AT346589B - Verfahren zur herstellung hochmolekularer organosiliciumverbindungen - Google Patents

Verfahren zur herstellung hochmolekularer organosiliciumverbindungen

Info

Publication number
AT346589B
AT346589B AT523576A AT523576A AT346589B AT 346589 B AT346589 B AT 346589B AT 523576 A AT523576 A AT 523576A AT 523576 A AT523576 A AT 523576A AT 346589 B AT346589 B AT 346589B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
molecular weight
high molecular
compounds
reaction
organosilicon compounds
Prior art date
Application number
AT523576A
Other languages
English (en)
Other versions
ATA523576A (de
Original Assignee
Foundation Res Inst
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Foundation Res Inst filed Critical Foundation Res Inst
Priority to AT523576A priority Critical patent/AT346589B/de
Publication of ATA523576A publication Critical patent/ATA523576A/de
Application granted granted Critical
Publication of AT346589B publication Critical patent/AT346589B/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G77/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing silicon with or without sulfur, nitrogen, oxygen or carbon in the main chain of the macromolecule
    • C08G77/60Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing silicon with or without sulfur, nitrogen, oxygen or carbon in the main chain of the macromolecule in which all the silicon atoms are connected by linkages other than oxygen atoms

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Fibers (AREA)
  • Silicon Polymers (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindungbezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung hochmolekularer Organosiliciumverbindungen, welche Silicium und Kohlenstoff als Bestandteile des Grundgerüstes aufweisen, aus Organosiliciumverbindungen mit einem Polysilanhauptgeräst. 



   Es ist bekannt, dass hochmolekulare Organosiliciumverbindungen mit Silicium und Kohlenstoff als Bestandteile des Hauptgerästes aus Organosiliciumverbindungen mit einem Polysilanhauptgerüst hergestellt werden. 



   Ferner ist es bekannt, dass Organosiliciumpolymeren mit Silicium und Kohlenstoff als Bestandteile des Hauptgerüstes aus Monosilanen durch thermische Zersetzung hergestellt werden, jedoch ist es niemals versucht worden, Siliciumcarbid durch Wärmebehandlung dieser Organosiliciumpolymeren herzustellen. 



   Es wurde nun gefunden, dass bisher nicht verwendete ausgewählte Ausgangsmaterialien durch thermische Polykondensationsreaktion in ein Gemisch von linearen   Polycarbosilanen   mit Silicium und Kohlenstoff als Bestandteile des Hauptgerüstes, cyclischen Polycarbosilanen mit Silicium und Kohlenstoff als Bestandteilen des Hauptgerüstes und Polycarbosilanen, in denen lineares Carbosilan und cyclisches Carbosilan chemisch miteinander gebunden sind,   übergeführt   werden können. 



   Die so erhaltenen Polycarbosilangemische können als Ausgangsmaterial zur Herstellung von Siliciumcarbidfasernmit höherer Zugfestigkeit als Klavierdraht und Siliciumcarbidformlingen mit einer bemerkenswert hohen Zugfestigkeit verwendet werden. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Organosiliciumverbindungen mit Silicium und Kohlenstoff als Bestandteilen des Hauptgerästes, wobei mindestens eine der Organosiliciumverbindungen mit einem Polysilanhauptgerüst,gegebenenfalls unter Zugabe von weniger als 10% eines Radikalinitiators, unter mindestens 1 bar Druck eines Inertgases und/oder Wasserstoffgas oder unter Vakuum erhitzt wird. 



   Die Erfindung wird nachstehend im einzelnen erläutert :
Gemäss der Erfindung kann mindestens eine der nachstehend aufgeführten Organosiliciumverbindungen mit einem Polysilanhauptgerüst als Ausgangsmaterial verwendet werden. 



   Cyclische Polysilane der allgemeinen Formel : 
 EMI1.1 
 nE=44Lineare Polysilane der allgemeinen Formel : 
 EMI1.2 
 worin   R,R,R und R   Wasserstoff, eine Alkylgruppe, eine Arylgruppe, eine Silylgruppe oder Halogen be- deuten. 



   In den gemäss der Erfindung verwendeten cyclischen Polysilanen ist n   ; : : 4,   da die Herstellung der cycli- 
 EMI1.3 
 beschriebenen cyclischen Polysilan und linearen Polysilan sein. 



