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643621Mittellagenplatten, bei denen die Länge oder Breite durch die jeweilige Länge der zum Zusammenschichten des
Blockes verwendeten Bretter oder Furniere begrenzt ist. Demgegenüber können bei dem erfmdungsgemässen
Verfahren von der endlos hergestellten Schichtholzbahn die Stäbe in der jeweils erforderlichen, gegebenenfalls wesentlich grösseren Länge abgetrennt werden, wobei praktisch die Furniere oder Bretter beim Zusammenlegen zur Schichtholzbahn keinerlei Abfallverluste ergeben und die Fertigung bis zur endständigen Mittellage ohne jede
Handarbeit vollautomatisch erfolgen kann.
Aus der österr. Patentschrift Nr. 208060 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur fortlaufenden
Herstellung eines Plattenbandes aus in zwei oder mehreren aufeinandergelegten Schichten zusammengestellten und beleimten Stäben, Latten, Furnieren od. dgl. bekannt, bei welchem eine gegebenenfalls beheizte, fortlaufend fördernde Presse verwendet wird. Die Mittellagenplatte besteht aus Lamellen oder Leisten, welche in
Längsrichtung der zum Auflegen und Verbinden von Aussenschicht-Lamellen dienenden Bindepresse verlaufen.
Die Aussenschichten werden mit Hilfe von halbkreisförmigen Führungen an die Mittellage angelegt und anschliessend mit dieser verpresst.
Im Gegensatz zum erfindungsgemässen Verfahren wird dort die durch
Zusammenlegen von Lamellen oder Leisten erzeugte Schichtholzbahn nicht mit einer Vielblattsäge in Stäbe von übereinstimmender Breite aufgeteilt, die anschliessend um ihre Längsachse um 900 gedreht und erneut aneinandergelegt und miteinander verleimt werden.
Aus der österr. Patentschrift Nr. 192611 ist es bekannt, Furnierbretter von beliebiger Stärke und Breite an ihren schmalen Längskanten mit einem Holzklebemittel zu bestreichen, in einer Führung eines nach dem andern mit den Kanten aneinanderzudrücken und zu einem fortlaufenden Furnierbretterband zu verbinden. Von dem so vorbereiteten Furnierbretterband werden mittels eines parallel zur Faserrichtung stehenden Messers spanlos
Streifen abgeschnitten und mit ihren Ober- bzw. Unterflächen derart aneinandergestossen, dass die Schnittflächen der Streifen die Ober- bzw. Unterseite der dann entstehenden Blindholzplatte bilden. Beim Abscheren mit Hilfe des Messers können keine ausreichend glatten Schnittkanten erzielt werden, auf welche Decklagenfurniere unmittelbar aufgebracht werden könnten.
Dort erscheint eine Nachbearbeitung des Mittellagenbandes an seinen
Oberflächenseiten unerlässlich. Eine Drehung der abgeschnittenen Furnierleisten nach dem Beleimen und vor dem
Zusammenlegen zum Mittellagenband ist dort nicht vorgesehen. Für eine Trennsäge, die an Stelle des Messers treten und gleichmässigere Schnittkanten sowie eine genaue Einhaltung der Breite der abgeschnittenen Leisten ergeben würde, ist dort kein ausreichender Raum vorhanden, schon gar nicht für eine Vielblattsäge zum gleichzeitigen Abtrennen mehrerer, untereinander gleich breiter Furnierleisten.
Aus der Schweizer Patentschrift Nr. 465839 ist ein Verfahren zum Herstellen einer für eine Tischlerplatte bestimmten Mittellage aus Leisten bekannt, die aus Brettern geschnitten und zur Bildung der Mittellage miteinander verleimt werden. Bei diesem bekannten Verfahren werden die Leisten vor dem Trocknen zugeschnitten, um ihre Längsachse umgelegt und anschliessend in einem Trockner getrocknet, durch mehrere nebeneinanderliegende Vorrichtungen hindurchgeführt und an ihren Schmalseiten beleimt und schliesslich mit den beleimten Seiten aneinandergelegt und zusammengepresst.
