AT33243B - Verfahren zur Herstellung von Glühkörpern für Gasglühlicht. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Glühkörpern für Gasglühlicht.Info
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Description
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Die Gtühkörper für Gasglühlicht werden gewöhnlich in der Weise hergestellt, dass man die aus natürlichen Pflanzenfasern oder künstlichen Fäden bestehenden Gewebe mit
Lösungen von Salzen der Leuchterden tränkt und alsdann nach dem Trocknen verascht
Für die Tränkung werden fast ausschliesslich die salpetersauren Salze der Leuchterden benutzt. Da diese Salze selbst bei gewöhnlicher Temperatur freie Salpetersäure entwickeln, so wird die Faser der flachen, noch nicht veraschten Glühstrümpfe bei längerem Lagern durch die frei werdende Salpetersäure stark angegriffen und zerstört.
Ausserdem wird die
Salpetersäure beim Veraschen des organischen Strumpf trägers mit solcher Heftigkeit ent- bunden, dass bei Verwendung von künstlichen Fasern, die viel empfindlicher sind als die natürlichen Pflanzenfasern, der Glühstrumpf beim Veraschungsprozesse leicht zerfällt.
Diesen Übelständen ist man bereits in der Weise begegnet, dass man die mit Leucht- salzen getränkten und getrockneten Giühkörper durch ein alkalisches Bad führte. Hiedurch werden die Erden auf dem organischen Strumpfträger als Ilydroxyde abgeschieden und die Salpetersäure an das Alkali gebunden, so dass man die Säure zugleich mit dem Alkali durch Auswaschen entfernen kann.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein Verfahren zur Herstellung von Glühkörpprn, bei welchem statt der Alkalien die organischen Basen zur Fällung der Leucht- erden im getränkten Glühstrumpf benützt werden. Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass es zur Herstellung eines Glühkörpers durch Niederschlagen der Leuchterden im Strumpf- gewebe wesentlich ist, diesem Niederschlag eine möglichst zähe, schleimige Form zu geben, dass daher Fällungsmittel, welche die Leuchterden in amorpher pulvriger Form nieder- schlagen, für den genannten Zweck nicht geeignet sind und dass, je schleimiger diese
Fällung beschaffen ist, umso besser die Glühkörper in ihrer physikalischen Beschaffenheit ausfallen.
Diesen Zweck nun erfüllen eine Reihe der organischen Basen in ausgezeichneter
Weise, da nach den angestellten Versuchen deren Fällungsprodukte noch viel schleimigcr und zäher sind als diejenigen der Alkalien.
Die Anwendung der organischen Basen bietet ausserdem noch den Vorteil, dass durch geeignete Wahl derselben es möglich wird, nur gewisse Erden in der Glühkörperfaser niederzuschlagen, dagegen andere in Lösung zu erhalten und beim nachherigen Auswaschen zu entfernen. Auf diese Weise ist es möglich, selbst Spuren von Verunreinigungen der anderen seltenen Erden, welche in der zur Tränkung der Glühstrümpfe benützten Leucht- salzlösung noch vorhanden sind, aus dem Glühkörper zu entfernen. Hiebei kommt noch die grosse Oberfläche des Strumpfgewebes zustatten, wodurch das Auswaschen erleichtert wird.
Bei der Anwendung von Alkalien ist dieses Herauswaschen der fremden Bestandteile nicht möglich, da die Alkalien nicht nur auf die Leuchterden, sondern auch auf nahezu alle anderen Körper, welche als Verunreinigungen in Frage kommen, gleichzeitig fällend wirken, also auch diese auf dem Glühkörper festhalten. Bekanntlich aber sind Ver- unreinigungen in den Glühkörpern überaus schädlich, sowohl in bezug auf Leuchtkraft und Haltbarkeit, als auch bei der Fabrikation. Bei Verwendung mancher Thorium-und Cerfabrikate tritt z.
B. die Erscheinung auf, dass trotz der Behandlung mit Ammoniak die
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dass dagegen bei Verwendung der gleichen organischen Faser, aber nach der Behandlung mit organischen Basen, die Schrumpfung, die ja bekanntlich beim Veraschen immer eintritt, in weit geringerem Masse stattfindet.
Die Fällung der Leuchterden im Glühstrumpf kann mit-einer ganzen Reihe organischer Basen vorgenommen werden. Man kann z. B. Anilin, o-Toluidin, Xylidin, Pyridin und viele andere, entweder einzeln oder in Mischung miteinander, verwenden. Es empfiehlt sich, die Lösungen, um eine vollständige Fällung zu erzielen, warm zu verwenden. Die fabrikatorisch Ausführung des Verfahrens kann derart geschehen, dass die in der üblichen Weise mit den Leuchtsalzen getränkten Glübkörpergewebe entweder sofort nach der Tränkung oder nachdem sie erst getrocknet worden sind, in die flüssigen organischen Basen oder in geeignete Lösungen der Basen gebracht, nach einiger Zeit herausgenommen, eventuell ausgerungen, gewaschen und getrocknet werden.
Das Waschen der mit den organischen Basen behandelten Glühstrümpfe ist oft gar nicht oder nur. in geringem Masse notwendig, da die meisten organischen Basen die Eigenschaft haben, nicht zerstörend auf die Faser zu wirken. Als Lösungs- oder Verdünnungsmittel für die organischen Basen kann man Alkohol oder Wasser oder sonstige geeignete Flüssigkeiten benutzen. Bei Anwendung von Wasser, zum Beispiel einer wässerigen Pyridiniösung, wird man je nach der Art der Base erfahrunggemäss nicht unter einen gewissen Gehalt der organischen Basen gehen können, damit die Fällung vollständig wird und nicht etwa eine Wiederauflösung stattfindet. Bei Verwendung einer wässerigen Pyridinlösung wird man zweckmässig nicht unter 200/0 Pyridin herabgehen.
Man kann auch die mit den Leuchtsalzen getränkten Glühstrümpfe entweder gleich nach der Tränkung noch nass oder nachdem sie vorerst getrocknet worden sind, mit Dämpfen der organischen Basen behandeln. Die letztere Ausführungsart des Verfahrens wird sich in manchen Fällen aus Sparsamkeitsrücksichten empfehlen, da man hiebei von dem Fällungsmittel geringere Mengen zu verwenden braucht, als wenn man die Glühstrümpfe mit dem flüssigen Fällungsmittel sich vollsaugen lässt.
Anstatt der fertigen Glühkörpergewebe kann man auch die Fäden, aus denen die
Gewebe hergestellt werden, mit den Leuchtsalzen tränken, diese in der vorbeschriebenen
Weise mit den Fällungsmitteln behandeln und dann zu Glühstrümpfen verarbeiten. Das
Verfahren kann auch in der Weise ausgeübt werden, dass nur eine der Leuchterden aus- gefällt wird und dann die anderen Erden als lösliche Salze dem G1ühstrumpfe einverleibt werden.
Beispielsweise kann zur Herstellung des aus Thor-und Ceroxyd bestehenden Glühkörpers und bei Verwendung einer organischen Base, welche nur auf Thoriumsalze fällend wirkt, die Glühstrumpffaser zuerst nur mit dem Thoriumsalz getränkt, die Thorerde durch die organische Base niedergeschlagen und alsdann die Glühstrumpffaser mit der Lösung eines Cersa) zes getränkt werden.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Glühkörpern für Gasglühlicht, dadurch gekennzeichnet, EMI2.1
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