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Die Erfindung bezieht sich auf einen Vibrationsschlagbären zum Rammen und Ziehen von Pfählen, Bohlen od. dgl., welcher einen mit einem Schwingungserreger versehenen Bärkörper aufweist, der durch einen mit einer Befestigungsvorrichtung für den zu beaufschlagenden Gegenstand ausgestatteten Führungskörper ge- führt ist.
Ein bekannter Vibrationsschlagbär besteht aus einem Führungskörper in Form eines auf dem Pfahl od. dgl. zu befestigenden Rahmens und einem darin geführten Bärkörper, der als Schwingungserreger Unwuchtrotoren enthält. Der Bärkörper ist an der der Schlagseite abgekehrten Seite durch Federn ständig vom
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rammen ein Lockern des Pfahles während des Aufwärtshubs des Bärkörpers verhindern sollen. Die Bewe- gung des Bärkörpers ist durch den Rahmen und durch die Federn beschränkt, welche die Aufgabe haben, den aufwärtsgerichteten Impuls des Schwingungserregers abzufangen und anschliessend beim Abwärtshub die so gespeicherte Energie wieder abzugeben. Diese Konstruktion bedingt, dass der Hammer stets mit konstanter
Kraft auf den mit dem Pfahlhaupt verbundenen Amboss schlägt.
Eine Anpassung der Kraft an die jeweilige
Bodenbeschaffenheit ist also nicht möglich, da die Amplitude des Bärkörpers praktisch konstant ist. Dies alles ist insofern von Nachteil, als keine optimale Anpassung der zugeführten Energie an die aufzuwendende
Energie möglich ist. Der Energieverbrauch derartiger Geräte ist daher bei einem verhältnismässig geringen
Wirkungsgrad relativ hoch, und auch der eigentliche Arbeitseffekt, d. h. die spezielle Art des Rammens bzw.
Ziehens, ist nicht besonders günstig.
Ziel der Erfindung ist ein Vibrationsschlagbär, der die angeführten Nachteile nicht aufweist, bei dem also die Bewegung des Bärkörpers während des Betriebs in keiner Weise begrenzt ist, d. h. sich die Ampli- tude und somit die Kraft des Bärkörpers je nach Bodenbeschaffenheit weitgehend selbst einstellen kann, so dass eine optimale Leistungsanpassung erfolgt.
Dieses Ziel wird mit einem Vibrationsschlagbären der eingangs genannten Bauart erfindungsgemäss da- durch erreicht, dass der Führungskörper aus einem an seinen beiden Enden mit Flanschen versehenen Bolzen besteht und der Bärkörper als Gehäuse ausgebildet ist, welches eine den Bolzen gleitend aufnehmende Boh- rung aufweist, an deren Enden zwei beim Schlag jeweils mit einem der Flansche zusammenwirkende Schultern vorgesehen sind, wobei an den Schlagflächen jedes Flansch-Schulter-Paares elastische Körper angeordnet sind und der Maximalabstand jedes Flansch-Schulter-Paares grösser als die bei härtestem Boden auftretende Amplitude des Bärkörpers bemessen ist, sowie dass der Bärkörper von einem federnden Gehänge gehalten und die Frequenz des Schwingungserregers auf die Resonanzfrequenz des gesamten, beim Rammen bzw.
Ziehen wirksamen Schwingungssystems abgestimmt ist.
Der Bärkörper und der Führungskörper sind also im Gegensatz zu den bekannten Bauweisen nicht ständigfedernd gekoppelt, sondern nur während des Aufeinandertreffens der elastischen Körper eines der beiden Flansch-Schulter-Paare. Da der Maximalabstand jedes derartigen Paares grösser als die Amplitude des Bärkörpers beim Schlagausüben in härtestem Boden bemessen ist, werden beim Rammen stets nur die untere Schulter und der untere Flansch, beim Ziehen dagegen stets nur die obere Schulter und der obere Flansch aufeinandertreffen. Das Ausmass der Bewegung des Bärkörpers ist also in keiner Weise begrenzt, sondern stellt sich je nach Bodenbeschaffenheit ein. Beim Treiben eines Pfahles od. dgl. in relativ weichem Boden ist die Amplitude (bzw. der Rückprall) des Bärkörpers und damit die Schlagkraft klein, da der Widerstand des Bodens gering ist.
