AT345965B - Scheidenspuelgeraet - Google Patents

Scheidenspuelgeraet

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AT345965B AT805776A AT805776A AT345965B AT 345965 B AT345965 B AT 345965B AT 805776 A AT805776 A AT 805776A AT 805776 A AT805776 A AT 805776A AT 345965 B AT345965 B AT 345965B
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H U A Walkner & Co Ohg Erzeugu
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft ein Scheidenspülgerät mit einem einseitig abgeschlossenen, von zwei Rohren begrenzten Zufuhrkanal ringförmigen Querschnittes und mit einem von dem inneren Rohr begrenzten Abflusskanal für Spülflüssigkeit sowie mit einem an dem äusseren Rohr in Nähe des abgeschlossenen Endes des Zufuhrkanales angebrachten, mit einer Zuleitung verbindbaren Anschlussstutzen, wobei in dem Anschlussstutzen eine Vorkammer gebildet ist, die mit dem Zufuhrkanal über einen Düsenkanal verbunden ist, nach Patent Nr. 340573. 



   Zur weiblichen Intimhygiene werden heutzutage sogenannte Intimsprays verwendet, mit welchen jedoch nur der äussere Genitalbereich zu deodorieren, nicht jedoch dieser oder gar der innere Genitalbereich gereinigt werden können. Moderne Bidetanlagen sind zwar mit einer Sprühvorrichtung ausgestattet ; nachteilig ist aber dabei, dass der Sprühstrahl kaum über den Introitus vaginae hinausreicht. 



   Sitzbäder kommen für eine ausreichende Reinigung ebenfalls nicht in Betracht, da wegen des ruhigen Wassers keine Ausspülungen im erforderlichen Ausmass möglich sind. 



   Des weiteren sind noch die herkömmlichen Ballons bekannt, die je nach verwendetem Ansatzstück zur Verabreichung eines Klysmas oder zu einer manuell durchführbaren Vaginalspülung dienen. Die Verwendung des Ballons ist jedoch umständlich und zeitraubend, was insbesondere im klinischen Bereich sehr nachteilig ist. 



   Aus der US-PS   Nr. l, 915, 803   ist ein Scheidenspülgerät mit einem einseitig abgeschlossenen, von zwei Rohren begrenzten Zufuhrkanal ringförmigen Querschnittes und mit einem von dem inneren Rohr begrenzten Abflusskanal für Spülflüssigkeit sowie mit einem an dem äusseren Rohr in Nähe des abgeschlossenen Endes des Zufuhrkanales angebrachten, mit einer Zuleitung verbindbaren Anschlussstutzen bekannt. 



   Im Patent Nr. 340573 ist vorgeschlagen, ein derartiges Gerät insbesondere für den klinischen Gebrauch zu verbessern, indem es nicht bloss an eine unter Druck stehende Spülflüssigkeitsquelle, wie eine Wasserleitung, angeschlossen werden kann, wodurch die Handhabung wesentlich erleichtert und verkürzt wird, sondern auch zur Spülung mit zugesetzten Medikamenten geeignet ist. Hiezu ist in dem Anschlussstutzen eine Vorkammer gebildet, die mit dem Zufuhrkanal über einen Düsenkanal verbunden ist. 



  Der Düsenkanal dient zur Druckminderung der Spülflüssigkeit, so dass Verletzungen des Scheidengewebes durch zu hohen Wasserdruck und Eindringen der Spülflüssigkeit in die Gebärmutter weitestgehend ausgeschlossen und somit Infektionen, Wasserembolie, Hämolyse   od. dgl.   praktisch ausgeschlossen sind. Die Vorkammer dient zur Aufnahme von Medikamenten, die durch die Spülflüssigkeit aufgelöst und von dieser mitgenommen sowie in die Scheide transportiert werden. 



