AT332161B - Verfahren zur herstellung eines mittels zum heben des blutcalciumgehaltes bei tieren - Google Patents

Verfahren zur herstellung eines mittels zum heben des blutcalciumgehaltes bei tieren

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Das Stammpatent betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Mittels zum Heben des Blutcalciumgehaltes bei Tieren, bei dem eine wässerige Mischung von 10 bis 40, vorzugsweise 20   Gew.-% Caiciumchlorid,   vorzugsweise als Hexahydrat eingesetzt, und 5 bis 20, vorzugsweise 10 Gew.-% eines Gel-bildenden Polymeren bis 
 EMI1.1 
 
Körpersäften 8 g Calcium verfügbar. Von diesen 8 g Calcium befinden sich 3, 5 g Calcium im Blut und 4, 5 g
Calcium in den Gewebsflüssigkeiten. Das Calcium befindet sich aber in einem ständigen Ein- und Ausbau im
Knochengewebe. Pro Stunde werden aus dem Futter 1 g Calcium aufgenommen und 1 g Calcium aus den
Knochen ausgelöst. Gleichzeitig werden aber pro Stunde 1 g Calcium in den Darm ausgeschieden und 1 g
Calcium in die Knochen eingebaut.

   Durch die Geburt und die damit einsetzende Laktation gerät der Organismus in ein akutes Calciumdefizit, da mit der Milch zirka 1, 5 g Calcium pro Stunde ausgeschieden werden. 



   Dieses Calciumdefizit kann bei einem Teil der Tiere durch vermehrtes Auslösen von Calcium aus den
Knochen bzw. unter besonderen Umständen durch erhöhte Resorption aus dem Darm kompensiert werden. Bei
Tieren, bei denen dies nicht möglich ist, führt das Calciumdefizit zu einem Leistungsabfall und zu subklinischen bis klinisch akuten, schweren Erkrankungen. 



   Es besteht daher Bedarf an einem Mittel, mit dem es möglich ist, den Blutcalciumgehalt bei Tieren wesentlich anzuheben und somit bestehende Calciumdefizite aufzuheben oder in absehbarer Zeit zu erwartende
Caldumdefizite von vornherein zu verhindern. 



   E. Glawischnig und F. Sagmeister untersuchten in ihrem   Aufsatz"Die   Harnprobe nach Sulkowitch in der buiatrischen Diagnostik und der Einfluss peroral verabreichter Calciumpräparate auf den Blutcalciumgehalt und die renale   Calciumausscheidung"   (Wien. tierärztl. Mschr. [1963], S. 1045 bis 1065) den Einfluss von
Calciumcarbonat, Calciumborogluconat und Calciumchlorid auf den Blutcalciumgehalt von Tieren. Sie kommen dabei auf Grund klinischer Versuche zu dem Ergebnis, dass Calciumchlorid den beiden andern untersuchten
Calciumverbindungen hinsichtlich Resorption aus dem Pansen, Magen und Darm stark überlegen ist und das gut lösliche Calciumchlorid erhöhte bei peroraler und intraruminaler Applikation rasch den Blutcalciumgehalt. 



   Allerdings ist die paerorale Applikation von Calciumchlorid in Form einer einfachen, wässerigen Lösung nicht möglich, da es zu Verätzungen im Rachen und Schlund der zu behandelnden Tiere kommt. Nicht zuletzt deswegen und wegen des bitteren Geschmackes der   Calciumchloridlösung   wird von E. Glawischnig und
F. Sagmeister vorgeschlagen, das Präparat nur mit Magen- oder Nasenschlundsonde zu verabreichen. 



   Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, das im Stammpatent beschriebene Verfahren zur Herstellung eines Mittels zum Heben des Blutcalciumgehaltes bei Tieren, mit dem es möglich ist, durch einfache, nämlich perorale Applikation den Blutcalciumgehalt innerhalb kürzester Zeit (eine halbe Stunde) wesentlich anzuheben, zu verbessern. Erfindungsgemäss zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass man das Gel-bildende Polymere in eine auf Temperaturen unter   100 C,   vorzugsweise auf   95 C,   erhitzte Lösung von Calciumchlorid in Wasser unter Rühren einträgt und anschliessend die Wärmebehandlung durchführt. 



   Bei dem gemäss der Erfindung hergestellten Mittel ist das Calciumchlorid in ein Schutzgel eingearbeitet, wodurch es bei peroraler Applikation zu keinen Verätzungen kommt. Mit der erfindungsgemässen Arbeitsweise ist eine besonders einfache und zeitsparende Herstellung des Mittels gewährleistet. Die ausgezeichnete Resorptionsfähigkeit und die hohe Wirksamkeit von Calciumchlorid zum Heben des Blutcalciumgehaltes bleibt jedoch erhalten. 



