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In gewissen Krankheitsfällen kann es für die Behandlung nützlich sein, den Kranken in einem geeigneten Beobachtungsbehälter abgesondert von verschiedenen äusseren Einflüssen zu halten und ihn eine längere Zeit der Kältewirkung auszusetzen.
Des weiteren wäre es von bedeutender hygienischer und moralischer Tragweite für Familien, wenn der Verstorbene vor der Beerdigung, besonders in der warmen Jahreszeit, ohne Schaden für die anderen Personen im Totenzimmer sichtbar ausgestellt werden könnte.
Die hier beschriebene Erfindung bezweckt, alle vorgenannten Vorteile zu erreichen und wird in der Zeichnung veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt einen Seitenschnitt des Behälters nach der Länge.
Fig. 2 eine Draufsicht.
Die Erfindung besteht aus einem an der Bodenseite offenen, aus die Wärme schlecht leitendem Material hergestellten Kasten 1, mit welchem der auf dem Bette 3 liegende Tote 2 überdeckt wird. Der dem Körper des Toten gegenüberliegende obere Boden des Kühlbehälters enthält einen metallischen Behälter 4, in welchen durch die Öffnung 5 Eis 6 oder ein Gemenge von Eis und Salz oder irgend ein anderer Kühlstoff (eventuell flüssige
Luft) eingelegt und erneuert werden kann.
Die durch Erwärmung sich absondernden wässerigen Teile des Kühlstoffes werden durch den Rohransatz 7 und den Gummischlauch 8 in den Kübel 9 abgeführt. "
Wenn die Vorrichtung auf einem gewöhnlichen Bette aufgestellt werden sollte, so wird sie durch einen aus die Wärme schlecht leitendem Material bestehenden Boden 10 vervollständigt, den man unter das Leintuch legt, wodurch ein Kälteverlust im Innern verhütet wird. Genannter Boden ist in den Totenkammern der Spitäler, wo der Tote'auf einem Boden aus Holz oder anderem isolierenden Material liegt, unnötig.
Für Anwendung der Vorrichtung in Wohnungen werden die Seitenwände des Kühl- behälters an der Kopfseite aus Glas oder anderem durchsichtigen Material hergestellt und die Decke erhält einen zu öffnenden Fensterrahmen 11 ; hiedurch bleibt der Oberkörper gänzlich sichtbar und man kann hieraus die Lage des Verstorbenen richten und den lie- schlag an den inneren Glasseiten abwischen. Man könnte auch, um den Beschlag zu ver- hütHn, 1111 Innern des Ktihlbuhiilters einen kleinen mit Deckel versehenen und Chtorkalzium oder anderen wasserabsaugenden Stoff enthaltenden Korb 12 einhängen.
Für den Gebrauch in Spitälern könnte man zur Vereinfachung der Ausführung sich begnügen, den Kühlbehälter nur mit einem oberen Fensterrahmen 11 zu versehen und die
Seitenfenster nicht anzubringen.
Aus Vorsorge gegen einen Starrschlaf könnte ein Luftloch oder Luftklappe 13 für den Eintritt frischer Luft und ein Luftloch oder Luftklappe für den Austritt der ver- brauchten Luft vorgesehen werden.
Der Kühlbehälter gestattet mithin, infolge der in seinem Inneren durch die Kühl- masse 4 entstandene Kälte, welche die Zersetzung des Toten aufhält und die Bildung unangenehmer Gerüche verhindert, den Toten durch die Glasscheiben solange sichtbar zu halten bis er, z. H. am Friedhofe, in den eigentlichen Sarg hineingelegt wird.
Die Vorrichtung kann dahin abgeändert werden, dass sie in gewissen Krankheitsfällen als Kühlraum für Kranke, die einer dauernden und langeren Wirkung der Kälte ausgesetzt werden müssen, dienen kann, indem die Lufteinlass- und auslassöffnungen 13 und 14 hin- reichend gross gehalten werden.
Aus den vorangehenden Ausführungen'ersieht man, dass die Anwendung dieser Vor- richtung in allen Fällen bedeutende hygienische und moralische Vorteile mit sich bringt.
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