   Obzwar bei diesem Gerät die Verletzung-un Infektionsgefahren auf ein praktisch vernachlässigbares Minimum reduziert sind, sind sie dennoch nicht völlig ausgeschlossen, da der unbeabsichtigte Verschluss des Abflusskanales   z. B.   mit der Hand zu einem Stau der Spülflüssigkeit und unter Umständen zu einer Druckerhöhung führen kann, die in gewissen Fällen kritisch sein kann. 



   Der Erfindung ist die Aufgabe zugrunde gelegt, auch diese Gefahren auszuschliessen und ein Gerät zu schaffen, bei dem der Abfluss der Spülflüssigkeit stets gewährleistet ist und ausserdem ein behinderter Abfluss angezeigt wird. 



   Diese Aufgabe wird bei einem Scheidenspülgerät der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass erfindungsgemäss der Abflusskanal mit wenigstens einer quer hiezu verlaufenden, ins Freie mündenden Bohrung verbunden ist, die im Bereich des Anschlussstutzens angeordnet ist, wobei eine der Bohrungen an ihrer Mündungsöffnung eine schlitzartige Erweiterung aufweist. 



   Hiedurch wird erreicht, dass ein Verschluss der Mündung des Abflusskanales verhindert ist und die Spülflüssigkeit ungehindert austreten kann. 



   Günstig ist auch, wenn jede Bohrung in einem Handgriff ausgebildet ist, der mit den Fingern der menschlichen Hand angepassten Ausnehmungen versehen ist, die im Abstand von den Mündungsöffnungen der Bohrungen bzw. der Erweiterung angeordnet sind. Infolge dieser Massnahmen ist eine grössere Sicherheit gegen Verschluss gegeben, denn die Benutzerin oder Bedienungsperson wird veranlasst, ihre Finger an vorbestimmte Stellen des Handgriffes zu legen, welche von den Mündungsöffnungen der Bohrungen entfernt sind, so dass diese nicht unabsichtlich verschlossen werden können. 



   Weiters können die Mündungsöffnungen von wenigstens zwei Bohrungen zu der eine schlitzartige Erweiterung aufweisenden Mündungsöffnung der Bohrung im wesentlichen senkrecht stehen. Da beim 

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 normalen Gebrauch des Gerätes die an dem Abflusskanal austretende Spülflüssigkeit zwischen den Schenkeln abläuft, wird bei dieser Ausgestaltung der Erfindung ein Verschluss des Abflusskanales dadurch angezeigt, dass die aus den Bohrungen austretende Spülflüssigkeit die Schenkel benetzt. 



   Ferner können zwei von wenigstens drei vorgesehenen Bohrungen an die Erweiterung angeschlossen sein und einerseits die Achsen der symmetrisch gestalteten Erweiterung sowie des Anschlussstutzens und anderseits die Mündungsöffnungen der genannten zwei Bohrungen jeweils in einer andern Ebene liegen, welche im wesentlichen aufeinander senkrecht stehen und parallel zur Achse der Rohre angeordnet sind. 



  Hiedurch wird der Vorteil erreicht, dass bei normalem Gebrauch die Möglichkeit beseitigt wird, dass ein Benetzen der Schenkel durch seitlich aus den Bohrungen austretende Spülflüssigkeit auftritt. 



   Die Erfindung wird im folgenden an Hand bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert, die in den Zeichnungen dargestellt sind ; in diesen zeigen Fig. 1 einen Längsschnitt durch das   Scheidenspülgerät,   
 EMI2.1 
 l,--3-- auf, die mittels einer   Überwurfmutter --4-- sowie   unter Beilage einer Dichtung --5-- an einem   Handgriff --19-- befestigt   sind.