   Durch das Verfahren der Erfindung wird ein Gemisch aus a) linearen   Polycarbosilanen,   b) cyclischen Polycarbosilanen und c) Polycarbosilanen, worin das lineare Carbosilan und das cyclische Carbosilan chemisch miteinander 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 verbunden sind, hergestellt. Die linearen Polyearbosilane besitzen folgende Strukturformel : 
 EMI2.1 
 worin    R1   bis   R.   die vorstehend angegebene Bedeutung besitzen. 



   Einige einfachere Formen für die Strukturformel der cyclischen Polycarbosilane sind nachstehend aufgeführt : 
 EMI2.2 
 
Die Polysilane, in denen das lineare Carbosilan und das cyclische Carbosilan chemisch miteinander gebunden sind, können beispielsweise wie folgt dargestellt werden : 
 EMI2.3 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
Der grösste Teil der   erfindungsgemäss   herstellbaren Organosiliciumverbindungen hat jedoch ein hohes Molekulargewicht. Diese Verbindungen haben eine komplizierte Struktur, welche, da die Isolierung der Ver-   bindungen nicht möglich ist,   nicht dargestellt werden kann. Es kann angenommen werden, dass die kombinierten vorerwähnten Verbindungen (1) bis (VI) die Bestandteile der hochmolekularen Verbindungen bilden. 



   Gemäss der Erfindung können nötigenfalls weniger als 10% eines Radikalinitiators zu dem vorstehend be- 
 EMI3.2 
 tylperoxyoxalat,   ditert. Butylperoxyd, Azoisobutyronitril u. dgl.   verwendet werden. Gemäss der Erfindung ist der Radikalinitiator nicht unbedingt erforderlich, jedoch kann die Verwendung des Radikalinitiators die Reaktionsstarttemperatur in der Erhitzungsstufe herabsetzen oder das durchschnittliche Molekulargewicht des Polykondensationsproduktes erhöhen. 



   Die Reaktion der Erfindung benötigt nicht unbedingt Druck, da sich über der thermischen Polykondensa-   tionsreaktion   naturgemäss Druck ausbildet ; wenn jedoch absichtlich ein Druck angelegt wird, wird das Ausgangsmaterial in einen Druckkessel gegeben und die Reaktion unter einem Druck von 1 bis 100 bar bei einer Temperatur von etwa 300 bis 700, vorzugsweise 350 bis   500 C,   ausgeführt. 



   Unter den beschriebenen Reaktionsbedingungen spaltet sich in den linearen Polysilanen und cyclischen Polysilanen die   {Si-Si-t   Bindung auf, und es bildet sich ein freies Siliciumradikal, wodurch die Reaktion gestartet wird. Das gebildete freie Siliciumradikal zieht Wasserstoff aus der Methylgruppe ab unter Bildung eines freien Kohlenstoffradikals, und es wird eine Si- an Si-Bindung auf das gebildete freie Kohlenstoffradikal übertragen, und zwischen den beiden Si-Atomen tritt das-CH-Radikal unter Bildung des Carbosilangrundgerüste ein, und die verbleibenden   : Sl-Si -Bindungen   spalten sich nacheinander ab, wobei schliesslich die vorstehend beschriebenen hochmolekularen Organosiliciumverbindungen gebildet werden.

   Dieser Reaktionsmechanismus kann wie folgt dargestellt werden : 
 EMI3.3 
 
Die vorstehend gegebene Erklärung ist an Hand des Reaktionsmechanismus für das lineare Polysilan gegeben, jedoch findet der Reaktionsmechanismus In dem cyclischen Polysilan in gleicher Weise statt. 



   In Fig.   l   Ist die Relation von Erhitzungstemperatur zur Ausbeute an hochmolekularen Verbindungen dargestellt, wenn Dodecamethylcyclohexasilan(Me2Si)6unter Argonatmosphäre und einem Druck von etwa 40 bar 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
48 h lang erhitzt wird. Aus Fig. 1 ist ersichtlich, dass die hochmolekularen Organosiliciumverbindungen in   der höchsten Ausbeute innerhalb   des Temperaturbereiches von 350 bis 5000C erhalten werden können. Nach- dem die Reaktion vollständig beendet ist, worauf der Reaktionsbehälter geöffnet wird, werden die als Neben- produkte gebildeten flüchtigen Verbindungen verdampft. Die genannten flüchtigen Verbindungen bestehen aus
Wasserstoff, niedrig-molekularen Kohlenwasserstoffen und niedrig-molekularen Organosiliciumverbindun- gen.