Bei hartem Boden ist dagegen der Rückprall und somit die Schlagkraft gross, da auch der Bodenwiderstand gross ist. Zur weiteren Optimierung der Leistungsanpassung ist die Frequenz des Schwingungserregers auf die Resonanzfrequenz des beim Rammen bzw. Ziehen vorliegenden Schwingungssystems abgestimmt. Beim Pfahlziehen wird die äussere Zugkraft nicht direkt, sondern über das federnde Gehänge an den Bärkörper angelegt.
Es ist zweckmässig, wenn die elastischen Körper aus einem gummiähnlichen elastischen Material bestehen. Ferner ist es von Vorteil, wenn im Bärkörper eine Anzahl von Rollen zum seitlichen Abstützen der Flansche des Führungskörpers vorgesehen ist.
Der Schwingungserreger kann zwei an sich bekannte, gegenläufig angetriebene, mit Unwuchten versehene Rotoren aufweisen. In diesem Fall ist es empfehlenswert, auf die Unwuchten der Rotoren aufsetzbare Zusatzmassen vorzusehen.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand von in den Zeichnungen dargestellten Prinzipskizzen und beispielsweise Ausführungsformen näher erläutert. Es zeigen die Fig. 1 bis 5 Prinzipskizzen zur Illustration der Wirkungsweise des erfindungsgemässen Vibrationsschlagbären, Fig. 6 die Gesamtansicht eines Vibrationsschlagbären und einer zugehörigen Stützanordnung in Arbeitsstellung beim Rammen, Fig. 7 die Ansicht eines Vibrationsschlagbären beim Ziehen, Fig. 8 einen Längsschnitt durch eine Ausführungsform des Vibrationsschlagbären, Fig. 9 einen Schnitt durch einen Schwingungserreger mit Unwuchtrotoren und Zusatzmassen, Fig. 10 einen Schrägriss einer Zusatzmasse gemäss Fig. 9, Fig. 11 und 12 Längsschnitte durch Befestigungsvorrichtungen für den zu beaufschlagenden Gegenstand, Fig. 13 einen Längsschnitt durch eine weitere Ausführungsform der Erfindung, Fig.
14 einen Schnitt entlang der Linie 14-14 der Fig. 13 in vergrössertem
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Massstab, Fig. 15 eine der von Vibrations schlag bären gemäss Fig. 6 und 7 seitlich abstützenden Rollen und Fig. 16 einen Schnitt durch einen Schwingungserreger mit Unwuchtrotoren.
Zunächst seien die beim erfindungsgemässen Vibrationsschlagbären auftretenden mathematischen Prinzipien erläutert.
Auf Fig. 1 verweisend wird angenommen, dass ein Gewicht W von einer Höhe ho über einer Feder, die eine freie Länge Ho und eine Federkonstante k aufweist, auf die Feder fällt. Dadurch wird die Feder um einen Abstand y zusammengedrückt, wobei eine Kraft F auf einen Boden wirkt, wonach das Gewicht W mittels einer Rückstellkraft der Feder in seine ursprüngliche Stellung aufwärts gestossen wird. Wennkeine dämpfende Kraft vorhanden ist, werden solche Aufwärts- und Abwärtsbewegungen der Feder ständig fortgesetzt, was eine freie Vibration mit einer Frequenz f bedeutet.
In diesem Fall gelten folgende Beziehungen zwischen den Grössen Gewicht W, Frequenz f, Gesamtampli-
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hoaus Gleichung (2)
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Die Bewegungsgleichung für die Bewegung eines Gewichtes an einer Feder wird wie folgt angegeben :
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W
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--auf-weist, worin H die Höhe der Feder darstellt, wenn das Gewicht langsam auf die Feder gebracht wird. In Gleichung (4) bedeutet y die Verlagerung des Gewichtes aus dem Schwingungszentrum und t die Zeit, wobei als Ausgangspunkt der Zeitzählung das Schwingungszentrum gilt.
