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Die Erfindung betrifft eine Rollblende für Fenster od. dgl.
Die Erfindung setzt sich zum Ziel, eine neue Form einer solchen Rollblende zu schaffen, welche in der Lage ist, vertikale Streifenblenden variabler Breite darzubieten, und einfach und störungsunanfällig handzuhaben ist.
Dieses Ziel wird erfindungsgemäss durch mehrere senkrechte Wickelwalzen erreicht, die in gegenseitigem Abstand über die Fensteröffnung verteilt im Bereich der Fensterlaibung drehbar gelagert sind, wobei an jeder Wickelwalze mit Ausnahme der letzten ein Blendensegel angeschlagen und darauf aufgewickelt ist, an dessen freien Enden Spannseile angreifen, die ihrerseits an der jeweils benachbarten bzw. letzten Wickelwalze angeschlagen und auf diese aufwickelbar sind, wobei ein an der ersten und der letzten Wickelwalze angeschlagenes, sich wechselweise auf diese aufwickelndes weiteres Spannseil die erste und die letzte Wickelwalze drehverbunden hält.
Auf diese Weise wird eine Rollblende geschaffen, die vertikale Lamellenblenden einstellbarer Breite darbietet, u. zw. je nachdem, wie weit die Blendensegel auf-oder abgewickelt werden. Durch die gemeinsame Verseilung aller Blendensegel sind alle Wickelwalzen untereinander drehverbunden und lassen sich gemeinsam betätigen, beispielsweise indem eine Wickelwalze per Hand oder'mit Hilfe eines Kurbeltriebes verdreht oder an einem Blendensegel per Hand gezogen wird.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass der freie Rand jedes Blendensegels an
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einem vertikalen Spannstab angeschlagen ist, an dessen Enden die Spannseile angreifen. Dadurch kann eine bessere Straffung der. Blendensegel erzielt werden.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Die Zeichnung zeigt eine erfindungsgemässe Rollblende in der Schrägansicht, welche für die Montage in einer trapezförmigen Fensterlaibung bestimmt ist, wobei ein Montagerahmen nur ausschnittweise dargestellt ist.
Die Rollblende weist bei dem dargestellten Beispiel vier Wickelwalzen 1, 2,3 und 4 auf, die senkrecht in gleichem gegenseitigen Abstand über eine (nicht dargestellte) Fensteröffnung verteilt an einem in diese eingesetzten, nur ausschnittsweise dargestellten Montagerahmen 5 drehbar gelagert sind. Der Montagerahmen ist an die Form der Fensterlaibung angepasst. Alternativ könnten die Wickelwalzen 1 bis 4 einzeln in gesonderten Lagerbeschlägen gelagert werden, die direkt an der Fensterlaibung montiert werden.
Die Höhe der Wickelwalzen 1 bis 4 ist ebenfalls an die Form der Fensteröffnung angepasst und nimmt bei dem dargestellten Beispiel von der Wickelwalze 1 zur Wickelwalze 4 linear ab, um das angenommene trapezförmige Fenster auszufüllen. Der gegenseitige Abstand der Wickelwalzen 1 bis 4 ist bevorzugt gleich, doch können auch unterschiedliche Abstände in Betracht gezogen werden, wobei dann allerdings bei der nachfolgend ge- schildert'en gemeinsamen Betätigung mit Restspalten in den breiteren Abständen zu rechnen ist.
An jeder Wickelwalze 1, 2,3, mit Ausnahme der letzten Wickelwalze 4, ist ein Blendensegel 6 angeschlagen, das aus ei-
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nem aufwickelbaren Material gefertigt ist, beispielsweise einem textilen Material. Alternativ könnten auch Lamellenmatten in Betracht gezogen werden, die in Richtung quer zu den Lamellen aufwickelbar sind. Die Blendensegel 6 sind in der Form jeweils an den zugeordneten Abschnitt der Fensteröffnung angepasst, im vorliegenden Fall also trapezförmig.
Der freie Rand jedes Blendensegels 6 ist an einem vertikalen Spannstab 7 angeschlagen, an dessen Enden Spannseile 8 angreifen, die ihrerseits an der jeweils benachbarten Wickelwalze 2,3, 4 angeschlagen sind. Die Spannseile 8, welche an dem Blendensegel 6 angreifen, das an der vorletzten Wickelwalze 3 angeschlagen ist, sind an der letzten Wickelwalze 4 angeschlagen, an welcher kein weiteres Blendensegel 6 mehr anschliesst.
Die Spannseile 8 besitzen jeweils eine solche Länge, dass sie im aufgewickelten Zustand des zugeordneten Blendensegels 6 den Abstand zwischen den beiden benachbarten Wickelwalzen überbrücken.
Die erste Wickelwalze 1 und die letzte Wickelwalze 4 sind über ein weiteres Spannseil 9 drehverbunden, das an diesen beiden Wickelwalzen angeschlagen ist und eine solche Länge hat, es es sich wechselweise auf diese beiden Wickelwalzen aufwickeln kann, je nachdem, ob die Blendensegel 6 auf-oder abgewickelt sind.
Bei der Montage werden alle Blendensegel 6, Spannseile 8 und das weitere Spannseil 9 so justiert, dass die gesamte Rollblende in gespanntem Zustand ist.
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Auf die dargestellten Spannstäbe 7 kann gegebenenfalls verzichtet werden, wobei in diesem Fall die Spannseile 8 direkt an den freien Enden der Blendensegel 6 angreifen.
Die Betätigung der Rollblende erfolgt entweder per Hand durch entsprechendes Ziehen an einem der Blendensegel 6 oder durch einen (nicht dargestellten) Kurbeltrieb, welcher eine der Wickelwalzen 1 bis 4 in Drehrichtung antreibt.