   Das nicht verdampfte verbleibende Reaktionsprodukt besteht hauptsächlich aus den hochmolekularen
Organosiliciumverbindungen mit Silicium und Kohlenstoff als Bestandteile des Hauptgerüstes. 



   Die hochmolekularen Organosiliciumverbindungen mit Silicium und Kohlenstoff als Bestandteile des Hauptgerüstes können gemäss der Erfindung kontinuierlich hergestellt werden, indem mindestens ein Strom aus den beschriebenen cyclischen und linearen Polysilanen zusammen mit mindestens 1 bar eines Inertgases und/oder Wasserstoff in eine geheizte Reaktionskolonne geleitet wird, um die Polysilane zu erhitzen und in- dem die gebildeten hochmolekularen Verbindungen aus der Reaktionskolonne entnommen werden. In diesem
Fall werden die als Nebenprodukt gebildeten niedrig-molekularen Verbindungen in die Reaktionskolonne im
Kreislauf   zurückgeführt,   wobei die thermische Polykondensationsreaktion nochmalig unter Gewinnung der hochmolekularen Organosiliciumverbindungen gemäss der Erfindung durchgeführt wird. 



   Eine Ausführungsform der Vorrichtung zur Herstellung der hochmolekularen Organosiliciumverbindungen wird unter Bezugnahme auf Fig. 2 erläutert. In Fig. 2 wird das Ausgangsmaterial in eine geheizte Reak-   tionskolonne --2-- durch ein Ventil --1-- eingeführt   und bei einer Temperatur von 300 bis   2000 C,   vorzugsweise   500 bis 12000C,   erhitzt, worauf ein Teil der gebildeten hochmolekularen Organosiliciumverbindungen in dem Reaktionsprodukt aus der Reaktionskolonne durch ein Ventil --3-- entnommen und ein grösserer Teil der gebildeten hochmolekularen Organosiliciumverbindungen und die in der Reaktionskolonne --2-- gebildeten niedrig-molekularen Verbindungen in eine Trennkolonne-5-- durch ein Ventil-4-- geleitet werden, worin destilliert wird, um Gas von den hochmolekularen Verbindungen zu trennen,

   worauf das abgetrennte Gas aus der Trennkolonne durch ein   Ventil-6-- und   die abgetrennten hochmolekularen Verbindungen aus der Trennkolonne durch ein Ventil-7-- entnommen werden. Die in Kolonne --5-- abgetrennten niedrig-molekularen Verbindungen werden in die geheizte Reaktionskolonne --2-- durch ein Ventil --8-- im Kreislauf geführt. 



   Die Molekularstruktur der so gebildetenhochmolekularen Organosiliciumverbindungen wurde durch kernmagnetisches Resonanzabsorptionsspektrum und Ultrarotabsorptionsspektrum bestimmt und es wurde gefunden, dass ein grösserer Teil   von-tSi-Sl-Bindungen   verschwindet und die Anwesenheit   von-tSi-CBindungen   festzustellen war. Ausserdem wurde die Struktur der gebildeten Polycarbosilane durch Röntgenstrahlenbeugung bestimmt. Als Ergebnis zeigte das Röntgenbeigungsmuster   zo   einer durch Spinnen des Polycarbosilans erhaltenen Faser, dass das Polyearbosilan eine amorphe hochmolekulare Verbindung ist, wie die Fig. 3 zeigt. 



   Das durchschnittliche Molekulargewicht der hochmolekularen Organosiliciumverbindungen wurde mit Hilfe einer Molekulargewichtsmessapparatur bestimmt. Das durchschnittliche Molekulargewicht variiert in   Abhängigkeit von dem Ausgangsmaterial,   der Erhitzungstemperatur und der Erhitzungszeit und liegt, je nach der jeweiligen Mischung zwischen 500 und 5000. Die Molekulargewichtsverteilung von beispielsweise Polycarbosilan, das durch Erhitzen von Dimethylpolysilan bei 4600C während 14 h in einem Autoklaven und anschliessende Konzentration des Reaktionsproduktes bis zu   200OC   unter Vakuum erhalten wurde, ist in Fig. 4 gezeigt. Diese Darstellung zeigt, dass die hauptsächliche Verteilung des Molekulargewichtes des Polycarbosilans zwischen 200 und 4000 liegt.