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oderSchwingungszentrum und dem maximal zusammengepressten Punkt auf-oder abzubewegen.
Aus Gleichung (4) erhält man mit y = Vo-W/k und t = tg
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Seien T und f die gesamte Schwingungsda. uer bzw. die Frequenz, dann gilt
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Aus den Gleichungen (3), (5) und (6) folgt
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erhält man schliesslich
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Wenn der Beschleunigungskoeffizient # (=F/W) undf gegeben sind, dann wird die Gesamtamplitude A aus Gleichung (8) bestimmt, worauf der zusammengedrückte Betrag y der Feder ebenfalls ermitteltwerdenkann.
Wenn anderseits der Beschleunigungskoeffizient die Frequenz f und das Gewicht W gegeben sind, wird die erforderliche Federkonstante k aus Gleichung (7) bestimmt.
Bei der Schwingung des Gewichtes tritt stets eine unvermeidliche Dämpfungskraft auf. Ist nun in dem Gewicht ein Schwingungserreger untergebracht, der eine konstante Vibration bzw. eine auf den Oberteil eines Pfahles wirkende Schlagkraft F gewährleistet, wobei die Frequenz des Erregers mit der freien Frequenz f des Gewichtes zusammenfällt, dann tritt Resonanz auf, bei der die Antriebsleistung des Erregers in die Arbeit des Pfahleintreibens bei maximalem Wirkungsgrad umgewandelt wird.
Fig. 2 stellt einen Schwingungserreger mit zwei Unwuchtrotoren dar, die In entgegengesetzten Richtungen mit einer Frequenz f rotieren und dadurch eine Schwingung In einer vertikalen Richtung hervorrufen.
Die beiden jeweils ein Gewicht w aufweisenden Unwuchten seien Im Gewicht W aufgenommen.
Die maximale erregende Kraft q In der vertikalen Richtung Ist In diesem Fall wie folgt gegeben :
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wobei die Vorbedingung q > W (10)
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erfüllt sein muss, um eine Bewegung des Gewichtes W einzuleiten. Das Gewicht w der rotierenden Unwuchten ist verglichen mit dem Gewicht W extrem klein.
Die Leistung P, die zum Antreiben des Erregers erforderlich ist, wird wie folgt berechnet, wobei A die Gesamtamplitude der rotierenden Unwuchten darstellt (Fig. 3) :
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Der Momentanwert der in vertikaler Richtung auftretenden Kraft ergibt sich aus der Zentrifugalkraft zu ZmrcosO mite=h) t, wobei m die Masse einer der beiden rotierenden Unwuchten, r den Radius der Kreisbewegung von m, die
Winkelgeschwindigkeit von m und t die Zeit bedeuten (der Zeitnullpunkt fällt dabei mit der obersten Stellung der beiden Massen m zusammen).
Wenn der Erreger, der ein Gesamtgewicht W aufweist, mit der gesamten Amplitude A bzw. der halben
Amplitude A/2 oszilliert und seine Frequenz mit jener Frequenz übereinstimmt, die den Umdr/min der Un- wuchtrotoren mit dem Gewicht 2w entspricht, so tritt Resonanz auf. In diesem Fall ist die Schwingung des
Erregers gegenüber der Phase eines der Unwuchtrotoren mit der Masse m um 7r/2 phasenverschoben. Die
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(e--Die Arbeit des Erregers während einer Umdrehung (Schwingungs dauer T = 2r/M) ergibt sich schliesslich aus
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Bei einer Frequenz von f ist die pro Zeiteinheit ausgeführte Arbeit, d. h. die Leistung P, f-mal so gross wie die Arbeit pro Umdrehung.
Daher gilt
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Mit q = 2mw2 r, der maximalen Kraft der Unwuchtrotoren in vertikaler Richtung, führt dies auf
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bzw. wenn man für q Gleichung (9) einsetzt (es gilt ja w = mg), so ergibt sich schliesslich
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Wird gemäss Fig. 4 ein Pfahl S mit der Frequenz des Gewichts W und mit der Gesamtamplitude A in den Boden getrieben, so beträgt die tatsächliche Amplitude des Gewichts 2A. Mit andern Worten : wenn sich der Pfahl nicht senkt, wird das Gewicht mit der Gesamtamplitude A schwingen (Fig. 4a) ; senkt sich dagegen der Pfahl, so schwingt das Gewicht gemäss Fig. 4b, c mit einer Gesamtamplitude 2A.
