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Die Erfindung betrifft ein Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät für in Kassetten untergebrachte bandförmige Aufzeichnungsträger, welches eine Vorrichtung zum automatischen Wechseln von Kassetten aufweist, wobei eine sich in der Betriebslage befindende, hiebei auf einer Auflagefläche aufliegende Kassette aus derselben in eine Ablage gebracht und eine andere sich in einer Warteposition befindende Kassette in die
Betriebslage übergeführt wird, welche Vorrichtung eine Gleitbahn aufweist, entlang welcher eine Kassette unter der Wirkung der Schwerkraft in die Warteposition und von dieser in die Betriebslage gelangt.
Geräte dieser Art, wie sie beispielsweise auch in der deutschen Offenlegungsschrift 2045078 beschrieben sind, bieten durch die
Vorrichtung zum automatischen Wechseln von Kassetten dem Benutzer den Vorteil, dass er zum Wechseln einer
Kassette, insbesondere beim Erreichen des Endes des Aufzeichnungsträgers, keine besondere Manipulation vornehmen muss, was besonders für solche Geräte wichtig ist, die als Diktiergeräte eingesetzt werden, um die
Kontinuität in einem Diktat möglichst wenig zu stören.
Die Erfindung hat sich zum Ziel gesetzt, bei einem Gerät der eingangs angeführten Art auf einfache Weise ein besonders rasches automatisches Wechseln von Kassetten zu erreichen. Die Erfindung besteht hiebei darin, dass die Gleitbahn für jeweils eine, gegebenenfalls aus einem Vorratsbehälter automatisch entnehmbare, Kassette durch eine Fläche eines plattenförmigen, geneigt gegenüber der Auflagefläche verlaufenden, in Richtung seiner
Neigung verstellbaren Schiebers gebildet ist, welcher in seiner Ruhelage den Kassettenraum über der
Auflagefläche für eine sich auf der Gleitbahn in der Warteposition befindende Kassette abschliesst und der an seiner andern dem Kassettenraum zugewandten Fläche eine Mitnehmereinrichtung für eine Kassette aufweist, dass ein verstellbarer Greifer vorgesehen ist,
welcher in seiner Ruhelage eine sich im Kassettenraum befindende
Kassette untergreift und in Richtung zum Schieber verstellbar ist, wobei er eine sich im Kassettenraum befindende Kassette erfasst und mit der Mitnehmereinrichtung in Wirkverbindung bringt, und dass die
Mitnehmereinrichtung beim Verstellen des Schiebers aus seiner Ruhelage eine sich mit ihr in Wirkverbindung befindende Kassette aus dem Bereich des Kassettenraumes mitnimmt und zum überführen der Kassette in eine
Ablage wieder freigibt, wobei bei der Verstellung des Schiebers der Kassettenraum für eine sich auf der
Gleitbahn in der Warteposition befindende Kassette geöffnet wird und eine solche Kassette in denselben hineingleitet.
Auf diese Weise überlappen sich die Vorgänge des überführen einer Kassette aus der Betriebslage in die Ablage und des Hineingleitens einer Kassette aus der Warteposition in die Betriebslage, wodurch sich eine besonders kurze Zeit zum Wechseln einer Kassette ergibt.
Die Mitnehmereinrichtung kann beispielsweise durch mehrere verstellbare Haken gebildet sein, welche eine
Kassette zum Überführen von der Betriebslage in die Ablage vorübergehend festhalten. Eine besonders einfache
Konstruktion wird erfindungsgemäss erhalten, wenn als Mitnehmereinrichtung mindestens ein zum Eindringen in eine Kassettenöffnung ausgebildeter Dorn vorgesehen ist und der Greifer eine mit dem Dorn in Wirkverbindung gebrachte Kassette bei der Verstellung des Schiebers diese unterstützend führt.