   Diese Molekulargewichtsverteilung variiert in Abhängigkeit von Temperatur und Zeit bei der Herstellung der Polycarbosilane. 



   Die Molekulargewichtsverteilung der vorstehend beschriebenen Polycarbosilane, hergestellt bei einer Temperatur   von4700Cwährend   16h und durch Konzentration bis zu 2000C unter Vakuum ist in Fig. 5 gezeigt. In diesem Fall ist das Molekulargewicht in einem weiten Bereich verteilt zwischen 2000 und 5000, und die Ausbeute eines anorganischen Produktes, erhalten durch Erhitzen von Polyearbosilan dieses Molekulargewichtes, erreicht 75%. 



   Die grundmolare Viskosität der hochmolekularen Organosiliciumverbindungen beträgt 0,005 bis 1,50. 



     Selbst wenn die Menge   von zugegebenem Radikalinitiator, falls erforderlich, im Falle der Erfindung 10% überschreitet, ist der zusätzliche Effekt nicht besonders erhöht, so dass eine solche Zugabe nicht wirtschaftlich ist ; vielmehr ist die am meisten bevorzugte Menge 0,01 bis   1%.   



   Wenn Sauerstoff in der thermischen Polykondensationsreaktion vorhanden ist, tritt die Radikalpolymerisationsreaktion infolge des Sauerstoffes nicht ein, oder, falls die Polymerisationsreaktion eintritt, stoppt sie im Verlaufe der Reaktion, so dass die Polykondensationsreaktion unter mindestens 1 bar Druck eines Inertgases und Wasserstoffgas oder unter Vakuum durchgeführt werden muss. 



   Das durchschnittliche Molekulargewicht der nach dem Verfahren der Erfindung erhaltenen Produkte liegt zwischen500und 5000, wie vorstehend beschrieben, wobei die Produkte auch niedrig-molekulare Verbindungen enthalten können. Wenn es beabsichtigt ist, Siliciumcarbidfasern aus den Polyearbosilanen herzustel- 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 len, müssen die niedrig-molekularen Verbindungen aus dem Gemisch von Verbindungen entfernt werden. 



   Wenn das Verfahren der Erfindung unter Druck oder in einem versiegelten Gefäss durchgeführt wird, sind die als Nebenprodukte gebildeten niedrig-molekularen Verbindungen in dem gebildeten Produkt enthalten, jedoch die Ausbeute an hochmolekularen Verbindungen erhöht. Während die Menge an in den Produkten enthaltenen niedrig-molekularen Verbindungen klein sind, wenn die Polykondensationsreaktion unter der Bedingung durchgeführt wird, dass die als Nebenprodukte gebildeten niedrig-molekularen Verbindungen verdampfen können, sinkt jedoch die Ausbeute an hochmolekularen Verbindungen ab. 



   Nachstehend wird die Erfindung kurz beispielsweise unter Bezugnahme auf einen Fall erläutert, in welchem Siliciumcarbidfasern aus den hochmolekularen Organosiliciumverbindungen, die durch das Verfahren der Erfindung erhalten wurden, hergestellt wurden. 



   Die niedrig-molekularen Verbindungen, die in den genannten hochmolekularen   Organosiliciumverbindun-   gen enthalten sind, werden mit einem Lösungsmittel, in welchem die niedrig-molekularen Verbindungen löslich sind, extrahiert, die zurückbleibenden hochmolekularen Verbindungen werden in einem Lösungsmittel gelöst oder erhitzt und unter Bildung einer Spinnlösung geschmolzen, wobei die Spinnlösung in für das Spinnen synthetischer Harze zu Fäden üblicher Weise versponnen wird. Danach werden die gesponnenen Fäden unter Vakuum erhitzt, um die rückgebliebenen niedrig-molekularen Verbindungen zu verdampfen, und dann bei einer höheren Temperatur unter Vakuum oder unter der Atmosphäre eines Inertgases, CO-Gases und Wasserstoffgases unter Bildung von Siliciumcarbidfasern gebrannt. 