Die Leistung Pmax lautet in diesem Fall
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Ist gemäss Fig. 2 ein elastischer Körper mit einer Federkonstanten k an einem Pfahl S befestigt und entspricht die Frequenz des im Gewicht W aufgenommenen Schwingungserregers der Frequenz des Gewichtes W, die von dem elastischen Körper abhängt, so tritt Resonanz auf. Der Schwingungserreger, dessen Antriebsleistungmittels Pmax abgeschützt werden kann, liefert somit eine auf den Pfahl wirkende Eintreibkraft. Modifiziert man die Anordnung von Fig. 2 wie in Fig. 5 dargestellt, so können auch Zugkräfte auf den Pfahl ausgeübt werden.
Gemäss Fig. 5 ist ein Gewicht W durch einen elastischen Körper mit der Federkonstanten k1 an einem Stützkörper A aufgehängt und trägt über einen elastischen Körper mit der Federkonstanten k2 einen Gegenstand B. Schwingt das Gewicht W mit einer Frequenz f, so vergrössert sich bei seiner Abwärtsbewegung der Abstand zwischen dem Gegenstand B und einem ortsfesten Gegenstand C. Nach Erreichen der strichliert angedeuteten tiefsten Stellung bewegt sich B wieder aufwärts und trifft auf C, wenn das Gewicht W die maximale kinetische Energie besitzt. Das Gewicht W steht dabei unter dem Einfluss der beiden elastischen Körper
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Nimmt nun das Gewicht W einen Schwingungserreger, z. B.
Unwuchtrotoren, auf, und kommt es durch Überwindung der Dämpfung zu einer konstanten Schwingung, so wird der Gegenstand B immer wieder einen aufwärts gerichteten Schlag auf den Gegenstand C ausüben. Dabei wird die maximale Schlagkraft dann erreicht, wenn die Frequenz des Erregers mit der natürlichen Frequenz des Schwingungssystems (Gewicht und elastische Körper) übereinstimmt, da dann Resonanz auftritt. Ist C fest mit einem Pfahl verbunden oder der Pfahl selbst, so kann der Pfahl durch die aufwärts gerichteten Schläge herausgezogen werden.
Nun werden die beispielsweisen Ausführungsformen der Erfindung beschrieben. In Fig. 6 ist ein Vibra- tionsschlagbär-12-- dargestellt, welcher an einer Stützanordnung --10-- aufgehängt ist. Die Stützanord- nung--10--umfasst ein Fahrzeug-14-- mit einer endlosen Kettenraupe, eine schwenkbar daran angebrachte Führung --16-- und einen Ausleger-18-, dessen entgegengesetzte Enden schwenkbar an dem Fahrzeug - -14-- und der Führung --16-- angebracht sind und welcher verlängerbar ist.
Die Führung --16-- ist mit einer Führungsstange --20-- versehen, die längs derselben angeordnet ist, wobei die Oberseite der Führung mit Seilscheiben --22 und 24-- versehen ist. Ein Drahtseil --30-- ist um die Seilscheiben-22 und 24-- und eine Seilscheibe --29-- gezogen, welche in einem Halter --28-- gelagert ist, der einen Haken --26-- aufweist.
DerVibrationsschlagbär-12--weist einen Bärkörper in Form eines Gehäuses --32-- auf, das eine Anzahl von Rollen --34-- trägt, die an der Führungsstange --20-- angreifen. Das Gehäuse --32-- ist an seiner Oberseite mit einem Aufhänge-Ring --36-- versehen, der unter Zwischenschaltung eines Drahtringes --38--
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am Haken --26-- hängt. Das Gehäuse --32-- ist an seiner Unterseite mit einer Befestigungsvorrichtung - für einen zu beaufschlagenden Pfahl-44-- versehen.
