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Die Erfindung bezieht sich auf eine Rotationsfilmdruckmaschine, bestehend aus einzelnen Druckstationen mit einer Rundschablone, unter der die Druckdecke mit dem zu bedruckenden Stoff durchläuft, sowie einem in die Rundschablone eingeschobenen, beidseits der Rundschablone gelagerten verschwenkbaren Rakelsystem.
Beim Rotationsfilmdruckverfahren handelt es sich um ein kontinuierliches Druckverfahren, bei dem der
Stoff mittels Rundschablonen bedruckt wird. Die Druckfarbe wird hiebei im Inneren der Rundschablone zugeführt und tritt durch das fein perforierte Schablonenmaterial aus. Trotzdem die Rotationsfilmdruckmaschine ein kontinuierliches Arbeiten erlaubt, sind Unterbrechungen des Arbeitsablaufs nicht zu vermeiden. Beim
Anhalten, z. B. infolge Wechsels der Druckfarbe, läuft die Druckfarbe durch die Perforationen der Rundschablone und verschmutzt den zu bedruckenden Stoff oder die Druckdecke. Bei längerem Stillstand der Maschine besteht zudem die Gefahr, dass die Farbe ausser der Druckdecke auch weitere Teile der Maschine verschmutzt.
Es ist eine Rotationsfilmdruckmaschine bekannt (deutsche Patentschrift Nr. 410051) bei der eine Rakel drehbar gelagert und mit einem Gewichtshebel auf die Rundschablone gepresst wird. Die Lagerung der Rakel erfolgt beidseitig der Druckschablone. Grössere Verschwenkbewegungen sind nicht möglich. Ein plötzlicher
Unterbruch der Farbzufuhr ist aber nicht möglich.
Eine weitere bekannte Rotationsfilmdruckmaschine (USA-Patentschrift Nr. 2, 928, 340) weist ein Rakelsystem auf, das beidseits der Druckschablone nicht schwenkbar gelagert ist. Innerhalb dieses Rakelsystems ist die eigentliche Rakel mit der Farbzufuhr schwenkbar gelagert und wird von zwei Hubzylindern--72--mit einem bestimmten Druck auf die Druckschablone gepresst. Auch hier kann die Farbzufuhr nicht plötzlich unterbrochen werden.
Ein weiteres bekanntes Rakelsystem (Schweizer Patentschrift Nr. 412771) ist heb- und senkbar, jedoch nicht schwenkbar befestigt, so dass ein plötzlicher Unterbruch der Farbzufuhr nicht möglich ist.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Rotationsfilmdruckmaschine zu schaffen, die die Nachteile der bekannten Maschinen nicht aufweist, sondern einen augenblicklichen Unterbruch der Farbzufuhr gestattet, was dadurch gelöst wird, dass das in der Rundschablone gelagerte, mit einem als Farbzuführrohr dienenden Rakelhalterrohr und einem daran befestigten Rakelhalterprofil versehenes Rakelsystem, bei dem für den Farbdurchtritt Bohrungen im Rakelhalterrohr und im Rakelhalterprofil vorgesehen sind, in überkopflage schwenkbar ist, so dass die Druckfarbe in dieser Stellung durch die Bohrungen in das Halte- bzw.
Zuführrohr zurückfliessen kann, wobei das Rakelsystem beidseits der Rundschablonen mittels je eines verdrehbaren, das Rakelsystem abstützenden Ringes gelagert ist und mindestens einer der Ringe eine Aussenverzahnung aufweist und mit einem von einer Kraftquelle antreibbaren Zahnrad in Eingriff steht.
In den Zeichnungen ist die Erfindung beispielsweise dargestellt. Es zeigen : Fig. 1 einen Schnitt durch einen Support einer Druckstation einer Rotationsfilmdruckmaschine mit der Lagerung des Rakelsystems nach Linie I-I in Fig. 2, Fig. 2 eine Ansicht der Rakellagerung auf der Nichtbedienungsseite, d. h. auf der Farbzuführseite, und Fig. 3 eine Ansicht der Rakellagerung auf der Bedienungsseite.
In Fig. 1 bis 3 wird eine für den praktischen Betrieb vorteilhafte Lösung einer in Über kopflage schwenkbaren Lagerung für das Rakelsystem beschrieben. Darin sind mit--101, 102--die beidseits am Maschinenrahmen abgestützten Supporte bezeichnet, in denen die nicht dargestellte Rundschablone drehbar gelagert ist. Der Support --101-- besteht aus drei Teilen, einem mittleren Teil --10la-- sowie zwei Seitenteilen--lOlb, lOlc--, die durch Schrauben -147, 148-- miteinander verbunden sind.
In gleicher Weise ist auch der Support --102-- zusammengesetzt. Im Support --101-- ist ein Lagerkörper-103-
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105-- gelagertRing --110-- gelagert. Mindestens einer der beiden Ringe-109, 110- weist eine Aussenverzahnung --111-- auf, die mit der Verzahnung eines Zahnrades -112-- kämmt. Über das Zahnrad--112--wird der Ring --109- durch eine Kraftquelle angetrieben.
Hiezu eignet sich besonders ein Hydromotor, der beispielsweise sein Druckmittel aus dem in der Maschine vorhandenen Drucknetz entnimmt, das für das Absenken der Druckwerke benötigt wird.
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angeordnet, die aus einem von Hand betätigbaren Spindeltrieb bestehen, die am Ring-109 bzw. 110-mittels einer Platte--145 ; 146--abgestützt sind. Die Verstellmittel-117 ; 118--sind mittels Bolzen --119, 120- am Hebel--113, 114- angelehnt, und dienen der Verstellung der Hebellage gegenüber dem Ring. Am Ring-109, 110- ist ein Anschlag--121, 122--angeordnet, der in der Arbeitsstellung des Rakelsystems an einem einstellbaren Anschlag--123, 124--und in der Ruhestellung des Rakelsystems an den am Support-101 ; 102-fest angeordneten Anschlägen --125 ; 126-- anliegt.
An den beiden Hebeln--113, 114- ist das Rakelsystem gelagert. Es besteht aus dem Rakelhalterrohr
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