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Datumstempelapparat für Fassspunde u. dgl.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung, mit deren Hilfe es möglich ist, an Fassspunden u. dgl. das Datum anzubringen, u. zw. in einer solchen Weise, dass die Entfernung und die Veränderung ausgeschlossen ist.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass insbesondere bei der Bierherstellung und dem Vertrieb des Bieres sich die Notwendigkeit ergibt, einerseits den Tag der Füllung des Fasses zu kennzeichnen, andererseits jedoch den Verschluss in solcher Weise auszuführen, dass eine Verletzung des Verschlusses leicht erkennbar wird und eine Auswechslung des Verschlussstückes mit den gewöhnlichen Hilfsmitteln, welche dem mit dem Fass Manipulierenden zu Gebote stehen, unmöglich gemacht oder zum mindesten beträchtlich erschwert wird.
(Tm diesem Bedürfnis der Praxis Rechnung tragen zu können, soll das Verschlussstück mit einer Bezeichnung versehen werden, welche den Tag der Füllung angibt, wobei ausser dieser Angabe auch noch weitere Bezeichnungen, welche die Qualität des Fassinhaltes kennzeichnen, angeordnet sein können. Dies wird gemäss vorliegender Erfindung dadurch erreicht, dass mit Hilfe einer Vorrichtung die erforderlichen Daten in das Verschlussstück eingeschlagen werden.
Ein diesem Zwecke dienender Apparat besteht aus mehreren auswechselbaren Backen, welche als Stempel ausgebildet sind und die In einem Halter vereint werden, so dass durch Auf-
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aber der Inhalt des Fasses nur durch Verletzung des Verschlusses zugänglich ist, ist eine solche Verletzung ein Zeichen, dass der Fassinhalt in widerrechtlicher Weise angegriffen wurde, da eine Vorrichtung, mit welcher ein Eraatzverschlussstück eingeführt werden könnte, dem mit dem Fass ManipulierendennichtzurVerfügungsteht.
In der Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen eines diesem Zwecke dienenden Apparates dargestellt, welcher besonders für Fassspunde von Bierfässern bestimmt ist, wobei die Einrichtung derart getroffen ist, dass der Apparat sich gleichzeitig an dem Fassspunde selbst
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in welchem das die auswechselbaren Stempel tragende Stück geführt ist. Das Stempelstück besteht aus einer Hülse b, in der ein Dorn f eingesetzt und mit Hilfe einer Mutter d festgestellt
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legt, wodurch die Stempel zwischen der Hülse b und dem Dorne c festgestellt werden, so dass ein Herausfallen der ersteren aus der Hülse verhindert wird.
Das die Stempel tragende Stück ist in der Führungshülse a federnd gelagert und wird bei der in Rede stehenden Ausführungsform die hiezu dienende Feder l durch die Führungshülse a
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Zum Gebrauche wird der Apparat auf den Fassspund aufgesetzt, wobei die Führungshülse a die Zentrierung erleichtert. Durch einen Schlag auf die Verlängerung des Dornes c wird das Stempelstück in der Hülse verschoben und die an den Stempeln g, h, i befindlichen Zeichen auf
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Zur Auswechslung der einzuschlagenden Daten wird nach Lösung der Mutter d der Dorn c @ herausgezogen und, anchdem in den Teil f die entsprechenden Stempel g, h, i eingesetzt sind, mit diesen Stempeln wieder in die Hülse b eingeführt. Durch Anziehen der Mutter d wird der
Teil c wieder mit der Hülse b fest verbunden.
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durch die Abnützung der Stempel eventuell ergebenden übelständen zu begegnen, dazu dient die in den Fig. 4 bis 7 dargestellte Ausführungsform, welche in Fig. 4 im Schnitte G-H der Fig. 6, in Fig. 5 im Schnitte nach K-L der Fig. 7, in Fig. 6 im Schnitte M-N der Fig. 4 und in Fig. 7 im Schnitte nach O-P der Fig. 5 veranschaulicht ist.
Auch bei dieser Ausführungsform ist das, die Zentrierung erleichternde Führungsstück a für das, die auswechselbaren Stempel tragende Stück b mit letzterem durch eine Feder l federnd verbunden und ist die Bewegung des Führungsstückes durch Schrauben m, welche durch Schlitze M
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der in seinem unteren Teile die Stempel trägt. Diese Stempel sind jedoch nicht in entsprechenden Ausnehmungen in dem Teile f eingesetzt, sondern es ist der Zwischenraum zwischen den Stempeln durch Füllstücke o ausgefüllt, welche in gleicher Weise wie die Stempelstücke ausgebildet, jedoch etwas kürzer gehalten sind.
Ausserdem sind noch zwei Füllatücke p vorgesehen, welche einerseits als Keil in radialer Richtung, andererseits als Keil in der Längsrichtung wirken. Diese Füllstücke p ragen oben aus der Hülse b heraus und an dem Dorne c ist eine Druckplatte q angeordnet, deren Höhenstellung durch eine Mutter r, welche auf den Dorn aufgeschraubt wird, bestimmt ist. Die Druckplatte q wirkt auf die Füllstücke p. Da diese Füllstücke in der Längsrichtung keilförmig ausgebildet sind, und ihre Führung in der Hülse b derart angeordnet ist, dass bei Niederdrücken der Füllstücke p diese radial gegen den Teilf verschoben werden, kommt dadurch die radiale Keilwirkung dieser Füllstücke zur Geltung.
Hiedurch werden aber die Stempel g, h, i und die Füllstücke o fest gegeneinander gepresst und kann dadurch ein eventueller Verschleiss durch mehr oder minder weite Verschiebung der Füllstücke p ausgeglichen werden, so dass die Stempel absolut festgehalten sind.
Zur Verbindung der Hülse b mit dem Dorne c dient eine Schraube s, die in eine entsprechende Ausnehmung des Dornes einzugreifen vermag (Fig. 2). Ferner besitzt die Hülse d zwei um 1800 versetzte Vorsprünge t (Fig. 4 und 7), welche ähnlich wie ein Bajonettverschluss wirken und die Teile zusammenhalten. Die Handhabung und Wirkungsweise dieses Apparates ist die gleiche, wie vorstehend beschrieben. Zur Auswechslung der Stempel wird nach teilweiser Lüftung der Schraube ? der Dorn c in der Mutternhülse b um 900 verdreht, worauf er herausgezogen werden kann. da in dieser Stellung die Vorsprünge t gegenüber von Nuten u in dem verbreiterten Teil v des Domes c zu stehen kommen.
Wenn auch die vorstehend beschriebenen Apparate in erster Linie für Bierfässer bestimmt sind, so kann die vorliegende Einrichtung im allgemeinen auch zu anderen Zwecken verwendet werden und können die dazu dienenden Einrichtungen, je nach den Anforderungen hei der praktischen Handhabung, entsprechend vereinfacht werden.