten thermischen Reaktion.
Mit --34-- ist in Fig.1 ein sich adiabatisch verhaltendes Material, beispielsweise Schaumkunststoff od. dgl, bezeichnet, welches den Behälterkörper --11-- umgibt.
Mit --35-- ist eine Sicherheitskappe bezeichnet, die unten auf den Behälterkörper --11-- aufgesetzt und mit Rippen --36-- ausgebildet ist, die ein unabsichtliches Einwärtsdrücken des Bodens --19-verhindern.
Nachstehend wird der temperaturverändernde Vorgang beschrieben, der in der Ausführungsform gemäss den Fig. l bis 4 stattfindet.
Nach der Abnahme der Sicherheitskappe --35-- wird der Boden --19-- mit einem Finger oder auf andere Weise fest einwärtsgedrückt, wie dies vorstehend beschrieben wurde. Dadurch wird auch die Nadel
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--32-- den- durchstösst und in das Abteil-C-eintritt. Gleichzeitig schneiden die im Inneren des zylindrischen Teiles --22-- angeordneten Sägen --29-- den zylindrischen Teil --22-- unter Bildung von Entlüftungsöffnungen axial auf. Die Substanz-Z-, z. B. Wasser, fliesst jetzt in das Abteil --B--, in dem es sich mit der Substanz-Y-, beispielsweise Ätzkalk, mischt, so dass eine wärmeerzeugende Reaktion eingeleitet wird.
Die erzeugte wärme wird an das Abteil --A-- abgegeben und erwärmt durch einen allmählich verlaufenden Wärmetausch das in dem Abteil --A-- enthaltene Gut --X--. Während dieser thermischen Reaktion quillt der Ätzkalk auf, so dass er das Abteil --B-- vollständig ausfüllt und auf die Trennwand --16-- drückt, die infolge der Erwärmung weich und verformbar geworden ist. Infolgedessen wird das reaktionsauslösende Mittel --Z-- bis auf den letzten Tropfen aus dem Abteil --C-- herausgedrückt und die Trennwand --16-- flach an den Boden --19-- angelegt, wobei sie eine Wärmeabfuhr
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verhindert, weil sie aus einem sich adiabatisch verhaltenden Material besteht.
Nach der Beendigung der exothermen Reaktion wird die Temperatur in dem Behälter etwa 20 min lang auf etwa 200 C gehalten.
Man kann das Gut --X-- natürlich auch abkühlen, wenn man in dem Abteil --B-- eine endotherm reagierende Substanz anordnet. Dabei kann das Gut --X-- aus Bier, Obstsaft, Apfelwein oder einem andern Getränk bestehen, das kühl getrunken wird. In diesem Fall ist nach Beendigung der thermischen Reaktion in dem Abteil --B-- eine Temperatur von etwa 0 bis 40C vorhanden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Behälter mit je einem Abteil für ein Nahrungsmittel, ein Getränk od. dgl., für eine exotherm oder endotherm reagierende Substanz und für eine reaktionsauslösende Substanz, wobei eine Nadel zum Durchstossen der Wand zwischen den beiden letztgenannten Abteilen vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Nadel (23) einen Abschnitt (28) aufweist, dessen Querschnitt als Polygon mit wenigstens einer einspringenden Ecke ausgebildet ist.