   Zum besseren Verständnis der Erfindung wird nachstehend auf die Zeichnungen Bezug genommen. Fig. 1 zeigt die Beziehung der Ausbeute der hochmolekularen Organosiliciumverbindungen zu der Temperatur bei der thermischen Polykondensation, wenn Dodecamethylcyclohexasilan als Ausgangsmaterial verwendet wurde. Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform einer Vorrichtung zur Herstellung der hochmolekularen Organosiliciumverbindungen.   Fig. 3 zeigt ein Röntgenstrahlenbeugungsmuster (2"') von Polycarbosilan, nachdem es zu   Fäden versponnen wurde. Fig. 4 und 5 zeigen die Molekulargewichtsverteilungen der jeweiligen Polycarbosilane. 



   Die Erfindung wird im einzelnen an Hand der folgenden Beispiele näher erläutert. 



      Beispiell:10 gDodecamethylcyclohexasilan [(Me2Si) J   wurden in einen Autoklaven eingeführt, worauf Luftin dem Autoklaven mit Argongas ausgespült wurde. Dann wurde die thermische Polykondensation bei 4300C 48 h lang unter etwa 40 bar Druck ausgeführt, wobei die hochmolekularen Organosiliciumverbindungen erhalten wurden. Das resultierende Produkt wurde bei Raumtemperatur abkühlen gelassen und mit Äther versetzt. Die gebildete Ätherlösung wurde aus dem Autoklaven entnommen. Äther wurde verdampft, wobei 6, 6 g eines Feststoffes erhalten wurden. Das durchschnittliche Molekulargewicht des Produktes betrug mehr als 1500. Dieser Feststoff wurde in Benzol gelöst, und die resultierende Benzollösung konnte zu Fäden versponnen werden. 



     Beispiel 2 : lOg linearenPolydimethylsilans,   das aus Dimethyldichlorsilan synthetisiert worden war, wurden in einen Autoklaven gegeben und bei 4200C 48h lang unter einem Druck von etwa   30bar   unter Argongas erhitzt, wobei die hochmolekularen Organosiliciumverbindungen erhalten wurden. Das Reaktionsprodukt wurde in Äther gelöst, und der unlösliche Anteil wurde entfernt, während Äther aus der Ätherlösung verdampft wurde. Hiebei wurden 4,3 g eines Feststoffes erhalten. Das durchschnittliche Molekulargewicht dieses Produktes betrug 5000. Dieses Produkt wurde in Benzol gelöst, und die resultierende Lösung konnte in einem Trockenverfahren zu Fäden versponnen werden. 



     Beispiel 3 :   Zu   10g Octaphenylcyclotetrasilan   wurden zu 0, 1 g Benzoylperoxyd gegeben, und das Gemisch wurde in einen Autoklaven gegeben und bei 3700C 24 h lang unter einem Druck von etwa 35 bar unter Argongas erhitzt. Nach Beendigung der Reaktion wurde das resultierende Produkt in Hexan gelöst, und die Lösung wurde aus dem Autoklaven entnommen und filtriert, worauf Hexan verdampft wurde. Hiebei wurden   7, 1 g einer festenhochmolekularen Verbindung   erhalten. Das durchschnittliche Molekulargewicht dieses Produktes lag über 8000. Diese feste hochmolekulare Verbindung wurde in Benzol gelöst, und die Lösung konnte in einem Trockenverfahren zu Fäden versponnen werden. Die gebildeten Fasern waren bis zu 4500C bei der Hitzebehandlung unter Argonatmosphäre stabil. 



     B eis pi e I 4 : 10 g eines Gemisches   von    cyclischen Dimethylpolysilanen (Me2Si) 5 und (Me2Si) 6 und 0, 5   g Azoisobutyronitril wurden in einen Autoklaven gegeben und bei 4000C 12 h lang unter einem Druck von etwa 80 bar unter Argongas erhitzt. Nach Beendigung der Reaktion wurde das Reaktionsprodukt in Benzol gelöst und die resultierende Benzollösung wurde aus dem Autoklaven entnommen und filtriert. Die Benzollösung wurde unter reduziertem Druck zur Verdampfung von Benzol destilliert, wobei   4,     8 g   einer festen hochmolekularen Verbindung erhalten wurden.