Gemäss Fig. 7 ist der Ring --36-- des Vibrationsschlagbären --12-- über ein federndes Gehänge --46-- am Haken --26-- befestigt. Das Gehänge --46-- entspricht dem in Fig. 5 gezeigten elastischen Körper mit der Federkonstanten ki. Die Befestigungsvorrichtung --48-- ist diesmal zur Aufnahme eines plattenförmigen pfahles --50-- ausgebildet. Mit der Anordnung gemäss Fig. 6 kann der Vibrationsschlagbär zum Rammen, mit der Anordnung gemäss Fig. 7 zum Rammen und Ziehen verwendet werden.
Die Konstruktion des Vibrationsschlagbären --12-- getausführlich aus Fig. 8 hervor. Wie dargestellt, besteht das Gehäuse --32-- aus einem Oberteil --32a-- und einem Unterteil --32b--. Im Oberteil --32a-ist ein Schwingungserreger untergebracht, der zwei von einem Elektromotor --52-- über Zahnräder --58-- gegenläufig angetriebene Rotoren --54-- aufweist, die an ihrem Umfang bogenförmige Unwuchten --60-- tragen (in Fig. 8 ist nur ein Unwuchtrotor-54, 60-- sichtbar). Im Ruhezustand befinden sich die exzentrisch angeordneten Unwuchten --60-- im (dargestellten) unteren Totpunkt. Der Schwingungserreger bewirkt ein vertikales Schwingen des Bärkörpers --32--.
DerUnterteil--32b-- des Gehäuses --32-- ist auf einem Führungskörper --57-- geführt, der aus einem an seinen beiden Enden mit Flanschen --55a,55b-- verschenen Bolzen --56-- besteht. Im Unterteil --32b-ist eine den Bolzen --56-- gleitend aufnehmende Bohrung --62-- vorgesehen, an deren Enden zwei beim Schlag jeweils mit einem der Flansche --55a,55b-- zusammenwirken de Schultern --64,66-- ausgebildet sind.
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--55aper-70, 72, 74, 76- aus beispielsweise gummiähnlichem, elastischem Material angeordnet.
Beim Pfahlziehen treffen die Körper --70, 72-- beim Rammen die Körper --74, 76-- aufeinander, d. h. der Maximalabstand der Schlagflächen jedes Flansch-Schulter-Paares ist grösser als die bei härtestem Boden auftretende Amplitudedes Bärkörpers --32-- bemessen. Die Körper-70, 72- entsprechen dem in Fig. 5 dargestellten elastischen Körper mit der Federkonstanten k2, die Körper --74, 76-- dem in Fig. 1 bzw. 2 veranschaulichten elastischen Körper mit der Federkonstanten k.
Die Befestigungsvorrichtung--42-- (bzw. --48-- gemäss Fig. 7) ist am unteren Flansch --55b-- des Füh- rungskörpers --57-- angeordnet. Das Gehäuse --32-- samt dem darin untergebrachten Schwingungserreger - -52, 54, 56, 58-- entspricht dem Gewicht W gemäss Fig. 2 bzw. 5. Die Frequenz des Schwingungserregersist auf die Resonanzfrequenz des gesamten, beim Rammen bzw. Ziehen wirksamen Schwingungssystems abge-
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AbmessungenKörper-70, 72, 74, 76- Einfluss nehmen.
Beim Eintreiben eines Pfahles-44-- in den Boden wird der Vibrationsschlagbär --12-- auf den Pfahl aufgesetzt (Fig. 6, 7) und der Elektromotor --52-- des Schwingungserregers eingeschaltet. Infolge der Reso- nanzwerdenauf den Pfahl kräftige Schläge ausgeübt. Unter der Annahme, dass der Beschleunigungskoeffizient g konstant ist, folgt aus Gleichung (7)
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Sind nun das Gesamtgewicht des Bärkörpers und der Elastizitätsmodul der elastischen Körper entsprechend gewählt, so dass W/kg konstant ist, dann braucht die Drehzahl des Motors --52-- nur der durch obige Gleichung gegebenen, konstanten Frequenz f angepasst werden.