Im Hinblick auf besondere Betriebssicherheit hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn ein weiterer verstellbarer Greifer vorgesehen ist, welcher im Anschluss an die Verstellung des Schiebers und Greifers in die betreffende Ruhelage betätigbar ist und eine sich im Kassettenraum befindende Kassette sicher an die Auflagefläche anlegt.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnungen, in welchen schematisiert ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist, auf welches sie jedoch nicht beschränkt sein soll, näher erläutert, wobei die einzelnen Zeichnungen charakteristische Bewegungsphasen, die während des Wechselns einer Kassette auftreten, zeigen. In Fig. 1 ist ein Gerät dargestellt, bei dem sich eine Kassette in der Betriebslage und eine andere Kassette in der Warteposition befinden. Fig. 2 zeigt den Beginn des Wechselns einer Kassette, wobei eine Kassette mit Hilfe des Greifers in Wirkverbindung mit der Mitnehmereinrichtung gebracht ist. In Fig. 3 ist dargestellt, wie sich eine Kassette aus dem Aufnahmeraum entfernt und bereits die sich in der Warteposition befindende Kassette in den Aufnahmeraum eintritt.
Fig. 4 zeigt die von der Mitnehmereinrichtung freigegebene, sich zur Ablage bewegende Kassette und das Einnehmen der Betriebslage der neuen Kassette. In Fig. 5 ist schliesslich die letzte Phase des Wechselvorganges dargestellt, bei dem die neue Kassette bereits die Betriebslage eingenommen hat und die Gleitbahn in ihre Ausgangslage zurückkehrt.
In Fig. l ist mit --1-- ein Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät bezeichnet, das einen Kassettenraum --2-- mit einer Auflagefläche--3--für eine sich in der Betriebslage befindende Kassette--4--aufweist.
In einer solchen Kassette ist beispielsweise ein bandförmiger magnetisierbarer Aufzeichnungsträger untergebracht, der von einem Wickelkern zu einem zweiten Wickelkern entlang einer mit mindestens einer Öffnung versehenen Schmalseite--5--der Kassette verläuft. Die Wickelkerne sind mit ihrem eine Öffnung aufweisenden Mittelteil von ausserhalb der Kassette zugänglich, so dass mit ihnen geräteseitige, antreibbare Wickeldorne --6-- zur Fortbewegung des Aufzeichnungsträgers zusammenwirken können, was dann geschieht, wenn sich eine Kassette--4--in der Betriebslage befindet, wobei ferner durch die in der Schmalseite--S-der Kassette vorgesehene Öffnung mindestens ein als Magnetkopf--7--ausgebildetes Abtastelement mit dem Aufzeichnungsträger in Wirkverbindung steht.
Mindestens ein in den Kassettenraum ragender Stift--8--dient zur Positionierung einer sich in der Betriebslage befindenden Kassette, wobei er in eine entsprechende die Kassette --4-- durchsetzende öffnung --9-- eintritt.
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Geneigt zur Auflagefläche --3-- verlaufend ist ein plattenförmiger Schieber --10-- vorgesehen, welcher mit seiner Fläche --1-- eine Gleitbahn für eine sich in der Warteposition befindende, hier mit
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welcher zum Eindringen in die Kassettenöffnung --9-- bestimmt ist. Seitlich ist am Schieber --10-- ein abgewinkelter Ansatz --17-- vorgesehen, der ein sich in der Richtung des Pfeiles --13-- erstreckendes Langloch --18-- aufweist, in das zwei geräteseitige Zapfen--19--eingreifen, wodurch eine Führung für den Schiebe r--10-- gebildet ist. Am Ansatz--17--ist auch ein Stift--20--angeordnet, an dem die zur Verstellung des Schiebers --10-- erforderliche Kraft angreift.
Ferner ist am Gerät ein verstellbarer gabelförmiger Greifer--21--vorgesehen, welcher in seiner Ruhelage, wie in Fig. l dargestellt, eine sich im Kassettenraum --2-- befindende Kassette --4-- untergreift.
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--22-- zum Schieber --10-- hin imBetriebslage befindende Kassette --4-- an die Auflagefläche --3-- angelegt hält. Dieser weitere Greifer --25-- ist hiebei um eine Achse--27--schwenkbar, so dass sein freies Ende --26-- in Richtung des Pfeiles--28--vollständig aus dem Kassettenraum--2--herausschwenkbar ist. Auf diese Weise wird die Bewegungsbahn zum Entfernen einer Kassette aus der Betriebslage freigegeben.
