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Luftdicht abgeschlossene Heilstätte.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, aus einem oder mehreren luftdicht nach aussen abgeschlosseneu Zimmern oder Kammern bestehende Aufenthaltsräume fur Kranke unter Überdruck zu setzen. Hiebei stand nur ein Zimmer mit der Vorrichtung zur Erzeugung der Druckluft in Verbindung, während die in Serie daran anschliessenden weiteren Zimmer die Luft mit abgestuft geringerem Druck aus diesem erhielten und das äusserste Zimmer die ins Freie mundende Tris enthielt. Die erwähnten Anlagen dieser Art haben den Nachteil, dass Druckverluste in den einzelnen Räumen beim Öffnen der Türen, insbesondere beim Austritt ins Freie, nicht verhindert werden können und dass ein dauernder und kontinuierlicher Behandlungsbetrieb nicht aufrechterhalten werden kann.
Die in Rede stehenden Anlagen wären nur zur jeweiligen Behandlung eines einzigen oder einiger weniger Patienten bestimmt. In vielen Fällen wäre es zwar erwünscht, die ganze Anlage oder einzelne Räume derselben unter Unterdruck zu setzen (Höhenluftkur) oder einzelne Räume für Überdruck-, andere für Höhenluftkur einzurichten, was jedoch mit den bisherigen Anlagen nicht durchführbar ist.
Den Gegenstand der Erfindung bildet nun eine luftdicht abgeschlossene Heilstätte, die sowohl für Überdruck als für Höhenluftkur eingerichtet ist und einen kontinuierlichen Dauerbetrieb in grösstem Massstabe ermöglicht. Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass Einrichtungen vorgesehen sind, um ein und denselben Raum je nach Bedarf unter Über- oder Unterdruck zu setzen, so dass entweder die gesamte Heilstätte unter Uber-oder Unterdrueli oder ein Teil derselben unter Uberdruck, der andere unter Unterdruck gesetzt werden kann. Ausserdem können Räume, die früher unter Überdruck stande. in einem späteren Zeitraume unter Unterdruck gesetzt werden.
Zur Aufrechterhaltung des kontinuierlichen Betriebes ohne Druckverluste beim Eintritte in die Heilstätte, beim Übergang von einem Raum in den andern und beim Austritt aus der Anstalt sind in an sich bekannter Weise Systeme von luftdicht gegeneinander abgeschlossenen Vor-und Zwisehenkammern vorgesehen, die stufenweise auf den in dem zu betretenden Hauptraum herrschenden Druck gebracht werden können, so dass diese Kammern nach Art von Schleusen wirken, die den Ein-und Austritt von Personen ohne Druckverlust bzw. Druckanstieg in den Hauptraum und gleichzeitig ohne Nachteil für die Gesundheit gestatten.
Die Drücke in den einzelnen Räumen können abgestuft sein, insbesondere sind die Unterdrücke für Höhenluftkuren so gewählt, dass die mit verschiedenem Unterdruck ausgestatteten einzelnen Räume
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stisches Klima dauernd geboten werden.
Eine gemäss der Erfindung ausgestattete Anlage kann zweckmässig an Spitäler od. dgl. angeschlossen werden und ermöglicht es, dem Kranken gerade jene Behandlung angedeihen zu lassen, die der Höhenlage eines ihm vom Arzt verschriebenen Kurortes entspricht. Der Erfindung gemäss sind ferner Vorkehrungen getroffen, um diesen Zustand der Luft hinsichtlich des Druckes, der Temperatur, des Sauerstoff-und des Feuchtigkeitsgehaltes usw. dauernd aufrechtzuerhalten und in bezug auf die wirksame Lichtkomponente die günstigste Strahlenart durch künstliche Belichtung herzustellen, wobei der Patient je nach dem ärztlichen Rat einige Wochen oder Monate in der Heilstätte verbringen kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch veran- schaulicht, u. zw. zeigt Fig. 1 einen Grundriss der Gesamtanlage, Fig. 2 eine Einzelheit. Fig. 3 in grösserem
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Der Eingang in die Heilstätte erfolgt durch ein System von Kammern 1, 2, 3, die sowohl nach aussen als auch durch entsprechende Verbindungstüren 4 gegeneinander luftdicht abgeschlossen sind. Soll nun ein Patient beispielsweise einer t'berdruckkur unterzogen und zu diesem Zwecke in den Haupt-
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Das Vakuum oder die Kompression werden durch von Motoren 6 betriebene Gebläse 7 bekannter Art, die sowohl Luftverdünnung als auch Luftverdichtung erzeugen können, kontinuierlich in bestimmten Zeitintervallen erzeugt. Bei Erreichung des gewünschten Über- bzw. Unterdruckes lässt sich das Gebläse selbsttätig abstellen.