Im Resonanzfall ist die ausgeübte Schlagkraft F in Relation zur Antreibsleistung des Motors --52-- extrem gross. Ein Vergleich der Antriebsleistung P des erfindungsgemässen Vibrationsschlagbären mit der Antriebsleistung P'eines herkömmlichen Bären liefert folgende Beziehungen :
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aus Gleichung (11) folgt daher
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Da. laut Gleichung (10)
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Obwohl a > 1 und meist a = 2-4 gilt, wird Infolge von ç = 10-20
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erhalten.
Das heisst also, der erfindungsgemässe Vibrationsschlagbär benötigt nur etwa 10 bis 40% der Antriebsleistung eines herkömmlichen Bären, um den gleichen Effekt wie dieser zu erzielen ; bei 10 wird man im allgemeinen nur 20% der bisherigen Antriebsleistung benötigen.
Beim Ziehen eines Pfahles-50- (Fig. 7) wird nach Fixierung der Befestigungsvorrichtung --48-- am oberen Pfahlende der Bärkörper --32-- über das federnde Gehänge --46-- soweit hochgezogen, bis die elastischen Körper --70 und 72-- im wesentlichen aneinanderliegen (ein anfänglicher Zug auf den Pfahl selbst
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--52-- übt- trifft beim Ziehen nicht auf den Flansch --55b--, da - wie schon erwähnt- der Maximalabstand jedes Flansch-Schulter-Paares grösser als die beim Rammen oder Ziehen auftretende grösste Amplitude des Bärkörpers bemessen ist.
Zur besseren Anpassung des Vibrationsschlagbären --12-- an krass unterschiedliche Bodenverhältnisse, die ja ebenfalls auf dieResonanz Einfluss nehmen, kann das Gewicht des Bärkörpers --32-- bzw. seine Schlagkraft verändert werden, indem man an den Unwuchten --60-- des Rotoren --54-- des Schwingungserregers Zusatzmassen --78-- anbringt (Fig.9,10). Diese Zusatzmassen ermöglichen auch eine Anpassung der Frequenz des Schwingungssystems an unterschiedliche Netzfrequenzen des dem Antriebsmotor zugeführten Stroms.
Gemäss Fig. 9 besteht jede Zusatzmasse --78-- aus einem halben Zylindermantel aus Metall mit umgebogenen Kanten --80, 82--, welche gemäss Fig. 10 beim Aufschieben der Zusatzmasse --78-- auf die
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In den Fig. 11 und 12 sind zwei Varianten für beim Pfahlrammen geeignete Befestigungsvorrichtungen dargestellt. Gemäss Fig. 11 weist die Befestigungsvorrichtung --42-- für den zylindrischen Pfahl-44- einen am unteren Flansch --55b-- des Führungskörpers --57-- (Fig. 8) angeschraubten Flansch --86-- auf, der mit einem mehrere Öffnungen besitzenden zylindrischen Mantel--88-- verbunden ist. In diese Öffnungen sind radial einwärts ragende, mit Bolzen und Muttern --92-- befestigte Pfahlhalter --90-- eingesetzt.
Im unteren Ende des Mantels --88-- ist mittels Schrauben --96-- ein Führungsring --94-- für den Pfahl - 44-- angeordnet, Jeder Pfahlhalter --90-- besteht aus einer mit einem in die Öffnung hineinragenden Ansatz --98-- verschenen Platte --100-- und einem im Ansatz --98-- geführten Finger --104--, der mit einem Bolzen samt Mutter --102-- an der Platte --100-- gehalten und durch eine Feder --106-- von dieser abgestützt ist. Die Finger --104-- liegen somit federnd am Pfahl --44-- an. Zum Erleichtern des Einführens
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bzw. 108-- auf. Die Anpassung der Befestigungsvorrichtung-42-- an verschiedene Pfahldurchmesser kann einerseits durch Verstellen der freien Länge der Bolzen samt Muttern --102-- und anderseits durch Einfügen von Abstandsstücken zwischen den Mantel--88-- und die Platten --100-- erfolgen.