   Zwischen dem   Aussenrohr --2-- und   dem   Innenrohr --3-- ist   ein   Zufuhrkanal --6-- ringförmigen   Querschnittes gebildet, der durch mehrere auf einem Kreis angeordnete   Öffnungen --7-- oder   durch einen Ringspalt sowie durch einen Düsenkanal --8-- mit einer Vorkammer - in Verbindung steht, die in einem   Anschlussstutzen --10-- ausgebildet   ist, der einen Rohrgewindeansatz --11-- aufweist. Mit diesem Rohrgewindeansatz --11-- ist das Scheidenspülgerät   z. B.   an den Schlauch einer Handbrause oder eine sonstige Armatur anschliessbar. 



   Vorteilhafterweise ist der   Düsenkanal --8-- in   einem Röhrchen --8'-- fortgesetzt, das in die   Vorkammer --9-- des Anschlussstutzens --10-- hineinragt.   Durch diese Massnahme wird erreicht, dass in die Vorkammer --10-- eingebrachte zähflüssige oder feste Substanzen zur Beeinflussung des Scheidenmilieus allmählich und gleichmässig gelöst und in die Vagina transportiert werden. 



   Der   Endbereich --2'-- des Aussenrohres --2-- ist   zur Vermeidung von Verletzungen abgerundet und in seinem Inneren zumindest abschnittweise mit einer Schulter --12-- versehen, an der eine Scheibe --13-- mit Rohransatz --14-- anliegt. In dieser   Scheibe --13-- sind Öffnungen --7'-- ausgebildet,   und der Rohransatz --14-- dient zur Halterung des Innenrohres --3--. Weiters ist dieser   Endbereich --2'-- mit   einigen Ausnehmungen --15-- versehen, in welche Fortsätze eines Gitters --17-- eingreifen, welches vorzugsweise aus elastischem Kunststoff besteht. 



   Das von einer Badezimmertemperatur od. dgl. kommende Wasser gelangt durch die Vorkammer --9-und den   Düsenkanal --8-- in   den Zufuhrkanal --6-- und tritt aus diesem durch die   Öffnungen --7'-- aus   dem   Scheidenspülgerät --1-- aus   bzw. in die Scheide ein. Es ist ersichtlich, dass der Wasserstrahl an jede beliebige Stelle der Vagina gerichtet werden kann. 



   Das Wasser tritt sodann durch den Rohransatz --14-- in das einen Abschnitt eines Abflusskanales - 18-- bildende Innenrohr --3-- ein und verlässt das   Scheidenspülgerät --1-- durch   einen einen weiteren 
 EMI2.2 
 
Diese Bohrung --20-- weist nach aussen hin eine schlitzartige Erweiterung --21-- auf, die ersichtlicherweise von den Fingern einer Hand nicht verschlossen werden kann. 



   Zur weiteren Sicherung gegen Verschliessen des   Abflusskanales --18-- sind   gemäss Fig. 2 zwei weitere   Bohrungen --22, 22'-- vorgesehen,   durch die der   Abflusskanal --18-- über   die Erweiterung --21-- mit dem Freien verbunden ist und deren   Mündungsöffnungen --23, 23'-- in   einer im wesentlichen senkrecht auf die Bohrung --20-- stehenden Ebene angeordnet sind.

   Auf diese Weise steigt bei Gebrauch mit nach oben gerichteten   Anschlussstutzen --10-- bzw.   nach unten weisender Bohrung --20-- und Erweiterung --21-- im Falle verschlossener Erweiterung --21-- die abfliessende Spülflüssigkeit durch die   Bohrung --22, 22'--   hoch, tritt aus den   Mündungsöffnungen --23, 23'-- aus   und benetzt die Schenkel der mit dem Gerät behandelten Person, so dass der Verschluss der Bohrung --20-- bzw. der Erweiterung angezeigt wird. Es versteht sich, dass die in Fig. 2 abgewinkelt dargestellten Bohrungen --22, 22'-- auch gerade verlaufen können. 



   Herstellungstechnisch einfacher ist die Variante gemäss Fig. 3, bei der die   Bohrungen --22, 22'--   

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 koaxial und durchgehend verlaufen sowie mit dem   Kanal--18'-verbunden sind.   Allerdings besteht die Möglichkeit, dass auch bei normalem Gebrauch die Spülflüssigkeit seitlich austritt. 



