AT135813B - Luftdicht abgeschlossene Heilstätte. - Google Patents

Luftdicht abgeschlossene Heilstätte.

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AT135813B
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Austria
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pressure
room
air
sanatorium
rooms
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Inventor
Otto Ing Gergacsevics
Max Machanek
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Otto Ing Gergacsevics
Max Machanek
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Luftdicht abgeschlossene Heilstätte. 



   Es ist bereits vorgeschlagen worden, aus einem oder   mehreren luftdicht nach aussen abgeschlosseneu   Zimmern oder Kammern bestehende Aufenthaltsräume fur Kranke unter Überdruck zu setzen. Hiebei stand nur ein Zimmer mit der Vorrichtung zur Erzeugung der Druckluft in Verbindung, während die in Serie daran anschliessenden weiteren Zimmer die Luft mit abgestuft geringerem Druck aus diesem erhielten und das äusserste Zimmer die ins Freie mundende   Tris   enthielt. Die erwähnten Anlagen dieser Art haben den Nachteil, dass Druckverluste in den einzelnen Räumen beim Öffnen der Türen, insbesondere beim Austritt ins Freie, nicht verhindert werden können und dass ein dauernder und kontinuierlicher Behandlungsbetrieb nicht aufrechterhalten werden kann.

   Die in Rede stehenden Anlagen wären nur zur jeweiligen Behandlung eines einzigen oder einiger weniger Patienten bestimmt. In vielen Fällen wäre es zwar erwünscht, die ganze Anlage oder einzelne Räume derselben unter Unterdruck zu setzen (Höhenluftkur) oder einzelne Räume für Überdruck-, andere   für Höhenluftkur einzurichten,   was jedoch mit den bisherigen Anlagen nicht durchführbar ist. 



   Den Gegenstand der Erfindung bildet nun eine luftdicht abgeschlossene Heilstätte, die sowohl für Überdruck als für Höhenluftkur eingerichtet ist und einen kontinuierlichen Dauerbetrieb in grösstem   Massstabe   ermöglicht. Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass Einrichtungen vorgesehen sind, um ein und denselben Raum je nach Bedarf unter   Über- oder Unterdruck zu   setzen, so dass entweder die gesamte Heilstätte unter   Uber-oder Unterdrueli   oder ein Teil derselben unter Uberdruck, der andere unter Unterdruck gesetzt werden kann. Ausserdem können Räume, die früher unter Überdruck stande. in einem späteren   Zeitraume   unter Unterdruck gesetzt werden. 



   Zur Aufrechterhaltung des kontinuierlichen Betriebes ohne Druckverluste beim Eintritte in die Heilstätte, beim Übergang von einem Raum in den andern und beim Austritt aus der Anstalt sind in an sich bekannter Weise Systeme von luftdicht gegeneinander abgeschlossenen Vor-und Zwisehenkammern vorgesehen, die stufenweise auf den in dem zu betretenden Hauptraum herrschenden Druck gebracht werden können, so dass diese Kammern nach Art von Schleusen wirken, die den Ein-und Austritt von Personen ohne Druckverlust bzw. Druckanstieg in den   Hauptraum   und gleichzeitig ohne Nachteil für die Gesundheit gestatten. 



   Die Drücke in den einzelnen Räumen können abgestuft sein, insbesondere sind die Unterdrücke für Höhenluftkuren so gewählt, dass die mit verschiedenem Unterdruck ausgestatteten einzelnen Räume 
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 stisches Klima dauernd geboten werden. 