Gemäss Fig. 12 weist die Befestigungsvorrichtung --421- zur Aufnahme eines Pfahles mit Winkelprofil ein Gehäuse --116-- auf, das mit einem Kugellager --118-- auf einer Achse --114-- drehbar gelagert ist, die über eine Zwischenplatte --112-- an einer Grundplatte --110-- befestigt ist. Die Grundplatte --110-wird an den unteren Flansch --55b-- des Führungskörpers --57-- (Fig. 8) angeschraubt. Das Kugellager --118-- ist mittels eines Ringes --122-- und einer Mutter --120-- auf der Achse --114-- gehalten. Der Pfahl wird vom unteren Gehäuseteil --124-- aufgenommen, in den ein ähnlich wie In Fig. 11 aufgebauter Dfahlhalter--126--eingesetztist.
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setzt ist. Die Scheiben --131-- bestehen aus einem gummiähnlichen elastischen Material.
Die Rollen --130-sind der Krümmung der Flansche --55a bzw. 55b-- angepasst. Die Befestigung des Rollenhalters-136-am
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Die Rollen--34-- (Fig. 6, 7, 8), mit denen der Vibrationsschlagbär --12-- an der Führungsstange --20-- angreift, sind ebenfalls über Dämpfer an dem Gehäuse --32-- befestigt. Gemäss Fig. 15 befinden sich die Dämpfer-152, 154- einerseits zwischen dem Gehäuse --32-- und einem Bund --148-- einer die jeweilige Rolle--34--tragendenAchse --146-- sowie anderseits zwischen dem Bund--148-- und einer mit Schrauben - befestigten Halterung--150--.
Fig. 16 zeigt schliesslich Details des im Gehäuseoberteil --32a-- (Fig.8,13) untergebrachten Schwin- gungserregers. Im Oberteil --32a-- ist Öl --158-- worhanden, welches zu Isolier- und Schmierzwecken dient. Bei Drehung des Elektromotors --52-- bzw. der Unwuchtrotoren --54, 60-- wird ein Grossteil des Öls zerstäubt, so dass der Druck im Inneren des Oberteils --32a-- ansteigt, zur Konstanthaltung dieses Druckes ist ein Druckregler --160-- vorgeschen. Nach Abschalten des Motors --52-- kann das zwischen Stator --164-- und Rotor --166-- sowie in den Lagern --162-- vorhandene Öl durch Öffnungen --168,170-- in den Unwuch- ten --60-- wieder in das Bad zurückfliessen ; die Ölbewegung ist durch Pfeile angedeutet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vibrationsschlagbär zum Rammen und Ziehen von Pfählen, Bohlen od. dgl., welcher einen mit einem
Schwingungserreger versehenen Bärkörper aufweist, der durch einen mit einer Befestigungsvorrichtung für denzubeaufschlagendenGegenstandausgestattetenFührungskörpergeführtist, dadurchgekennzeich- n et, dass der Führungskörper (57) aus eineman seinen beiden Enden mit Flanschen (55a, b) versehenen Bol- zen (56) besteht und der Bärkörper (32) als Gehäuse ausgebildet ist, welches eine den Bolzen (56) gleitend aufnehmende Bohrung (62) aufweist, an deren Enden zwei beim Schlag jeweils mit einem der Flansche (55a, b) zusammenwirkende Schultern (64, 66) vorgesehen sind, wobei an den Schlagflächen jedes Flansch-Schulter-
Paares 55a, 64 ; 55b, 66 elastische Körper (70, 72 ;
74, 76) angeordnet sind und der Maximalabstand jedes
Flansch-Schulter-Paares (55a, 64 ; 55b, 66) grösser als die bei härtestem Boden auftretende Amplitude des
Bärkörpers (32) bemessen ist, sowie dass der Bärkörper (32) von einem federnden Gehänge (46) gehalten und dieFrequenz des Schwingungserregers (54,60) auf die Resonanzfrequenz des gesamten, beim Rammen bzw.
Ziehen wirksamen Schwingungssystems abgestimmt ist (Fig. 6, 7, 8, 9, 10, 13, 14).
2. VibrationsschlagbärnachAnspruch1,dadurchgekennzeichnet,dassdieelastischenKörper (70, 72, 74, 76) aus einem gummiähnlichen elastischen Material bestehen (Fig. 8).