Dort ist zum Drehen der Leisten eine Vorrichtung vorgesehen, die eine Art Führungskamm aufweist, dessen Zähne zum gegenseitigen Entfernen der Leisten voneinander dienen, welche dann mittels eines darüber befindlichen und auf die Leisten aufzulegenden, nach Art eines Riementriebes ausgebildeten Quertriebes umgelegt werden, sobald sie eine ihrer Breite entsprechende Lage eingenommen haben. Dort erfolgt das Zusammenlegen, Verleimen und Verpressen unter stetigem Vorschub in Längsrichtung der Stäbe. Nach dem Aushärtevorgang werden aus der von den verleimten Leisten gebildeten, zusammenhängenden Schichtholzbahn mittels einer Trennsäge Schnittplatten mit jeweils gleicher Länge abgeschnitten, die dann an ihren schmalen Längsseiten zu einer Mittellage der gewünschten Breite aneinandergeleimt werden.
Im Gegensatz hiezu werden bei dem erfmdungsgemässen Verfahren die von einer Vielblattsäge erzeugten Stäbe quer zu ihrer Längsrichtung in ein Stäbemagazin eingeführt, in welchem sie in beleimtem Zustand um 900 gedreht werden und dann mit ihren Schnittflächen nach oben bzw. nach unten zeigend eine Quer-Verleimmaschine durchlaufen.
Zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens kann zweckmässig eine Vorrichtung verwendet werden, welche sich dadurch auszeichnet, dass eine die zusammengelegten Schichthölzer (Furniere oder Bretter) verbindende Durchlaufheizpresse mit vorgeschalteter Beleimungsstation und nachfolgender Trennsäge sowie Vielblattsäge vorgesehen ist, denen ein mit einer horizontalen Einlaufpartie versehenes, die Stäbe quer zu ihrer Längsrichtung vorschiebendes Stäbemagazin folgt, welches die Stäbe um 900 um ihre Längsachse gedreht verlassen und nacheinander in eine Querverleimungsmaschine einlaufen, an deren Ausgang eine parallel zu den Leimfugen der Stäbe geführte Säge zum Abschneiden der Mittellagenplatten in der vorgesehenen Breite angeordnet ist.
Eine besonders sicher arbeitende Anordnung, mit welcher die Stäbe um ihre Längsachse um 900 gedreht werden können, ergibt sich, wenn in weiterer Ausgestaltung der Erfindung das Stäbemagazin wenigstens zwei Führungen aufweist, die in einem der Höhe der eingeführten Stäbe entsprechenden Abstand parallel zueinander verlaufen, die horizontale Einlaufpartie des Magazins bilden und anschliessend in einem Bogen nach unten gegen einen der Querverleimungsmaschine vorgeschalteten, wenigstens annähernd waagrechten Auflagetisch gerichtet sind, wo sich die Stäbe mit einer ihrer Sägeflächen ablegen und nacheinander quer zu ihrer Längsachse durch einen hin- und hergehenden Stempel in die Querverleimungsmaschine eingeschoben werden.
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Die Erfindung ist nachstehend an Hand einer in den Zeichnungen wiedergegebenen, zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens dienenden Vorrichtung näher beschrieben und erläutert.
Es zeigen : Fig. 1 die Vorrichtung in einem übersichtsbild und in teilweise schematischer Darstellung, Fig. 2 einen Ausschnitt aus dieser Vorrichtung mit einem Stäbemagazin und einer anschliessenden Querverleimungsmaschine in der Ansicht von der Seite und in teilweise schematischer Darstellung, Fig. 3 eine abgewandelte Ausführungsform der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung, ebenfalls in der Draufsicht und in teilweise schematischer Darstellung.
In der Vorrichtung nach Fig. 1 wird eine von einem Trockner --1-- ablaufende Furnierbahn --2-- in einer Furnierschere-3-je nach Breite und Dicke der herzustellenden Mittellage auf eine einheitliche Breite --B-- von etwa 1, 0 bis 2, 0 m geschnitten oder es werden in den Zeichnungen nicht wiedergegebene schälbedingte Furnierstücke üblicher Schällänge oder zur Herstellung einer weniger hochwertigen Mittellagenplatte Bretter--4--von durchschnittlich etwa 2 m einheitlicher Länge in einer Durchlauf-Fugenverleimmaschine --5-- für Querverleimung zusammengesetzt und mit einer Trennsäge --6-- auf die benötigte einheitliche Breite-B-geschnitten.