   Eine gemäss der Erfindung ausgestattete Anlage kann zweckmässig   an Spitäler   od. dgl. angeschlossen werden und ermöglicht es, dem Kranken gerade jene Behandlung angedeihen zu lassen, die der Höhenlage eines ihm vom Arzt verschriebenen Kurortes entspricht. Der Erfindung gemäss sind ferner Vorkehrungen getroffen, um diesen Zustand der Luft hinsichtlich des Druckes, der Temperatur, des Sauerstoff-und des Feuchtigkeitsgehaltes usw. dauernd aufrechtzuerhalten und in bezug auf die wirksame Lichtkomponente die günstigste Strahlenart durch   künstliche   Belichtung herzustellen, wobei der Patient je nach dem ärztlichen Rat einige Wochen oder Monate in der Heilstätte verbringen kann. 



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des   Erfindungsgegenstandes schematisch veran-   schaulicht, u. zw. zeigt Fig. 1 einen   Grundriss   der Gesamtanlage, Fig. 2 eine Einzelheit. Fig. 3   in grösserem   
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   Der Eingang in die Heilstätte erfolgt durch ein System von Kammern 1, 2, 3, die sowohl nach aussen als auch durch entsprechende Verbindungstüren 4 gegeneinander luftdicht abgeschlossen sind. Soll nun ein Patient beispielsweise einer t'berdruckkur unterzogen und zu diesem Zwecke in den Haupt- 
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Das Vakuum oder die Kompression werden durch von Motoren 6 betriebene Gebläse 7   bekannter   Art, die sowohl Luftverdünnung als auch Luftverdichtung erzeugen können, kontinuierlich in bestimmten Zeitintervallen erzeugt. Bei Erreichung des gewünschten Über- bzw. Unterdruckes lässt sich das Gebläse selbsttätig abstellen.

   Es kann ein einziges Gebläse verwendet werden, das für jeden Raum mit entsprechenden Abzweigleitungen versehen ist, und der Druck kann in diesem Falle für jeden Raum durch Einrichtungen bekannter Art geregelt werden, oder es können jedem Raum oder einer Gruppe von   Räumen   je ein Gebläse samt Motor zugeordnet sein. 



   In allen Räumen sind in an sieh bekannter Weise druckregelnde Ventile 8 oder Klappen   vorsehen.   die sich bei einem bestimmten   Über-oder Unterdruck nach Art   der Sicherheitsventile   selbsttätig öffnen   bzw.   schliessen,   so dass die Druckdifferenz zwischen dem Aussen-und Innenraum konstant gehalten wird.

   Damit eine Verbindungstür 4 nicht früher geöffnet werden kann, bevor nicht in dem zu betretenden Nachbarraum der gleiche Druck herrscht wie in dem zu verlassenden Raum, erhalten diese Türen Versehlüsse 10, die mit den   Druekregelventilen   derart in wirksamer Verbindung stehen, dass sie die Verschlüsse gesperrt halten, wenn zwischen den beiden   Nachbarräumen   eine Druckdifferenz besteht. und sie erst freigeben, wenn in dem zu betretenden Raum derselbe Druck wie in dem zu verlassenden   Raum   herrscht. 



   Um ein und denselben Raum je nach Bedarf für Druckluft oder für   Vakuum   verwenden zu   können.   sind die Rahmen 11 (Fig. 2) der   Verbindungstüren   4 und der Fenster zum beiderseitigen Einsetzen der Türen bzw. Fenster eingerichtet, so dass diese, wenn sie für Überdruck dichten sollen, von innen und bei Unterdruck von aussen in den Rahmen eingehängt werden   können.   Sind zwei oder mehrere luftdicht abgeschlossene Hallen oder Räume vorgesehen, von denen die eine unter Druckluft, die andere unter Vakuum gehalten werden, so kann erfindungsgemäss ein und dasselbe Gebläse 12   (Fig. l)   dazu benutzt 
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 räumen, die für verschiedene Heilzwecke, wie Bestrahlung mit künstlicher Höhensonne, Bäder, Duschen. 



  Liegekuren od. dgl., ausgerüstet sein   können,     kann natürlich   der Druck je nach Bedarf stufenweise variiert werden, wobei nach Art der Eintrittskammern 1-3 ausgebildete Zwischenkammern 15, 16, 17 (Fig. 1) vorgesehen sind, die einen Übergang aus einem Raum in einen andern von verschiedenem Druck gestatten. 