   Der Handgriff --19-- ist mit einem   Loch --24-- zum.   Aufhängen an einem Haken versehen. Ferner weist er den Fingern der menschlichen Hand angepasste Ausnehmungen --25-- auf, wodurch die das Gerät handhabende Person veranlasst wird, ihre Finger an vorbestimmte Stellen des Handgriffes --19-- zu legen, die im Abstand von den   Mündungsöffnungen --23, 23'-- sowie   der Erweiterung --21-- liegen, wodurch eine weitere Erhöhung der Sicherheit gegen unbeabsichtigtes Verschliessen des   Abflusskanales --18-- erzielt   wird. 



   Die Einzelteile des   Scheidenspülgerätes-l-bestehen   vorteilhafterweise aus Metall oder Kunststoff und werden im Spritzgussverfahren hergestellt. Ist der Anschlussstutzen --10-- gemäss Fig.1 unter einem spitzen Winkel zur Längsachse des Gerätes angeordnet, so ergibt sich eine leichtere Handhabung des Gerätes. An Stelle des Rohrgewindeansatzes --11-- kann auch ein Wulst zum Anschluss eines aufgeklemmten Schlauches vorgesehen sein. 



   Vorzugsweise ist der Handgriff --19-- im Querschnitt oval ausgebildet (Fig. 2, 3), wodurch sich die Handhabung und der Gebrauch des Gerätes bequemer gestalten. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Scheidenspülgerät mit einem einseitig abgeschlossenen, von zwei Rohren begrenzten Zufuhrkanal ringförmigen Querschnittes und mit einem von dem inneren Rohr begrenzten Abflusskanal für Spülflüssigkeit, sowie mit einem an dem äusseren Rohr in Nähe des abgeschlossenen Endes des Zufuhrkanales angebrachten, mit einer Zuleitung verbindbaren Anschlussstutzen, wobei in dem Anschlussstutzen eine Vorkammer gebildet ist, die mit dem Zufuhrkanal über einen Düsenkanal verbunden ist, nach Patent Nr.340573, d a u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass der Abflusskanal (18, 18') mit wenigstens einer quer hiezu verlaufenden, ins Freie mündenden Bohrung (20,22, 22') verbunden ist, die im Bereich des Anschlussstutzens (10) angeordnet ist, wobei eine der Bohrungen (20) an ihrer Mündungsöffnung eine schlitzartige Erweiterung (21) aufweist.

Claims (1)

  1. 2. Scheidenspülgerät nach Anspruch 1, d a u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass jede Bohrung (20,22, 22') in einem Handgriff (19) ausgebildet ist, der mit den Fingern der menschlichen Hand angepassten Ausnehmungen (25) versehen ist, die im Abstand von den Mündungsöffnungen (23,23') der Bohrungen bzw. der Erweiterung (21) angeordnet sind.
    3. Scheidenspülgerät nach Anspruch 1 oder 2, d a u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Mündungsöffnungen (23,23') von wenigstens zwei Bohrungen (22, 22') zu der eine schlitzartige Erweiterung (21) aufweisenden Mündungsöffnung der Bohrung (20) im wesentlichen senkrecht stehen. EMI3.1 zwei (22,22') von wenigstens drei vorgesehenen Bohrungen (20,22, 22') an die Erweiterung (21) angeschlossen sind und dass einerseits die Achsen der symmetrisch gestalteten Erweiterung (21) sowie des Anschlussstutzens (10) und anderseits die Mündungsöffnungen (23, 23') der genannten zwei Bohrungen (22, 22') jeweils in einer andern Ebene liegen, welche im wesentlichen aufeinander senkrecht stehen und parallel zur Achse der Rohre (2,3) angeordnet sind.
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