Zum Verstellen des Schiebers-10-, des Greifers --21-- und des weiteren Greifers --25-- ist eine gemeinsame drehbare Verstelleinrichtung --29-- vorgesehen, welche von einem Motor --30-- her zur Durchführung einer vollständigen Umdrehung antreibbar ist. Während einer solchen Umdrehung der Verstelleinrichtung --29-- erfolgt ein kompletter Wechselvorgang einer Kassette. Die Verstelleinrichtung - weist hiezu einen zylindrischen Steuerteil --31-- auf, dessen Achse in der Richtung des Pfeiles --13-- verläuft und um die er vom Motor --30-- im Uhrzeigersinn verdrehbar ist. Am Umfang des Steuerteiles--31--sind zwei in sich geschlossene, durch Nuten gebildete Kurvenbahnen--32 und 33--
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Kurvenbahn angelegt gehalten wird.
Die Kurvenbahnen--32, 33 und 39--sind nun hinsichtlich ihres Verlaufes so aufeinander abgestimmt, dass während einer Umdrehung der Verstelleinrichtung --29-- der im folgenden beschriebene Bewegungsablauf des Schiebers--10--, des Greifers --21-- und des weiteren reifers --25-- zur Durchführung eines vollständigen Wechselvorganges erhalten wird. Hiezu wird auch auf die Fig. 2 bis 5 verwiesen, in welchen jedoch der Einfachheit halber die Verstelleinrichtung --29-- selbst nicht mehr dargestellt ist.
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Ablageraum--42--geneigt verlaufende Ebene --43-- vorgesehen, auf welcher eine aus der Betriebslage entfernte Kassette zu liegen kommt, sobald diese von der Mitnehmereinrichtung freigegeben wird, und entlang welcher sie in den Ablageraum rutscht.
Soll nun beispielsweise beim Erreichen des Endes eines Aufzeichnungsträgers, welcher in der sich gerade in der Betriebslage befindenden Kassette --4-- untergebracht ist, ein Kassettenwechsel vorgenommen werden, so wird mit einer automatisch darauf ansprechenden, hier nicht näher dargestellten Schalteinrichtung der Motor --30-- eingeschaltet und der Steuerteil--31--der Verstelleinrichtung--29--beginnt im Uhrzeigersinn
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wodurch unter der Wirkung der Feder--41--der weitere Greifer --25-- verschwenkt und dabei sein freies Ende --26-- aus dem Kassettenraum --2-- enternt wird. Der Stift--34--und insbesondere der Stift
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--20-- erfährt während dieser Bewegung zufolge der flachen Ausbildung der Kurvenbahnen-33 und 32-keine Verstellung.
Hierauf gelangt der Stift--34--in einen ansteigenden Teil--46--der Kurvenbahn - -33--, wodurch mittels des Stellgliedes --36-- der Greifer --21-- in Richtung des pfeiles --22-- zum Schieber--10--verstellt wird, wobei er die sich im Kassettenraum--2--befindende Kassette--4-- verschwenkt und dabei an die Fläche-15-des Schiebers-10-anlegt und der die Mitnehmereinrichtung bildende Dorn --16-- in die Öffnung--9--der Kassette--4--eindringt. In dieser Lage wird die Kassette --4-- vom Greifer --21-- gehalten.
Während der bisherigen Verdrehung des Steuerteiles --31-- hat sich der Stift-20-in einem keine Steigung aufweisenden Abschnitt --47-- der Kurvenbahn --32-- bewegt, wodurch der Schieber--10--noch nicht verstellt wurde. Diese Situation zeigt Fig. 2.
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Kurvenbahn--33--,--11-- in der Warteposition befindende Kassette--12--so weit frei, dass diese nunmehr mit ihrer Schmalseite--5--voran unter der Wirkung der Schwerkraft bis zum Aufsetzen auf der Auflagefläche --3-- in den Kassettenraum--2--gleitet, wobei sie aber immer noch vom Schieber--10--bzw.
von der mit diesem mitgenommenen Kassette--4--so weit unterstützt wird, dass sie nicht vollständig in den Kassettenraum--2--kippen kann. Diese Situation zeigt Fig. 3.