   Die angesaugte oder eingepresste Luft passiert vor Eintritt in die Räume ein Rohr-oder Kessel-   system. M, in welchem   die Luft filtriert, durch entsprechende Einrichtungen   erwärmt   bzw. gekühlt und gleichzeitig auch der Sauerstoff- und Feuchtigkeitsgehalt der Luft geregelt wird, wobei natürlich der 
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 nach der erforderlichen Behandlung, bei Höhenluftkuren je nach der gewünschten Lage und dem er-   wünschten   Klima variiert werden können. 



   Die verbrauchte Luft innerhalb aller Räume wird unausgesetzt regeneriert und die sich bildende 
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 brunnen 9 (Fig. 1). 



   Um den Über-bzw. Unterdruck in jedem Räume konstant halten zu   können,   sind in den einzelnen   Räumen   Kontaktmanometer 20 vorgesehen, welche die Tätigkeit des Gebläsemotors 6 derart regeln, dass Druckschwankungen in den Räumen vermieden werden. 



   Der luftdichte Abschluss der   Raumwandungen 21 wird   vorzugsweise dadurch erzielt, dass die ans normalem Baumaterial, etwa aus Beton, hergestellten Wände in an sieh bekannter Weise mit einer Lackschichte   überspritzt   werden, die für den luftdichten Abschluss nach aussen durchaus hinreicht. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Luftdicht abgeschlossene Heilstätte, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit Einrichtungen versehen ist, um ein und denselben Raum je nach Bedarf entweder unter Über- oder Unterdruck setzen. wobei die zugeführte Luft lùnsichtlich Druck, Sauerstoffgehalt, Feuchtigkeit, Bestrahinngsart, Lieht- quantum, Temperatur usw. entsprechend einer für die jeweilige Behandlung erforderlichen Luftzusammen- <Desc/Clms Page number 3> setzung geregelt wird, so dass sämtliche klimatischen Verhältnisse eines bestimmten Höhenluftkurortes künstlich geschaffen werden können und ein längerer Aufenthalt bei freier Beweglichkeit des Kranken innerhalb der Aufenthaltsräume nicht behindert wird.
    2. Heilstätte nach Anspruch 1 mit den Druck in den einzelnen Räumen selbsttätig regelnden Ventilen, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelventile (8) die Verschlüsse (10) der Verbindungstüren (4) derart beeinflussen, dass die Verschlüsse gesperrt sind, solange in dem zu verlassenden Raum ein anderer Druck herrscht als in dem zu betretenden Nachbarraum, und erst freigegeben werden, bis die Luft in dem zu verlassenden Raum auf den Druck der Luft in dem zu betretenden Raum gebracht ist.
    3. Heilstätte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kohlensäure der Ausatmungsluft in den Aufenthaltsräumen durch Kalkmilchspringbrunnen (9) an sich bekannter Art gebunden wird. EMI3.1 EMI3.2
AT135813D 1932-12-16 1932-12-16 Luftdicht abgeschlossene Heilstätte. AT135813B (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3441091A1 (de) * 1984-11-09 1986-05-28 Sauerstoffwerk Westfalen AG, 4400 Münster Kaeltekammer fuer medizinische zwecke
DE10261809A1 (de) * 2002-12-19 2004-07-01 Henninger, Richard, Dipl.-Kaufm. Verfahren und Vorrichtung zum Regeln eines Sauerstoffgehalts in einem geschlossenen Raum
DE102004031548A1 (de) * 2004-06-29 2006-02-02 Egon Braun Vorrichtung zur Gewichtsreduzierung und Hautbildverbesserung von Personen
WO2018093280A1 (en) * 2016-11-18 2018-05-24 Creator Spółka Z Ograniczoną Odpowiedzialnością Container

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