Die hinter der Furnierschere --3-- anfallenden grossflächigen Furnierblätter--7--, deren Faserrichtung in den Zeichnungen durch unterbrochene Linien angedeutet ist, oder die hinter der Trennsäge --6-- anfallenden Schnittholzplatten --8-- werden um 900 geschwenkt und dann in direktem Durchlauf, gegebenenfalls jedoch auch nach einer Zwischenstapelung, durch eine Leimauftragmaschine --10-- geführt und auf einem Legeband --11-- mit beliebiger Lagenzahl, jedoch faserparallel und mit versetzten, stirnseitigen Stossfugen unter stetigem Vorschub zu einer endlosen, mehrlagigen Bahn--12--zusammengelegt. Diese Bahn läuft in eine Durchlauf-Verleimungs-Heizpresse--13--ein, die nach Art einer Raupenketten-Bandpresse gebaut oder als mobile, hin- und herfahrende Heizplattenpresse oder
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Nachh--15--.
Das Auftrennen dieser endlosen Schichtholzbahn --14-- in Leisten oder Stäbe --21-- mit einer der herzustellenden Mittellagenplatte entsprechenden Längenabmessung --A-- und einer gesägten Breite--c--, die gleich der Dicke der herzustellenden Mittellage ist, geschieht nach Fig. 1 folgendermassen :
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Höhe begrenzt wird. Die Führungsstreben--24 und 25--verlaufen in einem der Höhe der Stäbe--21-- entsprechenden Abstand parallel zueinander. Die Stäbe --21-- werden dem Einlauf --23-- des Magazins --22-- mit einer Transportkette zugeführt und weisen in dieser Bearbeitungslage noch den durch eine Schraffur angedeuteten, zu ihrer Ober-und Unterseite parallelen Schichtverlauf auf.
Mehrere an der Transportkette--26--befestigte Transportnasen--27--schieben jeweils eine grössere Anzahl von Stäben in den Einlauf --23-- mit einer quer zur Stablängsachse verlaufenden Vorschubrichtung ein. Jeweils zwei Führungen --24 und 25--bilden eines der drei Führungsstrebenpaare--30, 31 und 32--, welche in der aus Fig. 1 erkennbaren Weise über die Länge der Stäbe --21-- verteilt angeordnet sind und sich ebenso wie deren Vorschubrichtung parallel zu der Längsachse der Stäbe erstrecken.
Bei ihrem Vorschub im horizontalen Einlauf --23-- liegen die einzelnen Stäbe --21-- mit ihren Sägeflächen--33--aneinander und werden an ihrer die ehemalige Aussenseite der Schichtholzbahn bildenden Oberseite --28-- von einer Leimauftragswalze--34--in mehreren Flächenstreifen mit einem Leimauftrag versehen.
Dabei werden die Stäbe --21-- von einer Gegenwalze--35--abgestützt. Der Weg der Stäbe --21-- im Magazin-22-wird dann in einem Bogen mit grossem Radius von den Führungsschienen --24 und 25--um 90 nach unten umgelenkt, so dass bei ihrem weiteren Vorschub der Stäbe um 90 um ihre Längsachse gedreht werden und ihre Sägeflächen--33--in dem nach unten führenden Abschnitt des Magazins waagrecht verlaufen. In dieser Lage erreichen sie den horizontal liegenden Auflagetisch--37--, wo sich die
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hergehenden Stempel--38-in eine Durchluafverleimmaschine --40-- zwischen deren Heizplatten-41 und 42--eingeschoben.
Die Stäbe --21-- durchwandern nun, wie üblich, mit horizontal liegenden Sägeflächen--33--und mit ihrer beleimten früheren Oberseite --28-- an der Unterseite des vorhergehenden Stabes anliegend die Verleimmaschine--40--und werden dabei miteinander unter Einwirkung von Wärme oder Hochfrequenzenergie verleimt.
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der Stäbe --21-- mit einer Trennsäge Mittellagenplatten --45-- in der benötigten Breite-D-abgetrennt und auf Stapel --46-- gesetzt, sofern sie nicht unmittelbar und ohne Zwischenstapelung - so wie sie entstehen-in einer nicht dargestellten Leimauftragsmaschine in bekannter Weise beidseitig mit einer Leimschicht versehen, sodann mit den vorgesehenen Deckschichten zusammengelegt und in üblicher Weise in einer Heizplattenpresse mit diesen zur Fertigstellung einer Tischlerplatte verleimt werden.
Da die Stäbe --21-- aus einer mehrlagigen Schichtholzbahn --14-- hergestellt werden, bestehen sie aus mehreren miteinander verleimten Furnierlagen oder Schnittholzlagen. Sie sind deshalb sehr gerade und verziehen sich nicht. Sie haben ausserdem eine solch hohe Festigkeit, dass sie in voller Länge von mehreren Metern entsprechend der herzustellenden Mittellagenlänge mechanisiert bewegt werden können, ohne dass sie zerbrechen. Dies ermöglicht die Herstellung grosser Mittellagenlängen in voll mechanisierten Fertigungsgängen.