Es kann ein einziges Gebläse verwendet werden, das für jeden Raum mit entsprechenden Abzweigleitungen versehen ist, und der Druck kann in diesem Falle für jeden Raum durch Einrichtungen bekannter Art geregelt werden, oder es können jedem Raum oder einer Gruppe von Räumen je ein Gebläse samt Motor zugeordnet sein.
In allen Räumen sind in an sieh bekannter Weise druckregelnde Ventile 8 oder Klappen vorsehen. die sich bei einem bestimmten Über-oder Unterdruck nach Art der Sicherheitsventile selbsttätig öffnen bzw. schliessen, so dass die Druckdifferenz zwischen dem Aussen-und Innenraum konstant gehalten wird.
Damit eine Verbindungstür 4 nicht früher geöffnet werden kann, bevor nicht in dem zu betretenden Nachbarraum der gleiche Druck herrscht wie in dem zu verlassenden Raum, erhalten diese Türen Versehlüsse 10, die mit den Druekregelventilen derart in wirksamer Verbindung stehen, dass sie die Verschlüsse gesperrt halten, wenn zwischen den beiden Nachbarräumen eine Druckdifferenz besteht. und sie erst freigeben, wenn in dem zu betretenden Raum derselbe Druck wie in dem zu verlassenden Raum herrscht.
Um ein und denselben Raum je nach Bedarf für Druckluft oder für Vakuum verwenden zu können. sind die Rahmen 11 (Fig. 2) der Verbindungstüren 4 und der Fenster zum beiderseitigen Einsetzen der Türen bzw. Fenster eingerichtet, so dass diese, wenn sie für Überdruck dichten sollen, von innen und bei Unterdruck von aussen in den Rahmen eingehängt werden können. Sind zwei oder mehrere luftdicht abgeschlossene Hallen oder Räume vorgesehen, von denen die eine unter Druckluft, die andere unter Vakuum gehalten werden, so kann erfindungsgemäss ein und dasselbe Gebläse 12 (Fig. l) dazu benutzt
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räumen, die für verschiedene Heilzwecke, wie Bestrahlung mit künstlicher Höhensonne, Bäder, Duschen.
Liegekuren od. dgl., ausgerüstet sein können, kann natürlich der Druck je nach Bedarf stufenweise variiert werden, wobei nach Art der Eintrittskammern 1-3 ausgebildete Zwischenkammern 15, 16, 17 (Fig. 1) vorgesehen sind, die einen Übergang aus einem Raum in einen andern von verschiedenem Druck gestatten.
Die angesaugte oder eingepresste Luft passiert vor Eintritt in die Räume ein Rohr-oder Kessel- system. M, in welchem die Luft filtriert, durch entsprechende Einrichtungen erwärmt bzw. gekühlt und gleichzeitig auch der Sauerstoff- und Feuchtigkeitsgehalt der Luft geregelt wird, wobei natürlich der
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nach der erforderlichen Behandlung, bei Höhenluftkuren je nach der gewünschten Lage und dem er- wünschten Klima variiert werden können.
Die verbrauchte Luft innerhalb aller Räume wird unausgesetzt regeneriert und die sich bildende
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brunnen 9 (Fig. 1).
Um den Über-bzw. Unterdruck in jedem Räume konstant halten zu können, sind in den einzelnen Räumen Kontaktmanometer 20 vorgesehen, welche die Tätigkeit des Gebläsemotors 6 derart regeln, dass Druckschwankungen in den Räumen vermieden werden.
Der luftdichte Abschluss der Raumwandungen 21 wird vorzugsweise dadurch erzielt, dass die ans normalem Baumaterial, etwa aus Beton, hergestellten Wände in an sieh bekannter Weise mit einer Lackschichte überspritzt werden, die für den luftdichten Abschluss nach aussen durchaus hinreicht.
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