<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine Kühlvitrine mit durchsichtiger Abdeckung zur Offen-Aufbahrung von Särgen und einem Luftkanal mit Ventilator unterhalb oder seitlich der Kühlkammer zur Erzeugung einer Luftzirkulation innerhalb derselben.
Es sind eine Kühlkammer aufweisende Kühlvitrinen bekannt, in welchen der Sarg offen aufgebahrt werden kann. Die Kühlkammer besitzt in der Regel eine durchsichtige Abdeckhaube oder Abdeckplatte.
Die Kühlvitrine selbst hat sich bei der Aufbahrung von Leichnamen zwischen 3 bis 6 C als sehr nützlich erwiesen. Trotzdem ist die Anzahl der Keime und Bakterien innerhalb des Kühlraumes der Kühlvitrine immer noch sehr hoch, wodurch für Friedhofspersonal und Trauergemeinde eine Gefährdung gegeben sein kann.
Es ist bekannt, dass ultraviolette Strahlen bestimmter Wellenlängen, u. zw. zwischen 315 bis 100 nm, stark keimtötend Wirkung besitzen. Die keimtötende Wirkung ist umso grösser, je kurzwelliger die UV-Strahlung ist. Am geeignetsten ist für diesen Zweck eine kurzwellige UV-Strahlung von ungefähr 200 nm.
Durch die USA-Patentschrift Nr. 3, 101, 488 ist ein Krankenbett bekanntgeworden, welches zur Luftreinigung der Umgebungsluft des Kranken eine Absauganlage aufweist, welche zur Reinigung der Luft
EMI1.1
weise scheintotbegrabene Personen bekanntgeworden, bei welcher ein Doppelrohr in den Sarg gesteckt ist, wobei mittels einer Flamme die Luft innerhalb des Sarges abgesaugt und über ein zweites Rohr Frischluft in den Sarg auf Grund der abströmenden Luft nachströmt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kühlvitrine der eingangs genannten Gattung zu schaffen, deren Luft innerhalb der Kühlkammer praktisch vollständig keimfrei ist, weshalb für Bedienungspersonal oder Angehörige, insbesondere im Sommer bei warmen Temperaturen, keinerlei Gefahr einer bakteriellen Verseuchung der Umgebungsluft besteht.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, dass erfindungsgemäss der Luftkanal eine Bestrahlungskammer aufweist, in welcher eine an sich bekannte Keimtötungslampe angeordnet ist. Vorteilhafterweise ist diese Keimtötungslampe eine UV-Lampe mit kurzwelliger UV-Strahlung.
Die erfindungsgemässe Kühlvitrine besitzt gegenüber den bekannten Kühlvitrinen des Standes der Technik den Vorteil einer praktisch vollständigen Entkeimung der Luft der Kühlkammer. Die Luft wird mittels mindestens eines Ventilators durch einen Luftkanal unterhalb oder seitlich der Kühlkammer abgesaugt und durch eine Bestrahlungskammer gedrückt, in welcher eine Keimtötungslampe angeordnet ist. Beim Vorbeistreichen der Luft an der Keimtötungslampe werden die in der Luft enthaltenen Bakterien vollständig abgetötet. Dadurch erfüllt die Kühlvitrine gemäss der Erfindung die Anforderungen der Hygiene ; Gefahren durch bakterielle Verseuchung der umgebenden Luft beim Umbetten des Leichnames oder beim Säubern der Vitrine können somit nicht mehr auftreten, weil während des Betriebes der Kühlvitrine die innerhalb derselben zirkulierende Luft ständig entkeimt wird.
In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist die Keimtötungslampe direkt im Luftkanal angeordnet. Die Zeit des Vorbeiströmens der Luft ist am grössten und somit die Bestrahlungsdauer am längsten, wenn die Lampe in einem Bereich grossen Querschnittes angebracht ist.
Ein Beispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, welche, wobei auf eine eigene Bestrahlungskammer verzichtet werden kann, einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemässe Kühlvitrine mit einem aufgebahrten Sarg zeigt.
Die in der Zeichnung dargestellte Kühlvitrine-l-besteht aus einer Kühlkammer --2--, in welcher ein Sarg --3-- aufgebahrt ist. Die Kühlkammer --2-- der Kühlvitrine --1-- ist mit einer durchsichtigen Abdeckung --4-- abgedeckt. Deshalb kann der Sarg --3-- innerhalb der Kühlkammer --2-- offen aufgebahrt werden.
Zur Erzeugung einer Luftzirkulation innerhalb der Kühlkammer besitzt diese einen Luftkanal --5, 6-wobei der Bereich --6-- des Luftkanals --5, 6-- unterhalb der Kühlkammer --2-- zum Kopf der Kühlvitrine-l-führt und dort in die Kühlkammer einmündet. Wenn die Kühlkammer mit der Abdeckung - verschlossen ist, herrscht innerhalb der Kühlvitrine eine Luftzirkulation. Zur Erzeugung des Luftstromes dient ein Ventilator --7--. Die Kühlung des Leichnames erfolgt mittels Kühlsystem --8--.
Im Luftkanal ist eine Bestrahlungskammer --9-- angeordnet, in welcher sich eine Keimtötungslampe
EMI1.2
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1