   Das durchschnittliche Molekulargewicht des resultierenden Produktes betrug 4000, und eine Lösung dieses Produktes in Benzol konnte in einem Trockenverfahren zu Fäden versponnen werden. 
 EMI5.1 
 

 <Desc/Clms Page number 6> 

   5 : 10 gspült. Dann wurde die Polykondensation bei 3800C 50 h lang unter einem Druck von etwa 60 bar durchgeführt. 



  Nach Beendigung der Reaktion wurde Benzol in den Autoklaven gegeben, um das Reaktionsprodukt aufzulösen. Die resultierende Benzollösung wurde aus dem Autoklaven entnommen und unter reduziertem Druck konzentriert, wobei 6,9 g eines festen Produktes erhalten wurden. Das durchschnittliche Molekulargewicht dieses Produktes betrug 3000. Dieses feste Produkt wurde in Benzol gelöst, und die Benzollösung konnte zu Fäden versponnen werden. Die gebildeten Fäden waren bis zu4500Cbeider Hitzebehandlung unter Vakuum stabil. 



  Beispiel 6 : Die hochmolekularen Organosiliciumverbindungen wurden gemäss der Erfindung aus Hexamethyldisilan unter Normaldruck hergestellt, wobei die in Fig. 2 gezeigte Vorrichtung verwendet wurde.   
 EMI6.1 
 eine auf 8500C erhitzte Reaktionskolonne eingeführt. Das eingeführte Hexamethyldisilan wurde einer Zer- setzungsreaktion und einer Polykondensationsreaktion in der erhitzten Reaktionskolonne unterworfen, um die hochmolekularen Verbindungen zusammen mit niedrig-molekularen Verbindungen herzustellen.

   Ein Teil der   gebildetenhochmoleku1aren Verbindungen wurden   aus der Reaktionskolonne entnommen und ein grösserer Teil der hochmolekularen Verbindungen wurde in eine Trennkolonne zusammen mit den niedrig-molekularen Ver- bindungen in der Kolonne eingeführt, worin das Gas und die niedrig-molekularen Verbindungen aus den hoch- molekularen Verbindungen abgetrennt wurden. Die abgetrennten niedrig-molekularen Verbindungen wurden im Kreislauf in die erhitzte Reaktionskolonne   zurückgeführt.   Nach Durchführung dieser Arbeitsweise wäh- rend 10 h wurden 5, 4kg der hochmolekularen Verbindungen erhalten. Das durchschnittliche Molekulargewicht dieses Produktes betrug 3500. Dieses Produkt konnte durch Erhitzen bei 680C versponnen werden. 
 EMI6.2 
 
7 : 100gdann mittels einer Saugvorrichtung konzentriert, um n-Hexan zu entfernen.