Rissige Bretter, schälrissige Furniere und Äste sind in diesen aus Lagenholz bestehenden Stäben fest verleimt, so dass die mit den Deckschichten, insbesondere Deckfurnieren zu verleimenden Sägeflächen eben und geschlossen sind, wodurch die Oberflächenruhe der in dieser Weise hergestellten Tischlerplatte höchste Güte erreicht.
Zur Verbesserung der Dickentoleranz können die in der erfindungsgemässen Weise hergestellten Mittellagenplatten gehobelt oder geschliffen werden, ohne dass dabei Holzsplitter, Kantenpartien oder Äste aus den von den Sägeschnittflächen der Stäbe gebildeten Oberflächen herausgerissen werden.
Ein weiterer Vorteil der beschriebenen Fertigungsvorrichtung besteht darin, dass ausgehend von den in Fig. 1 bei --4-- angedeuteten Brettern sowohl Stabplatten-Mittellagen als auch unter Verwendung von Furnieren 2 Stäbchenplattenmittellagen von höchster Güte hergestellt werden können. Die an sich schon grosse Holzausbeute des erfindungsgemässen Verfahrens lässt sich noch dadurch steigern, dass etwaige hinter der Furnierschere --3-- anfallende Furnierstreifen, die für die vorgesehene Breite-B-nicht mehr ausreichen, ohne weiteres in Richtung des pfeiles --48-- der für die Bretter --4-- vorgesehenen Verleimungsmaschine - aufgegeben werden können und dort wie die Schnittholzbretter--4-miteinander verleimt (zusammengesetzt) werden.
Das Auftrennen der endlos anfallenden Schichtholzbahn--14--in die Stäbe --21-- von der Länge --A-- der herzustellenden Mittellagenplatten--45--kann nach Fig. 3 auch folgendermassen geschehen :
Von der aus der Durchlaufpresse--13--auslaufenden Schichtholzbahn--14--wird zuerst mit Hilfe
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zweiten Vielfach-Kreissäge --54-- in mehrere Stäbe-21--aufgeteilt wird. Wie in der Vorrichtung nach Fig. 1 werden diese Stäbe quer zu ihrer Längsrichtung in das Stäbe-Magzin --22-- eingeschoben, dort beleimt und ohne jede manuelle Arbeit um ihre Längsachse um 900 gedreht und von dort aus mit nach oben und unten weisenden Schnittflächen --3-- in der Durchlauf-Heizpresse-40--miteinander zu der Mittellagenbahn --43-- verbunden.
Das Abtrennen der Mittellagenplatten --45-- von der Mittellagenbahn--43--erfolgt durch die Trennsäge-44-in einem sich stetig wiederholenden Takt. Es ist deshalb möglich, die Mittellagenplatten - 45--sogleich in Richtung des Pfeiles--55--in Fig. 3 weiterzubefördern, beispielsweise zwei Walzen- oder Breitbandschleifmaschinen-56, 57-und in stetigem Fluss weiterhin einer Leimauftragsmaschine-58- zuzuführen. Die dort beleimte Mittellagenplatte --59-- kann dann mit Deckfurnieren-60 und 61-belegt und in Richtung des Pfeiles --62-- einer nicht dargestellten Heizpresse zugeführt werden.
Nur wenn in Richtung der Heizpresse Stockungen auftreten sollten oder die Presskapazität der Heizpresse kleiner ist als die
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zugeführt werden, während die vorhergehenden Stationen beispielsweise in Nacht- oder Ruheschichten nicht produzieren.
Ein Vergleich des Fertigungsflusses beim dargestellten Ausführungsbeispiel mit dem Stand der Technik, insbesondere mit der Stäbchenplatten-Fertigung zeigt, in welch überraschender Weise eine vollständige Mechanisierung und Automatisierung dieser bisher sehr schwierigen, ausserordentlich arbeitskraftaufwendigen, mit Zwischenlagerungen arbeitenden Fertigung ermöglicht wird. Als weiterer Vorteil tritt dabei auf, dass der Bedarf an Fabrikationsraum und Fabrikationsfläche verringert wird und die Holzausbeute, die ein bemerkenswerter Faktor der Herstellungskosten ist, merklich angehoben wird.
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