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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Heben bzw. Befördern von insbesondere gestapeltem Stückgut mit einem portalartigen Rahmen, der eine starre Greifbacke und eine verschwenkbare Greifbacke aufweist, wobei die verschwenkbare Greifbacke mit einem am Rahmen abgestützten, hydraulischen oder pneumatischen Zylinder verbunden ist.
Das Heben bzw. die Beförderung von Stückgut erfolgt in der Regel unter Verwendung von Paletten, wobei das Stückgut bei seiner Anlieferung auf den Paletten verbleibt. Dadurch ist es notwendig, die Paletten nach Verbrauch des Stückgutes wieder in das Lieferwerk zurückzubringen. Aus der DE-PS Nr. 51696 ist eine Vorrichtung zum Heben bzw. Befördern von insbesondere gestapeltem Stückgut der eingangs genannten Gattung bekannt, die das Heben und Befördern von Stückgut ohne Paletten gestattet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannte Vorrichtung so zu verbessern, dass deren Handhabung vereinfacht und deren Betriebssicherheit erhöht wird.
Erfindungsgemäss ist die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass am Rahmen eine mit Hilfe eines ebenfalls am Rahmen abgestützten, hydraulischen oder pneumatischen Drehzylinders verdrehbare Vorrichtung zum Aufhängen an einer Hubvorrichtung vorgesehen ist und dass weiters eine die Arbeitszylinder mit Druckmittel versorgende Hydraulikpumpe bzw. ein Kompressor sowie die Steuerventile in den zu den Arbeitszylindern führenden Leitungen am Rahmen angeordnet sind.
Durch die Massnahme, eine motorisch (z. B. durch Hydraulikzylinder) angetriebene Verdrehvorrichtung vorzusehen und die Druckmittelerzeuger (Hydraulikpumpe oder Kompressor) an der Hebeklammer selbst anzuordnen, ergeben sich ganz erhebliche Vorteile. Einmal braucht die Vorrichtung nicht mehr händisch in die gewünschte Drehlage gebracht werden und darüber hinaus entfallen die stoor-fund leckanfälligen Druckmittelleitungen, was besonders bei der mit der Erfindung gewährleisteten Verdrehmöglichkeit wesentlich ist.
Bei der erfindungsgemässen Vorrichtung erfolgt also nicht nur die Öffnungs-und Schliessbewegung der Greifbacken sondern auch das Verdrehen der gesamten Vorrichtung gegenüber einer Hubvorrichtung, z. B. einem Kran, der auf einem Lastkraftwagen montiert ist, motorisch, so dass die Vorrichtung bevorzugt im Ein-Mann-Betrieb einsetzbar ist.
Weiters entfallen bei der Erfindung die an sich empfindlichen und störanfälligen Hydraulik- oder Pressluftleitungen, die ja flexibel ausgebildet sein müssen, da die Hydraulikpumpe bzw. der Kompressor sowie die Steuerventile in den zu den Zylindern führenden Leitungen am Rahmen angeordnet sind. Hiebei hat es sich im Rahmen der Erfindung als besonders günstig erwiesen, wenn die Hydraulikpumpe bzw. der Kompressor sowie die Steuerventile elektrisch angetrieben bzw. betätigt werden.
In der Praxis besonders bewährt hat sich eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung, die sich dadurch auszeichnet, dass der Zylinder, der Drehzylinder, die Pumpe bzw. der Kompressor sowie die Steuerventile am Steg des Rahmens angeordnet sind. Bei dieser Ausführungsform wird der im Steg des Rahmens ohnedies vorhandene Raum besonders günstig ausgenutzt.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung des in der Zeichnung in schaubildlicher Darstellung wiedergegebenen Ausführungsbeispieles.
Die Vorrichtung besitzt einen im wesentlichen U-förmigen Rahmen-l-mit ungleiehlangen Schenkeln. Der längere Schenkel des Rahmens-l-ist als starre Backe --2-- ausgebildet und am kürzeren Schenkel des Rahmens-l-ist eine Greifbacke --3-- über ein Lager --5-- gelenkig befestigt.