Bei weiterer Verdrehung des Steuerteiles --31-- wird der Schieber --10-- immer weiter in Richtung des Pfeiles--13--verstellt, wobei die Kassette --4-- schliesslich vom Greifer--21--freikommt und damit unter der Wirkung der Schwerkraft vom Dorn--16--weg auf die schiefe Ebene --43-- fällt, wie dies in Fig. 4 mit dem Pfeil--50--angedeutet ist. In der letzten Phase dieser Bewegung hat der Stift--34-- bereits einen abfallenden Abschnitt --51-- der Kurvenbahn --3-- erreicht, wodurch der Greifer--21-- in Richtung auf seine Ruhelage zurück verstellt wird.
Hiebei verläuft der Greifer--21--unterhalb der nunmehr vollständig in den Kassettenraum--2-kippenden Kassette--12--, da für dieselbe nunmehr die Unterstützung vom Schieber--10--bzw. von der mit diesem mitgenommenen Kassette--4--weggefallen ist. Diese Situation zeigt Fig. 4.
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--34-- wiederKurvenbahn --3-- schliessenden Abschnitt --52-- übergegangen ist, so dass er nicht weiter verstellt wird. In der Zwischenzeit ist das Ende--40--des weiteren Greifers--25--vom Abschnitt--45--zum
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Betriebslage befindende Kassette --12-- sicher an die Auflagefläche --3-- an. Während dieses letztgenannten Ablaufes hat der Stift--20--einen abfallenden Abschnitt--53--der Kurvenbahn--32-erreicht, welcher schliesslich in den keine Steigung aufweisenden Abschnitt --47-- übergeht.
Während dieses Ablaufes der Umdrehung des Steuerteiles--31--wird der Schiweber --10-- wider in seine Ruhelage zurückverstellt, wonach eine vollständige Umdrehung des Steuerteiles --31-- abgeschlossen ist und der Motor --30-- automatisch abgeschaltet wird. Eine Situation während der Rückkehr des Schiebers--10--in seine Ruhelage zeigt Fig. 5, in welcher auch angedeutet ist, dass die sich auf der schiefen Ebene--43--befindende Kassette--4--in den Ablageraum--42--rutscht.
Hat der Schieber--10--seine Ruhelage erreicht, kann eine neue Kassette in die Warteposition gebracht werden, indem sie entweder von Hand aus auf die Gleitfläche --11-- des Schiebers--10--aufgelegt oder automatisch aus einem Magazin der Gleitfläche --11-- auf nicht näher dargestellte Weise zugeführt wird.
Wie insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich, überlappen sich die Vorgänge des Entfernens einer Kassette aus der Betriebslage und des Zuführens einer neuen Kassette in die Betriebslage, wodurch ein besonders rasches Wechseln einer Kassette erreicht wird und damit das Gerät auch rasch wieder betriebsbereit ist.
Selbstverständlich gibt es noch eine Reihe von Abwandlungen des im vorstehenden beschriebenen Ausführungsbeispieles, ohne dass der Rahmen der Erfindung verlassen wird. Dies gilt beispielsweise im Hinblick auf die Art und Weise der Steuerung des Bewegungsablaufes, des Schiebers und des Greifers, wozu u. a. auch elektromagnetische oder von Federn betätigte Mittel herangezogen werden können.
Wie bereits erwähnt, stehen auch für die Ausbildung der Mitnehmereinrichtung noch andere Möglichkeiten offen ; so braucht beispielsweise der Dorn --16-- nicht mit einer separaten Öffnung--9--in einer Kassette zusammenwirken, sondern kann in die für das Eintreten eines Wickeldorns vorgesehene Öffnung im Mittelteil eines Wickeldorns eingreifen ; auch können zwei oder mehr Dome, die je mit einer Öffnung in einer Kassette zusammenwirken, vorgesehen sein.