   Dann wurde weiter mit einer
Vakuumpumpe konzentriert, um n-Hexan vollständig zu entfernen, wobei 43 g der hochmolekularen Verbin- dungen erhalten wurden. Das durchschnittliche Molekulargewicht des Produktes betrug 980 und die grundmo- lare Viskosität war 0, 17. Wenn dieses Produkt bis zu 13000C bei einer   Temperatursteigerungsgeschwindig-   keit von 250 C/h unter Vakuum gebrannt wurde, wurde eine Ausbeute von 61% SiC erhalten. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Organosiliciumverbindungen mit Silicium und Koh- lenstoff als Bestandteilen des Hauptgerüstes, bestehend aus einem Gemisch von linearen Polyearbosilanen EMI6.3 destens eine Organosiliciumverbindung mit einem Polysilangrundgerüst durch Erhitzen bei einer Temperatur von 300 bis 20000C unter mindestens 1 bar Druck eines Inertgases und/oder Wasserstoffgas oder unter Vakuum thermisch zersetzt und polykondensiert, wobei man als Organosiliciumverbindung ein oder mehrere cyclische Polysilane der Formel (R1.
    R Si) n, n ==4 worin R1 und R2 ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe, eine Arylgruppe, eine Silylgruppe oder ein Halogen- atom bedeuten, und/oder ein oder mehrere lineare Polysilane der Formel EMI6.4 worin R,R,R und R ein WasserstoNatom, eine Alkylgruppe, eine Arylgruppe, eine Silylgruppe oder ein Halogenatom bedeuten, einsetzt. <Desc/Clms Page number 7>
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zu der als Ausgangsverbindung eingesetzten Organosiliciumverbindung weniger als 10% eines Radikalinitiators hinzugegeben werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Radikalinitiator Benzoylperoxyd, ditert. Butylperoxyoxalat, ditert. Butylperoxyd oder Azoisobutyronitril verwendet werden.
    4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die thermische Zersetzung-un Polykondensationsreaktion unter einem Druck von 1 bis 100 bar bei einer Temperatur von 300 bis 7000C durchgeführt wird.
AT523576A 1976-07-15 1976-07-15 Verfahren zur herstellung hochmolekularer organosiliciumverbindungen AT346589B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT523576A AT346589B (de) 1976-07-15 1976-07-15 Verfahren zur herstellung hochmolekularer organosiliciumverbindungen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT523576A AT346589B (de) 1976-07-15 1976-07-15 Verfahren zur herstellung hochmolekularer organosiliciumverbindungen

Publications (2)

Publication Number Publication Date
ATA523576A ATA523576A (de) 1978-03-15
AT346589B true AT346589B (de) 1978-11-10

Family

ID=3573489

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT523576A AT346589B (de) 1976-07-15 1976-07-15 Verfahren zur herstellung hochmolekularer organosiliciumverbindungen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT346589B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0269284A1 (de) * 1986-11-06 1988-06-01 Nippon Carbon Co., Ltd. Verfahren zur Herstellung von Organosiliconpolymeren

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0269284A1 (de) * 1986-11-06 1988-06-01 Nippon Carbon Co., Ltd. Verfahren zur Herstellung von Organosiliconpolymeren

Also Published As

Publication number Publication date
ATA523576A (de) 1978-03-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2618246C3 (de) Verfahren zur Herstellung hochmolekularen Organosiliciumverbindungen mit Silicium und Kohlenstoff als Bestandteilen des Hauptgerüstes
DE2618150C3 (de) Siliciumcarbidfasern und Verfahren zu deren Herstellung
DE3447411C2 (de)
DE2708635C2 (de)
EP2296804B1 (de) Halogeniertes polysilan und thermisches verfahren zu dessen herstellung
US4399232A (en) Continuous inorganic fibers and process for production thereof
US4515742A (en) Continuous inorganic fibers and process for production thereof
EP0372381A2 (de) Verfahren zur Herstellung von Faserverbundkeramik
DE3805796A1 (de) Verfahren zur herstellung von organischen silazanpolymeren und keramikmaterialien daraus
DE3809180C2 (de)
DE69706496T2 (de) Siliciumkarbidfaser mit ausgezeichneter Alkalibeständigkeit und Verfahren zu Ihrer Herstellung
AT346589B (de) Verfahren zur herstellung hochmolekularer organosiliciumverbindungen
DE3153116C2 (de)
DE2006524B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Kohlenstoff- bzw. Graphitfasern
DE69314899T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Polyaminoborazinen
DE3790151C2 (de)
EP0444555B1 (de) Faserverstärkte Verbundwerkstoffe und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE3786892T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Organosiliconpolymeren.
DE2545149C3 (de) Lösungsmittel zur Herstellung von Epoxydharz enthaltenden Klebefolien zum Lösen eines Dicyandiamid bestehenden Härters
DE3830552A1 (de) Verfahren zur herstellung eines vinylgruppen enthaltenden polysilans und verwendung eines solchen polysilans zur herstellung eines siliciumcarbid enthaltenden keramischen gegenstands
DE3855587T2 (de) Keramische fasern und verfahren zur herstellung
DE2660016C3 (de)
DE2921570B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Siliciumcarbid
DE3744872C2 (de) Anorganische Endlosfasern
DE4302211C2 (de) Verfahren zur Herstellung von im wesentlichen polykristallinen Siliciumcarbidfasern

Legal Events

Date Code Title Description
ELJ Ceased due to non-payment of the annual fee