Sowohl die starre Greifbacke --2-- als auch die bewegliche Greifbacke --3-- tragen unten verschleissfeste Gummileisten --4--, damit sie sich einerseits Unebenheiten von z. B. gestapeltem Stückgut anpassen, anderseits einen möglichst hohen Reibwert gegenüber dem Stückgut besitzen. Der zu befördernde Stückgutstapel befindet sich normalerweise auf einer nicht gezeigten Palette, wobei die Greifbacken --2 und 3-- an der untersten auf der Palette aufliegenden Lage des Stückgutes zur Anlage kommen. Es versteht sich, dass mit der erfindungsgemässen Vorrichtung nicht nur Stapel von Stückgut sondern auch Stückgut einzeln erfasst und gehoben werden kann.
Am Steg --6-- des Rahmens --1-- ist etwa in dessen Mitte eine motorisch verdrehbare Vorrichtung --7-- zum Aufhängen der erfindungsgemässen Vorrichtung an einer Hubvorrichtung --8-- befestigt. Die Hubvorrichtung --8-- kann beispielsweise ein auf einem Lastkraftwagen montierter Kran od. dgl. sein.
Die Vorrichtung --7-- besteht aus einem am Steg --6-- des Rahmens --1-- befestigten Drehzylinder - sowie einer mit dem Drehzylinder --9-- und dem freien Ende der Hubvorrichtung --8-- verbundenen rose-10--.
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Zur Verschwenkung der beweglichen Greifbacke --3-- ist in den hohl ausgebildeten Steg --6-- des Rahmens --1-- ein Zylinder --11-- eingebaut, dessen Kolbenstange --12-- über Laschen --13-- am oberen Ende der Greifbacke --3-- angreift. Bei Betätigung des Zylinders --11-- wird die Greifbacke --3-- um das Lager --5-- gegenüber der starren Greifbacke --2-- verschwenkt.
Sowohl der Drehzylinder --9-- als auch der Linearzylinder --11-- sind im gezeigten Ausführungsbeispiel hydraulisch betätigt. Sie können jedoch auch pneumatische Zylinder sein.
Das über eine Leitung --14-- mit elektrischer Energie versorgte, aus Pumpe und Elektromotor bestehende Hydraulikaggregat --15-- ist im Steg Rahmens-l-eingebaut. Vom Hydraulik- aggregat --15-- führt einerseits eine Leitung --16-- zu einem Magnetsteuerventil --19-- und von diesem über weitere Leitungen --17 und 18-- zu den entsprechenden Einlässen des Drehzylinders --9--. Weiters führt vom Hydraulikaggregat --15-- eine Leitung --20-- über ein Druckbegrenzungsventil --21-- sowie zwei entsprechende im Steg Rahmens-l-eingebaute Magnetsteuerventile und Leitungen --21'- zum Zylinder --11--.
Das Hydraulikmedium gelangt über eine Leitung --22-- wieder zum Hydraulikaggregat --15-- zurück. Die Magnetventile sowohl für den Drehzylinder --9-- als auch den Zylinder --11-- werden über eine Steuerleitung --23-- betätigt.
Es ist ersichtlich, dass eine Person zur Bedienung der erfindungsgemässen Vorrichtung ohne weiteres ausreicht, da nicht nur das Heben und Senken der Hubvorrichtung --8-- sondern auch die entsprechenden Bewegungen, wie das Öffnen und Schliessen der Greifbacken --2 und 3-- sowie das Verdrehen des Rahmens-l-zentral gesteuert werden können.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Heben bzw. Befördern von insbesondere gestapeltem Stückgut mit einem portalartigen Rahmen, der eine starre Greifbacke und eine verschwenkbare Greifbacke aufweist, wobei die verschwenkbare Greifbacke mit einem am Rahmen abgestützten, hydraulischen oder pneumatischen Zylinder
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ebenfalls am Rahmen (1) abgestützten, hydraulischen oder pneumatischen Drehzylinders (9) verdrehbare Vorrichtung (7) zum Aufhängen an einer Hubvorrichtung (8) vorgesehen ist und dass weiters eine die Arbeitszylinder (11 und 9) mit Druckmittel versorgende Hydraulikpumpe (15) bzw. ein Kompressor sowie die Steuerventile (19) in den zu den Arbeitszylindern (9 und 11) führenden Leitungen (17,18, 19, 21') am Rahmen (1) angeordnet sind.
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