   Als Gel-bildende Polymeren haben sich im Rahmen der Erfindung Polyvinylalkohol, Polyäthylenglykol, Acrylsäurepolymerisat und Carboxymethylzellulose besonders bewährt. 



   Nachstehend werden einige Beispiele für die   erfindungsgemässe   Herstellung des Mittels angegeben :   Beispiel l :   In 50 l Wasser werden 40 kg Calciumchloridhexahydrat aufgelöst. Die Lösung wird auf   950C   erhitzt und in der heissen Lösung werden langsam 10 kg Polyvinylalkohol (Esterzahl 8 mg KOH/g Polyvinylalkohol) eingerührt. Die Mischung wird bei   950C   11/2 h lang gerührt, wonach alles gelöst war. Das fertige Mittel enthält 20   Gew.-% Calciumchlorid.   



     Beispiel 2 :   In 201 Wasser werden 40 kg Calciumchloridhexahydrat gelöst und am Wasserbad auf   950C   erhitzt. In die heisse Lösung wurden 40 kg Polyäthylenglykol mit einem Polymerisationsgrad von 4000 eingerührt und die Mischung bis zur vollständigen Lösung der Bestandteile am Wasserbad weitererhitzt, was etwa 1 1/2 h dauerte. 



    Beispiel 3 : 10 kg Acrylsäurepolymerisat [Viskosität einer 1%gen wässerigen Lösung (pH-Wert 6) bei 200C 30000 cP] wurden in eine auf 950C erhitzte Lösung von 20 kg wasserfreiem Calciumchlorid in 70 l Wasser   eingerührt und die Mischung unter Rühren bis zur vollständigen Lösung aller Bestandteile am Wasserbad erhitzt. 



   Der Einfluss der nach den Beispielen hergestellten Mittel auf den Calciumgehalt im Serum wurde untersucht. Die Bestimmung des Calciums im Serum erfolgte komplexometrisch nach der Methode von Baron und Bell, modifiziert nach Appleton und Mitarbeitern. Die Versuche zeigen, dass die Wirkung im wesentlichen den im Stammpatent angeführten Angaben entsprach. 



   Die Versuchstiere wehrten die Verabreichung des erfindungsgemäss hergestellten Mittels nicht ab und es konnten auch keine Verätzungen im Rachen oder Schlund festgestellt werden. 

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   Die Anwendung des Mittels ist nicht auf Rinder beschränkt, sondern es kann dieses mit gleich gutem Erfolg bei andern Tieren, wie z. B. Pferden, Schweinen, Schafen, verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung eines Mittels zum Heben des Blutcalciumgehaltes bei Tieren, bei dem eine wässerige Mischung von 10-40, vorzugsweise 20 Gew. -% Calciumchlorid, vorzugsweise als Hexahydrat eingesetzt, und 5-20, vorzugsweise 10 Gew.-% eines Gel-bildenden Polymeren bis zur vollständigen Lösung der Komponenten auf Temperaturen unter 1000C erhitzt wird, nach Patent Nr. 326406, dadurch gekenn- zeichnet, dass man das Gel-bildende Polymere in eine auf Temperaturen unter 100 C, vorzugsweise auf 95 C, erhitzte Lösung von Calciumchlorid in Wasser unter Rühren einträgt und anschliessend die Wärmebehandlung durchführt.
AT561774A 1974-02-13 1974-07-08 Verfahren zur herstellung eines mittels zum heben des blutcalciumgehaltes bei tieren AT332161B (de)

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AT561774A AT332161B (de) 1974-07-08 1974-07-08 Verfahren zur herstellung eines mittels zum heben des blutcalciumgehaltes bei tieren
US05/545,419 US3996351A (en) 1974-02-13 1975-01-30 Process for orally increasing the blood calcium level of animals
CA219,172A CA1045551A (en) 1974-02-13 1975-01-31 Preparation for increasing the blood calcium level of animals
FR7503804A FR2272682A1 (de) 1974-02-13 1975-02-07
NL7501601A NL7501601A (nl) 1974-02-13 1975-02-11 Middel voor het verhogen van het calciumgehalte t bloed bij dieren en werkwijze voor het den daarvan.
DE19752505755 DE2505755A1 (de) 1974-02-13 1975-02-12 Mittel zum heben des blutcalciumgehaltes bei tieren und verfahren zu dessen herstellung
GB618275A GB1469224A (en) 1974-02-13 1975-02-13 Raising blood calcium level in animals

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ATA561774A ATA561774A (de) 1975-12-15
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